ASYL Der Westen wollte in den 1950er Jahren längst nicht alle Flüchtlinge aus der DDR aufnehmen. Der Historiker Keith R. Allen hat nun das Aufnahmeverfahren in Marienfelde erforscht
GESCHICHTE In der ehemaligen Stasi-Haftanstalt und heutigen Gedenkstätte eröffnet die Dauerausstellung „Gefangen in Hohenschönhausen“. Es ist die erste Dauerausstellung vor Ort
SCHEITERN Größer, höher, weiter: Berlin wollte schon immer mehr sein, als es war, sagt die Buchautorin Cornelia Tomerius. Sie plädiert dafür, aus Misserfolgen zu lernen, sie als kulturelle Errungenschaft zu begreifen – und ihnen Denkmäler zu bauen
Die Büroräume von Stasi-Chef Mielke sind jetzt saniert. 20 Jahre, nachdem die ersten Bürger Einsicht in ihre Akten nahmen, kommen 6.000 Besucher nach Lichtenberg. Joachim Gauck wird erst beklatscht - und dann ausgepfiffen.
Einst saß im "Haus der Jugend" die FDJ-Kreisleitung. Nach der Wende wurde ein Club für Jugendliche daraus. Die engagieren sich gegen die neuen Nachbarn von der NPD.
ALLTAG Als seine Mutter neun ist, wird die Mauer gebaut – und trennt die Familie. Als er neun ist, fällt sie gerade. Nun fragt sich unser Autor in die Vergangenheit durch
LEBEN Vor 25 Jahren wurde die Hochhaussiedlung Ernst-Thälmann-Park offiziell eingeweiht. Die Wohnungen waren heiß begehrt. Heute leben statt 4.000 lediglich noch 2.500 Menschen in dem grünen Viertel – ziemlich abgeschottet vom restlichen Prenzlauer Berg
Der Verein SchreibArt kümmert sich um die Aufarbeitung eines bisher kaum beachteten Kapitels deutscher Literatur: Er befasst sich mit den Zirkeln schreibender ArbeiterInnen in der DDR. Ein Amerikaner hilft nun bei der Erforschung der Lyrik und Prosa
Für die besetzte Mainzer Straße gab es keine friedliche Lösung - da war sich Rot-Grün vor 20 Jahren einig, sagt Bernd Finger von der Westberliner Polizei.
MYTHOS MITTE Schnappschüsse aus der Vorzeit – die Mauer war weg, der Kommunismus kaputt, die Investoren noch nicht in jede Ecke vorgedrungen. Eva Otaño Ugarte hat in ihren Fotografien einige Momente der vergessenen Nachwende von Berlin-Mitte festgehalten
Viele Berliner Pädagogen vermitteln Ereignisse der jüngsten Vergangenheit einseitig, weil sie sie selbst erlebt haben, sagt Anita Mächler, Vorsitzende des Landesverbands Deutscher Geschichtslehrer. Das gelte auch für die DDR.
Das einst beliebte Ausflugsziel gammelt vor sich hin. Auch seit dem Verkauf vor drei Jahren ist nicht viel passiert. Im Bezirk wächst die Verzweiflung.
Spreewaldgurken, Blasenwurst und Pittiplatsch: Die "Ostpro"-Messe zieht vor allem ältere Ehepaare an. Der DDR an sich trauert dabei kaum einer nach. Höchstens der eigenen Jugend.
Nicht nur Staats- und Regierungschefs aus 30 Ländern feiern den Fall der Mauer, sondern auch Touristen aus aller Welt. Berlin sorgt einmal mehr für heitere Bilder - und freut sich auf die Besucher von morgen.