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Auch Fred Sinowatz' Lügen haben kurze Beine

Wien (dpa) — Der ehemalige österreichische Bundeskanzler Fred Sinowatz ist am Dienstag von einem Wiener Gericht wegen falscher Beweisaussage im Zusammenhang mit der Vergangenheit des Bundespräsidenten Kurt Waldheim zu einer Geldstrafe von 360.000 Schilling (51.500 Mark) verurteilt worden. Sinowatz legte Berufung ein. Der Ex-Parteivorsitzende der österreichischen Sozialisten (SPÖ) war beschuldigt worden, in einem Ehrenbeleidigungsprozeß gegen einen Journalisten im April 1987 als Zeuge falsch ausgesagt zu haben. Sinowatz bezeichnete das Urteil beim Verlassen des Gerichtssaals als „ungeheuerlich“.

Bei dem Prozeß ging es um die Frage, ob Sinowatz im Oktober 1985 auf einer SPÖ-Tagung Untersuchungen über die „braune Vergangenheit“ des späteren österreichischen Bundespräsidenten Waldheim angekündigt hatte. Sinowatz bestritt vor dem Gericht die von dem Nachrichtenmagazin 'profil‘ gemachte Äußerung.

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