: Akademie der Künste: Jens protestiert
Berlin. Eine Verzögerung der Neugründung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Künste bedeutet für den Akademiepräsidenten Walter Jens einen „massiven Vertrauensbruch“ und die „Desavouierung“ der Ostberliner Mitglieder. Jens äußerte sich am Wochenende vehement gegen die Pläne der Berliner CDU, die Neugründung „nicht im Hauruck- Verfahren“ vorzunehmen und noch zusätzliche Anhörungen anzusetzen. Die ostdeutschen Mitglieder hätten bereits durch die Neuwahl des Präsidenten und durch Zuwahlen „deutliche Zeichen der Veränderung“ gesetzt und einer Auflösung ihrer Akademie als Voraussetzung der Fusion zugestimmt, so Jens. Sollte der Staatsvertrag jetzt nicht in Kraft gesetzt werden, blieben die ehemaligen Mitglieder der Ostakademie „gleichsam heimatlos und sähen sich gedemütigt“, meinte Jens.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen