Datensammlung und Corona-Apps Der Körper als Ausweis Der staatliche Zugriff auf den eigenen Körper wird normalerweise kritisch gesehen. In der Krise jedoch wird die Einordnung ins Kollektiv praktiziert. Von Adrian Lobe 26.4.2020
Klimawandel und Prognosen Die Apokalypse naht Prognosen irren häufiger, als sie richtig liegen. Das könnte auch beim Klima so sein – aber dieses Risiko sollte man nicht eingehen. Von Thomas Salter 15.10.2019
Der Stil Franz Josef Wagners Mit Essiggurken gegen Adorno „Deutschland ist ein Erfolgsmodell. Das passt Ihnen nicht?“ Briefe an Intellektuelle, wie sie Franz Josef Wagner auch schreiben könnte. Von Nils Markwardt 28.6.2019
Ehrung für Michel Foucault Philosoph an der Alster 1959/60 lebte der spätere Archäologe von Sex und Wissen in Hamburg. Daran soll ab dieser Woche eine Gedenktafel erinnern. Von Alexander Diehl 9.6.2019
Wie das Strafsystem Gesellschaft macht Wozu Knast? Gefängnisse sind von grundlegender Bedeutung für die moderne Gesellschaft: Denn sie definieren, was sein darf und was nicht. Von Lena Kaiser 15.7.2018
Vierter Band „Sexualität und Wahrheit“ Foucaults Kampf um das Begehren Es ist eine philosophische Sensation: Über dreißig Jahre nach Foucaults Tod ist nun Band vier seiner „Geschichte der Sexualität“ erschienen. Von Martin Saar 19.2.2018
Werke von und über Marcel Proust Geld für den Puff Von allem was: Die neuesten Publikationen beschäftigen sich mit den Heldinnen seiner Bücher, Schachtelsätzen par excellence und Besuchen im Bordell. Von Tobias Schwartz 28.11.2016
Frankfurter Adorno-Vorlesung Das beschädigte Leben Didier Fassin sieht den „Dschungel“ von Calais als migrationspolitische „Vorhölle“. Ehrenamtliche Hilfe löse das gesellschaftliche Problem nicht. Von Rudolf Walther 21.6.2016
Zum 100. Geburtstag von Roland Barthes Den Kopf heben und träumen Roland Barthes war Liebhaber und Praktiker der Abweichung. Sein Schreiben wusste zu Beginn nie, wohin es treiben würde. Von Jochen Schimmang 12.11.2015
Daniel Defert über Michel Foucault „Er kämpfte immer mit der Polizei“ Der Lebensgefährte des Philosophen Michel Foucault hat seine Autobiographie vorgelegt. Er erzählt über Adorno, den Kampf gegen Aids und die 68er. Interview von Tania Martini und Enrico Ippolito 13.10.2015
Neuer Roman von Tex Rubinowitz Schneller als der Schall Pop ist bei Rubinowitz literarischer Wille zum Stil und Ausgangspunkt für schlaue Gedanken. Sein Roman „Irma“ ist eine unaufgeregte Lovestory. Von Julian Weber 30.6.2015
Migrationsforscher über Kollaboration „Es geht um die Zwischenräume“ Kein Protest und überall Kollaborateure? Der Publizist Mark Terkessidis entwirft eine positive Philosophie der Zusammenarbeit. Interview von Pascal Jurt 20.6.2015
Aids-Aktivist über Queerness und Kunst „Ich bin ein Überlebender“ Douglas Crimp ist Kunstkritiker und Mitbegründer der Queer Theory. Im Gespräch erzählt er von seinem Leben mit HIV und schlechten Filmen über Aids. Interview von Toby Ashraf 3.9.2014
Zum 30. Todestag von Michel Foucault Unterwegs zum Schweigen Der Philosoph Michel Foucault hat ein Werk hinterlassen, das alle Gewissheiten zersetzt hat. Eine Reise zum Ort seiner Herkunft. Von Tania Martini und Enrico Ippolito 25.6.2014
Nachruf auf Peter Gente Bälle in viele Richtungen spielen Der Mitbegründer des Merve Verlags gab Foucault heraus und sorgte dafür, dass man Theorie las, wie man Platten hörte. Nun ist Peter Gente gestorben. Von Cord Riechelmann 10.2.2014
Folgen der NSA-Enthüllungen Am idealen Gefängnis bauen Die Botschaft ist eindeutig: Die Geheimdienste wissen alles. Aber was folgt daraus für die Überwachten – Durchschnittsbürger wie Terroristen? Von Daniél Kretschmar 20.10.2013
Neues Buch mit Foucaults Vorlesungen Denken an einer Scharnierstelle „Über den Willen zum Wissen“ versammelt Vorlesungen aus den Jahren 1970/71. Sie ermöglichen es, Michel Foucaults Denkprozess mitzuerleben. Von Christof Forderer 8.5.2013