piwik no script img

Almosen reicht

Auch einige SPD-Politiker nutzen die Gunst der Stunde, um gegen Asylbewerber mobil zu machen. In der gestrigen Ausgabe der Welt sprachen sich die SPD- Landessozialminister Heinemann (NRW) und Jansen (Schleswig-Holstein) für eine Kürzung der Leistungen aus. Heinemann monierte, die Praxis vieler Städte in NRW, Asylbewerbern die Sozialhilfe zu überweisen, sei „unverantwortlich“. Ihm zufolge könnten sie nicht länger nach dem für Deutsche bestimmten Bundessozialhilfegesetz versorgt werden; schließlich sei ein großer Teil des öffentlichen Unmuts „eindeutig durch das Fehlverhalten bestimmter Einwanderungsgruppen verursacht worden, die das Klima vergiftet haben“. „Anpassungsunfähige Gruppen“, so Heinemann, müßten „möglichst schnell wieder in ihre Heimat zurückgeschickt werden“.

Auch Minister Jansen will den „Leistungskatalog überprüfen“. Das Nordlicht möchte am liebsten in den zentralen Einrichtungen neben den Sachleistungen für Unterkunft und Verpflegung Asylbewerbern nur noch ein Taschengeld auszahlen. taz

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 60 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen