AKW-Gegner verliert Gouverneurswahl: Stark nur in den japanischen Städten
Ausstieg ohne Mehrheit: In Tokio gab es erneut eine Großdemonstration für das Ende der Atomkraft. Derweil verliert in der Provinz ein Atomgegner eine Gouverneurswahl.
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TOKIO dapd | Rückschlag für die Anti-Atomkraft-Bewegung in Japan: In der Präfektur Yamaguchi im Süden der Hauptinsel Honshu verlor am Sonntag ein Atomkraftgegner eine Gouverneurswahl. Tetsunara Iida habe gegen den früheren Beamten Shigetaro Yamamoto mit 185.654 zu 252.461 Stimmen verloren, teilte die Präfektur am Montag mit.
Dabei hatten am Sonntag Atomkraftgegner in Tokio eine Menschenkette um das Parlament gebildet und die Regierung aufgefordert, keine Atomreaktoren mehr in Betrieb zu nehmen.
Die Atomkraftwerke waren nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami im März 2011 abgeschaltet worden. Anfang des Monats ließ die Regierung aus wie es hieß wirtschaftlichen Gründen die ersten zwei Reaktoren wieder hochfahren.
Beobachter verwiesen darauf, dass die Anti-Atomkraft-Bewegung zwar in Metropolen wie Tokio seit dem Tsunami Zulauf bekommen hat, auf dem Land, wo sich die Atomkraftwerke und damit verbundenen Arbeitsplätze befinden, aber eher weiterhin die Kernenergie akzeptiert wird. Das Wahlergebnis in Yamaguchi sei dafür ein Beleg.
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