Armenien und Aserbaidschan: Waffenruhe gebrochen
Armenien und Aserbaidschan werfen einander Bruch der Waffenruhe vor. Die Gespräche mit Russland sollen aber fortgesetzt werden.
Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew erklärte, die Parteien seien dabei, eine politische Lösung zu finden. Das ließ vermuten, dass die vereinbarte Waffenruhe nicht vollends aufgekündigt ist.
Unter Vermittlung Russlands hatten sich die Außenminister Armeniens und Aserbaidschans in Moskau auf die Waffenruhe verständigt. In den am 27. September ausgebrochenen Kämpfen zwischen der aserbaidschanischen Armee und armenischen Kämpfern in Bergkarabach sollen Hunderte Menschen ums Leben gekommen sein. In der Region im Südkaukasus leben überwiegend christliche Armenier, die dortige Führung wird von der Regierung in Eriwan unterstützt. Völkerrechtlich gehört das Gebiet zum mehrheitlich islamischen Aserbaidschan, von dem es sich jedoch 1991 losgesagt hatte.
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