In Deutschland stehen Juden und Nichtjuden historisch in einem Zustand dauerhafter Nichtverbindung, beobachtet die Psychologin Marina Chernivsky. Der 7. Oktober hat Vergangenheiten aufbrechen lassen und die zeitlichen wie die generationalen Grenzen durchlässiger gemacht, so schreibt sie in ihrem neuen Buch „Bruchzeiten“. Mit der taz spricht sie über diese Brüche, die Schatten der Vergangenheit und was sie sich frei fühlen lässt.
Robi Friedman beschäftigt sich schon lange mit der Frage, wie Krieg eine Gesellschaft verändert. Jetzt kann er es in seiner Heimat Israel tagtäglich erleben.
Palästinensische Psychologen im Westjordanland helfen Menschen im Gazastreifen seit der Bodenoffensive mit einer Hotline. Bis zu 1.000 Anrufe gehen täglich ein.
Die Palästinenser in Gaza sind von der israelischen Besatzung kollektiv traumatisiert. Das produziert neue Gewalt und Brutalität unter Arafats Autonomiebehörde: Pessimistische Bilanz einer Fachtagung ■ Aus Gaza Georg Baltissen