Arbeitskampf bei Amazon

Das sechste Lager streikt

Der Streik bei Amazon weitet sich aus. Nun streikt auch die Belegschaft des Logistik-Zentrums in Koblenz. Damit streiken sechs Versandlager.

Die Gewerkschaft Verdi ruft seit 2013 immer wieder zum Streik gegen Amazon auf. Bild: reuters

LEIPZIG/KOBLENZ dpa | Die Gewerkschaft Verdi hat den Streik beim Versandhändler Amazon auf ein sechstes Versandlager ausgeweitet. Auch die Beschäftigten des Logistik-Zentrums in Koblenz (Rheinland-Pfalz) sind mit Beginn der Frühschicht am Dienstagmorgen um 5.00 Uhr zum Ausstand aufgerufen. Nach Angaben von Verdi-Sprecher Jürgen Dehnert versammelten sich zuvor etwa 50 Mitarbeiter vor den Werkstoren.

Bereits am Montag hatten Amazon-Beschäftigte in Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern), Rheinberg und Werne (beide NRW) die Arbeit niedergelegt. Der Streik soll drei Tage dauern.

Bundesweit beteiligten sich am Montag laut Verdi bundesweit 2.300 Beschäftigte an dem Ausstand, der bis zum Mittwoch an insgesamt sechs Standorten andauern soll. Bisher hat das Unternehmen zugesagt, dass alle Pakete, auch zu Weihnachten, pünktlich geliefert werden.

Verdi will die US-Firma zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen. Amazon lehnt das strikt ab und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende dessen, was in der Logistik-Branche üblich sei. Eine Einigung ist nicht in Sicht - Verdi rief seit 2013 immer wieder zu Ausständen auf.

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