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Annäherung an LuhmannDer Antihumanist

Zehn Jahre nach seinem Tod schließt ein Band mit "vorletzten Gesprächen" die Lücke in einer Trilogie mit Niklas Luhmann im O-Ton. Ein Versuch, den Soziologen zu verstehen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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4 Kommentare

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  • HW
    Harald Wenk

    Die fast naturgestzartige und allgegenwärtige "Reduktion von Komplexität" in sozialen Zusammenhängen oder Systemen ist allein

    eine auch praktische und orientierungsrealvante Erkenntnis alleresten Grades.

    Formal get es weiter: Gut ist sie, wenn alle Anschlussstellen erhalten oder sogar neu hinzukommen (Abstraktion), schlecht ist sie, wenn das Gegenteil sogar mit unwiderbringlichem Informatiosnverlust (Verstümmelung, Zerstörung, reduzierende Homogeniesierung)

    der Fall ist.

  • HL
    Hertha Langen

    "Meine nachlebenden Träume mit Niklas Luhmann" - wer horcht sie mir ab?

    Wer tipppt sie?

    Wer creditiert sie?

    Wer löscht sie?

  • J
    jap

    past doch kommt doch der allgemeinen Beobachtungen oder auch nicht sehr nah...

  • RS
    Rolf speckner

    Der Artikel über Niklas Luhmann ist nicht nur informativ sondern ausgesprochen scharfsinnig. Luhmanns Achilles-Verse ist tatsächlich, dass er das Individuum ausblendet und jeden Versuch es ernst zu nehmen, als von einem überholten Idealismus gekennzeichnet ansieht. Wie kann aber eine Gesellschaftstheorie fruchtbar werden, die das Individuum ignoriet? Luhmann wußte nicht, wie "mittelalterlich-katholisch" er war. "Natur ist Sünde, Geist ist Teufel.", so hieß es einmal. Daraus ist geworden: "Die Sünde ist natürlich und der Geist ist eine falsche Vorstellung wie der Teufel, d.h. es gibt ihn nicht." Und in dieses hohle Horn stößt Luhmann, wenn er propagiert, man müsse das Denken beobachten, ohnen auf das Subjekt dieser Tätigkeit zu achten. Erkenntnis des Menschenwesens ist: nicht möglich. Luhmann waltete wie ein Priester einer mittelalterlichen Sekte: vom Geist darf man nicht reden - so sein Credo.

    Eine Gesellschaft ohne Individuen ist aber eine Affengesellschaft und die hat Luhmann beschrieben. An manchen Tagen hat man allerdings den Eindruck: sie beginnt sich zu verwirklichen: die Affengesellschaft.

    Rolf Speckner