: Alarm in Niedersachsen
Verdacht auf Maul- und Klauenseuche im Landkreis Vechta mit einer Million Rindern und Schweinen
HANNOVER dpa ■ In Niedersachsen gibt es den ersten Verdacht auf Maul- und Klauenseuche. Betroffen ist ein Betrieb in Damme (Landkreis Vechta) mit 99 Kälbern, teilte das Landwirtschaftsministerium gestern mit. Die vier Wochen alten Tiere zeigten entsprechende Symptome im Bereich des Mauls und hatten Fieber. Sie wurden noch am Sonntag getötet. Landwirtschaftsminister Uwe Bartels (SPD) sprach von einer „Riesengefahr für einen Super-GAU in einer Hochburg der Tierhaltung“. Dies könne enorme wirtschaftliche Auswirkungen haben.
Um den betroffenen Hof wurde ein Sperrgebiet von 10 Kilometer Länge und 15 Kilometer Breite errichtet. Die Polizei kontrolliert dort alle Fahrzeugbewegungen. Schulkinder von landwirtschaftlichen Höfen brauchen bis Mittwoch nicht zur Schule zu gehen. Dann sollen abschließende Untersuchungsergebnisse der Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen vorliegen. Ein erster Test war gestern negativ. Unweit des Verdachtshofs liegt ein Betrieb, der im Januar Schweine aus Großbritannien bekam, sagte Kreisveterinär Dunger. Erkrankungen habe es jedoch nicht gegeben.
Der Verwaltung in Vechta richtete ein Krisenzentrum ein. Der Landkreis hat die höchste Klauentierdichte Deutschlands. Hier werden nach Angaben des Ministeriums 104.500 Rinder und 862.600 Schweine gehalten. In dem 180 Quadratkilometer großen Sperrbezirk gibt es 23.000 Rinder, 219.000 Schweine und mehr als 360.000 Stück Geflügel.
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Umverteilung gegen rechts
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