50 Jahre Militärputsch in Argentinien Erinnerungskultur unter Beschuss Am 24. März 1976 putschte in Argentinien das Militär und ermordete in den Folgejahren Tausende von Menschen. Manche sind bis heute verschwunden. Von Jürgen Vogt 24.3.2026
US-Archiv und Nazivergangenheit Wir spielen nicht mit bei eurem Gedächtnistheater Kommentar von Dennis Chiponda Die digitale Öffnung des US-Nationalarchivs lässt viele Deutsche nach der NS-Geschichte ihrer Vorfahren suchen: ein Spektakel zur Gegenwartsflucht. 20.3.2026
Preis der Leipziger Buchmesse 2026 Geschichten, die ins Heute ragen Katerina Poladjan bekommt für „Goldstrand“ den Leipziger Buchpreis. Der Sachbuchpreis geht an Marie-Janine Calic, der Übersetzerpreis an Manfred Gmeiner. Von Nina Apin, Klaus Hillenbrand, Julia Hubernagel und Dirk Knipphals 19.3.2026
NS-Gedenken in Osnabrück Aus der Mottenkiste hervorgeholt Kommentar von Harff-Peter Schönherr Um den richtigen Namen für den Lernort in der ehemaligen NSDAP-Parteizentrale in Osnabrück gab es jahrelang Streit. Fängt jetzt alles von vorne an? 18.3.2026
Porträt des Autors Miljenko Jergović Gedenksteine für das Menschliche Der Schriftsteller Miljenko Jergović beschreibt die Notlügen, die Scham, die Angst und die Liebe auch im Krieg. Am Mittwoch erhält er den Preis für europäische Verständigung. Von Doris Akrap 17.3.2026
Gedenken an einen Völkermörder Türkische Nationalisten erinnern an den Tod von Tâlat Paşa In Berlin feiert eine Gruppe den Drahtzieher des Völkermordes an den Armeniern. Als Gegenveranstaltung lädt ein antirassistischer Verein zu einem historischen Rundgang. Von Uta Schleiermacher 16.3.2026
Linke Abwehrkämpfe Gegen den Autoritarismus Kolumne Bewegung von Lilly Schröder Von Wolfram Weimer bis zum Krieg gegen Iran: Die Linke sucht nach Strategien, das Autoritäre aufzuhalten, ist aber oft selbst gespalten. 16.3.2026
Auf Spuren einstigen jüdischen Lebens Straßenschilder der Erinnerung Seit dieser Woche weisen Markierungen auf das vernichtete Zentrum des östlichen Judentums im Scheunenviertel in Berlin-Mitte hin. Von Klaus Hillenbrand 13.3.2026
Erinnerungskultur in Spanien Franco muss vergessen werden Der Spanische Bürgerkrieg und seine Folgen, die bis heute währen: Thomas Stölting stellt im taz Talk seine Analyse teils misslungener Erinnerungskultur vor. 11.3.2026
Feministisches Bauen Stadtbild für alle Kinder, Singles oder Obdachlose bewegen sich verschieden durch Städte. Wie können wir sie trotzdem mitdenken? Ein feministischer Gedankenspaziergang. Von Jasmin Kalarickal 8.3.2026
Rauswurf von AfD-Rechtsaußen vertagt Kevin Dorow ist für die AfD nun doch wieder tragbar Mit einer Parole der Hitlerjugend löst der GD-Funktionär einen Machtkampf aus. Die AfD-Spitze wollte ihn schnell ausschließen, lenkte dann aber ein. Von Andreas Speit 3.3.2026
Kuturpolitiker über Berlinale-Diskussion „Das engt die Künste ein“ Selbst wenn die Demokratie unter Druck steht: Die Kunst nur noch Genehmes äußern zu lassen, wäre falsch, sagt Bühnenvereinspräsident Carsten Brosda. Interview von Alexander Diehl 27.2.2026
Simson-Nachfahre über AfD-Propaganda „Bizarr, was mit diesem Motorrad passiert“ Die AfD will das Simson-Moped vereinnahmen. Dagegen wehrt sich ein Nachfahre der jüdischen Familie Simson. Und meldet sich aus New York zu Wort. Interview von Jana Laborenz 27.2.2026
Deutsche Erinnerungspolitik Die große Heuchelei Kolumne Schlagloch von Charlotte Wiedemann Die Erinnerungskultur in diesem Land wird genau durch jene zerstört, die vorgeben, sie zu verteidigen: die politische Kaste der Scheinheiligen. 25.2.2026
Neue Diskussion um sowjetische Ehrenmale Erklären, nicht abreißen Vier Jahre nach dem russischen Überfall fordert der Verein Vitsche eine Neubewertung der sowjetischen Ehrenmale. Abriss aber steht nicht zur Debatte. Von Uwe Rada 24.2.2026
Initiative für NS-Gedenken in Grunewald Ein kleines Haus für die Erinnerung Architekt Wolfgang Göschel will am S-Bahnhof Grunewald ein Haus zu einem Lernort neben der Gedenkstätte für die Deportation der Berliner Juden machen. Von Klaus Hillenbrand 23.2.2026
Die DDR Irgendwann kommt was Eine große Müdigkeit prägte die letzten Jahre der DDR. Die kollektive Erschöpfung ist bis heute zu spüren – und hat auch politische Folgen. Von Lars Reyer 24.2.2026
Theatermacherin über Barrierefreiheit „Erinnerungskultur wird geformt von denen, auf die gehört wird“ Die Behindertenrechtsaktivistin Fia Neises über Erinnerungskultur, Behinderungen und ihr neuestes Stück BIOFUCK am Berliner Ballhaus Ost. Interview von Lilli Braun 19.2.2026
Kulturkampf um Geschichte der Sklaverei US-Richterin zieht Orwell-Vergleich Die US-Regierung will nicht an die Sklaven im Haus von George Washington erinnern. Nun entschied ein Gericht: Eine Ausstellung dort muss zurückkehren. 17.2.2026
Fotos von Deportationen Wie die Lörracher bei Deportationen gafften Eine Tagung widmete sich dem Umgang mit Shoah-Überlebenden nach der Befreiuung. Über Traumata, die vererbt werden, und Fotos, die unbequeme Fragen stellen. Von Klaus Hillenbrand 16.2.2026