■ Am Rande: Atomkraftgegnerin geht in den Knast
Gorleben (taz) – Am kommenden Donnerstag tritt die Atomkraftgegnerin Katja Tempel aus Lüchow eine zehntägige Haftstrafe an. Sie hatte sich geweigert, 200 Mark Geldstrafe zu zahlen, zu der sie nach der Aktion „Musikalischer Einstieg in den atomaren Ausstieg“ 1994 verurteilt worden war. Da sie das Konzert auf dem Gelände des Atommüll-Zwischenlagers Gorleben als Aktion des zivilen Ungehorsams ansah, weigerte sich Tempel, die Geldstrafe zu zahlen. Erstmals kommt es damit zu einem Gefängnisaufenthalt wegen einer gewaltfreien Aktion gegen die Gorlebener Anlagen.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen