piwik no script img

„Allahs Rache“

■ Libyens Staatschef Gaddafi hält japanisches Erdbeben für Gotteswerk

Tunis (rtr) – Das verheerende Erdbeben in Japan war nach Ansicht des libyschen Staatschefs Muammar Gaddafi die Rache Allahs für Japans Unterwürfigkeit in den Beziehungen zu den USA. „Bei allem Mitgefühl für die unschuldigen Opfer der Katastrophe sagen wir, daß es sich um die Rache Gottes handelt“, sagte Gaddafi in einer Stellungnahme, die die amtliche Nachrichtenagentur JANA am Sonntag abend verbreitete.

„Wir haben es erwartet, und wir haben zu Gott gebetet, Japan das anzutun“, erklärte Gaddafi. Denn „Japan hat den teuflischen Vereinigten Staaten stets eilfertig seine Dienste angeboten, und für jedes Volk, das die Vereinigten Staaten aufhängen wollen, liefert Japan das Seil in Form seines Geldes und seiner Wirtschaftskraft.“

Bei dem Erdbeben in Mitteljapan waren vergangene Woche fast 5.000 Menschen ums Leben gekommen. Libyen ist international isoliert, weil es sich weigert, zwei Bürger auszuliefern, die 1988 ein US-Verkehrsflugzeug über Schottland gesprengt und 270 Menschen getötet haben sollen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen