Jochen Schimmangs Werk Das kostbare Glück Zwischen Melancholie und subversiver Renitenz: Der Schriftsteller und gelegentliche taz-Autor Jochen Schimmang feiert seinen 70. Geburtstag. Von Thomas Schaefer 14.3.2018
Sachbuch über Reemtsma-Entführung „DP steht für Displaced Person“ Was für ein Buch! Johann Scheerer über die Tage der spektaktulären Entführung seines Vaters Jan Philipp Reemtsma. Von Tania Martini 17.3.2018
Roman von Julia Schoch 16 Ichs erzählen Das innere Erleben ehemaliger Eliteschüler der DDR: Julia Schoch erzählt in ihrem Roman „Schöne Seelen und Komplizen“ von Wendebiografien. Von Eva Behrendt 14.3.2018
Literatur aus Rumänien Lakonisch in Bukarest Lavinia Braniște erzählt von Weihnachtsfeiern, Anpassung und einem Leben im ständigen Hader in Rumänien: „Null Komma Irgendwas“. Von Carola Ebeling 18.3.2018
Heidegger, Benjamin und Wittgenstein In Zeiten der Verwirrung Was ist der Mensch? Wolfram Eilenberger seziert das vielleicht wichtigste Jahrzehnt der deutschen Geistesgeschichte. Von Micha Brumlik 17.3.2018
Arno Geigers „Unter der Drachenwand“ Wie allein kann man sein? Die Erlebnisse des Krieges sind in den Körpern gespeichert: Arno Geigers neuer Roman ist ein Glanzstück der Gegenwartsliteratur. Von Dirk Knipphals 16.3.2018
Historikerin über ihr Buch zu 1968 „Die NS-Väter sind ein Mythos“ Die SDS-Männer waren nicht weniger sexistisch als die anderen damals. Dagegen organisierte sich 1968 die Frauenbewegung, sagt Christina von Hodenberg. Interview von Stefan Reinecke 15.3.2018
Politisches Buch über Eliten im NS Der Sound der Diktatur Opportunismus, Exzentrik und ein paar kleine Dissonanzen: Helmut Lethen hat das Versagen der Elite im Dritten Reich untersucht. Von Klaus Bittermann 15.3.2018
Elena Ferrantes grandiose Neapel-Saga Gefährlicher als das Heroin Der krönende Abschluss eines erzählerischen Jahrhundertwerks: „Die Geschichte des verlorenen Kindes“ von Elena Ferrante. Von Andreas Fanizadeh 17.3.2018
Ulrich Boschwitz „Der Reisende“ Wie schnell das geht Der Verleger und Herausgeber Ulrich Alexander hat den Roman „Der Reisende“ neu entdeckt, der kurz nach den Novemberpogromen von 1938 entstand. Von Ulrich Gutmair 16.3.2018
Kommentar Neurechte Verlage Jede Diskursverschiebung ist ein Sieg Kommentar von Barbara Junge Rechtsautoritäre folgen dem simplen Konzept: Macht erlangt man durch kulturelle Hegemonie. Das wollen sie auch bei der Leipziger Buchmesse. 14.3.2018
Vor der Leipziger Buchmesse Linke Furcht vor rechter Opferrolle Ignorieren? Debattieren? Gar angreifen? Die Buchmesse naht – und damit auch die Frage: Wie mit Leuten umgehen, die Rechtsradikales verbreiten? Von Sarah Ulrich 13.3.2018
Kolumne German Nein Warum man jetzt nichts mehr darf Kolumne German Angst von Sonja Vogel Darf diese Kolumne noch German Angst heißen? Nein. Man darf ja keinen Witz mehr machen, nicht mal am Aschermittwoch. Hier steht, was man noch darf. 13.3.2018
Georg Kleins Roman in Leipzig nominiert In den Nährhöhlen Dicht, oft märchenhaft, beschreibt Georg Klein in seinem Roman „Miakro“ das Büro der Zukunft als dystopische Überhöhung der üblichen Start-up-Ausbeutung. Von Jens Uthoff 13.3.2018
Buchpreis für Åsne Seierstad Geradezu beängstigend produktiv Zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse erhält die norwegische Autorin Åsne Seierstad den Preis zur Europäischen Verständigung. Von Reinhard Wolff 14.3.2018
Für den Leipziger Buchpreis nominiert Orte der Lebenden, Orte der Toten Esther Kinskys Roman „Hain“ erzählt von einer Frau, die auf einer Italienreise den Verlust ihres Geliebten verarbeitet. Ein Treffen mit der Autorin. Von Uwe Rada 12.3.2018
Alexander Schimmelbuschs neuer Roman Büchner im Businessanzug Wenn die Mitte austickt. Alexander Schimmelbusch wirft mit „Hochdeutschland“ ein grelles Licht auf die seelische Verfassung der Nation. Von Katja Kullmann 11.3.2018
Neurechte Verlage auf der Buchmesse Meinungsfreiheit als Kampfbegriff Vor der Leipziger Buchmesse gibt es Diskussionen um die Präsenz neurechter Verlage. Die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ hat ihren Auftritt abgesagt. Von René Loch 11.3.2018
Farewell „Mr. Trikont“ Achim Bergmann Ode an den obersten Outlaw Unser Autor, ein Künstler, bewunderte an Achim Bergmann dessen furchtlose Haltung und Leidenschaft für widerspenstige Musiktraditionen. Von Eric Pfeil 9.3.2018
Für den Leipziger Buchpreis nominiert Überwachen und straffen Matthias Senkels literarische Spielfreude in „Dunkle Zahlen“ ist bemerkenswert. Manch einer wird sich aber auch vor den Kopf gestoßen fühlen. Von Jan Süselbeck 12.3.2018