Aktuelle Nachrichten in der Coronakrise: Verdienstkreuz für Biontech-Gründer

Fast 10.000 Neuinfektionen am Freitag. Söder fordert Coronastrategie mit Sicherheitspuffer. Kostenlose Coronaschnelltests im Kreis Osnabrück.

Özlem Türeci läuft durch ein Labor des Biotechnologie-Unternehmens

Özlem Türeci in einem Labor des Biotechnologie-Unternehmens Foto: Biontech/dpa

Biontech-Gründerpaar bekommt Bundesverdienstkreuz

Die Gründer des Biotech-Unternehmens und Impfstoffherstellers Biontech, Özlem Türeci und Ugur Sahin, bekommen das Bundesverdienstkreuz. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier werde dem Ehepaar am 19. März im Schloss Bellevue das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichen, teilte das Bundespräsidialamt am Freitag mit. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nehme an der Zeremonie teil.

Türeci und Sahin „verbinden medizinische Grundlagenforschung mit deren Übersetzung in eine praktische Nutzung“, erklärte das Präsidialamt. „Dank ihrer weltweit anerkannten Kompetenz im Bereich der mRNA-Technologien und ihres unermüdlichen Einsatzes gelang ihnen innerhalb kürzester Zeit die Entwicklung und Zulassung eines Impfstoffes gegen Covid-19. Sie haben damit einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Coronapandemie geleistet.“ (afp)

Spahn und Wieler werben für AstraZeneca-Impfstoff

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn appelliert daran, den Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca zu nutzen. Der Impfstoff sei sicher und schütze, sagt Spahn in Berlin. Es gebe auch „hinreichend viele“ Menschen, die das Impfangebot mit dem Vakzin annehmen würden. Auch RKI-Präsident Lothar Wieler nennt das AstraZeneca-Mittel „sehr, sehr wirksam“. Das Angebot nicht anzunehmen, sei „fachlich, sachlich nicht gerechtfertigt“, sagt Wieler bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Spahn. (rtr)

Kurzarbeit erhöht Druck auf Nachtragsetat im Bund

Auf Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) steigt der finanzielle Druck für einen Nachtragshaushalt für 2021. Die mit dem Lockdown verbundene Kurzarbeit wird den Bundeshaushalt in diesem Jahr weitaus stärker belasten als geplant. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) veranschlagt dafür nun weitere 6,3 Milliarden Euro, wie ein Sprecher am Freitag mitteilte. Die nun vorgesehenen Gesamtausgaben von etwa zwölf Milliarden Euro sind doppelt so hoch wie bisher geplant. Die Mehrausgaben für coronabedingte Kurzarbeit übernimmt laut einer Vereinbarung vom vorigen Jahr der Bund. Im Bundesetat sind zwar Milliardenreserven vorgesehen für die Pandemie-Bewältigung. Aufgrund hoher Kosten etwa für Impfungen, Tests und Wirtschaftshilfen ist aber bereits ein Nachtragsetat in der Diskussion.

Die Planung der BA im vorigen Herbst war von rund 700.000 Kurzarbeitern im Jahresschnitt ausgegangen. Nun liegt die Schätzung dem Sprecher zufolge aufgrund des Lockdowns bei 1,1 Millionen. Insgesamt plant die BA für Kurzarbeit und die Erstattung der Sozialbeiträge an die Arbeitgeber nun rund zwölf Milliarden Euro ein. Die bisher vorgesehenen Mittel dürften Ende März aufgebraucht sein: Seit Jahresanfang gab die Behörde bereits 3,7 Milliarden Euro für Kurzarbeit aus, davon 2,2 Milliarden Euro für Kurzarbeitergeld und rund 1,5 Milliarden Euro für die Erstattung der Sozialbeiträge. (rtr)

Söder fordert Coronastrategie mit Sicherheitspuffer

Die künftige Coronastrategie von Bund und Ländern muss nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auch einen Sicherheitspuffer für Virusvarianten beinhalten. „Wir dürfen nicht die Nerven verlieren.

Wir brauchen ein nachvollziehbares Konzept, das sowohl bei besser werdenden Inzidenzen Öffnungen vorsieht, aber auch die Möglichkeit der Sicherheit bietet, wenn es schlechter wird“, sagte der CSU-Chef am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München. Am nächsten Mittwoch (3. März) will die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten.

„Die Beschlüsse der MPK dürfen keine Einbahnstraße nur für Öffnungen sein, sondern sie müssen auch einen Sicherheitspuffer für den Fall haben, dass es durch die Mutationen schlechter werden wird“, betonte Söder. Deswegen dürfe es keine überstürzte Hektik beim Tempo der Öffnungen geben, diese müssten „in vernünftigen und belastbaren Schritten“ erfolgen.

„Wir dürfen jetzt keine unüberlegten Experimente machen, sondern brauchen kluge Schritte. Natürlich sind regionale Öffnungsmodelle sinnvoll. Aber ich bin sehr zurückhaltend und skeptisch, jetzt einfach alles den Ländern freizugeben“, sagte Söder.

Bund und Länder müssten weiter an einer gemeinsamen Grundphilosophie festhalten. „Denn eines ist klar, es kann schnell gehen. Heute alles gut, morgen ist man Hotspot.“ Corona bleibe weiter gefährlich, daher dürfe niemand in eine Öffnungshektik verfallen. „Wir müssen weiter Schritt für Schritt vernünftig agieren. Öffnen ja, aber mit Vernunft.“

Zudem forderte Söder auch für Deutschland ein Schnelltestkonzept, „das langfristig trägt und in der Praxis umsetzbar ist. Dabei ist entscheidend zu klären, wie viele Schnelltests in kürzester Zeit für Deutschland mobilisierbar sind“, sagte er. Ferner brauche es zeitnah eine Schnelltest-App, mit der geklärt werden könne, wie ein selbst durchgeführter Schnelltest für das Gesundheitsamt eine nachprüfbare Grundlage sein könne. (dpa)

Kostenlose Coronaschnelltests im Kreis Osnabrück

Der Landkreis Osnabrück weitet sein Angebot für kostenlose Coronaschnelltests aus. Fünf Standorte sollen zu den bereits seit 20. Februar betriebenen fünf dazukommen, wie ein Kreissprecher am Freitag mitteilte. Ab Samstag beziehungsweise Montag können sich Menschen, die im Kreis wohnen oder arbeiten, an den neuen Standorten testen lassen.

Die Stadt Osnabrück bietet bereits seit 15. Februar kostenlose Corona-Antigen-Schnelltests an. Nach Angaben des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) gab es damals keine anderen Städte oder Landkreise in Niedersachsen, die kostenlose Tests in dem Umfang wie Osnabrück anbieten. Ob mittlerweile weitere dazugekommen sind, war weder dem NSGB noch dem Gesundheitsministerium bekannt.

Das Angebot im Kreis Osnabrück richte sich an Bürgerinnen und Bürger, die beruflich oder ehrenamtlich viele Kontakte zu anderen Menschen haben und deshalb einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt seien, hieß es in der Mitteilung. Zur Zielgruppe gehören Beschäftigte in Kindertagesstätten, Märkten und Geschäften, aber auch Schülerinnen und Schüler im Präsenzunterricht. Interessierte können sich einmal in der Woche testen lassen. (dpa/lni)

Studie – Biontech-Vakzin reduziert Ansteckungsrisiko

London, 26. Feb (Reuters) – Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer reduziert einer britischen Studie zufolge bereits bei einmaliger Verabreichung das Ansteckungsrisiko deutlich. Die Universität Cambridge legte am Freitag eine entsprechende Untersuchung vor, die aber noch nicht von anderen Wissenschaftlern unabhängig begutachtet wurde.

Basis waren Tausende Coronatests, die standardmäßig bei Krankenhauspersonal in Cambridge durchgeführt wurden. Die Getesteten hatten keine Symptome. Die einen hatten eine Dosis des Biontech/Pfizer-Vakzins gespritzt bekommen, die anderen zu dem Zeitpunkt nicht.

Die Untersuchung ergab, dass bei den ungeimpften Krankenhausbeschäftigten 0,8 Prozent der Tests positiv ausfielen. Bei den Geimpften waren es dagegen lediglich 0,37 Prozent, wenn die Impfung weniger als zwölf Tage her war, beziehungsweise 0,2 Prozent, sofern die Impfung vor mindestens zwölf Tagen erfolgte. Die Zeitspanne gilt maßgeblich dafür, dass sich die Wirkung des Vakzins voll entfaltet.

„Das sind großartige Nachrichten“, sagte Co-Studienleiter Mike Weekes. „Der Pfizer-Impfstoff bietet nicht nur Schutz vor einer Sars-Cov-2-Erkrankung, sondern trägt auch zur Infektionsvorbeugung bei, indem er die Möglichkeit einer Übertragung des Virus auf andere Personen verringert.“ Zuletzt hatte eine israelische Studie die hohe Wirksamkeit des Vakzins belegt.

Auch unter realen Bedingungen habe der Impfstoff eine Wirksamkeit von 94 Prozent, hieß es in der im Fachmagazin „New England Journal of Medicine“ veröffentlichten Auswertung der Daten von 1,2 Millionen Menschen. (Reuters)

Nach Impf-Ärger: FDP-Abgeordneter Bombis tritt zurück

Nach Ärger um umstrittene Corona-Impfungen tritt der FDP-Landtagsagabgeordnete Ralph Bombis von seinen politischen Ämtern zurück. Das hat er dem Vorstand des FDP-Kreisverbands Rhein-Erft nach dpa-Informationen am Donnerstagabend mitgeteilt.

Vor gut einer Woche war bekannt geworden, dass der 49-jährige Bombis und seine Frau bereits gegen das Coronavirus geimpft worden waren. Bombis leitet drei Senioren- und Pflegeheime. Am Donnerstag habe er nun erfahren, dass Impfreste aus seinen Einrichtungen auch an Personen aus seinem engen persönlichen Umfeld verimpft worden seien, schrieb Bombis an den Vorstand.

„Dieser neue Sachverhalt ist – unabhängig von einer rechtlichen Bewertung, die von anderen vorzunehmen ist – politisch von mir zu verantworten“, hieß es in der Erklärung des Abgeordneten aus Erftstadt, aus der am Freitag mehrere Medien zitierten. „Ich bitte noch einmal bei allen, die ich durch mein Verhalten verletzt habe, um Entschuldigung. Es tut mir aufrichtig leid“, schrieb Bombis.

Er lege mit sofortiger Wirkung seine Ämter als Kreisvorsitzender, als Mitglied des FDP-Landesvorstands sowie als Bezirksvorstand der FDP Köln nieder. Bei der nächsten Landtagswahl werde er nicht mehr kandidieren. Eine Anfrage der dpa ließ Bombis am Freitag zunächst unbeantwortet.

Seine eigene Impfung hatte er auf Twitter damit begründet, dass er regelmäßig in den Pflegeeinrichtungen sei und Bewohner und Mitarbeiter, mit denen er in Kontakt komme, schützen wollte. (dpa/lnw)

In Österreich sind Coronavarianten auf dem Vormarsch

In Österreich ist laut Gesundheitsministerium inzwischen etwas mehr als Hälfte aller Neuinfektionen auf eine der grassierenden Coronavarianten zurückzuführen. „Die Mutationen, da sie stärker sind, scheinen sich sehr schnell durchzusetzen“, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag.

Österreich sei das einzige Land in Europa, das alle positiven PCR-Testergebnisse auf etwaige Virusvarianten überprüfe. Als Erfolg wertete der Minister, dass die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen kurz vor dem Abschluss stünden. Dadurch seien weniger schwere Krankheitsverläufe zu befürchten.

Österreich sieht sich obendrein neben der Slowakei als das Land in Europa, das am meisten testet. Binnen 24 Stunden wurden laut Anschober zuletzt 223 000 Antigen-Schnelltests und PCR-Tests gemacht. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen war nach deutlichem Anstieg zuletzt auf 2093 gefallen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei rund 145 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Zum Vergleich: In Deutschland liegt dieser Wert derzeit bei rund 63.

Am Montag will die österreichische Regierung entscheiden, ob nach dem Handel und den körpernahen Dienstleistungen in den nächsten Wochen auch die Hotels und die Gastronomie wieder öffnen dürfen. In diesem Fall wären negative Coronatests eine Voraussetzung für den Lokalbesuch.

Die mit Experten auch aus Bund und Ländern besetzte Corona-Ampel-Kommission empfiehlt in ihrem jüngsten Bericht, bereits umgesetzte Lockerungsschritte ab einer österreichweiten 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 zu überprüfen und gegebenenfalls zurückzunehmen. „Die erneute Schließung von Bildungseinrichtungen sollte nur als Ultima Ratio in Betracht gezogen werden“, so die Kommission.

Laut vorläufiger Statistik hat die Pandemie in Österreich die Sterblichkeit deutlich steigen lassen. 2020 starben 9 Prozent mehr Menschen als 2019. (dpa)

Spahn: „Größtmögliche Umsicht und Vorsicht“ geboten

In der Diskussion über Lockerungen der strengen staatlichen Beschränkungen in der Coronapandemie hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor übereilten Entscheidungen gewarnt. „Ich empfehle uns allen größtmögliche Umsicht und Vorsicht“, sagte der CDU-Politiker am Freitag vor Journalisten in Berlin.

Er verwies darauf, dass der von Bund und Ländern angestrebte Wert von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern und Woche vielerorts noch nicht erreicht sei – und für viele Bundesländer derzeit auch nicht erreichbar sei.

Spahn sagte, er wisse um die Ermüdung der Bürger nach dem wochenlangen Lockdown, ebenso um die Belastungen. Viele seien genervt. „Aber es nützt ja alles nichts. Das Virus ist da, und wir müssen damit umgehen“, sagte er.

Spahn sagte, mit den nun in den meisten Ländern wieder teilweise geöffneten Schulen und Kitas werden täglich Millionen Menschen in Bewegung gesetzt. Dies sei richtig, schaffe aber auch neue Ansteckungsrisiken. Aus seiner Sicht gelte es, nun erst einmal zu schauen, wie sich dies auf die Infektionszahlen auswirke.

Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zuletzt Hoffnungen auf sehr schnelle und umfassende Lockerungen der strengen Kontaktbeschränkungen gedämpft. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte ebenfalls vor „Öffnungshektik“.

Der Druck aus der Wirtschaft ist aber groß: Unter anderem der Handel fordert, die Wiedereröffnung der Innenstädte nicht von dem angestrebten Wert von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern und Woche abhängig zu machen. Mehrere Bundesländer haben bereits für Anfang kommende Woche über Friseurläden hinaus die Öffnung etwa von Gartenmärkten und Blumenläden angekündigt. (dpa)

Serbien verschärft Coronamaßnahmen fürs Wochenende

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Serbien die Maßnahmen gegen die Coronapandemie. Am kommenden Samstag und Sonntag dürfen Gaststätten und Einkaufszentren nur bis 14.00 Uhr geöffnet sein. Das beschloss der Krisenstab der Regierung am Freitag in Belgrad. An Tankstellen darf an den beiden Tagen nach 14.00 Uhr nur getankt werden. Am kommenden Montag will der Krisenstab erneut über die Maßnahmen beraten.

Seit mehreren Monaten dürfen Gaststätten in Serbien ihre Gäste bis 20.00 Uhr bedienen. In den letzten Wochen sind jedoch die Infektionszahlen deutlich gestiegen. Am Donnerstag waren in dem Balkanland 3588 neue Fälle verzeichnet worden. In der Vorwoche waren es am selben Wochentag 2467 gewesen. Seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr starben in dem Sieben-Millionen-Einwohner-Land 4398 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion. (dpa)

Tui-Chef: Sommerreisen mit Impfpass und Schnelltests

Die Vorbereitungen für Sommerurlaub unter Coronabedingungen sind nach Einschätzung des Tourismuskonzerns Tui auf einem guten Weg. „Reisen in Europa wird im Sommer 2021 möglich sein – sicher und verantwortungsvoll“, gab sich Tui-Chef Fritz Joussen am Freitag optimistisch.

Insbesondere ein europaweiter Impfnachweis und Schnelltests könnten dabei helfen. „Mit einem EU-einheitlichen Nachweis kann die Politik jetzt eine wichtige Basis für das Reisen im Sommer schaffen“, sagte Joussen. Die Schnelltests seien ein zweiter Baustein, solange nicht alle geimpft sind.

Am Donnerstag hatte der EU-Gipfel über die Einführung eines EU-Impfpasses für Reisen in Europa verhandelt. EU-Ratschef Charles Michel sagte, die 27 Staaten näherten sich in ihren Vorstellungen immer weiter an. Welche Rechte an das gemeinsame Dokument geknüpft sind, werde jedes Land für sich entscheiden können. Die technische Entwicklung soll aber noch rund drei Monate dauern.

Tui erklärte, der Konzern sei mit Blick auf die Sommersaison in enger Abstimmung mit den Urlaubsländern Spanien, Griechenland und Zypern. In den nächsten Wochen sollten die Gespräche auf weitere Länder am Mittelmeer ausgeweitet werden. Angesichts der Vorbereitung möglicher Lockerungen der Coronaregeln in Großbritannien, aber auch in Deutschland nehme die Nachfrage bereits zu. Aus dem Interesse am Urlaub würden wieder „Buchungen und Umsatz“, erklärte Joussen.

Die Coronakrise hat Tui schwer getroffen. Seit dem Frühjahr 2020 hat der deutsche Staat den Konzern mit mehreren Milliardenhilfen vor dem wirtschaftlichen Untergang bewahrt. (dpa)

Schnellere Corona-Impfungen in Härtefällen möglich

Menschen mit Vorerkrankungen und einem besonders hohem Gesundheitsrisiko können in Einzelfällen bevorzugt in den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen geimpft werden. Das sei aber nur aufgrund von Einzelfallentscheidungen möglich, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag mit.

Voraussetzungen sind ein aktuelles Attest vom Arzt und ein Antrag. „Es gibt Menschen mit Vorerkrankungen, die sich in der Liste der Corona-Impfverordnung nicht wiederfinden“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Jetzt sei „ein im Grundsatz pragmatisches Verfahren“ geschaffen worden, das den Betroffenen „bestmöglich weiterhelfen“ solle. In Frage kämen zum Beispiel Personen, denen eine Chemotherapie bevorstehe. Zuerst hatte der WDR berichtet.

Das Attest darf nicht vor dem 8. Februar datiert sein. Dann muss man einen Antrag auf vorgezogene Impfung inklusive Attest beim Kreis oder der kreisfreien Stadt stellen, wo man gemeldet ist. Bestehen Zweifel an der ärztlichen Beurteilung, kann die zuständige Behörde laut Ministerium den Antrag zur Prüfung an die Deutsche Rentenversicherung weiterleiten. Das Ergebnis der Prüfungen werde dem Antragsteller „zeitnah mitgeteilt“, hieß es. Ist es positiv, wird ein Impftermin im jeweiligen Impfzentrum vereinbart.

Ausgenommen von dem Verfahren seien chronisch Kranke, die in der Corona-Impfverordnung des Bundes bereits genannt werden. Diese Menschen müssen laut Ministerium „keinen Antrag auf Einzelfallentscheidung“ stellen und erhalten ein gesondertes Impfangebot im März.

Zu dieser Gruppe zählen etwa Menschen nach einer Organtransplantation sowie mit einer Demenz, geistigen Behinderung oder einer schweren psychiatrischen Erkrankung. Auch Personen mit chronischer Nierenerkrankung oder Asthma, mit HIV-Infektion oder Autoimmunerkrankungen gehören nicht zu den Einzelfällen. (dpa/lnw)

Niedersachsen prüft längere Quarantäne wegen Mutation

Weil die ansteckendere britische Mutation des Coronavirus in Niedersachsen rasant um sich greift, prüft das Land ein Verschärfen der Quarantäne-Regeln. Infizierte und enge Kontaktpersonen müssten dann statt zwei künftig drei Wochen in Quarantäne, sagte ein Sozialministeriumssprecher am Freitag in Hannover.

Die Zahl nachgewiesener Neuinfektionen mit der britischen Variante verdoppele sich wöchentlich in Niedersachsen, über verlässliche Zahlen, welchen Anteil die Variante an den Infektionen hat, verfügt das Land noch immer nicht. In der Region Hannover etwa liegt sie bereits bei 50 Prozent.

Bereits jetzt könnten Landkreise selber eine längere Quarantäne vorschreiben, wie dies der Kreis Leer entschied, sagte der Sprecher. Der Hintergrund sei, dass mit der britischen Variante infizierte Menschen länger als zwei Wochen ansteckend blieben. Ab wann verschärfte Quarantäne-Regeln, die sich dann auch auf aus dem Ausland einreisende Menschen beziehen könnten, in Niedersachsen möglicherweise eingeführt werden, konnte der Sprecher noch nicht sagen. (dpa/lni)

„Corona-Einmalzahlung für Hartz IV nicht ausreichend“

Die geplante Einmalzahlung von 150 Euro für Hartz-IV-Bezieher zum Ausgleich von zusätzlichen Kosten in der Coronapandemie wird von vielen Menschen als zu niedrig eingeschätzt. In einer am Freitag veröffentlichten Umfrage im Auftrag des Paritätischen Gesamtverbands nannten 54 Prozent der Teilnehmer diese Höhe unzureichend. 68 Prozent vertraten die Ansicht, dass Menschen mit geringen Einkommen in der Coronakrise bisher insgesamt von der Bundesregierung nicht ausreichend unterstützt werden.

Der Bundestag stimmt am Freitagmittag über das Vorhaben der Regierung ab, Bezieherinnen und Beziehern von Grundsicherungsleistungen wie Hartz IV eine Einmalzahlung von 150 Euro zu zahlen. Sie soll Pandemie-bedingte Zusatzkosten, etwa für Hygieneprodukte, zumindest teilweise ausgleichen.

In der Erhebung ließ der Paritätische auch abfragen, wie viel Geld nach Ansicht der Teilnehmer ein alleinstehender Erwachsener im Monat benötigt, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. 62 Prozent nannten demnach eine Summe von mehr als 446 Euro – dies ist der aktuelle Regelsatz in der Grundsicherung. Im Durchschnitt wurde das nötige Budget auf 573 Euro geschätzt.

Für die Erhebung hatte das Meinungsforschungsunternehmen Forsa vom 12. bis 18. Februar 1003 Menschen im Alter von über 18 Jahren befragt. (dpa)

RKI: Selbsttests sind keine Wunderwaffe

Das Robert Koch-Institut hat vor einer Überschätzung von Selbsttests in der Pandemie-Bekämpfung gewarnt. „Selbsttests sind keine Wunderwaffe“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag. Die Erwartung, dass man sich für bestimmte Situationen „freitesten“ könne, sei nicht hundertprozentig zu erfüllen.

Ein negatives Ergebnis sei eine Momentaufnahme und schließe eine Infektion nicht aus. „Man kann trotzdem infiziert sein und andere anstecken“, betonte er. Deshalb sei es wichtig, sich und andere auch weiter durch Abstandhalten, Maskentragen, Hygiene und Lüften zu schützen.

Schnelltests seien aber ein Werkzeug bei der Eindämmung der Pandemie, sagte Wieler. Positiv sei, dass sie mehr Infektionen aufdecken würden. „Das mächtigste Werkzeug neben uns selbst sind die Impfungen“, sagte Wieler. Sie seien der direkte, gemeinsame Weg aus der Pandemie. (dpa)

Spahn: „Noch liegt zu viel Impfstoff im Kühlschrank

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Länder dazu angehalten, ihre Kapazitäten für die Corona-Impfungen zügig aufzustocken. „Noch liegt zu viel Impfstoff im Kühlschrank“, sagte der CDU-Politiker am Freitag vor Journalisten in Berlin. Nach seinen Worten werden bis Ende kommender Woche schon rund elf Millionen Impfdosen an die Länder ausgeliefert worden sein. Schon jetzt seien rund 5,7 Millionen Impfungen verabreicht worden.

Spahn sagte, inzwischen hätten fast alle Bewohner von Pflegeheimen ein Impf-Angebot bekommen. Blicke man auf die Infektionszahlen in der Altersgruppe der Hochbetagten, gehe die Strategie auf, die besonders Verwundbaren zuerst zu impfen. Dies dauere, rette aber Leben. Grundsätzlich gelte: „Impfen ebnet den Weg aus der Pandemie, es wird aber gleichwohl kein Spaziergang.“

Nach den Worten des Ministers sollen so bald wie möglich auch Arztpraxen in die Impfungen einbezogen werden. Dazu liefen Gespräche mit Großhändlern, Ärzten und Apotheken, etwa über Logistik und die Vergütung, sagte Spahn.

Zu den neuen Coronaselbsttests, die bald überall im Handel erhältlich sein sollen, sagte Spahn, diese könnten dem Einzelnen „mehr Trittsicherheit“ geben. Er erwarte, dass sie Teil des Alltags und zur Routine werden – etwa vor Besuchen in Restaurants oder bei Konzerten. Die PCR-Tests, also Labortests, blieben aber „der Goldstandard“.

Mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch über mögliche Öffnungsschritte sagte Spahn, „Vorsicht, Impfen, Testen“ seien wichtig auf diesem Weg.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zuletzt aber Hoffnungen auf sehr schnelle und umfassende Lockerungen der strengen Kontaktbeschränkungen gedämpft. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte vor „Öffnungshektik“.

Der Druck aus der Wirtschaft ist aber groß: Unter anderem der Handel fordert, die Wiedereröffnung der Innenstädte nicht von dem angestrebten Wert von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern und Woche abhängig zu machen. Mehrere Bundesländer haben bereits für Anfang kommende Woche über Friseurläden hinaus die Öffnung etwa von Gartenmärkten und Blumenläden angekündigt. (dpa)

Maskenpflicht am Rheinufer auch für Jogger

Das „Verweil-Verbot“ und die verschärfte Maskenpflicht in der Düsseldorfer Altstadt und am Rheinufer hat auch Folgen für Jogger: Sie müssen dort am Wochenende Maske tragen. Das gehe aus der entsprechenden Allgemeinverfügung hervor, sagte ein Stadtsprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Die Promenade am rechten Rheinufer ist eine beliebte Strecke für Jogger und Radfahrer in der Landeshauptstadt. Während man auf dem Rad laut Stadt keine Maske tragen muss, gelte das „für Jogger allerdings wohl“, so der Sprecher. Die verschärfte Maskenpflicht startet am Freitag um 15.00 Uhr und geht bis in die Nacht. Am Samstag und Sonntag gilt das Gebot jeweils von 10.00 Uhr bis 1.00 Uhr nachts.

Parallel hat die Stadt ein „Verweil-Verbot“ verhängt, nach dem man in dem Bereich und in den besagten Zeiten nicht länger stehen, sitzen oder sich auf eine Wiese legen darf. Gegen diese Verfügung, die mit den Masken nichts zu tun hat, liegt am Düsseldorfer Verwaltungsgericht bereits ein Eilantrag einer Privatperson vor. (dpa/lnw)

Spahn: Impfstrategie geht bei Hochaltrigen auf

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Erfolge der Corona-Impfstrategie in Deutschland bei den Hochaltrigen. Anfang Februar habe die Inzidenz in der Altersgruppe ab 80 Jahren noch bei 200 gelegen, inzwischen liege sie bei 70, sagte er am Freitag in Berlin. Das überproportionale Infektionsgeschehen, das dort lange zu beobachten war, nähere sich dem Schnitt insgesamt an.

Es sei richtig gewesen, diejenigen, die von schweren Krankheitsverläufen besonders bedroht sind, zuerst zu impfen. „Das Risiko, an Corona zu erkranken, hat sich für unsere höchstbetagten Bürgerinnen und Bürger deutlich reduziert“, sagte Spahn.

Auch der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hob die gesunkene Fallzahl bei Hochaltrigen hervor. Das sei wahrscheinlich ein Effekt der Impfungen, sagte er. Die Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen an.

Spahn zufolge haben inzwischen fast alle Bewohner von Alten- und Pflegeheimen in Deutschland ein erstes Impfangebot erhalten, viele seien auch bereits zum zweiten Mal geimpft. Mehr als 40 Prozent der bislang eingesetzten Impfdosen seien Über-80-Jährigen verabreicht worden.

Insgesamt wurden den Angaben zufolge bis Donnerstag 5,7 Millionen Dosen verimpft. 4,5 Prozent der Bevölkerung seien einmal, rund zwei Prozent bereits zum zweiten Mal geimpft worden. Für die volle Wirksamkeit müssen bei allen bislang zugelassenen Impfstoffen zwei Dosen verabreicht werden. (AFP)

RKI-Chef warnt vor dritter Coronawelle

Wenige Tage vor der nächsten Bund-Länder-Runde zur Coronapolitik hat der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, große Vorsicht bei möglichen Öffnungsschritten angemahnt. Die Bürgerinnen und Bürger müssten im Umgang mit der Pandemie „weiter wachsam“ sein, „ansonsten steuern wir in eine weitere, in eine dritte Welle hinein“, sagte Wieler.

Bei den Infektionszahlen gebe es derzeit eine Stagnation, sie sänken nicht weiter, sagte er. „Wir alle wollen unseren Alltag zurück“, sagte Wieler. „Das erreichen wir nur, wenn wir die Fallzahlen dauerhaft senken.“

Der RKI-Präsident verwies darauf, dass es Hinweise auf erste messbare Positiv-Effekte der Impfkampagne gebe. Die Fallzahlen in der Bevölkerungsgruppe der über 80-Jährigen nehme ab, sagte Wieler. „Das ist wahrscheinlich schon ein Effekt der Impfungen.“

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wies in der gemeinsamen Pressekonferenz auf diese Entwicklung hin. In manchen Bundesländern sei bereits die Mehrheit der über 80-Jährigen geimpft, sagte er. Die Inzidenz in dieser Gruppe sei von fast 200 Fällen pro 100.000 Menschen binnen sieben Tagen im Februar auf nun 70 gesunken.

Dies zeige, dass die Strategie zur Priorisierung der älteren Bürgerinnen und Bürger bei den Impfungen aufgehe, sagte der Minister. „Das dauert länger zu Beginn, aber es rettet Leben.“

Auch Spahn warnte vor zu großen Hoffnungen auf Lockerungen bei den Bund-Länder-Gesprächen kommenden Mittwoch. Zwar gebe es „ein Bedürfnis“ nach Schritten aus dem Lockdown, sagte er. Dabei müsse aber „behutsam“ vorgegangen werden – und es bedürfe einer umfassenden Strategie: „Vorsicht, Impfen, Testen sind drei wichtige Bestandteile für unseren Weg.“ (AFP)

EU-Politiker fordert Einreise-Stopp aus Mutationsgebieten

Der Vorsitzende der Christdemokraten im Europäischen Parlament, Manfred Weber, hat einen schnellstmöglichen Stopp der Einreisen aus Coronamutationsgebieten in den EU-Schengen-Raum verlangt. „Wir brauchen im Schengenraum unbedingt schnellstmöglich gemeinsame Standards, dass wir Hochrisikogebiete auf der Welt isolieren und die Einreise verhindern in der jetzigen Übergangszeit, wo die Mutanten eben die große Sorge sind“, sagte Weber am Freitag im Bayerischen Rundfunk. Dies sei die Aufgabe der Innenminister.

„Das haben die Innenminister Europas leider bisher nicht geschafft und das wäre die prioritäre Aufgabe, das wäre die erste, die wir klären müssen.“ Weiter merkte der CSU-Politiker kritisch an: „Man muss sich schon die Frage stellen, warum es der EU im Schengenraum nicht gelungen ist, die Mutanten von uns fern zu halten. Es gibt keinen gemeinsamen Standard in der EU. Man kann über Madrid einreisen und dann nach München weiterfahren.“

Im Schengen-Raum haben 26 europäische Länder ihre Binnengrenzen für den freien und uneingeschränkten Personenverkehr abgeschafft, so dass dort in der Regel keine Personenkontrollen mehr stattfinden.

Verständnis äußerte Weber für innereuropäische Grenzschließungen angesichts hoher Infektionszahlen, beispielsweise an der deutsch-tschechischen Grenze. Hier gehe es nicht um das Ob, sondern wie die Grenzschließungen umgesetzt würden. „Wir haben auf der tschechischen Seite sehr hohe Werte, wir haben einen eindeutigen Eintrag Richtung Deutschland in Sachsen und in Ostbayern. Und deswegen ist es auch berechtigt, dass man die Reisen auf das Minimum begrenzt.“ Dabei müsse die Grenze für die Lieferketten und die Arbeitspendler offen bleiben.

„Wir brauchen Schengen-konforme Regelungen, und da muss jetzt in Berlin auch noch mal nachgearbeitet werden“, sagte Weber dem Sender Bayern 2. Der angekündigte Corona-Impfpass sei „überfällig“, damit sollte man „so schnell wie möglich starten“. (dpa)

Hälfte aller Israelis mindestens einmal geimpft

Die Hälfte aller Israelis ist mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft worden. Dies ging am Freitag aus Daten des israelischen Gesundheitsministeriums hervor. Die Erstimpfung erhielten seit Beginn der Impfkampagne kurz vor Weihnachten demnach rund 4,7 Millionen Menschen, die Zweitimpfung etwa 3,3 Millionen. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes lebten im Dezember 9,294 Millionen Menschen in Israel.

Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu strebt die Impfung von mindestens 6,2 Millionen Menschen an. Israel ist ein sehr junges Land, rund 30 Prozent der Bevölkerung ist jünger als 16 Jahre alt. Diese Altersgruppe kann bisher noch nicht geimpft werden.

Trotz der Impfbemühungen lag die Zahl der Neuinfektionen zuletzt weiter auf hohem Niveau. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden binnen 24 Stunden 3782 neue Fälle registriert. Deutschland hat etwa neun Mal so viele Einwohner. Hier wurden zuletzt 9997 Neuinfektionen gemeldet. In Deutschland erhielten bislang etwa 3,8 Millionen Menschen eine Erst- und rund zwei Millionen Menschen auch eine Zweitimpfung. (dpa)

Brasilien meldet mehr als 1.500 Coronatote an einem Tag

Brasilien hat die höchste Zahl an Coronatoten innerhalb von 24 Stunden seit Beginn der Pandemie gemeldet. 1.582 Menschen starben innerhalb eines Tages in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion, wie brasilianische Medien am Donnerstagabend unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden meldeten. Insgesamt sind mehr als 250.000 Menschen in dem südamerikanischen Land an den Folgen von Covid-19-gestorben. Mehr als zehn Millionen Menschen sind infiziert. Damit ist Brasilien nach den USA das weltweit am stärksten von der Pandemie betroffene Land.

Das Gesundheitswesen in ganz Brasilien ist an seiner Kapazitätsgrenze. In öffentlichen Krankenhäusern seien 91 Prozent der Intensivbetten belegt, in privaten Kliniken 100 Prozent, berichtet die Zeitung „Folha de São Paulo“. Die Pandemie breitet sich jetzt wieder in Metropolen wie São Paulo und Rio de Janeiro sowie im Süden des Landes aus. Als Grund wird die Mutation des Virus genannt.

Während das 210-Millionen-Einwohner-Land gegen die Ausbreitung der Pandemie kämpft, hat der rechtsextreme Präsident Jair Bolsonaro dazu aufgerufen, keine Masken zu tragen. Dabei zählte er in seinem wöchentlichen Video-Podcast angebliche Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schwindel und beeinträchtigte Lernfähigkeit beim Masken-Tragen auf, ohne allerdings eine Quelle dafür zu nennen. Auf den Negativ-Rekord an Coronatoten ging er nicht ein. Bolsonaro, der selbst mit Corona infiziert war, hatte die Pandemie stets verharmlost und sich auch gegen Schutzmaßnahmen ausgesprochen.

Mitte Januar startete in Brasilien die landesweite Impfkampagne mit dem Impfstoff Coronavac des chinesischen Herstellers Sinovac, der in Zusammenarbeit mit dem Institut Butantã in Brasilien hergestellt wird. Inzwischen sind bereits mehr als 6,3 Millionen Menschen geimpft. Als erstes wurden medizinisches Personal, ältere Menschen und Ureinwohner geimpft. (epd)

Wegen Corona – Köln verbietet Auftritte von Straßenkünstlern

Köln (dpa/lnw) – In der Kölner Innenstadt dürfen ab sofort keine Straßenkünstler mehr auftreten. Damit sollten Menschenansammlungen verhindert werden, bei denen die Abstandsregeln zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus nicht sichergestellt werden könnten, teilte die Stadt Köln mit. Als Straßenkunst gälten Musik, Theater „und andere Darbietungen im öffentlichen Raum“.

Das Verbot umfasse alle Fußgängerzonen in der City, den Rheingarten, die Hohenzollernbrücke sowie den Rheinboulevard. Auftritte dort seien montags bis donnerstags von 15.00 bis 22.00 Uhr und freitags bis sonntags von 10.00 bis 22.00 Uhr untersagt. Mehrere Medien hatten am Freitag berichtet. (dpa/lnw)

Vorsichtige Öffnung der Hamburger Schulen geplant

Tests, Wechselunterricht, Masken: Hamburgs Schulen sollen am 15. März für einzelne Klassenstufen wieder vorsichtig öffnen. Voraussetzung sei allerdings, dass die Infektionslage sich nicht erheblich verändere, sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Freitag. Dann könnten nach den Ferien Grundschüler und Abschlussklassen der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in halbierten Klassen im Wechselmodell tageweise in der Schule lernen.

„Um die Sicherheit zu erhöhen, wollen wir alle Schulbeschäftigten zwei Mal pro Woche kostenlos testen.“ Wenn genügend Tests zur Verfügung stehen, sollen nach Angaben von Rabe auch Schüler wöchentlich getestet werden. Außerdem müssen alle Masken tragen. Rabe betonte: „Die Präsenzpflicht bleibt aufgehoben, niemand wird gezwungen, in die Schule zu gehen.“ (dpa/lno)

„Ärzte ohne Grenzen“ befürchtet Coronadunkelziffern

Trotz steigender Coronazahlen ist nach Angaben von „Ärzte ohne Grenzen“ in den meisten Ländern Afrikas noch keine einzige Impfstoff-Dosis angekommen. „Südafrika hat eine sehr schwere erste und zweite Welle an Infektionen erlebt“, sagte der Berliner Intensivmediziner Tankred Stöbe, der bis vor kurzem im benachbarten Malawi für die Hilfsorganisation im Einsatz war, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das habe auch in Simbabwe und Sambia dramatische Auswirkungen.

Kleine Mengen Coronavakzine treffen erst vereinzelt in afrikanischen Ländern ein, zum Beispiel aus China. Die internationale Covax-Initiative für arme Länder sandte am Mittwoch ein erstes Kontingent nach Ghana. Die Lage sei sehr unübersichtlich, sagte Stöbe. In den meisten Ländern wie Malawi oder eSwatini sei aber noch überhaupt kein Impfstoff angekommen. In ganz Afrika mit seinen 1,3 Milliarden Menschen wurden bisher 3,9 Millionen Coronafälle und mehr als 100.000 Tote gemeldet – etwa so viele wie allein in Frankreich (3,7 Millionen Infektionen und 85.000 Tote).

Auch wenn die offiziellen Infektionszahlen in Afrika im internationalen Vergleich relativ niedrig seien, würden Corona-Impfstoffe dringend gebraucht, sagte Stöbe. „Die Realität sieht so aus, dass die meisten Menschen mit Covid-19 nicht in die Krankenhäuser kommen, sondern zu Hause leiden und sterben. Sie werden eben auch nicht getestet und gezählt.“ Das wahre Ausmaß der Pandemie in Afrika sei sehr viel größer als die offiziellen Zahlen zeigten: „Wir haben es mit einer ganz hohen Dunkelziffer zu tun.“

Als großes Problem schilderte Stöbe, dass viele Menschen etwa in Malawi dem Gesundheitssystem nicht trauten und Krankenhäuser mieden, auch wenn sie schwer erkranken. „In einem wirtschaftlich so schwachen Land wie Malawi ist die Impfung die einzig sinnvolle Hoffnung“, betonte der Notfallarzt, der selbst geimpft ist und in Malawi medizinischer Koordinator des Covid-19-Einsatzes von „Ärzte ohne Grenzen“ in einem Krankenhaus in Blantyre war. Allerdings seien in afrikanischen Ländern auch große Vorbehalte gegen Impfungen zu befürchten, weil die Bevölkerung dem Gesundheitssystem vielfach misstraue. (epd)

Günther: Impfnachweis für Inlandsreisen vorstellbar

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hält es für denkbar, Inlandsreisen jenen Bürgern zu ermöglichen, die ihre Corona-Impfung mit einem Impfpass nachweisen können. „Ich kann mir das auf jeden Fall vorstellen“, sagte der CDU-Politiker in der RTL/ntv-Sendung „Frühstart“ am Freitag.

„Ich glaube ohnehin, dass Öffnungen in dem Bereich nur möglich sind, wenn wir bestimmte Restriktionen machen.“ Den von der EU geplanten europäischen Impfpass bezeichnete er als sinnvolles Instrument. Sobald allen Bürgern ein Impfangebot gemacht worden sei, könne man mit Hilfe eines solchen Passes weitere Öffnungsschritte verantworten.

Der Ministerpräsident sprach sich dafür aus, Lockerungen außerdem an den Einsatz von Schnelltests zu knüpfen. „Wenn die Schnelltests jetzt alle zugelassen werden, wenn das einfach handhabbar ist, kann das definitiv eine Möglichkeit sein, um weitere Öffnungsschritte überhaupt zu ermöglichen.“

Vor der nächsten Bund-Länder-Runde am Mittwoch forderte Günther, dem Einzelhandel Lockerungsperspektiven zu geben, so wie verabredet. „Der Einzelhandel ist der Bereich, der jetzt auch früher geöffnet werden kann.“ Falls die Infektionszahlen noch nicht ganz so niedrig seien, könnten Läden zwar noch nicht komplett aufmachen, zum Beispiel aber Shopping nach Terminvergabe anbieten. (dpa)

Autoproduktion in Großbritannien eingebrochen

Wegen der Coronapandemie und den Folgen des Brexits ist die Autoproduktion in Großbritannien auch im Januar stark zurückgegangen. Etwas mehr als 86 000 Fahrzeuge bedeuteten ein Minus von 27,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, teilte der Branchenverband SMMT am Freitag in London mit. Demnach war es der schlechteste Januar seit 2009 und der 17. monatliche Rückgang in Folge. Seit Beginn der Pandemie im März 2020 habe die Branche Verluste von 11,3 Milliarden Pfund (12,97 Mrd Euro) erlitten.

SMMT-Chef Mike Hawes forderte weitere finanzielle Hilfen der britischen Regierung. „So schnell wie möglich müssen wir aber unsere cooronasicheren Autohäuser wieder öffnen (…). Dies ist der schnellste Weg zur Erholung der britischen Automobilindustrie“, betonte Hawes.

„Mehrere Faktoren, einschließlich der andauernden Auswirkungen der Pandemie, globaler Lieferkettenprobleme, längerer Stillstände und Störungen bei den neuen Handelsvereinbarungen nach dem Ende der Brexit-Übergangszeit, wirkten sich auf die Produktion aus“, betonte der Verband Society of Motor Manufacturers and Traders (SMMT). Immer noch gehen 80 Prozent der Fahrzeuge ins Ausland, allerdings gaben die Verkäufe in fast alle wichtigen Märkte deutlich nach.

Deutlich zugelegt hat hingegen der Anteil alternativer Antriebe. Jedes vierte Auto sei batteriebetrieben, Plug-in-Hybrid mit Aufladung der Batterie von außen sowie klassischer Hybrid, in denen die Batterie oder etwa auch Bremskraft-Rückgewinnung den Verbrennungsmotor unterstützen. (dpa)

Seniorenverbände fordern Rückkehr zur Normalität

Angesichts fortschreitender Corona-Impfungen in Pflegeeinrichtungen fordert die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (Bagso), die Kontaktbeschränkungen für die Bewohner möglichst schnell abzubauen. „Wenn alle Impfwilligen eines Alten- und Pflegeheims ein Impfangebot erhalten haben und eine Frist von zwei Wochen nach der letzten Impfung vergangen ist, muss der Normal-Alltag in der Einrichtung vollumfänglich und sofort garantiert werden“, erklärte der Bagso-Vorsitzende Franz Müntefering am Freitag in Bonn.

In einem Schreiben an die Gesundheitsministerinnen und -minister fordern die Seniorenverbände, dass alle Bewohner täglich Besuch empfangen können, Besuche auf den Zimmern möglich sind und dass Bewohnerinnen und Bewohner auch untereinander Kontakt pflegen können. Auch der Deutsche Ethikrat habe empfohlen, die Sonderbelastungen für Menschen in Pflegeeinrichtungen für Geimpfte schnellstmöglich aufzuheben, hieß es.

Um Menschen in Pflegeheimen zu schützen, die nicht geimpft werden möchten oder können, sind nach Ansicht der Organisation das Tragen von FFP2-Masken sowie Schnelltests für Personal und Besucherinnen und Besucher weiter erforderlich. Schnelltests müssten deshalb vor Ort und kostenfrei angeboten werden. (epd)

Hongkonger Bevölkerung erhält Sinovac-Impfungen

In Hongkong haben erstmals Bürgerinnen und Bürger eine Coronavirus-Impfung erhalten. Das Mittel des chinesischen Herstellers Sinovac wurde am Freitag in Gemeinde- und Ärztezentren verabreicht. Vergangene Woche waren eine Millionen Dosen in der Sonderverwaltungszone eingetroffen. Zunächst wurden Regierungschefin Carrie Lam und andere Regierungsmitglieder geimpft – mit dem Ziel, öffentliches Vertrauen in den Impfstoff aufzubauen.

Zuerst sollen Menschen über 60 Jahre und Mitarbeiter des Gesundheitswesens geimpft werden, etwa 2,4 Millionen Menschen stehen so in der ersten Reihe für eine Impfung. Am Ende soll das Programm allen 7,5 Millionen Einwohnern eine kostenlose Impfung anbieten. Nach Angaben der Regierung sind alle Termine der ersten zwei Wochen vergeben. Weitere 200 000 Termine sollen ab nächsten Montag offen für eine Buchung sein, wie der Minister für öffentliche Dienste, Patrick Nip, mitteilte.

Eine im Januar veröffentlichte Umfrage der Universität Hongkong zeigte, dass die Mehrheit der Befragten in der Stadt Bedenken wegen der Wirksamkeit des chinesischen Vakzins hat. Der am Freitag geimpfte Bürger Billy Au zeigte sich dagegen zuversichtlich: In China gebe es viele Menschen, die chinesische Impfstoffe erhalten hätten. „Ich sehe nicht, warum ich es nicht nehmen sollte.“

Ein Gremium von Hongkonger Experten hat beim Sinovac-Impfstoff eine Wirksamkeit von 62,3 Prozent festgestellt, sofern es in zwei Dosen im Abstand von 21 Tagen eingenommen wird. Eine Studie in Israel fand heraus, dass der ebenfalls in zwei Dosen verabreichte Impfstoff von Pfizer/Biontech eine Wirksamkeit von 92 Prozent hat. (AP)

Wirtschaft dringt auf konkrete Öffnungsperspektive

Wirtschaftsverbände warnen Bund und Länder angesichts des wochenlangen Lockdowns vor schweren wirtschaftlichen Folgen und dringen auf ein konkretes Öffnungskonzept.

Viele Unternehmen erhofften sich Hinweise, wie die zeitliche Perspektive konkreter als bisher eingeschätzt werden könne, damit mehr Planbarkeit und Berechenbarkeit möglich werden, heißt es in einer vom Bundeswirtschaftsministerium verfassten „Gesprächsgrundlage“ für Beratungen der Wirtschaftsminister von Bund und Ländern an diesem Freitag. Das Papier lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Zuvor hatten mehr als 40 Verbände Öffnungskonzepte an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) übersandt. Der wochenlange Lockdown mit der Schließung etwa der Gastronomie und vieler Einzelhandelsgeschäfte war zuletzt von Bund und Ländern noch einmal bis zum 7. März verlängert worden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder beraten am kommenden Mittwoch darüber, wie es weitergeht.

In dem Papier werden wesentlicher Feststellungen und Vorschläge der Verbände zusammengefasst. Die lange Dauer des derzeitigen Lockdowns habe erhebliche Auswirkungen auf betroffene Unternehmen und führe teilweise zu einer „drastischen Verschärfung ihrer wirtschaftlichen Lage“, heißt es: „Dies führt in vielen Fällen zu einer Bedrohung ihrer wirtschaftlichen Existenz und zu der Gefahr eines längerfristigen Substanzverlustes der deutschen Volkswirtschaft: Arbeitsplatzverluste, Insolvenzen, weniger Ausbildungsplätze, rückläufige Zahl von Neugründungen, Attraktivitätsverlust vieler Innenstädte wären die Folge.“

Aus diesen Gründen hielten alle beteiligten Verbände eine „klare und planbare Perspektive“ für die Öffnung der geschlossenen Unternehmen für notwendig. Alle Beteiligten seien sich einig, dass die Verfügbarkeit einer ausreichenden Zahl von Antigen-Schnelltests beziehungsweise von Selbsttests einen entscheidenden Beitrag zur Ermöglichung von Öffnungen leisten könne. (dpa)

Borjans: So schnell wie möglich raus aus dem Lockdown

Der SPD-Bundesvorsitzende Norbert Walter-Borjans hat eine möglichst rasche Beendigung des derzeitigen Lockdowns gefordert. Aus ihm müsse man „so schnell wie möglich heraus“, sagte er am Freitag im ZDF-“Morgenmagazin“. „Die Innenstädte verändern sich, wir haben drohende Insolvenzen.“ Allerdings dürfe Deutschland nicht in „Hip-Hop-Geschichten“ wie andere Länder verfallen, also schnelle Öffnungen und Schließungen veranlassen.

„Wir müssen Schritt für Schritt Orientierung geben. Wir müssen gucken, ob wir von dem Inzidenzwert 35 runterkommen können“, betonte Borjans. Entscheidend hierfür sei der Impffortschritt bei den gefährdeten Altersgruppen. Zu dem umstrittenen Impfstoff Astrazeneca bemerkte der SPD-Chef: „Astrazeneca hat eine gute Wirkung und es sollte nicht so sein, dass daraus ein Ladenhüter wird.“

Das Präparat hat in der Öffentlichkeit mit einem Imageproblem zu kämpfen, weil es unter anderem eine etwas schwächere Wirksamkeit als andere hat und in Deutschland nur für unter 65-Jährige verwendet werden kann. Dadurch ist es schon zu vielen Impftermin-Absagen gekommen und das Vakzin blieb mancherorts liegen. Borjans zufolge darf das in der Pandemie nicht passieren. Verantwortliche sollten sicherstellen, „dass der Impfstoff auf Deutsch gesagt nicht vergammelt“.

Daher forderte der SPD-Chef in puncto Impfreihenfolge mehr Flexibilität. Zwar sollten die gefährdeten Altersgruppen zuerst geimpft werden können, „aber bevor Impfstoff schlecht wird, muss er denen zur Verfügung gestellt werden können, mit denen wir auch Masse erreichen können“. (dpa)

Corona in den USA: Rund 75 000 Neuinfektionen

In den USA ist die Zahl der täglich erfassten Coronaneuinfektionen im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen. Die Behörden meldeten am Donnerstag 75 176 neue Fälle, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Freitagmorgen (MEZ) hervorging. Am Donnerstag der Vorwoche waren noch 69 266 neue Infektionen gemeldet worden. Der bisherige Tagesrekord war am 2. Januar mit 299 786 neuen Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden.

Die Zahl der täglichen Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Ansteckung ging im Wochenvergleich leicht zurück. Sie lag laut JHU am Donnerstag bei 2237. Am gleichen Tag der Vorwoche waren 2451 Todesfälle gemeldet worden. Der bisherige Höchstwert wurde am 12. Januar mit 4407 Toten verzeichnet.

In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang rund 28,4 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 508 000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen – unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten – nachträglich aktualisiert.

Bislang haben in den USA rund 46 Millionen Menschen die erste Impfung gegen das Virus erhalten, rund 21,5 Millionen schon beide Impfdosen, wie aus Daten des CDC von Donnerstagabend (20 Uhr Ortszeit) hervorgeht. Es sind zwei Impfstoffe zugelassen: Biontech/Pfizer sowie das Mittel von Moderna. (dpa)

Tempo beim Impfen ist entscheidend

Schnelle Fortschritte beim Impfen sind für den Virologen Christian Drosten der entscheidende Faktor für den Weg raus aus der Pandemie. „Es geht auf der organisatorischen Ebene, auf der logistischen Ebene jetzt um die Wurst“, sagte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité in der am Freitag veröffentlichten Jubiläumssendung des „Coronavirus-Update“. Der Podcast von NDR Info wurde vor einem Jahr zum ersten Mal ausgestrahlt.

Impfstoff werde bald in erheblichen Mengen zur Verfügung stehen. Das Vertrauen in die Vakzine werde wachsen. „Ich bin mir ganz sicher, dass ganz große Kreise in der Bevölkerung sich bereitwillig impfen lassen würden. Da ist aber sehr viel zu organisieren“, sagte Drosten.

„Ich glaube, es ist ein bisschen naiv, zu denken, dass das alles so schön der Reihe nach wie am Schnürchen klappt.“ Für Drosten ist klar: „Wir kommen nur über diesen Weg aus der Pandemie raus.“ Entscheidend sei der Zeitkorridor: „Schaffen wir das im Groben bis zum Sommer oder dauert das eben doch bis zum Ende des Jahres.“

Am 26. Februar 2020 ging der Podcast „Das Coronavirus-Update“ an den Start. Seither wurden 77 Folgen produziert, die nach NDR-Angaben rund 86 Millionen Mal abgerufen wurden.

Der Podcast wurde unter anderem mit zwei Grimme-Online-Awards und dem Georg von Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet. Drosten wechselt sich seit Herbst mit Sandra Ciesek ab, der Leiterin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Die neuen Folgen sind immer dienstags ab etwa 17 Uhr abrufbar. (dpa)

Spätestens ab Mai soll in Arztpraxen geimpft werden

Spätenstens ab Mai soll auch in den Arztpraxen der Biontech-Impfstoff gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) erwartet „einen Impfstart für die Praxen in den nächsten sechs bis acht Wochen“, wie ein KBV-Sprecher der „Rheinischen Post“ vom Freitag sagte. Nach Angaben des Apothekerverbands Nordrhein stehen allein in Nordrhein-Westfalen 4000 Apotheken bereit, die niedergelassenen Ärzte ab Mai mit Impfstoff zu versorgen.

Der Chef des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet in zwei Monaten aufgrund der „Schwemme an Impfstoffen“ mit einer Überforderung der Impfzentren. „Wir werden in zwei Monaten sehr viel mehr Impfstoff in Deutschland haben, als die bisherigen Impfzentren verimpfen können“, sagte er am Freitag im Interview mit den Fernsehsender RTL und ntv.

Er dringt daher auf Konzepte, wie etwa der Impfstoff zu den Hausarztpraxen transportiert werden kann. „Das alles muss jetzt geplant werden und ich sehe schon jetzt mit Grausen, wie wir dann wieder von einer Ad-Hoc-Lösung in die nächste Ad-Hoc stolpern, weil es keinen präzisen Plan gibt“, sagte Montgomery. (AFP)

Habeck fordert klare Teststrategie des Bundes

Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck mahnt in der Debatte über ein mögliches Herunterfahren der Corona-Eindämmungsmaßnahmen zur Vorsicht.

In seiner Heimatstadt Flensburg mit sehr hohen Infektionszahlen sei zu sehen, was die Virusmutanten anrichten könnten, sagte er der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ vom Freitag. „Deswegen dürfen wir trotz aller Not dem großen Bedürfnis nach Lockerungen nicht vorschnell nachgeben.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder wollen am kommenden Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Coronakrise beraten. Dabei soll auch die Frage besprochen werden, welche Rolle Schnelltests spielen sollen.

Diese sollen nach dem Willen der Bundesregierung in der ersten Märzhälfte überall kostenlos verfügbar gemacht werden. Seit Mittwoch sind zudem auch Schnelltests für den Eigengebrauch durch Laien zugelassen.

„Um massenhaft Tests, auch die Selbsttests, zu produzieren, brauchen die Unternehmen staatliche Abnahmegarantien“, sagte dazu Habeck. Notwendig sei auch eine klare, umsetzbare Teststrategie des Bundes – „sonst geht es drunter und drüber“. (AFP)

ZDF-Umfrage: Mehrheit für Lockerungen

Eine Mehrheit der Deutschen findet laut ZDF-“Politbarometer“, dass es Zeit für Lockerungen bei den Coronamaßnahmen ist. Der am Freitag veröffentlichten Umfrage zufolge sind 56 Prozent der Ansicht, dass es jetzt zu Lockerungen kommen soll, 41 Prozent lehnen das ab.

Zwar halten weiterhin die meisten Befragten die geltenden Coronaregelungen für gerade richtig (55 Prozent). Der Anteil derer, die diese übertrieben finden, ist mit 23 Prozent jedoch deutlich gestiegen. Im Januar waren es noch 14 Prozent. Nur noch 18 Prozent sind für strengere Maßnahmen. Im Januar waren es 28 Prozent.

Eine Einschränkung machen die Befragten jedoch: Sollte es zu einer dritten Welle, also zu deutlich höheren Infektionszahlen kommen, befürworten nur noch 21 Prozent eine Lockerung der Coronamaßnahmen. Wenn es darum geht, für welche Bereiche es als nächstes Lockerungen geben soll, haben für 40 Prozent die Geschäfte oberste Priorität. 22 Prozent wollen als erstes Erleichterungen bei den geltenden Kontaktbeschränkungen, 20 Prozent bei Sport, Kultur und Freizeit und 15 Prozent bei den Restaurants.

Die Öffnung der Grundschulen und Kitas unterstützen 44 Prozent der Befragten, 26 Prozent hätten sich sogar die Öffnung aller Schulen gewünscht. Nur für 26 Prozent hätten die Schulen noch länger geschlossen bleiben sollen. Auch dass Lehrkräfte in Grundschulen und Beschäftigte in Kindertagesstätten früher als bisher geplant geimpft werden sollen, findet mit 88 Prozent breite Zustimmung.

Mit dem Krisenmanagement von Bund und Ländern zeigen sich 52 Prozent der Befragten zufrieden, 43 Prozent stellen den politischen Entscheidungsträgern in Sachen Corona ein schlechtes Zeugnis aus. Für die repräsentative Erhebung befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 23. bis 25. Februar zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. (epd)

Israel: Hunderte verstoßen gegen Coronaregeln

Bei Feiern anlässlich des jüdischen Karnevalsfestes Purim haben in Israel nach Angaben der Polizei Hunderte gegen Coronaregeln verstoßen. In Jerusalem lösten Beamte eine Party mit rund 250 Teilnehmern in einem Hotel auf, wie die Polizei am Freitag mitteilte. An anderen Orten der Stadt wurden demnach weitere Feiern mit jeweils Dutzenden Gästen beendet.

Aus Sorge vor einer Zunahme von Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat die Regierung anlässlich des Purim-Festes von Donnerstagabend bis Sonntagmorgen nächtliche Lockdowns verhängt. Man darf sich dann nicht weiter als 1000 Meter von seiner Wohnung entfernen und auch nicht andere Haushalte besuchen. Partys dürfen nicht während der Lockdown-Stunden gefeiert werden.

Vor einem Jahr hatten sich viele Menschen in Israel auf Karnevalsfeiern angesteckt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte vor dem diesjährigen Fest an die Bürger appelliert, sich an die Regeln zu halten. Trotz rascher Impfkampagne verharrte die Zahl der Neuinfektionen zuletzt auf einem hohen Niveau. (dpa)

Weil: Mehr Freiheiten auch für Getestete

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat angeregt, in der Coronapandemie nicht nur geimpften Menschen, sondern auch aktuell Getesteten mehr Freiheiten zu geben. „Wir können nicht nur an die einstweilen wenigen Glücklichen, die geimpft sind, denken“, sagte der SPD-Politiker der „Braunschweiger Zeitung“ (Freitag). An einer solchen Perspektive etwa für Gastronomen und Einzelhändler „müssen wir hart arbeiten“. Es sei klar, dass man weiter Maske tragen, Abstand halten und Hygienekonzepte beachten müsse.

Dennoch eröffne sich mit Impfen, Testen und Schutzmaßnahmen wieder deutlich mehr Spielraum, sagte Weil. „Das bloße Warten auf Inzidenzwerte unter 35 bringt uns nicht voran.“ Er verwies auf Schnelltests, die wesentlich anwendungsfreundlicher seien. Mit Hilfe der Coronawarn-App könnten Impfung und Schnelltests gebündelt und angezeigt werden.

„Wir wollen in Niedersachsen sehr schnell in den Schulen und Kitas mit dem Testen beginnen. So können wir dann sukzessive Kitas und Schulen weiter öffnen“, sagte der Politiker. „Aber wenn wir mehr testen, müssen wir uns auch auf höhere Infektionszahlen einstellen. Wer mehr sucht, findet mehr.“ (dpa)

Österreichs Kanzler für einheitliche Grenzregelungen

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz dringt auf eine einheitliche Grenzregelung in der Europäischen Union. „Ich hoffe, dass Europa bald ein einheitliches Vorgehen an den Grenzen zustande bringt“, sagte er dem „Münchner Merkur“ (Freitag). „Es gibt ja auch in Deutschland unterschiedlich strenge Grenzregelung, je nach Himmelsrichtung.“

Es sei sinnvoll, in Pandemiezeiten „auf ein Sicherheitsnetz mit Tests, Masken und anderem“ zu setzen, sagte Kurz. „Aber Maßnahmen, die dazu führen, dass der Binnenmarkt gefährdet wird, Menschen nicht mehr zu ihrem Arbeitsplatz kommen und Familien auseinandergerissen werden, halte ich nicht für sinnvoll.“

Sauer auf Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), der nach der Ausbreitung einer Coronamutation im österreichischen Bundesland Tirol Grenzschließungen gefordert hatte, sei er nicht, versicherte Kurz. „Alle Politiker sind in einer extrem herausfordernden Situation. Es wäre gut, wenn wir Regelungen bekommen, die mehr Sicherheit bieten – das wollen wir alle -, aber gleichzeitig nicht unnötige Bürokratie und Unverständnis bei der Bevölkerung mit sich bringen.“ (dpa)

Ab Mai soll auch in Arztpraxen Biontech geimpft werden

Haus- und Fachärzte werden spätestens ab Mai Bürger auch mit Biontech-Impfstoff gegen das Coronavirus impfen können. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) erwartet „einen Impfstart für die Praxen in den nächsten sechs bis acht Wochen“, wie ein KBV-Sprecher der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Freitag) sagte.

Apotheken und Großhandel haben demnach ein Vertriebskonzept für den empfindlichen Stoff vorgelegt. „Die 4.000 Apotheken in NRW stehen bereit, die niedergelassenen Ärzte ab Mai mit Impfstoff auch von Biontech zu versorgen“, sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der Zeitung.

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium ist dem Bericht zufolge zuversichtlich, „zeitnah ein Konzept zur Verimpfung in den Hausarztpraxen vorlegen beziehungsweise einen entsprechenden Erlass dazu veröffentlichen zu können“. (epd)

Biden feiert 50 Millionen Impfungen seit Amtsbeginn

US-Präsident Joe Biden hat 50 Millionen Corona-Impfungen seit seinem Amtsantritt gefeiert. „Je mehr Leute wir impfen, desto schneller werden wir diese Pandemie besiegen“, sagte Biden am Donnerstag im Weißen Haus. Bei diesem Anlass wurden zwei Feuerwehrleute, eine Verkäuferin und eine Schulrätin vor laufender Kamera geimpft, um die Sicherheit der verabreichten Mittel zu demonstrieren. Erst drei Tage zuvor hatte Biden an den 500 000. Todesfall mit dem Virus erinnern müssen.

Biden hat versprochen, in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit 100 Millionen Impfungen verabreichen zu lassen. „50 Millionen Spritzen in 37 Tagen. Wir sind Wochen vor dem Zeitplan“, sagte er. Bis zum späten Frühjahr solle genügend Impfstoff zur Verfügung stehen, damit alle geimpft werden können, die dies wünschen.

Die Impfkampagne in den USA läuft seit Dezember. Mehr als 45 Millionen Menschen haben bislang mindestens eine Spritze erhalten, mehr als 20 Millionen auch die notwendige zweite Dosis.

Biden kündigte ein großes Aufklärungsprogramm an, um möglichst viele Leute zu einer Impfung zu bewegen. Ziel sei es, 80 Prozent der Erwachsenen zu impfen, um eine Herdenimmunität zu erreichen und die Pandemie zu beenden. (AP)

Söder warnt vor „Blindflug“ bei Lockerungen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt vor den Bund-Länder-Beratungen zur Coronapandemie am nächsten Mittwoch vor einem „Blindflug“ beim Hochfahren des öffentlichen Lebens. „Wir wollen schrittweise öffnen, aber mit Vernunft und Vorsicht“, sagte Söder dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (Freitag). „Ein Rückfall wäre der denkbar schlechteste Weg. Die Politik darf jetzt nicht die Nerven verlieren“, warnte er.

Das Instrument zu Steuerung seien die Inzidenzzahlen. „Eine intelligente Öffnungsmatrix sollte sich an den Zahlen von 35 und 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen orientieren“, sagte der CSU-Vorsitzende. Diese Werte stünden aus gutem Grund fest.

„Die Öffnungen müssen dann nach Daten und nicht nach einem Datum erfolgen“, erläuterte Söder: „Das muss verständlich und für alle nachvollziehbar sein.“ Skeptisch äußerte er sich zu den in einigen Ländern erarbeiteten Stufenplänen: „Bei einem Stufenplan muss man aufpassen, dass am Ende nicht ein Datum alle nächsten Schritte bestimmt.“

Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck sagte der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Freitag) mit Verweis auf die ansteckenderen Virusmutationen, die Politik dürfe dem großen Bedürfnis nach Lockerungen nicht vorschnell nachgeben. „Verstärktes Impfen und Testen könnte helfen“, sagte er. Dafür seien aber zwei Dinge nötig.

„Um massenhaft Tests, auch die Selbsttests, zu produzieren, brauchen die Unternehmen staatliche Abnahmegarantien“, sagte Habeck. Notwendig sei auch eine klare, umsetzbare Teststrategie des Bundes, sonst gehe „es drunter und drüber“. (epd)

Knapp 10.000 Coronaneuinfektionen in Deutschland

In Deutschland sind binnen eines Tages fast 10.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 9997 neue Ansteckungsfälle registriert. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz stieg erneut etwas an und liegt nun bei 62,6. Am Donnerstag hatte der Wert 61,7 betragen.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs den Angaben zufolge auf 2.424.684. Laut RKI wurden ferner 394 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden registriert. Die Gesamtzahl der erfassten Coronatoten in Deutschland erhöhte sich damit auf 69.519. Die Zahl der von einer Corona-Infektion genesenen Menschen bezifferte das RKI mit rund 2,236 Millionen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz pendelt seit mehreren Tagen um die Marke 60. Während des seit Dezember andauernden harten Lockdowns war der Wert wochenlang zurückgegangen, bevor er im Verlauf der vergangenen Tage wieder stieg, dann erneut sank und nun den zweiten Tag in Folge wieder zunahm.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz handelt es sich um die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums. Die Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab bei der Verhängung oder Lockerung von Coronarestriktionen. Ziel von Bund und Ländern ist es, den Wert auf unter 35 zu drücken. Am Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Coronapandemie beraten. (AFP)

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