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5 dinge, die wir gelernt haben

1 Geister spuken frei

Hamburg hat für die unheimlichste Nacht des Jahres aufgerüstet: An Halloween setzt die Polizei erstmals Drohnen ein, um Randale zu vermeiden, vor allem über Harburg, Wilhelmsburg, Billstedt, Steilshoop. Ob es was gebracht hat, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest, aber wir bleiben skeptisch. Drohnen erkennen schließlich bisher noch keine Geister – und Spuk ist kein Straftatbestand.

2 Männer brauchen Hilfe

Laut der Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz lag die Anzahl an Schutzsuchenden im Jahr 2024 bei 751. Das sind 41 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Großteil der Männer berichtet von psychischer oder körperlicher Gewalt, etwa acht Prozent von sexualisierter Gewalt. Obwohl das Netz an Hilfsangeboten für Männer wächst, mangelt es noch an Anlaufstellen. Gewaltprävention muss für alle da sein, die Hilfe brauchen.

3 England macht’s vor

Die guten Nachrichten kommen diese Woche aus England: Dort können sich Frauen ab sofort besser vor ungewollten Schwangerschaften schützen. In fast 10.000 Apotheken im Land ist die Pille danach ab sofort kostenlos erhältlich – ohne vorherigen Arztbesuch. Das ist nicht nur ein praktischer Schritt, der viel Bürokratie umgeht und Zeit spart, es ist auch ein Fortschritt für die reproduktive Selbstbestimmung.

4 Gold ist kein Gemüse

Eine Frau aus dem oberpfälzischen Birgland in Bayern hat 3.300 Euro für eine alte Gurke bezahlt. Dabei hatte sie eigentlich eine Goldmünze auf einem Kleinanzeigenportal entdeckt und diese bestellt. Vereinbart war eine Zahlung per Nachnahme, die Frau war allerdings zum Zeitpunkt der Lieferung nicht zu Hause. Ihr Vater wiederum zahlte und nahm das Paket mit der Gurke ungeprüft entgegen – und setzte uns allen auf diese Weise ein Mahnmal gegen Leichtgläubigkeit. Schützen Sie sich vor Fake-Profilen im Internet, sonst landet Gemüse in Ihrem Postfach!

5 Beeilung wird verboten

Wen genau es letztendlich schützt, ist noch nicht ganz klar, aber ab kommendem Jahr dürfen in der Slowakei Passanten auf Gehwegen nicht schneller als 6 km/h unterwegs sein. Was lange schlurft, wird endlich gut. Die neue Verordnung soll weniger E‑Roller-Kollisionen bringen, denn auch für die gilt auf Gehwegen das Tempolimit. Vielleicht steckt aber auch ein Geheimplan dahinter, der schwindelerregenden Geschwindigkeit der Welt etwas entgegenzusetzen und die Langsamkeit zu kultivieren? Slow-akei eben. (lha)

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