: Anschlag auf Moschee in Mekka vereitelt
Saudi-Arabien Drei Terrorzellen sollten zum Ende des Ramadan Angst und Schrecken verbreiten
dpa | Saudische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben eine „gewaltige Terrorverschwörung“ aufgedeckt und einen Anschlag auf die Große Moschee in Mekka vereitelt. Dabei habe sich ein Terrorist selbst getötet. Der vereitelte Anschlag auf die Moschee sei von drei Terrorzellen geplant worden, erklärte der Sprecher des Innenministeriums, Mansur al-Turki, am Samstag. Zwei der Gruppen hätten in Mekka und eine in der Nachbarstadt Dschidda ihre Basis gehabt.
Fünf Verdächtige seien festgenommen worden und würden verhört, darunter eine Frau. 1979 hatten 200 bewaffnete Islamisten die Große Moschee gestürmt und Dutzende Pilger als Geisel genommen. Bei der Erstürmung des Gebäudes durch Sicherheitskräfte starben damals 153 Menschen.
Dem Ministerium zufolge konnten die Sicherheitskräfte einen der Attentäter in Mekka im Stadtbezirk Adschiad aufspüren. Der Mann habe sich in einem dreistöckigen Haus verschanzt und sich geweigert, sich zu ergeben. Er habe auf die Sicherheitskräfte geschossen und sich schließlich in die Luft gesprengt. Dabei sei das Gebäude eingestürzt.
Der Anschlag sollte dem Ministerium zufolge Freitagnacht während der Koranlesungen zum Ende des Ramadan erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt drängten sich die Gläubigen in der Großen Moschee. Insgesamt sollen am Freitag nach Meldungen der saudischen Nachrichtenagentur SPA insgesamt mehr als zwei Millionen Gläubige das Gotteshaus besucht haben. Im Zentrum des Gebäudekomplexes befindet sich die schwarze Kaaba, in deren Richtung alle Muslime weltweit beten. Mekka ist die heiligste Stadt des Islam. Sie trägt den Ehrentitel „al-Mukarrama“ („die Ehrwürdige“). Hier wurde der Prophet Mohammed im Jahr 570 geboren. In der zentral gelegenen heiligen Moschee beten jedes Jahr Millionen Pilger. Sie beherbergt die Kaaba, das bedeutendste Heiligtum des Islam.
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