Gedenken zum Tag der Befreiung Beflügelnde Innenansichten Türen in eine schmerzhafte Vergangenheit: Wie Terry Mandel aus San Francisco die Geschichte ihrer jüdischen Familie in Köln aufarbeitet. Von Klaus Hillenbrand 8.5.2026
Neues Lagebild des Zentralrats der Juden Das Vertrauen schwindet Antisemitische Anschläge verstärken das Unsicherheitsgefühl, warnt der Zentralrat der Juden. Jüdisches Leben wird aus dem öffentlichen Raum verdrängt. Von Nicholas Potter 1.5.2026
Entscheidung von Verwaltungsgericht Jüdische Stimme ist nicht mehr extremistisch Der Verein „Jüdische Stimme“ stellt das Existenzrecht Israels relativ offen in Frage. Extremistisch ist er damit dennoch nicht, urteilte nun ein Gericht. Von Christian Rath 27.4.2026
Anschlag auf israelisches Restaurant Worüber man mittlerweile froh sein muss Kolumne Grauzone von Erica Zingher Diese Kolumne fängt heiter an. Leider bleibt es nicht dabei. Denn wir sind mitten drin: in einer neuen Realität, die Sicherheit nicht mehr kennt. 24.4.2026
Klage gegen Verfassungsschutzbericht „Jüdische Stimme“ will nicht extremistisch sein Eine jüdische Organisation wird vom Geheimdienst in die Nähe palästinensischen Terrors gerückt. Jetzt muss das Verwaltungsgericht Berlin entscheiden. Von Christian Rath 20.4.2026
Jüdische Sportler Tischtennis, um zu überleben Der Film „Marty Supreme“ ist für neun Oscars nominiert. Es wird an die jüdische Biografie der Hauptfigur und Auschwitz-überlebende Sportler erinnert. Von Martin Krauss 13.3.2026
Zentralrat der Juden und Iran Eine anmaßende Unterstellung Gastkommentar von Jonas Schnabel Darf sich der Präsident des Zentralrats der Juden über den Angriff auf Iran positiv äußern? Eine Replik auf einen taz-Kommentar. 8.3.2026
Zentralrat bejubelt Irankrieg Einfach mal die Klappe halten Kommentar von Susanne Knaul Der Zentralrat der Juden bejubelt den amerikanisch-israelischen Krieg gegen Iran. Seine Stellungnahme hätte er dem israelischen Botschafter überlassen sollen. 4.3.2026
Anschlagsrisiko nach Angriffen auf Iran Erhöhte Gefahr für Jüdinnen und Juden in Deutschland Die Polizei verstärkt den Schutz jüdischer und israelischer Einrichtungen. Der Verfassungsschutz sieht auch US-Standorte und Exil-Iraner*innen in Gefahr. Von Jean-Philipp Baeck 1.3.2026
Nahost-Konflikt Jüdisch, postsowjetisch, besatzungskritisch sucht … Für unsere Autorin war Israel das gelobte Land, heute schämt sie sich für ihren Pass. Eine Geschichte von Entfremdung – und der Suche nach Verbündeten. Von Marina Klimchuk 15.2.2026
Ein Gespräch über Israel und Palästina „Menschenrechte sind unteilbar“ Kaum ein Thema löst so starke Gefühle aus. Zwei taz-Redakteur:innen, Matthias Kalle und Pauline Jäckels, versuchen, einander zuzuhören. Interview von Mitsuo Iwamoto 28.12.2025
Terror am Bondi-Beach Ein Anschlag, der jeden einzelnen Juden trifft Kolumne Grauzone von Erica Zingher Parolen wie „Globalize the Intifada“ sind nicht Auslöser konkreter Taten. Aber sie schaffen ein Klima, in dem Gewalt gegen Juden legitim erscheint. 20.12.2025
Antisemitischer Doppelmord in Erlangen „Es ist ein Armutszeugnis“ Vor 45 Jahren erschoss ein Neonazi den Rabbiner Shlomo Lewin und seine Frau Frida Poeschke. Die Bundesregierung beerdigt nun die Aufklärung. Von Konrad Litschko 18.12.2025
Ausstellung über Ossip Klarwein Der vergessene Architekt der Knesset Das Hamburger Barlach-Haus würdigt den Architekten Ossip Klarwein. Er floh 1933 aus Hamburg nach Palästina und baute den jungen Staat Israel mit auf. Von Hajo Schiff 18.12.2025
Staatsräson Ein deutscher Sonderweg in die neue Weltordnung? Intellektuelle kritisieren auf einem Symposium in Zürich die deutsche Staatsräson – und verabschieden die liberale Bundesrepublik. Von Stefan Reinecke und Pauline Jäckels 8.12.2025
Expertinnen zu Antisemitismus „Sorge um die Kinder, um sich selbst und um die Zukunft“ Friederike Lorenz-Sinai und Marina Chernivsky forschen zu jüdischem Leben in Deutschland seit dem 7. Oktober 2023. Die Bedrohung halte an, sagen sie. Interview von Frederik Eikmanns 4.12.2025
Auseinandersetzung mit Identität „Ich wurde in Deutschland erst wirklich jüdisch“ Yfaat Weiss leitet das Dubnow-Institut in Leipzig. Ein Gespräch über jüdische Existenz, historische Verantwortung – und die Schönheit von Geschichte. Interview von Jan Feddersen 2.12.2025
Hamas in Deutschland „Die nächste Eskalation ist eine Frage der Zeit“ Im Oktober flog eine Waffenübergabe mutmaßlicher Hamas-Operateure in Berlin auf. Expertin Kim Robin Stoller über Ziele und Strukturen in Europa. Interview von Frederik Eikmanns 23.11.2025
Deutsch-jüdisch-israelisches Erbe Das Jackett hängt am richtigen Platz Ein Museum in Haifa erinnert an die deutschsprachigen Einwanderer, die ab 1930 Palästina auf der Flucht vor den Nazis erreichten. Von Klaus Hillenbrand 15.11.2025
„Ich will in dieser Stadt ein Fenster haben“ In Deutschland stehen Juden und Nichtjuden historisch in einem Zustand dauerhafter Nichtverbindung, beobachtet die Psychologin Marina Chernivsky. Der 7. Oktober hat Vergangenheiten aufbrechen lassen und die zeitlichen wie die generationalen Grenzen durchlässiger gemacht, so schreibt sie in ihrem neuen Buch „Bruchzeiten“. Mit der taz spricht sie über diese Brüche, die Schatten der Vergangenheit und was sie sich frei fühlen lässt. Von Amelie Sittenauer Ausgabe vom 13.11.2025, Seite 18, kultur Download (PDF)