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live +++ Trump-Show in Davos geht weiter +++Selenskyj verkündet Einigung über US-Sicherheitsgarantien

Nach einem Treffen mit Trump spricht Selenskyj davon, dass es eine Abmachung mit US-Präsident Donald Trump über US-Sicherheitsgarantien gebe.

Durch diese hohle Gasse muss er kommen: Selenskyj beim Weltwirtschaftsforum Foto: Laurent Gillieron/dpa
Inhaltsverzeichnis

Selenskyj verkündet Einigung mit Trump über US-Sicherheitsgarantien für Ukraine

17:50 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Einigung mit US-Präsident Donald Trump über US-Sicherheitsgarantien für das von Russland angegriffene Land verkündet. Das Thema Sicherheitsgarantien sei „erledigt“, sagte Selenskyj am Donnerstag vor Journalisten in der Schweiz. „Das Dokument muss von den Seiten, von den Präsidenten unterzeichnet werden und geht dann an die nationalen Parlamente“, sagte Selenskyj, der sich zuvor mit Trump in Davos getroffen hatte.

Nach dem Treffen mit Trump hatte Selenskyj betont, dass es ohne US-Sicherheitsgarantien nicht gehe. Zwar hätten Großbritannien und Frankreich ihre Bereitschaft erklärt, eine mögliche Waffenruhe mit Russland vor Ort abzusichern, aber „ohne die USA funktionieren keine Sicherheitsgarantien“.

Selenskyj wies zudem vor Journalisten darauf hin, dass die Fragen rund um die Zukunft der Ostukraine „noch nicht gelöst“ seien. „Es geht um den östlichen Teil unseres Landes. Es geht um das Land. Das ist die Frage, die wir noch nicht gelöst haben. Darüber, so denke ich, hat Steve Witkoff gesprochen“, sagte Selenskyj. (afp)

Finnland will Plan für Arktis-Sicherheit bis Nato-Gipfel im Juli

16:10 Uhr: Nach der angekündigten Einigung im Grönland-Streit dringt der finnische Präsident Alexander Stubb auf einen schnellen Plan zur Stärkung der Sicherheit in der Arktis. Dieser solle idealerweise bis zum Nato-Gipfel im Juli in Ankara fertig sein, sagt Stubb der Nachrichtenagentur Reuters in Davos. Er sei zudem überzeugt, dass die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfel am Abend zu einer einheitlichen Haltung in der Frage gelangen würden. (rtr)

Selenskyj: Erstes Treffen zwischen Ukraine, Russland und USA

15:38 Uhr: Vertreter der Ukraine ⁠und Russlands sollen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Wochenende erstmals zu einem trilateralen Treffen mit einer US-Delegation zusammenkommen. Die Gespräche sollen am Freitag und Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden, sagt Selenskyj. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hatte zuvor angekündigt, von Moskau direkt nach Abu Dhabi fliegen zu wollen, um über einen Plan zur Beendigung des Ukrainekriegs zu beraten. Er befindet sich derzeit wie Selenskyj auf dem Wirtschaftsgipfel im schweizerischen Davos. Von dort werde er noch am Donnerstag nach Moskau reisen. Er und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, sollen dann mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammenkommen. (rtr)

Selenskyj: Produktives Treffen mit Trump

15:41 Uhr: Der ⁠ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet sein Treffen mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump in Davos als produktiv. Er habe mit Trump über Fortschritte bei den Friedensgesprächen und Lieferungen für die Luftabwehr gesprochen, schreibt Selenskyj auf der Plattform X. Die Unterhändler beider Seiten stünden fast täglich in Kontakt, die verhandelten Dokumente seien nun „noch besser vorbereitet“. Selenskyj äußert die Hoffnung, dass der Schutz des ukrainischen Luftraums weiter gestärkt werde.

Schon wieder was unterschrieben: Donald Trump im Kreise seines Friedensrats Foto: Evan Vucci/ap

Zugleich kritisierte er seine europäischen Verbündeten und die Nato scharf wegen zu wenig Unterstützung für sein Land im Krieg mit Russland. „Europa diskutiert gern über die Zukunft, scheut sich aber davor, heute zu handeln – Handlungen, die darüber entscheiden, welche Art von Zukunft wir haben“, sagte Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert seit fast vier Jahren an. Selenskyj kritisierte auch die Nato. Das transatlantische Verteidigungsbündnis existiere lediglich dank des Glaubens, dass die USA im Falle eines Angriffs nicht tatenlos zusehen, sondern helfen würden. „Doch niemand hat das Bündnis bisher in Aktion erlebt“, sagte Selenskyj. Er forderte eine Aufstockung der Streitkräfte.

Selenskyj betonte, dass sein Land bei einem möglichen Waffenstillstand mit Russland Sicherheitsgarantien nicht nur von den Europäern benötigt. „Ohne die USA funktionieren keine Sicherheitsgarantien“, sagte Selenskyj am Donnerstag in seiner Rede vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Das Treffen zwischen Trump und Selenskyj am Rande des Weltwirtschaftsforums fand statt, während Beratungen des US-Sondergesandten Steve Witkoff und von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner mit Putin in Moskau geplant waren. (dpa/rtr/afp)

Wadephul: Grönland-Einigung bestätigt Bundesregierung

15:25 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul begrüßt das Einlenken von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland. Trump habe zu Recht darauf hingewiesen, dass sich mit Blick auf Russland und China neue Sicherheitsrisiken in der Arktis stellten, sagt Wadephul bei einer Pressekonferenz in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Es sei die Position der Bundesregierung von Anfang an gewesen, sich diesen Risiken im Rahmen der Nato zu stellen. Insofern fühle sich die Bundesregierung von der jüngsten Entwicklung bestätigt. Er setze darauf, dass Dänemark, Grönland und die USA die Einzelheiten jetzt „sehr schnell und effektiv aushandeln werden“. (rtr)

Starmer zu Grönland-Einigung: Harter Teil liegt noch vor uns

15:07 Uhr: Der britische Premier Keir Starmer sieht den schwierigsten Teil bei der Einigung im Streit um Grönland noch nicht bewältigt. „Die eigentliche harte Arbeit besteht nun darin, einen besseren Weg nach vorn in der Frage zu finden, über die wir uns alle einig sind – der Sicherheit in der Arktis“, sagte Starmer vor einem Gespräch mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf seinem Landsitz Chequers. Das sei das nächste Kapitel, so Starmer. Er freue sich darauf, mit Frederiksen zu beraten, wie man die entscheidenden Schritte auf diesem Weg nehme. (dpa)

Trump droht Europa mit „großem Gegenschlag“ bei Abstoßen von US-Staatsanleihen

15:08 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat den Europäern mit vehementen Vergeltungsmaßnahmen für den Fall gedroht, dass sie in großem Stil US-Staatsanleihen abstoßen. Sollte dies geschehen, würden die USA mit einem „großen Gegenschlag“ antworten, sagte Trump am Donnerstag dem US-Sender Fox Business. „Und wir haben alle Karten in der Hand“, fügte der US-Präsident in dem Interview hinzu, das er am Rande des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos gab.

Über die Option eines möglichen massiven Abstoßens von US-Staatsanleihen war in den vergangenen Tagen in Europa im Zuge des Streits mit den USA um Grönland diskutiert worden. Allerdings wurde der durch Trumps Drohungen mit einer US-Übernahme der zum Nato- und EU-Mitgliedstaat Dänemark gehörenden Arktis-Insel ausgelöste Streit inzwischen entschärft. (afp)

Trump: Treffen mit Selenskyj lief sehr gut

Auch in Davos: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) während der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums Foto: Markus Schreiber/AP/dpa

14:39 ⁠Uhr: US-Präsident Donald Trump spricht von einem sehr guten Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj. Die Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin laute, dass der Krieg enden müsse, sagt Trump in Davos. Eine Stellungnahme der Regierung in Kiew liegt zunächst nicht vor. Nach Angaben des US-Präsidialamts dauerte das Gespräch etwa eine Stunde. (rtr)

Schwerdtner kritisiert Merz' Auftritt in Davos als abgehoben

13:30 Uhr: Linken-Chefin Ines Schwerdtner hat die Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beim Weltwirtschaftsforum in Davis zur Lage in Deutschland kritisiert. „Merz' Worte in Davos zeigen einmal mehr, wie weit dieser Mann von den realen Sorgen der Menschen entfernt ist“, sagte Schwerdtner der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Sie warf Merz eine Politik auf Kosten von Menschen mit niedrigen Einkommen in der Gesellschaft vor. Der Kanzler hatte in der Schweiz seine Kritik an den seiner Ansicht nach zu geringen Arbeitszeiten in Deutschland bekräftigt. Er verwies dabei darauf, dass Arbeitnehmer in der Schweiz 200 Stunden pro Jahr mehr arbeiteten. Dazu sagte die Linken-Chefin: „Wenn er meint, Beschäftigte würden zu viel Freizeit genießen, dann spricht er vor allem die Sprache der Wirtschafts-Lobbys und nicht die der Menschen, die unser Land jeden Tag am Laufen halten.“

Schwerdtner kritisierte zudem die Äußerungen des Kanzlers zu den Reformplänen seiner Regierung. „Wir sehen hier wieder das gleiche Muster: Sozialabbau wird als Mut verkauft, Rückgratlosigkeit als Reform“, sagte sie zu AFP. „Am Ende zahlen diejenigen die Rechnung, die schon jetzt kämpfen, um über die Runden zu kommen.“ Merz hatte in seiner Rede in Davos auch auf seine Reformagenda verwiesen, mit der er die Wirtschaft in Deutschland stärken wolle – auch als Voraussetzung dafür, dass Deutschland eine wichtigere Rolle in der globalen Diplomatie spielen könne. (afp)

Entspannung im Grönland-Streit drückt Kupfer

13:06 Uhr: Die jüngste Entspannung im US-Streit um Grönland macht dem Kupferpreis zu schaffen. Das Industriemetall verbilligt sich um bis zu 1,5 Prozent auf 12.621 Dollar je Tonne und erreicht damit den tiefsten Stand seit zwei Wochen. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, Grönland nicht mit Gewalt einnehmen zu wollen und auf angedrohte Zölle gegen europäische Verbündete zu verzichten. Laut Tom Price von der Investmentbank Panmure Liberum ziehen Anleger nun Gelder aus Anlagen ab, die sie zuvor aus Vorsicht gewählt hatten – etwa aus Rohstoffen. (rtr)

Trumps Strafzoll-Kehrtwende lässt Börsen wieder ins Plus drehen

12:49 Uhr: Die Kehrtwende von US-Präsident Donald Trump bei möglichen Strafzöllen im Streit um Grönland hat den Börsenkursen wieder Auftrieb verschafft. Nachdem sich an den Märkten in den Tagen zuvor deutliche Nervosität breitgemacht hatte, notierten die Kurse am Donnerstag wieder im Plus. Der Preis für Gold, das als sicherer Hafen in Krisenzeiten gilt, gab hingegen nach. Im frühen europäischen Handel stiegen die Kurse in Frankfurt am Main um 1,29 Prozent, in Paris ging es um 1,24 Prozent, in London um 0,79 Prozent und in Mailand um 1,0 Prozent aufwärts. Die Märkte hätten mit „Erleichterung“ auf die Ankündigung Trumps reagiert, im Grönland-Konflikt keine Gewalt anzuwenden und auf Strafzölle gegen europäische Länder ab dem 1. Februar zu verzichten, erklärte Deutsche-Bank-Ökonom Jim Reid.

Diese Erleichterung spiegelte sich auch im sinkenden Goldpreis wider: Das Edelmetall, das noch am Mittwoch mit gut 4888 Dollar je Unze ein neues Allzeithoch erreicht hatte, gab am Donnerstagmorgen um rund 0,10 Prozent nach. Insbesondere an den technologieorientierten asiatischen Handelsplätzen in Tokio, Taipeh und Seoul heizten am Donnerstag Äußerungen von Nvidia-Chef Jensen Huang die Kurse zusätzlich an. Huang hatte beim Weltwirtschaftsforum in Davos am Mittwoch die Einschätzung geäußert, dass der Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) angesichts des „größten Infrastrukturausbaus in der Geschichte der Menschheit“ den Einsatz von noch deutlich mehr Kapital erforderlich mache und der Sektor „Billionen von Dollar“ an zusätzlichen Investitionen benötige. Vor allem die Kurse von Chipherstellern zogen daraufhin an. (afp)

Grönland-Streit: Vertrag von 1951 soll neu verhandelt werden

12:34 Uhr: Im Streit um Grönland hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte den Kurswechsel von US-Präsident Donald Trump offenbar durch eine in Aussicht gestellte Neuverhandlung des Grönland-Vertrags von 1951 erreicht. Das Abkommen über die US-Militärpräsenz auf der zu Dänemark gehörenden Arktis-Insel solle neu ausgehandelt werden, verlautete am Donnerstag aus Delegationskreisen in Davos. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begrüßte Trumps Kursänderung, Dänemark pochte auf seine Souveränität und eine Beteiligung an den geplanten Gesprächen.

Das 1951 geschlossene Abkommen gibt den USA bereits weitgehende Möglichkeiten, ihre Militärpräsenz auf der Arktis-Insel auszubauen – im Rahmen der Nato und in Absprache mit Grönland und Dänemark. Auf dem US-Militärstützpunkt Pituffik im Nordwesten der Insel sind derzeit rund 200 Soldatinnen und Soldaten stationiert. Dieser ist wichtig für die US-Raketenabwehr, weil er auf der kürzesten Flugbahn nach Russland liegt. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Delegationskreisen in Davos erfuhr, sollen in Zukunft auch europäische Staaten eine größere sicherheitspolitische Rolle in der Arktis einnehmen. (afp)

Trump unterzeichnet in Davos Gründungsdokument von „Friedensrat“

11:47 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat im schweizerischen Davos das Gründungsdokument des von ihm iniitierten „Friedensrats“ unterzeichnet. „Herzlichen Glückwunsch, Präsident Trump, die Charta ist nun in Kraft getreten, und der Friedensrat ist nun eine offizielle internationale Organisation“, sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt am Donnerstag bei der Unterzeichnungszeremonie am Rande des Weltwirtschaftsforums im Beisein weiterer Gründungsmitglieder. Das Gremium soll Trumps Vorstellungen zufolge internationale Konflikte beilegen – und zwar laut Charta ausdrücklich in Konkurrenz zu den Vereinten Nationen. (afp)

Moskau besteht auf Freigabe von Geld für „Friedensrat“

11:15 Uhr: Russland will bei einer möglichen Teilnahme an dem von US-Präsident Donald Trump geplanten „Friedensrat“ die vorgeschlagene 1 Milliarde US-Dollar aus seinem in den USA eingefrorenen Vermögen beisteuern. Washington müsse die blockierten Gelder freigeben, wenn sie für humanitäre Zwecke zum Wiederaufbau des Gazastreifens genutzt werden sollten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

Im neu geschaffenen „Friedensrat“ von US-Präsident Donald Trump können sich Staaten unbefristet einen Sitz sichern, wenn sie innerhalb eines Jahres 1 Milliarde US-Dollar zum Etat beisteuern. Dies geht aus dem Entwurf der Charta hervor. Hauptpunkt der vielen Kritiker ist, dass der „Friedensrat“ vollständig auf Trump als Person zugeschnitten ist, manche sprechen von einer unverhohlenen Kampfansage an die Vereinten Nationen. (dpa)

Industrie erleichtert nach Trumps Zollwende – „Entwarnung fehl am Platz“

10:51 Uhr: Die deutsche ‌Industrie hat erleichtert auf ⁠die von US-Präsident Donald Trump zurückgezogenen Zolldrohungen reagiert. Gleichzeitig verwiesen hochrangige Vertreter der Wirtschaft aber auf die anhaltende und für Unternehmen schädliche Unsicherheit im Handel. „Entwarnung ist fehl am Platz“, sagte der Präsident des Großhandels- und Exportverbands BGA, Dirk Jandura, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Was Trump heute verkünde, könne morgen schon wieder Makulatur sein. „Verlässlichkeit ist im internationalen Handel keine Nebensache, sondern die ⁠zentrale Voraussetzung ‍für Investitionen und Wachstum. Genau diese Verlässlichkeit ist derzeit nicht gegeben – und sie kehrt ⁠durch ein kurzfristiges Einlenken nicht automatisch zurück.“ Die Unberechenbarkeit beschädige das Vertrauen in die Handelsbeziehungen nachhaltig und bleibe ein ernstes Risiko für die Weltwirtschaft. (rtr)

US-Gesandter: Erwägen zollfreie Importe aus der Ukraine

10:47 Uhr: Die USA könnten der Ukraine bei Zustimmung für einen Friedensplan im russischen Angriffskrieg erlauben, zollfrei in die USA zu exportieren. „Das könnte ein Gamechanger sein. Stellen Sie sich vor, wie die Industrie in großem Maßstab in dieses Gebiet umzieht“, sagte der US-Unterhändler Steve Witkoff bei einer Diskussionsveranstaltung beim Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz). Das wäre für das osteuropäische Land ein immenser Konkurrenzvorteil. „Denn Sie zahlen keine Zölle für Güter, die Sie in die Vereinigten Staaten senden“, fuhr Witkoff fort. (dpa)

Kehrtwende bei Strafzöllen treibt Autowerte

10:18 Uhr: Die Abwendung von US-Zöllen im Grönlandstreit hilft den Autowerten auf die Sprünge. Der europäische Branchenindex gewinnt in der Spitze 3,4 Prozent. Porsche, Continental, Mercedes-Benz und BMW rücken zwischen 4 und 2,4 Prozent vor. Die Aktien von Volkswagen sind mit einem Plus von 5,5 Prozent Spitzenreiter im DAX – ⁠zusätzlich ‍gestützt werden die Papiere auch durch einen überraschend hohen Barmittelzufluss im Autogeschäft 2025. Trumps ⁠Äußerungen in Davos zu Grönland hätten die unmittelbaren Befürchtungen vor Strafzöllen gemildert, sagt Fabio Hoelscher, Analyst bei Warburg Research. (rtr)

Selenskyj beim Weltwirtschaftsforum in Davos eingetroffen

10:37 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Treffen mit US-Staatschef Donald Trump in Davos eingetroffen. Selenskyj soll beim Weltwirtschaftsforum in der Schweiz zudem eine Rede halten und an einer Podiumsdiskussion zur Ukraine teilnehmen. Am Rande des Forums ist auch ein Treffen mit Vertretern von Energieunternehmen geplant. Trump versucht, eine Vereinbarung zwischen Selenskyj und dem russischen Staatschef Wladimir Putin herbeizuführen, um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu beenden. Am Mittwoch äußerte sich der Amerikaner sowohl frustriert über Putin als auch über Selenskyj. „Ich glaube, sie stehen jetzt an einem Punkt, wo sie zusammenkommen und ein Abkommen erzielen können“, sagte Trump. „Und wenn sie das nicht tun, sind sie blöd – das gilt für beide.“ (ap)

Merz: Trumps Kursänderung bei Grönland richtig

10:29 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Kursänderung von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland begrüßt. Damit habe Trump den „richtigen Weg“ eingeschlagen, sagte Merz am Donnerstag in einer auf Englisch gehaltenen Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Jede Drohung, europäisches Territorium mit Gewalt in Besitz zu nehmen, wäre „inakzeptabel“, erklärte Merz. Neue Zölle würden „zudem die Grundlagen der transatlantischen Beziehungen untergraben“. Merz sagte in seiner Rede, die US-Regierung habe ihre „vehement“ vorgetragenen Forderungen nach „mehr Einfluss in Grönland“ mit „Sicherheitsbedrohungen“ im hohen Norden begründet. „Wir begrüßen, dass die Vereinigten Staaten die von Russland ausgehende Bedrohung in der Arktis ernst nehmen“, sagte der Kanzler. Die „Sicherung des hohen Nordens“ durch die Nato sei „ein gemeinsames transatlantisches Interesse“. Deutschland setze sich „genau dafür ein“.

„Wir tun dies im Rahmen der Nato und werden unser Engagement noch ausweiten“, kündigte der Kanzler an. Die europäischen Nato-Mitglieder müssten in der Arktis „mehr tun“. „Unsere Nachbarn und Partner in Europa, einschließlich Dänemark und der Bevölkerung Grönlands, können auf unsere Solidarität zählen“, sagte Merz. „Wir werden Dänemark, Grönland und den Norden vor der Bedrohung durch Russland schützen.“ Dabei müssten aber die Prinzipien gewahrt werden, „auf denen die transatlantische Partnerschaft beruht: Souveränität und territoriale Integrität“, sagte Merz. Die Bundesregierung unterstütze Gespräche zwischen Dänemark, Grönland und den USA „auf der Grundlage dieser Prinzipien“. (afp)

Russland äußert sich nicht zu US-Optimismus bei Verhandlungen

10 Uhr: Russland hat sich zurückhaltend zu den optimistischen Aussagen des US-Sondergesandten Steve Witkoff zu den Aussichten für eine Beendigung des Ukraine-Krieges geäußert. Russland schätze die Friedensbemühungen von US-Präsident Donald Trump und seiner Regierung zwar sehr, wolle sich aber zum derzeitigen Stand der Verhandlungen nicht äußern, sagt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Dies gelte insbesondere kurz vor Witkoffs Ankunft in Moskau und seinem Treffen mit Präsident Wladimir Putin. Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner würden wohl etwa zwischen 17 und 18.00 Uhr eintreffen und dann mit Putin zusammenkommen. ⁠Nach dem ‍Treffen werde sich der Kreml dazu äußern. (rtr)

Grönland-Streit: EVP-Chef Weber begrüßt Zeichen der Entspannung aus Davos

9:12 Uhr: Der Chef der Europäischen Volkspartei (EVP) im EU-Parlament, Manfred Weber, hat die von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland verkündete vorläufige Einigung mit der Nato begrüßt. „Die Botschaften aus Davos sind sicher zunächst mal auf Entspannung angelegt, und das ist gut, dass wir keine Eskalation erleben“, sagte der CSU-Politiker am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Es werde „keine Einverleibung“ Grönlands in die USA geben, wie Trump dies ursprünglich angekündigt habe. (afp)

Witkoff: Ukrainegespräche bis auf „ein einziges Problem“ weit fortgeschritten

8:46 Uhr: Die Gespräche zur Beendigung des Kriegs in der Ukraine sind nach Angaben des US-Sondergesandten Steve Witkoff weit fortgeschritten. Es gebe nur noch „ein einziges Problem“ zwischen Kiew und Moskau, sagte Witkoff am Donnerstag bei einer ukrainischen Veranstaltung am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos und vor seiner Reise nach Russland. Details nannte er zunächst nicht. „Ich denke, wir haben es auf ein einziges Problem reduziert, und wir haben verschiedene Varianten dieses Problems diskutiert, was bedeutet, dass es lösbar ist“, sagte Witkoff. „Wenn also beide Seiten eine Lösung wollen, werden wir sie auch finden.“ (afp)

China: Sind keine Bedrohung für Grönland

8:41 Uhr: China hat die Darstellung der Nato als haltlos zurückgewiesen, dass die Volksrepublik eine Bedrohung für Grönland sei. „Die sogenannte chinesische Bedrohung“ sei unbegründet, sagt ein Sprecher des Außenministeriums in Peking. China verwehre sich gegen grundlose Behauptungen und dagegen, als Vorwand für eigennützige Zwecke instrumentalisiert zu werden. Die Nato hatte mitgeteilt, Verhandlungen mit den USA über Grönland zielten darauf ab sicherzustellen, dass Russland und China auf der Insel nicht Fuß fassen könnten. (rtr)

Rutte: Trump steht weiter zur Ukraine

7:57 Uhr: Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist Sorgen vor einem nachlassenden Engagement der USA für die Ukraine entgegengetreten. Auf die Frage, ob US-Präsident Donald Trump zur Unabhängigkeit und Souveränität der Ukraine stehe, antwortet Rutte auf ⁠dem ‍Weltwirtschaftsforum in Davos: „Ja! Daran habe ich nie gezweifelt.“ Man müsse den ⁠Blick auf die Ukraine gerichtet halten und dürfe in dieser Frage nicht nachlassen, fügt Rutte hinzu. (rtr)

Klingbeil zu Trumps Grönlandwende: Nicht zu früh freuen

6:34 Uhr: Vizekanzler Lars ⁠Klingbeil warnt vor zu großem Optimismus nach der angeblichen Beilegung des Streits mit US-Präsident Donald Trump um die Aneignung von Grönland. Nach dem „Hin und Her“ der vergangenen Tage müsse man zunächst abwarten, was substanziell zwischen Trump und Nato-Generalsekretär Mark Rutte vereinbart worden sei, sagte der SPD-Chef am Mittwochabend im ZDF. „Es ⁠ist ‍gut, dass man im Dialog ist, aber ein bisschen abwarten muss man ⁠schon und zu früh freuen sollte man sich auch nicht.“ Er wolle die genauen Absprachen erst „schwarz auf weiß“ sehen.

Klingbeil führte die neuen Töne Trumps sowohl auf die geschlossene Haltung der Europäer als auch auf den wirtschaftlichen Druck in den USA zurück. In Gesprächen mit Investoren am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos habe er eine wachsende Unsicherheit bezüglich der Finanzstabilität in den ⁠USA wahrgenommen. „Da ist in den USA schon eine Nervosität entstanden“, sagte der Bundesfinanzminister. Es sei richtig gewesen, dass Europa solidarisch an der Seite Dänemarks gestanden und ⁠die staatliche Integrität betont habe. Man dürfe sich nun jedoch nicht zurücklehnen. Der Vorfall habe gezeigt, dass die EU ihre Hausaufgaben bei ‍Wettbewerbsfähigkeit und Verteidigung ⁠machen müsse. (rtr)

Erleichertung über Grönlandeinigung

5:32 Uhr: Dänemark und weitere EU-Länder reagierten erleichtert auf die Ankündigung Trumps zu Grönland. Der dänische Außenminister Lars Lökke Rasmussen lobte die „positiven Botschaften“ des US-Präsidenten. Der niederländische Regierungschef Dick Schoof nannte es im Onlinedienst X „positiv, dass wir nun auf dem Weg zu einer Deeskalation“ seien und zusätzliche Zölle vom Tisch seien. Ähnlich äußerte sich Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die Trump nahe steht.

In Grönland war die Reaktion indes verhaltener. „Die Nato hat in keinem Fall das Recht, ohne uns, Grönland, über irgendetwas zu verhandeln“, erklärte eine von zwei grönländischen Abgeordneten im dänischen Parlament, Aaja Chenmitz, in Onlinediensten. „Nichts über uns ohne uns“, fügte sie hinzu.

Die Händler an der New Yorker Wall Street reagierten erleichtert auf den entschärften Streit, die US-Börse macht deutliche Kursverluste vom Dienstag wieder mehr als wett. Der Dow Jones legte zeitweise um 1,21 Prozent zu, auch der Nasdaq und der S&P 500 drehten ins Plus. Trump hatte bereits bei früheren Zollstreitigkeiten mit den Europäern einen Rückzieher gemacht, nachdem es an der US-Börse deutliche Abschläge gegeben hatte. (rtr)

Vorläufige Einigung mit der Nato über die Arktis

5:32 Uhr: Nach wiederholten Drohungen im Streit um Grönland hat US-Präsident Donald Trump einen Rückzieher gemacht: Am Mittwoch gab er eine vorläufige Einigung mit der Nato über die Arktis bekannt. Er verzichte deshalb auf die für den 1. Februar angekündigten Strafzölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Länder, erklärte der US-Präsident in seinem Onlinedienst Truth Social. Nato-Generalsekretär Mark Rutte erklärte, Trump und er hätten Wege besprochen, wie die Nato die gesamte Arktis absichern könne. Dänemark und andere Staaten zeigten sich erleichtert, die US-Börse reagierte mit Kursgewinnen.

Die Klärung brachte ein Gespräch Trumps mit Rutte am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. Der US-Präsident schrieb danach in seinem Onlinedienst Truth Social, er habe mit Rutte einen „Rahmen für ein zukünftiges Abkommen“ zu Grönland und der gesamten Arktis vereinbart. „Diese Lösung wird, wenn sie zustande kommt, großartig sein für die Vereinigten Staaten von Amerika und alle Nato-Nationen“, betonte Trump. Auf dieser Grundlage werde er die „Zölle, die am 1. Februar in Kraft treten sollten, nicht verhängen“, schrieb der US-Präsident weiter.

Die Frage der Souveränität Grönlands kam bei seinem Gespräch mit Trump „nicht mehr auf“, wie Rutte dem US-Sender Fox News sagte. Der US-Präsident konzentriere sich vielmehr auf den Schutz der „riesigen arktischen Region“, sagte der Nato-Generalsekretär. Dort fänden Veränderungen statt, etwa verstärkte Aktivitäten Russlands und Chinas. Rutte lobte das Gespräch. „Ich denke es war ein sehr gutes Treffen“, sagte er der Nachrichtenagentur AFP am Rande des Weltwirtschaftsforum in Davos. Es gebe jedoch „noch viel zu tun“, mahnte der Nato-Generalsekretär.

Unklar blieb vorerst, was die Vereinbarung zu Grönland genau umfasst. Trump sagte bei einem kurzen Auftritt vor Journalisten in Davos, sie bringe den USA „alles, was wir wollten“. Sie werde „unbegrenzt“ Wirkung haben und umfasse Bereiche wie militärische Sicherheit sowie Rohstoffe. Nach Angaben einer Nato-Sprecherin stehen die eigentlichen Gespräche allerdings noch aus. Demnach wollen die USA, Dänemark und Grönland nun darüber verhandeln, wie sich verhindern lässt, dass Russland und China auf der Arktisinsel „Fuß fassen“. Trump hatte in dem Konflikt argumentiert: „Wenn wir Grönland nicht nehmen, werden es Russland oder China tun, und das werde ich nicht zulassen.“

Trump zufolge soll es zudem weitere Gespräche über den geplanten US-Raketenschirm Golden Dome geben, soweit dieser Grönland betrifft. Damit habe er federführend Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio und seinen Sonderbeauftragten Steve Witkoff betraut, schrieb er auf Truth Social. Die Grundsatzvereinbarung mit Rutte sieht jedoch „kein Geld“ vor, wie der US-Präsident in Davos klarstellte. (rtr)

Sondergipfel in Brüssel: EU berät über Beziehung zu den USA

1:39 Uhr: Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten werden an diesem Donnerstag (19.00 Uhr) trotz der wieder einkassierten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump zu ihrem geplanten Sondergipfel in Brüssel zusammenkommen. Aus dem Team von EU-Ratspräsident António Costa hieß es, man wolle wie vorgesehen über die jüngsten Entwicklungen in den transatlantischen Beziehungen und deren Auswirkungen auf die EU sprechen. Dazu gehöre weiterhin auch der Grönland-Konflikt. (dpa)

Ukraine verhandelt in Davos mit US-Gesandten und Blackrock

23:17 Uhr: Der ukrainische ⁠Chefunterhändler Rustem Umerow hat sich nach eigenen Angaben in Davos mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner getroffen. Bei dem Gespräch am Rande des Weltwirtschaftsforums sei es um Sicherheitsgarantien und den Wiederaufbau gegangen, teilt Umerow auf Telegram mit. Eine ukrainische Delegation habe zudem Vertreter des US-Finanzkonzerns Blackrock getroffen. (rtr)

Klingbeil sieht „keinen Bedarf“ für Trumps „Friedensrat“

22:48 Uhr: Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat den umstrittenen „Friedensrat“ von US-Präsident Donald Trump als nicht notwendig zurückgewiesen. Es gebe „keinen Bedarf an zusätzlichen internationalen Institutionen“, sagte der Vizekanzler am Mittwoch im „heute journal“ des ZDF. „Wir haben die Vereinten Nationen“, diese müssten gestärkt werden, statt weitere Gremien zu schaffen, fügte Klingbeil hinzu. „Wir setzen darauf, Europa zu stärken, die Vereinten Nationen zu stärken“, ergänzte der Bundesfinanzminister. Dies sei die Strategie der Bundesregierung. (afp)

Trump: Putin hat Einladung zu Friedensrat angenommen

22:20 Uhr: Nach den Worten von US-Präsident Donald Trump hat Kremlchef Wladimir Putin die Einladung zu seinem umstrittenen „Friedensrat“ angenommen – Putin selbst erklärte allerdings kurz zuvor, der Kreml prüfe das Angebot noch. „Er wurde eingeladen, er hat zugesagt“, sagte Trump unter Verweis auf Putin am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in Davos vor Journalisten. „Viele haben zugesagt“, fügte Trump hinzu. Darauf angesprochen, dass er auch nicht-demokratische Persönlichkeiten eingeladen habe, sagte Trump, einige seien „umstritten“, aber „wenn ich nur Babys in den Rat aufnehmen würde, wäre das nicht sehr viel“.

Putin seinerseits erklärte, Trumps Einladung zu „prüfen“. „Das russische Außenministerium wurde beauftragt, die uns übermittelten Dokumente zu prüfen und unsere strategischen Partner zu diesem Thema zu konsultieren“, erklärte der Kreml-Chef bei einer Regierungssitzung in Moskau. Putin dankte Trump für die Einladung, auf die Russland jedoch erst nach der Prüfung antworten werde. (afp)

Trump: Grönland-Übereinkunft wäre „für immer“

21:57 Uhr: US-Präsident Donald Trump sieht sich auf dem Weg zu einer dauerhaften Vereinbarung zu Grönland. In einem Interview des US-Senders CNBC bekräftigte er, dass es Grundzüge einer Übereinkunft gebe. Zugleich wollte Trump sich nicht zu Details äußern. Es sei „etwas komplex“, sagte Trump auf die Frage, ob es um Eigentum oder etwas anderes gehe. Die angedachte Vereinbarung sei aber „für immer“ ausgelegt. Dabei gehe es unter anderem um Sicherheitsfragen. (dpa)

Putin lässt Grönland kalt

21:40 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin will sich nicht in den Streit um Grönland einmischen. „Uns betrifft das sicher nicht“, sagte der Kremlchef bei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Moskau. Die USA und Dänemark müssten das unter sich ausmachen. US-Präsident Donald Trump hat seine Ansprüche auf das zu Dänemark gehörende Grönland immer wieder auch mit einer angeblichen Bedrohung der Insel und der gesamten Arktisregion durch Russland oder China begründet.

Putin verwies zugleich darauf, dass Russland Erfahrung mit dem Verkauf von Arktisgebieten an die USA habe. 1863 hatte das Russische Imperium die Halbinsel Alaska für 7,2 Millionen Dollar verkauft. „Bei den heutigen Preisen unter Berücksichtigung der Inflation für die ganzen Jahrzehnte entspricht diese Summe etwa 158 Millionen Dollar“, sagte Putin. (dpa)

Grönländer erhalten Handbuch mit Tipps für Ernstfall

20:54 Uhr: Die grönländische Regierung hat am Mittwoch ein Handbuch mit Ratschlägen für den Krisenfall veröffentlicht. In dem Ratgeber wird nicht direkt auf die Annexionsdrohungen von US-Präsident Donald Trump Bezug genommen. Einwohnerinnen und Einwohner werden aber aufgefordert, genügend Vorräte zu Hause zu haben, um fünf Tage durchzukommen. Dazu gehören drei Liter Wasser pro Person, Konservendosen, Treibstoff und Medikamente.

„Wir sind gerade zum Supermarkt gegangen und haben Vorräte gekauft“, sagte Tony Jakobsen in Grönlands Hauptstadt Nuuk und zeigte Reportern der Nachrichtenagentur AP den Inhalt seiner Taschen, darunter Kerzen, Snacks und Toilettenpapier. Jakobsen sagte, er glaube nicht, dass der Konflikt über bloße Drohungen hinausgehe. „Aber es ist besser, vorbereitet zu sein, als unvorbereitet.“ (ap)

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