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+++ Nachrichten im Ukrainekrieg +++Massive Luftangriffe auf Kyjiw

In der ukrainischen Hauptstadt wurden bei Raketenangriffen Wohnhäuser getroffen. Landesweit starben laut Behördenangaben mindestens 10 Menschen.

Rauch und Flammen: die ukrainische Hauptstadt Kyjiw in der Nacht zu Dienstag Foto: Li Dongxu/XinHua/dpa

Mindestens vier Tote bei Angriffen auf Kyjiw

afp/dpa/taz | Bei neuen russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf die Ukraine sind in der Nacht zum Dienstag mehrere Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. Allein in der Hauptstadt Kyjiw gab es nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens vier Todesopfer und 58 Verletzte, darunter zwei Kinder. Auch in anderen Landesteilen der Ukraine gab es massive russische Angriffe.

Bei den nächtlichen Angriffen habe die russische Armee auch ballistische Raketen eingesetzt, erklärte die Militärverwaltung von Kyjiw. Mehrere Brände seien ausgebrochen. Russland hatte Kyjiw erst vor knapp zehn Tagen massiv mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte seit Ende vergangener Woche mehrmals vor einem weiteren massiven russischen Luftangriff.

Aus dem Stadtzentrum der Hauptstadt stieg laut dem Bericht von AFP-Korrespondenten eine große Rauchwolke auf, Einwohner eilten mit Taschen und Decken in die Schutzräume.

In Kyjiw stürzte im Bezirk Podilskyj ein mehrstöckiges Wohnhaus nach einem Angriff ein, wie Bürgermeister Klitschko auf Telegram schrieb. Es werde befürchtet, dass Menschen unter den Trümmern verschüttet sind. Anderswo habe ein Angriff die oberen Stockwerke eines 15-stöckigen Wohnhauses beschädigt.

„Explosionen in der Stadt. Die Luftabwehr ist aktiv“, erklärte Bürgermeister Klitschko. Zugleich rief er die Bevölkerung auf, unbedingt in Schutzräumen zu bleiben.

Weitere Opfer in Dnipro und Charkiw

dpa/taz | In der Stadt Dnipro wurden bei dem nächtlichen Angriff Behördenangaben zufolge mindestens fünf Menschen getötet und 25 weitere verletzt. Davon würden 23 aktuell im Krankenhaus behandelt, darunter ein 13 Jahre altes Mädchen. In der östlichen Stadt Charkiw wurden dem Bürgermeister zufolge mindestens zehn Menschen verletzt.

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Russland griff auch Ziele in der Stadt Saporischschja an, wo in der Nähe ein Atomkraftwerk steht.

Russland meldet ukrainische Drohnenangriffe

rtr | Zugleich meldeten russische Behörden am Dienstag ukrainische Angriffe auf eigenem Gebiet. In der südrussischen Region Krasnodar geriet demnach die Ölraffinerie Ilsky nach einem Drohnenangriff in Brand. In der an die Ukraine grenzenden ‌Region Belgorod sei ein elfjähriger ‌Junge verletzt worden, nachdem eine ukrainische Drohne ein Wohnhaus getroffen habe, teilten die Behörden auf Telegram mit. ⁠Zudem habe die Luftabwehr Drohnen über dem russischen Flottenstützpunkt Sewastopol auf der annektierten Halbinsel Krim abgewehrt. Insgesamt habe Russland in der vergangenen Nacht 148 ukrainische Drohnen abgeschossen, meldeten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.

Die ‌Angaben der Behörden beider Staaten aus den verschiedenen Regionen ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

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