Deutsche Erinnerungspolitik Die große Heuchelei Die Erinnerungskultur in diesem Land wird genau durch jene zerstört, die vorgeben, sie zu verteidigen: die politische Kaste der Scheinheiligen Von Charlotte Wiedemann Ausgabe vom 25.2.2026, Seite 12, meinung + diskussion Download (PDF)
Neue Diskussion um sowjetische Ehrenmale Erklären, nicht abreißen Vier Jahre nach dem russischen Überfall fordert der Verein Vitsche eine Neubewertung der sowjetischen Ehrenmale. Abriss aber steht nicht zur Debatte. Von Uwe Rada 24.2.2026
Initiative für NS-Gedenken in Grunewald Ein kleines Haus für die Erinnerung Architekt Wolfgang Göschel will am S-Bahnhof Grunewald ein Haus zu einem Lernort neben der Gedenkstätte für die Deportation der Berliner Juden machen. Von Klaus Hillenbrand 23.2.2026
Die DDR Irgendwann kommt was Eine große Müdigkeit prägte die letzten Jahre der DDR. Die kollektive Erschöpfung ist bis heute zu spüren – und hat auch politische Folgen. Von Lars Reyer 24.2.2026
Theatermacherin über Barrierefreiheit „Erinnerungskultur wird geformt von denen, auf die gehört wird“ Die Behindertenrechtsaktivistin Fia Neises über Erinnerungskultur, Behinderungen und ihr neuestes Stück BIOFUCK am Berliner Ballhaus Ost. Interview von Lilli Braun 19.2.2026
Kulturkampf um Geschichte der Sklaverei US-Richterin zieht Orwell-Vergleich Die US-Regierung will nicht an die Sklaven im Haus von George Washington erinnern. Nun entschied ein Gericht: Eine Ausstellung dort muss zurückkehren. 17.2.2026
Fotos von Deportationen Wie die Lörracher bei Deportationen gafften Eine Tagung widmete sich dem Umgang mit Shoah-Überlebenden nach der Befreiuung. Über Traumata, die vererbt werden, und Fotos, die unbequeme Fragen stellen. Von Klaus Hillenbrand 16.2.2026
Rechtsextreme Demo in Dresden Nazis zerstören Dresdner Zerstörungsgedenken Erneut nutzen über 1.000 Rechtsextreme die Bombardierung im Zweiten Weltkrieg für ihre Zwecke. Die Erinnerung an den 13. Februar 1945 ist in der Krise. Von Michael Bartsch 15.2.2026
Nahost-Konflikt Jüdisch, postsowjetisch, besatzungskritisch sucht … Für unsere Autorin war Israel das gelobte Land, heute schämt sie sich für ihren Pass. Eine Geschichte von Entfremdung – und der Suche nach Verbündeten. Von Marina Klimchuk 15.2.2026
Oldenburger Museum erforscht Stifterin Edith Ruß war „überzeugte Nationalsozialistin“ Das „Haus für Medienkunst“ vollzieht den Bruch mit seiner früheren Namenspatronin mit einer Ausstellung. Die Stadt kehrt ihre Fehler unter den Teppich. Von Aljoscha Hoepfner 9.2.2026
Beileidsbekundungen für Rita Süssmuth Steinmeier ordnet Trauerstaatsakt an Im Alter von 88 Jahren ist Rita Süssmuth gestorben. Politikerinnen und Politiker loben sie für ihre Art und ihre Errungenschaften. 2.2.2026
Zeitgeschehen Das allgegenwärtige Verbrechen In der NS-Zeit schufteten rund 40.000 Zwangsarbeiter:innen in Stuttgart in unterschiedlichsten Bereichen. Obwohl sie täglich zu sehen waren, sind sie heute fast vergessen. Eine neue Website soll das ändern und dokumentiert Orte, Namen und Schicksale. Ausgabe vom 31.1.2026, Seite II, Kontext Download (PDF)
Umgang mit Trauer in der Ukraine Wo der Verlust das Leben bestimmt Seit Krieg herrscht, ist das Sterben alltäglich geworden. Trauerbegleitung, digitale Erinnerungsorte und „Death Cafés“ helfen Hinterbliebenen. Von Julia Belzig 31.1.2026
Berichterstattung über Holocaust Welchen Horror wir erwarten Kommentar von Yasemin Said Die bekannten Bilder des Holocaust strukturieren unser Erinnern. Doch was passiert, wenn Gewalt nur noch dort erkannt wird, wo wir sie erwarten? 29.1.2026
Nationalsozialismus in Berlin Eine Mauer aus erhobenen Armen Bei der „Köpenicker Blutwoche“ 1933 erprobten SS und SA offen den nationalsozialistischen Terror. Wichtig wäre Gegenwehr gewesen – doch die Zivilgesellschaft versagte. Von Susanne Messmer 29.1.2026
Schoah-Kurzfilm „Storia di Sergio“ Animiertes Gedenken gegen das Vergessen Der animierte Kurzfilm von Rosalba Vitellaro feierte am Holocaust-Gedenktag im EU-Parlament Premiere. Er dokumentiert eine vergessene Geschichte. Von Nicholas Potter 28.1.2026
Erinnerungskultur in Italien Dem Vergessen entrissen In Perugia in Umbrien gibt es seit 2024 einen Stolperstein. Er erinnert an eine Jüdin, die sich das Leben nahm, um der Deportation zu entgehen. Von Simone Schmollack 27.1.2026
Gedenken in der Ukraine Blumen für Opa Seit 2009 werden in der Ukraine Stolpersteine für Holocaustopfer verlegt. Dezentrale Erinnerung ist auch für Gedenken in Putins Angriffskrieg wichtig. Von Peggy Lohse 27.1.2026
Holocaust in der Ukraine Die Erde voller Knochen Die Ukraine hat nach Polen die meisten Holocaust-Opfer zu beklagen. Noch heute ist das Land voller Massengräber. Gedenken ist auch deshalb mühsam. Von Klaus Hillenbrand 27.1.2026
Hamburger Appell zum Holocaust-Gedenktag Gedenken nicht erst am St.-Nimmerleins-Tag Das Dokumentationszentrum zur Deportation der Sinti und Roma verzögert sich, weil ein Investor Steuern sparen will. 44 Aktive formulieren einen Appell. Von Lotta Drügemöller 26.1.2026