„Afrikaforscher“ Hugo von Othegraven Postkoloniale (Alb-)Träume Ein Berliner Adliger hält sich einen Leoparden als Haustier, der am 29. Januar 1932 ein Kind tötet. Konsequenzen muss das NSDAP-Mitglied kaum fürchten. Von Bettina Müller 29.1.2025
Völkermord in Südwestafrika Die Ethik des Vergleichs Kolumne Schlagloch von Charlotte Wiedemann Wie können der Holocaust und der Genozid an Ovaherero und Nama verglichen werden? Am besten gar nicht, meint Berlin. In Namibia hört man anderes. 22.1.2025
Hamburg benennt Straßen um Erinnerung an die Opfer statt Ehrung der Täter In Hamburg heißen zwei bislang nach einem Kolonialismus-Profiteur benannte Straßen künftig nach einem Widerstandskämpfer und einem Kolonialismusopfer. Von Petra Schellen 9.1.2025
Modellprojekt Dekoloniale wird beendet Kein Raum für Erinnerungskultur Fünf Jahre erinnerte die „Dekoloniale“ an den deutschen Kolonialismus aus Betroffenen-Perspektive. Nun müssen die Initiativen ihre Räume aufgeben. Von Raweel Nasir 17.12.2024
Wahlen in Namibia Der ungelöste Völkermordstreit Die Wahlen in Namibia und Deutschland belasten die Verhandlungen um den Genozid an den Herero und Nama. Diesem fielen über 110.000 Menschen zum Opfer. Von Alfred Shilongo 27.11.2024
Staatsministerin Keul über Afrikapolitik „Das haben wir so nicht kommen sehen“ Putsche, Kriege, Fortschritte: Katja Keul, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, zieht eine gemischte Bilanz der deutschen Afrikapolitik in den Ampeljahren. Interview von Dominic Johnson 26.11.2024
Buch über deutsche Kolonialgeschichte Noch längst nicht versöhnt Brutale Exzesse: Politikwissenschaftler Henning Melber rechnet in seinem Buch schonungslos mit Deutschlands unbewältigter Kolonialgeschichte ab. Von Dominic Johnson 26.11.2024
Verleger über Kolonialismus-Sachbuch „Es war bei der Veröffentlichung bahnbrechend“ Der Manifest-Verlag hat Walter Rodneys Klassiker „How Europe Underdeveloped Africa“ neu übersetzt. René Arnsburg geht mit dem Buch auf Lesetour. Interview von Frida Schubert 11.11.2024
Grüner Wasserstoff dringend gesucht Neue Energie aus der alten Kolonie Deutschland setzt auf Namibia für die Produktion von grünem Wasserstoff. Bremen beteiligt sich mit einem sinnvollen Bildungsprojekt. Von Benno Schirrmeister 24.10.2024
Gedenken an Völkermord Koloniale Gegenwart Vor 120 Jahren begann der deutsche Völkermord in Namibia. An die Aktualität seiner Ursachen hat ein Festakt am Bremer Mahnmal erinnert. Von Benno Schirrmeister 12.8.2024
AfD-Kolonialverbrecherehrung in Namibia Mit schwarz-rot-goldener Schleife Ein AfD-Parlamentarier sorgt für diplomatische Spannungen. Der namibische Botschafter beschwert sich, der NRW-Landtagspräsident distanziert sich. Von Pascal Beucker und Sabrina Osmann 26.7.2024
Deutsches Exportgeschäft in Namibia Kolonialer Wasserstoff Kommentar von Alfred Shilongo Im Namen des Klimaschutzes setzt Deutschland koloniale Verbrechen fort. Grüner Wasserstoff aus Namibia sollte nicht Leid und Zerstörung bedeuten. 26.7.2024
AfD ehrt deutschen Offizier in Namibia Verhöhnung statt Versöhnung Der Vizefraktionschef der NRW-AfD posiert vor einem Soldatengrab in Namibia. Die Landtagsreise sollte der Aufarbeitung der Kolonialzeit dienen. Von Sabrina Osmann 18.7.2024
Berliner Straßenumbenennung Audre Who? Am Freitag wird offiziell die Audre-Lorde-Straße eingeweiht. Es ist ein Schritt auf dem Weg zu einer inklusiven städtischen Erinnerungskultur. Von Lilly Schröder 28.6.2024
Buch über Rolle des Auswärtigen Amtes Schleier der Ignoranz Eine vom Auswärtigen Amt geförderte Untersuchung der eigenen Rolle in Deutschlands Kolonialvergangenheit kommt zu unangenehmen Erkenntnissen. Von Dominic Johnson 10.6.2024
Deutsche Kolonialvergangenheit Verschleppte Versöhnung Die aktuelle Ausgabe der „Maro-Hefte“ analysiert die juristischen Auseinandersetzungen der Ovaherero und der Nama mit der Bundesrepublik. Von Till Schmidt 8.6.2024
Streit um Nettelbeckweg in Gütersloh Verstolperte Dekolonialisierung In Gütersloh sollte der Nettelbeckweg umbenannt werden, der Mann war Sklavenhändler. Die Debatte wurde sorgfältig geführt, dann knickte die CDU ein. Von Matthias Dell 21.5.2024
Kurator über Kolonialismus „Hamburg war ein Knotenpunkt“ Beim Festival „DIGGAHH“ in Hamburg geht es um die Hinterlassenschaften des Kolonialismus. Wie wirksam die bis heute sind, erklärt Mèhèza Kalibani. Interview von Jonas Kähler 21.5.2024
Glückstadt im 17. Jahrhundert Toleranz und Sklaverei In Glückstadt ist man stolz auf die Gründungsgeschichte als „Toleranzstadt“. Doch die Stadt war am Sklavenhandel beteiligt, zeigen neue Forschungen. Von Victor Hübotter 10.5.2024
„Kolonialismus erinnern“ im Berliner HKW Erkämpfte Räume verteidigen Im Haus der Kulturen der Welt wurde das Berliner Konzept „Kolonialismus erinnern“ vorgestellt. Propalästinensische Aktivisten versuchten zu kapern. Von Jonathan Guggenberger 26.4.2024