Antifa und Antira in Berlin: Vision & Widerstand

Der Wahlkampf zeigt: politisch und gesellschaftlich haben wir ganz viel Luft nach oben. Hier einige Mitmach-Termine.

Ein Stoffbanner mit der Aufschrift freedom not frontex liegt auf dem Straßenbelag

Es gilt ‚Freedom not Frontex‘; hier auf einem Banner in der Ohlauer Straße Foto: Markus Winkler/Wikimedia

Es ist Zeit für neue Visionen, mehr zivilen Widerstand, faire Bildungschancen und laute Töne gegen Rechts. Die verschiedenen Wahlplakate und Slogans der rechten und konservativen Parteien sowie die Prognosen zeigen nämlich gerade mal wieder in vollster Pracht, dass wir definitiv Probleme und politisch und gesellschaftlich ganz viel Luft nach oben haben.

Ein neues Bewusstsein dafür, dass unsere Welt eine ganz andere sein könnte, möchte die Aktivistin und Politologin Emilia Roig mit ihrer Lesung „Why We Matter“ schaffen. Das tut sie autobiografisch und mit einem Anspruch auf radikale Solidarität. Themen sollen Rassismus und Black Pride sowie Homophobie und Queerness sein. Eingeladen sind zum Diskurs mit Rois auch Ver­tre­te­r:in­nen feministischer Zentren und Organisationen.

Thema sind Visionen und etwaige Entwicklungen. Die Veranstaltung ist auf deutsch und kostenlos. Um Anmeldung via drakos(at)frauenkreise-berlin.de wird gebeten (Donnerstag, 23. September, je nach Pandemiesituation online oder Choriner Straße 10, 19.00 Uhr).

Der Verein Borderline Europe – Menschenrechte ohne Grenzen lädt ins SO36 zu einem zweiteiligen Event ein, auf dem Ak­ti­vis­t:in­nen und Expert:innen, auf Basis ihrer Erfahrungen an verschiedenen EU-Außengrenzen, diskutieren. Gemeinsam sollen Wege von zivilem Widerstand aufgezeigt werden.

Der taz plan erscheint auf taz.de/tazplan und immer Mittwochs und Freitags in der Printausgabe der taz.

Taktiken zivilen Widerstands

Die Veranstaltung unter dem Titel „Quo vadis Frontex? – Reform, control or abolish?“ findet auf Englisch statt. Das erste Panel widmet sich der aktuellen Praxis von Frontex an den Grenzen. Dabei kommen unter anderem Bérénice Gaudin (Sea-Watch Airborne) und Milena Zajovic (Are You Syrious/ Border Violence Monitoring Network) zu Wort. Das zweite Panel dreht sich um Taktiken zivilen Widerstands gegen Frontex, sprechen werden unter anderem Bernd Kasparek (bordermonitoring.eu) und Amandine Bach (Political Advisor, Frontex Scrutiny Group).

Wer persönlich an der Veranstaltung teilnehmen möchte, bekommt hier kostenlose Tickets. Vorausgesetzt werden hierfür ein tagesaktueller negativer Covid-19-Schnelltest oder eine vollständige Impfung beziehungsweise Genesung. Die Masken können nur am Platz abgenommen werden. Hier wird es auch einen Livestream geben. (Samstag, 25. September, Oranienstraße 190, 11.30 Uhr).

Die Konferenz „Teilhabe durch diskriminierungsfreie Bildung in Deutschland. Eine Herausforderung für die Black Lives Matter Bewegung und Panafrikanismus“,organisiert vom Verein NARUD, will vor allem „die Bildungschancen von afrikanischen Kindern in Deutschland beleuchten“. Re­fe­ren­t:in­nen sind unter anderem Jennifer Kamau (Aktivistin, International Women Space, Black Lives Matter Berlin) und Samson Onoja Itodo (Autor, Gründer Afrobizgermany).

Man kann an der Veranstaltung kostenlos vor Ort teilnehmen – unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen – oder mit Simultanübersetzung in Englisch und Deutsch über Zoom. Um Anmeldung via safe(at)narud.org wird gebeten (Samstag 25. September, Holländerstraße 31, 10.00 Uhr).

Blasen gegen Rechts

Am Vortag der Wahlen tönen auf dem „Festival Blasen gegen Rechts“ in der Kulturbrauerei die Posaunen und Trompeten. Ob mit Stücken von Hanns Eisler oder Ton, Steine, Scherben: Die Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot ruft nationale und internationale Arbeiter:innen-, Musik- und Kurkapellen sowie Brass Bands an die Instrumente. Wer Lust hat mit Anderen zusammen zu musizieren, kann sich hier anmelden. (Samstag, 25. September, Knaackstraße 97,18.00 Uhr).

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

Jahrgang 1984, Magistra Artium Kunstgeschichte/ Theaterwissenschaft, FU Berlin. In der taz seit 2011: Webentwicklung Abteilungsleiterin. Hauptthemen Subkultur und soziale/ politische Bewegungen in Berlin.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de