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25.000 gegen Boateng

Gegen eine Hospitanz von Jérôme Boateng im Trainerstab des FC Bayern formiert sich Widerstand

Nachdem Ultras und Südkurvenfans des FC Bayern München beim Top-Spiel der Bundesliga gegen Borussia Dortmund deutlich gemacht hatten, dass sie wenig von einer Rückkehr Jérôme Boatengs als Trainer-Hospitant zum Verein halten, läuft nun eine Onlinepetition gegen das Trainerpraktikum. Bis Mittwochmittag haben über 25.000 Menschen ihren Namen unter die Forderung „Grenzen setzen gegen misogyne Gewalt: Jérôme Boateng darf nicht zurück zum FC Bayern“ gesetzt.

Am Samstag waren bereits eindeutige Botschaften in der Kurve gezeigt worden. „Kein Platz für Charakterschweine in unserem Verein – Kein Platz mehr für Boateng!“, war da zu lesen. Oder: „Steht zu euren proklamierten Werten oder sind Satzung und Awareness doch nur Marketing?“

Ex-Profi Boateng wurde 2024 wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt. Im Text zur Petition wird auch darauf hingewiesen, dass seine Ex-Partnerin Kasia Lenhardt sich 2021 das Leben genommen hat, nachdem sie von Boateng in der Bild-Zeitung regelrecht vorgeführt worden war.

In der Führung des FC Bayern sieht man dennoch die Zeit für ein Comeback des Frauenschlägers gekommen. Sportvorstand Max Eberl hat nichts gegen die Hospitanz, um dann sehen zu können, „ob das in Zukunft für ihn ein Weg sein kann“. (csm)

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