Michaela Dudley (Jg. 1961), eine Berliner Queerfeministin mit afroamerikanischen Wurzeln, bezeichnet sich als „Frau ohne Menstruationshintergrund, aber mit Herzblut, in der Regel“. So lautet ihr Signatur-Lied, und so kennt man sie als wortgewandte taz-Kolumnistin. Sie ist Kabarettistin, Filmschauspielerin, Keynote-Rednerin, Journalistin und Juristin (Juris Dr., US). Ihr 2022 veröffentlichtes Buch RACE RELATIONS: ESSAYS ÜBER RASSISMUS (2. Aufl. 2024), das als lyrischer Leitfaden zum Antirassismus reüssiert, erklärt: „Die Entmenschlichung fängt mit dem Word an, die Emanzipierung aber auch“. Ebenfalls 2022 erschien ihr Essay „Weimar 2.0: Reflexionen zwischen Regenbogen und Rosa Winkel“ in dem vom NS-Dokumentationszentrum München und Hirmer-Verlag herausgegebenen Buch TO BE SEEN: QUEER LIVES 1900 – 1950. Die LGBTQ-Aktivistin war auch Kolumnistin bei der „Siegessäule“ und Gastredakteurin beim „Tagesspiegel/Queerspiegel“. Auf der Frankfurter Buchmesse 2023 als eine von 75 erlesenen Story-Teller:innen auf dem Paulsplatz mit einem symbolischen Klappstuhl ausgezeichnet. Neben Deutsch und Englisch spricht sie Italienisch, Latein und Hebräisch. Zudem arbeitet sie mit dem Goethe-Institut zusammen. Gelobt wird sie überdies für ihren Auftritt im Spielfilm GESCHLECHTERKAMPF: DAS ENDE DES PATRIARCHATS (2023). In der neo-dokumentarischen Berliner Satire spielt sie sich selbst, und zwar in einer von ihr geschriebenen Szene. Auf dem 37. Braunschweiger Filmfest diente sie als Jurymitglied der Sektion „Echt“ für queere Filme. Von 2018 bis 2022 war sie eine offizielle Übersetzerin der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale) für das Pressebüro und die Sektion Generation. 2019 agierte sie als Gastmoderatorin bei der Live-Übertragung von Berlin Pride (CSD) im RBB-Fernsehen. Regelmäßig erscheint sie in der „Kulturzeit“ (3Sat/ZDF). Im Aufklärungsvideo HAB’ ICH WAS GEGEN (2023) der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (44 Millionen Klicks) und in einem Beitrag für „ttt – titel, thesen, temperamente“ über das Selbstbestimmungsgesetz (110.00 Klicks in 24 Stunden) tritt sie auf. Als Impulsgeberin in puncto Diversity hielt sie Keynote-Reden bei der Deutschen Bahn, der Führungsakademie der Bundesagentur für Arbeit, dem DGB und im geschichtsträchtigen Schöneberger Rathaus. Oktober 2023 in der Arena Berlin moderierte sie für Funke-Medien eine brandaktuelle Diskussion über Antisemitismus und Rechtsextremismus. Ihr Solo-Kabarettprogramm EINE EINGEFLEISCHT VEGANE DOMINA ZIEHT VOM LEDER ist eine „sado-maßlose“ Sozialsatire mit eigenen musikalischen Kompositionen. Ihre diversen Auftrittsorte umfassen die Volksbühne, das SchwuZ, und die BKA (Berliner Kabarett-Anstalt.)
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Michaela Dudley
04.04.2025 , 20:01 Uhr
„Stattdessen gilt es als demokratisch unsauber, rassistische, queerfeindliche, antisemitische oder frauenverachtende Kommentare einfach zu löschen. Ich lösche das. Und ihr solltet es auch tun.“
Brava. Genau so. Denn Hetze ist keine Meinung. Selbst wenn die bedenklichen Ansichten nicht rechtswidrig sind, müsste man solche Antipathien nicht erdulden. Oft verstoßen derartige Kommentare schon gegen die selbstauferlegte Netiquette. Doch selbst dann werden sie nicht rechtzeitig gelöscht, auch wenn man sie explizit darauf hinweist. Gerade viele ÖRR-Sender haben hier viel Nachholdbedarf.
Die Gründe für die Toleranz der Intoleranz? Fehlende Sensibilisierung für die Opfer. Oder sogar eine Sympathie gegenüber dem Angreifenden. Wiederum nicht selten aus einem vorauseilenden, falschen Gehorsam bezüglich des Grundgesetzes.
Guter Artikel. Der Bericht fängt die bedrückende Atmosphäre der Verunsicherung und des Rückschritts in Bezug auf Vielfalt beim Militär präzise ein.
Eine Sache: Gen. Charles Q. Brown war genauer genommen der erste afroamerikanische Generalstabschef der US Air Force als Teilstreitkraft. Denn der Heeresgeneral Colin Powell, später Außenminister, war bereits von 1989 bis 1993 der erste afroamerikanische Vorsitzende des Generalstabs der gesamten Streitkräfte bzw. Chairman der Joint Chiefs of Staff.
Elon Musk ist allerdings nicht der wirkliche Gründer von Tesla. Das nach dem Elektropionier Nikola Tesla genannte Unternehmen wurde Juli 2003 von den beiden Softwareentwicklern Martin Eberhard und Marc Tarpenning ins Lebens gerufen. Musk stieß 2004 dazu, führte die Finanzierungsrunde für die Serie A an und investierte er rund 6,5 Milliarden USD. So wurde Musk Chairman of the Board, von den tatsächlich Aufgaben her quasi Aufsichtsratsvorsitzender.
Ab 2008, und zwar nicht ohne streitereien übernahm Musk dazu den CEO-Posten und agierte somit als Vorstnadsvorsitzender mit nun operativen Befugnissen. Eine im September 2009 zwischen Eberhard und Tesla vereinbarte außergerichtliche Einigung gestattet es dennoch fünf Personen, darunter Eberhard, Tarpenning und Musk, sich als „Co-Founders“ (Mitbegründer) zu bezeichnen.
Es ist von essenzieller Bedeutung, diese Sachverhalte zu differenzieren, da Elon Musk mitunter gerne den Eindruck entstehen lässt, er sei der ursprüngliche Ideengeber von Tesla, ein Verhalten, das man durchaus als armseliges Imponiergehabe bezeichnen könnte und das zur Bildung eines unzutreffenden Mythos beiträgt
Franklin Delano Roosevelt (1882 – 1945) wurde genau genommen vier Male zum US-Präsidenten gewählt: 1932, 1936, 1940 und 1944. Jedwedes Mal rechtens. Denn der 22. Zusatzartikel, der eine Wiederwahl auf ein Mal beschränkte, trat erst 1951 in Kraft.
Nach der Ermordung von William McKinley im Jahr 1901 übernahm der US-Vizepräsident Theodore Roosevelt, ein entfernter Cousin FDRs, das Amt des US-Präsidenten und sicherte sich nach Ablauf seiner Amtszeit durch Wiederwahl eine weitere Periode. Bei seiner erneuten Kandidatur im Jahr 1912 unterlag er jedoch Woodrow Wilson. Bemerkenswerterweise wurde Roosevelt diesmal nicht von seiner eigenen Partei, den Republikanern, die den amtierenden William Howard Taft unterstützten, nominiert, sondern trat für die, siehe da, Progressive Partei an.
Wie dürfte das „Indielängeziehen“ des Krieges alleine „Netanjahus Israel“ zugeschrieben werden?
Es ist die Hamas die darauf verzichtet, die restlichen Geiseln frei zu lassen. Dafür müsste es nicht mal eine Vereinbarung geben. Die Hamas könnte schon von alleine ihren Willen zum Frieden zeigen.
Und nochmals gefragt: Mit welchem Anspruch dürfte man von Europa aus „Neuwahlen in der Region“ fordern? Das schließt Israel offenbar ein. Aber die Begründung dafür erschließt sich mir nicht. Wieso dürfte die internationale Gemeinschaft über Wahlen in Israel entscheiden?
Nach wie vor gibt es im Grunde genommen nur die ungeprüften, nicht differenzierten Angaben der Hamas, die bekanntlich nicht zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten unterscheiden.
Der breitangelgte Terorangriff, den die Hamas am 7.Oktober 2023 verübte, und zwar mit Überfällen via Luft, Land und See, war schlicht und ergreifend existenzbedrohend.
Der Angriffskrieg, den die Japaner mit der Überfall auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 vom Zaun brachen, war existenbedrohend.
Der Terrorangriff, den Al-Qaida am 11. September 2001 durchführte, war existendbedrohend.
Die Tendenz, einer attackierten Supermacht die Unverhältnismäßigkeit vorzuwerfen, nur deshalb, weil ihre Gegenoffensive weitaus mehr Zerstörung verursacht, ist weder sachlich noch realistisch.
Da ich als Buchautorin selbst darüber schreiben, rate ich Ihnen, mal meine Ansichten und Analysen näher zur Kenntnis zu nehmen. „Race Relations: Essays über Rassismus“, (Orlanada-Verlag, 2025).
Aus Diskretionsgründen verzichte ich auf die Verlinkung, aber die taufrisch veröffentlichte Neuauflage ist im Handel.
Ihre weiteren auf mich bezogenen Vorwürfe treffen nicht zu. Seit 2018 betreue ich im Ehrenamt vereinzelte queere Geflüchtete. Dazu zählen einige aus Palästina. Diese tapferen Menschen haben die brutale Queerfeindlichkeit der Hamas und der Palästinensichen Behörde teils nur knapp überstanden. Solchen Menschen begegne ich mit Respekt und Demut. Und es wundert mich nicht, dass diese Verfolgten keine Zuflucht bei Hamas-Befürworter:innen suchen.
In Anbetracht dessen ist es klar, dass vor allem Ihr zweiter Punkt keine differenzierte Betrachtungsweise wagt.
Nein, so geht es nicht. Holocaustleugungen im Rahmen der propalästinensischen Proteste an der Columbia erschienen durchaus in Social-Media-Videos. Selbst wenn man diese kramphaft als „Einzelfälle“ abstempelt, sind solche Behauptungen widerlich und eindeutig Hetze.
Aufrufe zur antiisraelischen Gewalt, wie beispielweise zur Intifada, sind nicht zu tolerieren.
Die Hausbesetzungen an der Columbia University waren übrigens nicht legal, sondern rechtswidrig. Wer solche Aktionen mit organisiert, sollte sich nicht wundern, wenn er zur Rechenschaft gezogen wird.
Die unreflektierte Vergötzung antiisraelischer Äußerungen als vermeintlicher Ausdruck der Meinungsfreiheit ist ein gefährlicher Irrweg, der unweigerlich in den Abgrund führt.
Wie „systematisch“ müssten Verbrechen sein, bis Sie wahrnehmen, dass es sich um Unrecht handelt?
Selbst die Einzelfälle verdeutlichen, dass jüdische Menschen auf einem Campus nach dem anderen gezielt auf unrechtmäßige Weise behandelt wurden.
Was sagen Sie dazu, dass selbst die Columbia University im Rahmen einer universitätsinternen Kommission bestätigte, dass es dort systematische Mängel im Schutz jüdischer Studierender gab?
Im April 2024 verurteilte die Präsidentin der Columbia University, Minouche Shafik, antisemitische Handlungen von Studierenden und Lehrenden auf dem Campus und bezeichnete die Situation der Universität als „moralische Krise“. Das war alles lange vor den US-Wahlen, so nebenbei bemerkt.
Präsident Joe Biden und der New Yorker Bürgermeister Eric Adams bezeichneten die Proteste des als antisemitisch und prangerten die Aufrufe zu Gewalt und Schikanen gegen Juden an.
Übrigens: Welche unabhängigen, gerichtsfesten Belege haben Sie für die gängigen Vorwürfe gegen Israel? Verlassen Sie sich dabei auf die ungeprüften Angaben aus den Hamas-Ministerien?
Bestreiten Sie allen Ernstes, dass die Schlachtparole „Globalize the Intifada!“ als Fahnenappell der Free-Palestine-Bewegung dient? Bitte, schauen Sie sich diese Berichte und Videos an:
An der Wahrheit scheitert zudem Ihre Behauptung: „Noch ist irgendeine Organisationen oder ein Staat in der Lage, den militärisch haushoch überlegenen Westen ernsthaft zu gefährden.“ Betrachten Sie nun wirklich den von der Hamas am 7. Oktober 2023 verübten Terrorangriff nicht als ernsthafte Gefährdung? Bei den breitangelegten Attacken wurden ca. 1.200 unschuldige, unbewaffnete Menschen in Israel getötet. Der tödlichste antisemitische Massenmordanschlag seit der Shoah ist definitiv eine ernsthafte Gefährdung. Nicht nur für Israel, nicht nur für den Westen, sondern für die Menschheit überhaupt.
Beim „Abschütteln“ am 7. Oktober 2023 wurden rund 1.200 unbewaffnete israelische und internationale Zivilisten von der Hamas in Israel ermordet. Zahlreiche wurden vergewaltigt, verstümmelt und verschleppt.
Das Völkerrecht erkennt solche Untaten, die übrigens außerhalb Gazas initiiert wurden, nicht als Widerstand an.
Jene Kriegsverbrechen veranschaulichen ganz genau, was die von der Free-Palestine-Bewegung geforderte Globalisierung der Intifada wirklich bedeutet.
Es ist der Westen, der sich die Intifada abschütteln muss.
Dürfte ich nach dem Anlass der von Ihnen aufgeforderten internationalen Neuwahlen in Israel fragen?
Der jüdische Staat ist kein Failed State, sondern eine funktionierende Demokratie mit einer unleugbar unabhängigen Justiz.
Dabei müsste man ergänzen: In Gaza unter der Hamas gab es in 18 Jahren gar keinen Wahlbetrug. Denn in Gaza unter der Hamas gab es in 18 Jahren keine Wahlen mehr.
Als ich Kind in den USA der 1960er Jahre war, herrschte die Jim-Crow-Segregation in den Südstaaten. Regelmäßig sah ich im schwarzweißen Fernsehen, wie Weiße den Schwarzen den Weg in die Schule sperrten. Es war die Ära, in der George Wallace, als Democrat (!) und Gouverneur von Alabama, von der Aula der University stand und proklamierte, keine Schwarzen werden als Studierende zutritt haben.
Die Bundesregierung sah sich wieder veranlasst, bewaffnete Truppen loszuschicken, um Wallace & Co. umzustimmen. Denn die Fürsprecher der Integration waren sich einig: Szenen wie aus Nazi-Deutschland der 1930er Jahre durften sich nicht auf amerikanischem Boden abspielen.
Und heute? Szenen wie diese aus der UCLA in Los Angeles bestätigen, dass pro-palästinensische Akteur:innen Blockaden und Personenkontrollen gezielt gegen jüdische Studierenden einrichten. Solche Maßnahmen verstoßnen gegen die US-Verfassung.
Hier sehen wir einen israelischen Professor, dessen Bewegungen auf dem Campus die Vertreter von Columbia plötzlich auf diskriminatorisch Weise einschränken wollen.
Die Personenkontrollen durch propalästinensische Protestierende sind echt. Dieses Video zeigt die Lage an der UCLA in Los Angeles. Da wurden Juden tagelang auf rechtwidrige Weise durch Mitglieder der angeblich friedlichen Free-Palestine-Bewegung persönlich kontrolliert und physisch blockiert.
Sei es verstörend, überhaupt Meinungen zu entdecken, die mit dem erschöpften Narrativ des „Dekolonialismus“ aufräumen?
Meine Frage ist keineswegs zynisch gemeint. Es scheint mir allerdings, dass viele in der pro-palästinensischen Bewegung allen Ernstes mit keinem Widerspruch rechnen. Als würden die Freunde und Freundinnen Israels es einfach so hinnehmen, dass der jüdische Staat kontinuierlich dämonisiert wird.
Das Entsetzen über den 7. Oktober mit der Handlungen Israels zu verknüpfen, wäre meines Erachtens eine zu vermeidende Relativierung. Der 7. Oktober war nämlich ein singuläres Ereignis, ein Akt terroristischer Gewalt, der durch seinen antisemitischen Charakter und seine Brutalität eine historische Zäsur darstellt. Ihn mit den komplexen, oft tragischen, aber dennoch notwendigen Handlungen eines Staates im Angesicht existentieller Bedrohungen gleichzusetzen, ist nicht nur eine gefährliche Verkürzung, sondern auch eine moralische Bankrotterklärung.
Objektivität in der Berichterstattung oder in der Analyse eines Sachverhalts bedeutet nicht, dass jedwede Meinung oder Handlung als gleichwertig dargestellt werden muss. Vor allem der Zwei-Seiten-Ansatz suggeriert fälschlicherweise eine moralische Gleichwertigkeit aller Handlungen, insbesondere durch die Gleichsetzung von Terrorakten mit staatlichem Handeln, wodurch die klare Unterscheidung zwischen Aggressor und Opfer verwischt wird.
Unter welchen Umständen denn dürfte „der Westen“ sich überhaupt wehren, wenn ihr die Intifada erklärt wird?
Irans oberster Führer Ayatollah Khamenei lobt US-Campus-Demonstranten für ihre Gaza-Unterstützung und erklärte, sie stünden auf der richtigen Seite der Geschichte. (1)
Islamistische Regierungen in Staaten wie Katar – wo es kein volles Wahlrecht für und gar keine LGBTQ-Recht gibt – finanzieren in Milliaredenhöhe „Social Justice Studies“, nämlich Studiengänge über soziale Gerechtigkeit, an westlichen Universitäten. (2)
Die Ideologie dschihadistischer Drahtzieher stellt eine existenzielle Bedrohung für die liberale, demokratische Ordnung des Westens dar.
Danke vielmals für diese Einschätzung. Im Vorfelde der Leipziger Buchmesse habe ich das Werk mit Langmut absolviert. Wohl in der Hoffnung, einen Funken Differenziertheit zu entdecken. Vergeblich. Denn das Buch entpuppt sich Seite für Seite als ein tendenziöser Traktat.
Mishras Mantra, Israel sei ein lilienweißer Apartheidstaat, speist zwar das Narrativ unzähliger Campus-Chaoten und Internet-Intifadisten, scheitert jedoch kläglich an einer Mauer voller Fakten. Der Autor vertritt vermeintlich den Dekolonialismus, klammert jedoch den Transsahara-Sklavenhandel, der 1.500 Jahre lang ein Grundpfeiler des islamischen Imperialismus war, krampfhaft aus.
Eine derart ideologische Verblendung erklärt, warum die Free-Palestine-Bewegung den drakonischen Illiberalismus der Hamas, z.B. Misogyne und Queerfeindlichkeit, leugnet.
Zudem ignoriert Misha eine weiteres grundlegendes Problem: Kaum eine Waffe im konventionellen Arsenal Israels ist so gefährlich wie die Schulbücher, die von der UNRWA veröffentlicht werden. Denn diese dämonisieren Juden, leugnen das Existenzrecht Israels und sorgen somit von Kindesbeinen an für immer mehr Kanonenfütter in einem Krieg, den Palästina niemals gewinnen kann.
Er, nämlich Khalil, ist nicht einfach so verschwunden. Nein, er befindet sich mittlerweile in Jena.
Nicht in Thüringen, sondern in Jena, Louisiana, und zwar im ICE Detention Center.
Wissen wir, wo sich die israelischen Geiseln überhaupt noch befinden?
Das offenbart, dass ich handwerkliche Fehler bei so einem Fall bedauerlich finde. Die Fehler finde ich sogar vermeidbar. So wird das Vorgehen aber nicht automatisch zu einem Vergehen.
Da ich eine liberale Demokratie in Wort und Tat schätze,
möchte ich im Sinne sämtlicher Beteiltigten, dass es mit rechten, vielmehr mit rechtlichen Dingen zugeht.
Wer zur Intifada aufruft, will allerdings keine Demokratie.
Nirgendwo auf diesem Planeten gibt es einen Ort, an dem die Intifada zur Demokratisierung beigetragen hat.
Im Kommentar habe ich doch deutlich gemacht, dass der Fall Khalil von handwerklichen Fehlern überschattet ist. Meines Erachtens waren diese ggf. durch Flüchtigkeit entstandenden Fehler vermeidbar. Es wäre sowieso im Sinne aller Beteiligten, diese Fehler zu beheben und solche bei künftigen Verfahren gegen mutmaßliche Terrorverherrlicher:innen zu vermeiden.
In Jena (Louisiana, nicht Thüringen) genießt Khalil immerhin mehr Freiheit und mehr Schutz als die israelischen Geiseln, die im Tunnel unter Gaza seit etwa 536 Tagen ein elendiges Dasein fristen.
So schrieb ich auch bereits in demselben Kommentar: „Folgende Videos lassen erkennen, dass an der Columbia University, und an anderen Universitäten in den USA, Mitglieder der Free-Palestine-Bewegung eine Hetzjagd auf Juden verübten: [...]“
Ist es Ihnen irgendwie entgangen? Zudem erwähnte ich in einem nachfolgenden Kommentar diesbezüglich auch das Barnhard College, immerhin einen engen Partner der Columbia University.
Vielleicht haben Sie meine entsprechenden Erläuterungen wirklich nicht zur Kenntnis genommen. Aber eines steht durch diese Sache fest: Die Tatasache, dass mehrere Universitäten impliziert werden, bestätigt meine Behuatptung eines systematischen Problems.
Wenn die Columbia University sich freispricht, sind Sie zufrieden?
Wenn die Hamas sich freispricht, sind Sie ebenfalls zufrieden?
Fakt ist, propalästinensische Plakate auf einer Demo am Barnard College, dem engen Partner der Columbia University, zeigten das Hakenkreuz als Teil der israelischen Flagge und behaupteten, die Shoah sei „staged“. Andere buchstabieren Israel mit den SS-Runen.
Bibliotheken und Seminarräume, in denen sich jüdische und „mutmaßlich jüdische“ Menschen befanden, ob Studierende oder Fakultätsmitglieder, wurden von pro-palästinensischen Demonstrierenden rechtswidrig gestürmt. Die Protestierenden führten auch unbefugte Personenkontrollen durch, um zugangsberechtigte „Zionists“ wegzuschicken oder einzulassen.
Folgende Videos lassen erkennen, dass an der Columbia University, und an anderen Universitäten in den USA, Mitglieder der Free-Palestine-Bewegung eine Hetzjagd auf Juden verübten:
Wer diese antisemitischen Aktionen bagatellisiert, fördert nicht lediglich den Hass, sondern auch die Rechtlosigkeit. Genau das spielt der autoritären MAGA-Republikanern in die Hände.
Diese Orgie an Selbstherrlichkeit im Namen Palästinas trägt übrigens nicht dazu bei, irgendeiner Menschenseele in Gaza zu helfen.
„Dabei setzt Trump im Grunde nur fort, was Biden und Harris begonnen haben: Eine staatliche Unterdrückung der Kritik [...]“
Nein. Genau diese affektgeladene Gleichsetzung von MAGA mit Biden/Harris offenbart die Realitätsverlust seitens der Free-Palestine-Bewegung in den USA.
Unter Biden/Harris genossen die Demonstrierenden weitaus mehr Ellenbogenfreiheit, die sie wiederum leider benutzten, um teils rechtswidrige gegen Juden zu hetzen.
Genau das ist mein Punkt. Dort spricht man von „visibly jewish“. Einerseits bezieht es sich auf das Tragen des Davidsterns oder einer Kippah bzw. Jarmulke. Aber andererseits hat es trotzdem einen rassistischen Beigeschmack.
Um auf Nimmer sicher zu gehen, haben pro-palästinensische Demonstrierende ihre rechtswidrige Personenkontrollen eingerichtet, um Juden, die nicht unter der Flagge Palästinas mitdemonstrieren wollten, am Fortgang zu verhindern.
In weiteren Fällen, werden Räume, in denen „zionists“ vermutet werden, gezielt gestürmt:
„Der Streit geht ja um folgende Passage: 'Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.'“
Wer hätte ein „legitimes“ Interesse daran, das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen und gegen die bundesrepublikanische Staatsräson zu verstoßen?
Die von Gechichtsrevisionist:innen erwünschte Aufweichung der Maßnahmen gegen den Judenhass würde Demokratiefeinden links wie rechts Tür und Tor öffnen.
Warum ist es, dass gerade „Progressive“, die für einen erhöhten Schutz gegen Rassismus, Hass usw. ausgerechnet bei den Juden auf Sparkurs gehen möchte?
Wer die Antwort nicht kennt, ist naiv. Wer die Antwort kennt, aber nicht sagt, ist spielt nicht mit offenen karten. Und beide sind gefährlich.
Bei den Protesten gab es Holocaust-Leugnungen, Hetzparolen wie den genozidalen Appell „From the River ...“ und Hausbesetzungen, bei jenen Juden keinen sicheren Fluchtweg gewährleistet wurde.
Ist es hilfreich, solche Tatsachen auszublenden?
Glaubt man allen Ernstes, dass Antisemitimus dann in Ordnung sei, wenn er von einem jüdischen Menschen betrieben wird?
Wenn man gegen den Rechtsextremismus ist, sollte man sowieso auch das rechtsextreme Patriarchat der Hamas kritisieren. Aber die brutale Unterdrückung der Frauen und der Queers in Gaza angeprangert wird nicht von JVP & Co. angeprangert. Man gibt sich mit den ungeprüften Angaben aus den Hamas-Ministerien zufrieden, während man Aktionen begrüßet, die die freie Presse in Israel gefährden.
Ja, wer zur Intifada aufruft, hält wenig von den demokratischen Institutionen in Israel, sondern will sie vernichten.
Es gibt gute Gründe dafür, warum ich – wie 92 % der Afroamerikanerinnen und 78 % der amerikanischen Juden – meine Stimme für Kamala Harris erhob. Denn die MAGA-Sucht garantiert, dass die fetten Jahre vorbei sind. taz.de/Trump-verbietet-Worte/!6072566/
Doch ich befürworte die harte Hand gegen den an der Columbia University tiefverwurzelten Antisemitismus. Lange hatte ich gehofft, dass Joe Biden spürbar durchgreifen würde. Es geht nicht „nur“ um Ausrufe zur Auslöchung Israels, sondern auch um Hausbestzungen, bei denen zugangsberechtigte „jüdisch aussehende“ Studierende stundenlang eingesperrt wurden. Freiheitsberaubung ist kein Kavaliersdelikt.
Eine universitätsinterne Kommission hat bestätigt, dass es dort systematische Mängel im Schutz jüdischer Studierender gab. Besonders aufschlussreich ist der Fall der 3 beurlaubten Dekane, deren süffisant antisemitische Äußerungen im Chatprotokoll dokumentiert wurden.
Bedauerlich ist, dass die Aktion gegen Khalil handwerkliche Fehler aufweist. Aber den Rädelsführern des Israelhasses muss das Handwerk gelegt werden. Und die IHRA-Definition muss hüben wie drüben etabliert werden. Hetze ist keine geschützte Meinung.
Einspruch. Ihre Aufrechnung ist unvollständig. Denn Sie haben die demografische Breite der linken Anti-Harris-Kampagne nicht berücksichtigt.
Fakt ist, die Free-Palestine-Bewegung beschränkt sich mitnichten auf Palästinenser:innen.
Die meisten Anhänger:innen der pro-palästinensischen Bewegung in den USA sind mit großem Abstand Weiße. Es sind vielmehr White Saviors, die weder arabischstämmig noch muslimisch sind. Dabei handelt es sich um mehrere Millionen Menschen.
In Anbetracht dessen geht es doch um das gemeinsame Wahlverhalten von weitaus mehr als die „2,1 Millionen Menschen mit arabischem Migratioshintergrund“, auf die Sie irgendwie fixiert sind.
Ja, die eklatantesten Beispiele, die ich bereits erwähnt habe, stammen aus Michigan. In dem Swing-State mit einer großen Dichte muslimischer Bürger:innen, verlor Harris wegen der Wut der Free-Palestine-Bewegung deutlich gegenüber Trump. Aber darüber hinaus gab es bundesweit, auch und gerade bei weißen Linken, eine deutlich spürbare Abkehr von Harris. Diese wesentlich größere Gruppe gehorchte dem Aufruf der Free-Palestine-Bewegung und brachte Harris zu Fall.
Deshalb sind vor allem afroamerikanische Frauen empört.
Kurzsichtig und boswillig ist eher die Erwartung, dass der jüdischen Staat den tödlichsten antisemitischen Massenmordanschlag seit dem Holocaust mit Langmut hinnimmt.
Es sitzen Rechtsextreme auch in der Hamas-Regierung in Gaza. Die Hamas ist eine rechtsextreme Organisation, zu deren Grundpfeilern Antisemitismus, Rassismus, Misogynie und Queerfeindlichkeit gehören.
Die seit dem 7. Oktober grassierenden Demos haben jüdische Studierende ab der Columbia University in Angst und Schrecken versetzt. Eine universitäre Kommission hat in ihrem Bericht Mängel bei den Schutzmaßnahmen der Universität für jüdische Studierende vor Antisemitismus festgestellt. Diese Feststellung wird durch Medienberichte gestützt. Die Beurlaubung von drei Dekanen aufgrund antisemitischer Chat-Kommunikation deutet auf ein systematisches Problem mit Antisemitismus innerhalb der Universitätsverwaltung hin.
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass viele der pro-palästinensischen Demonstrierenden dort zu denjenigen zählen, die dazu aufriefen, Kamala Harris nicht zu wählen.
Es geschah in der Hoffnung, Kamala Harris eins auszuwischen, da sie angeblich zu israelfreundlich sei. So folgten sie leider dem Rat der Democrat-Abgeordneten Rashida Tlaib aus Michigan. Es hat dominosteinartig funktioniert. Nun hat man den Salat. Tja, das ergibt noch einen Grund dafür, das kollektive Urteilsvermögen der Free-Palestine-Bewegung zu beargwöhnen.
Unter Kamala Harris wäre es kaum so dramatisch, kaum so dystopisch gewesen.
Mit welcher abenteuerlichen Begründung stützt man sich auf Angaben direkt aus dem Hamas-Ministerium?
Welches Gericht sollte sich auf die Angaben der Hamas verlassen?
Wenn Sie meinen, es gäbe dazu unabhängige Augenzeugenberichte von Opfern, dann weshalb sollten Augenzeugenberichte israelischer Opfer nicht zulässig sein?
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die moralfreie Hamas eine Doppelmoral betreibt.
Hervorragend gekontert und ergänzt. Es ist nämlich wichtig, dass man wahrnimmt, dass Israel sich um die Minimierung der Kollateralschäden vorbildlich kümmert.
Vielen Kritiker:innen ist es aber trotzdem nur dann gerecht, wenn Israelis lediglich mit Wasserpistolen bewaffnet sind
Sind die von der UNO für plausibel gehaltenen Fälle nicht grausam genug?
Glauben Sie, dass es seitens der Hamas überhaupt keine Vergewaltigungen israelischer Frauen gab?
Gab es überhaupt Geiselnahmen durch die Hamas?
Geben Sie wenigstens zu, dass der Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober den brutalsten, blutigsten Massenmordanschlag gegen jüdische Menschen seit der Shoa war?
Direkt von der UNO selbst (SC/15621
11 März 2024): "Reasonable Grounds to Believe Conflict-Related Sexual Violence Occurred in Israel During 7 October Attacks"
Da Sie nebenbei ie Regierung Biden-Harris erwähnen: Jene pro-palästinensischen Akteure, die in den USA dazu aufriefen, Harris nicht zu wählen, haben spürbar mit dazu beigetragen, dass Trump ins Weiße Haus zurückgekehrt ist. Vor alle jene anti-israelischen Democrats wie Rashia Tlaib und Amer Ghalib. Letzterer hatte Trump im Wahlkampf sogar aktiv unterstützt und wird nun als US-Botschafter in Kuwait belohnt.
Ich erwähne diese Tatsachen nicht nur wegen meiner Wut auf diejenigen, die die Kandidatur von Harris mutwillig sabotierten und Trump begünstigten, sondern auch deshalb, weil die Aktion von dem unzuverlässigen Urteilsvermögen der Free-Palestine-Bewegung zeugt.
Nun was den Vorwurf bezüglich der 2.000-Pfund-Bomben betrifft: Diese werden mit Präzision gegen verbunkerte Unterschlupfe und Operationsbasen der Hamas eingesetzt. Dort wohnen für gewähnlich keine unschuldigen Zivilisten. Die immense Zerstörungskraft dieser Bomben dient überdies zur Abschreckung. Bei aller Liebe, aber diese sind klein z.B. im Vergleich zu den als „Grand Slams“ bekannten 22.000-Pfund-Bomben, die die Alliierten im 2. Weltkrieg gegen die U-Boot-Bunker der Nazis eingesetzt haben.
Nein, so nicht. In der Eile, Israel irgendetwas anzuhängen, darf man Kriegsverbrechen und Völkermord nicht gleichgesetzen. Sie sind rechtlich und konzeptionell unterschiedliche Verbrechen nach dem Völkerrecht.
Völkermord ist ein spezifisches Verbrechen, das in der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes von 1948 definiert ist. Er umfasst Handlungen, die mit der Absicht begangen werden, eine nationale, ethnische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören.
Nochmals: Die universelle Pflichtung, die auch jene Staaten beträfe, welche die Völkermordkonvention nicht unterzeichnet haben, erfolgt nicht gemäß der Völkermordkonvention.
Dass ein derartige Verpflichtung dahingegen durch Gewohnheitsrecht oder anderweitig entsteht, habe ich nicht bestritten.
Dennoch: Das Gewohnheitsrecht der Untätigkeit (bitte nicht unbedingt mit dem Prinzip der „Nichteinmischung“ verwechseln) darf ebenfalls berücksichtigt werden. Bei zahlreichen geopolitischen Konflikten, für die selbst die unreflektiertesten Antisemiten keine Möglichkeit finden, Juden auch nur ansatzweise die Schuld zu geben, etabliert sich die Tendenz, die Gewalt weiter herrschen zu lassen.
Wie wären denn der Massenmordanschlag der Hamas auf ein Konzert, die systematische Gruppenvergewaltigung und die Entführung traumatisierte Opfer zu bewerten? Völkerrechtswidrig wären die Übeltaten auf alle Fälle
Die robuste Durchführung einer Gegenoffensive zwecks Selbstverteidigung beinhaltet nicht zwangsläufig ein Kriegsverbrechen, geschweige denn unbedingt Genozid.
Dass bei einer so homogenen, so dicht besiedelten Bevölkerung wie in Gaza lauter Palästinenser im Kriege getötet werden, ist kein Indiz der Absicht, Völkermord zu begehen.
Vielmehr: Die Nutzung von Zivilisten als Schutzschilde stellt seitens der Hamas ein Kriegsverbrechen unmissverständlich dar, und zwar unabhängig von den Gründen oder Umständen.
Einspruch. Das Urteil des IGH stellte fest, dass die Palästinenser ein „plausibles Recht“ auf Schutz vor Völkermord gemäß der Völkermordkonvention hätten, nicht aber, dass plausibel ein Völkermord stattfinde.
Selbst die damalige IGH-Präsidentin Joan Donoghue stellte nachträglich im BBC-Interview klar: „[Das Gericht] hat keine Entscheidung getroffen, und hier korrigiere ich etwas, das in den Medien oft gesagt wird. Es hat nicht entschieden, ob die Behauptung des Völkermords plausibel ist.“
Die Frage, ob Zivilisten in Gaza, die der Hamas helfen, ihren Schutzstatus als Nichtkombattanten verlieren, ist völkerrechtlich hochkomplex. Maßgeblich ist immerhin die Unterscheidung zwischen bloßer ziviler Unterstützung und direkter Teilnahme an Feindseligkeiten.
Wer aktiv an Kampfhandlungen teilnimmt, Waffen trägt oder militärische Operationen unterstützt, verliert ganz klar den Schutzstatus. Dies gilt auch für Zivilisten, die Raketen transportieren oder militärische Tunnel bauen. Logistische Hilfe, wie die Bereitstellung von Nahrungsmitteln oder Unterkünften, ist völkerrechtlich weniger eindeutig. Auch nachrichtendienstliche Tätigkeiten können als direkte Teilnahme gewertet werden.
Ein Krieg, in dem keine Nichtkombattanten getötet werden, gibt es nicht. Das Konzept „ad impossibilia nemo tenetur“ („Niemand ist zu Unmöglichem verpflichtet“) muss herrschen, wenn man die Forderung betrachtet, dass Israel keine Zivilisten töten darf.
Chancen gab es reichlich. Bereits 2005 zog sich Israel aus Gaza zurück. Rund 50.000 Einwohner:innen von Gaza wurden dabei von Israel aus Gaza vertrieben, wie die Vereinbarung vorsah. Es waren 50.000 israelische Einwohner:innen. Drei kannte ich persönlich, sie hinterließen in Gaza große Gewächshäuser.
2006 wurde in Gaza die Hamas begeistert ins Amt gewählt. Das waren die bis heute letzten Wahlen in Gaza. 2007 beseitigte die Hamas ihre Rival:innen von der Hamas und setzte den Palästinensischen Legislativrat außer Gefecht.
Die Besatzungsmacht in Gaza war übrigens nahezu zwei Jahrzehnte lang Iran mitsamt dessen Handlangerin Hamas.
Genau. Es wird oft ignoriert, dass die Hamas-Charta schon von Anfang ab eine genozidale Absicht verkündete, die am 7. Oktober 2023 in die Tat umgesetzt wurde.
„Nach der Völkermordkonvention sind alle Staaten der Welt verpflichtet, einen Genozid zu verhindern.“
Die Aussage bedarf einer präziseren Betrachtung.
Es ist zutreffend, dass die Völkermordkonvention eine essenzielle Norm darstellt. Jedoch sind nicht „alle Staaten der Welt“, sondern vielmehr die Vertragsstaaten, also jene, die die Konvention ratifiziert haben, rechtlich zur Verhinderung und Bestrafung von Völkermord verpflichtet.
Diese Differenzierung mag in der unmittelbaren Betrachtung marginal erscheinen. Denn die hier berücksichtigten Akteure, darunter Israel (1950), USA (1988) und Deutschland (2001), die Konvention ratifiziert haben, wenn auch teils mit Hängen und Würgen. Doch die Klarstellung ist von grundlegender Bedeutung für die akkurate Wiedergabe völkerrechtlicher Sachverhalte.
Danke vielmals für die Möglichkeit, diesen Aspekt zu erwähnen.
„Die Miliz [Hamas] will präsent bleiben, lehnt eine Entwaffnung und einen Auszug aus dem Gebiet offizell ab. Israel wiederum will keine Präsenz der Hamas dort mehr akzeptieren.“
Am 7. Oktober 2023 beging die Hamas den tödlichsten Massenmordanschlag auf das Judentum seit der Shoah. Der Krieg, den sie dabei vom Zaun brach, verwandelte den Gazastreifen in eine Trümmerwüste und habe, nach ihren eigenen Angaben, 40.000 Tote hinterlassen. Rund fünf Dutzend israelische Geiseln, ob lebendig oder tot, werden von ihnen noch festgehalten.
Mit welcher Süffisanz stellt die Miliz nun die Forderung, nicht entwaffnet zu werden?
Die Wiederherstellung der Hamas, wie sie übrigens auch von der Free-Palestine-Bewegung laufend verlangt wird, offenbart eine gefährliche Blindheit gegenüber der Realität dieser Organisation. Anstatt einer demokratisierende Befreiung würde eine solche Wiederherstellung die erneute Etablierung eines rechtsextremen Patriarchats bedeuten, das von Antisemitismus, Rassismus, Misogynie und Queerfeindlichkeit durchdrungen ist. Doch damit nicht genug: Denn so würde die Hamas ihr Unheil weiterhin als Arm der iranischen Mullahs treiben.
Wahrscheinlich verfläschte Flugblätter aus einem UNRWA Flufkörper. Denn sie stehen in eklatantem Widerspruch zu den authentischen Evakuierungsaufrufen, die auf Arabisch an die Bevölkerung in Gazas verteilt werden. Als US-Militärveteranin weiß ich, dass die Ansprache echter Psyops-Flugblätter oft vorutreilsfreier und sensibler ist.
Als mein Vater bei der US Air Force im 2. Weltkrieg kämpfte, warfen die Alliierten Flugblätter auf Nazi-Deutschland ab. Psychologische Kriegsführung. Man wollte die guten Deutschen ansprechen, die damals, so nach heutiger Einschätzung, ca. 99,9 % der Bevölkerung des Dritten Reiches ausmachten.
Mit siezender Höflichkeit, zünftiger Frakturschrift und Karikaturen lieferten die Handzettel Info über den tatsächlichen Kriegsverlauf. Darüber hinaus sprachen sie Widerstandsgruppen an und forderten deutsche Soldaten zur Kapitulation auf, oft unter Beigabe von „Passierscheinen“.
In dem Lande der Richter und Henker, war es aber strengstens verboten, solche Handzettel in die Finger zu bekommen. Die Exmatriukaltion der tapferin Sophie Scholl durch das Fallbeil erklärt, warum der Flugblatt-Einsatz der Alliierten nicht auf fruchtbarem Boden fiel.
Nicht vergessen, wer dazu aufgerufen hat, Kamala Harris nicht zu wählen. Es waren zahlreiche Stimmen aus der pro-palästinensischen Bewegung in den USA. Darunter die Democrats Rashida Tlaib, Abgeordnete aus Michigan, und Amer Ghalib, Bürgermeister aus Michigan. So verlor Harris den wichtigen Swing-State Michigan. In anderen Bundesstaaten ging es ihr ähnlich.
Ghalib hatte übrigens als Bürgermeister dafür gesorgt, dass die Regenbogenflagge am Rathaus entfernt wurde. Zudem hat er einen antisemitischen Post gelikt, in dem Juden als Affen bezeichnet wurden. Noch als Democrat im Wahlkampf 2024 sprach er sich ausdrücklich für Trump aus. Nun soll er als Trumps Botschafter in Kuwait dienen.
Die meisten Juden in den USA haben Kamala Harris ihre Stimme gegeben, ca. 78 % sogar. (NBC Exit-Polls). Viele wurden es heute genauso tun.
Mit Trump hat sich die Free-Palestine-Bewegung in den USA dermaßen verzockt.
Fakt ist, ich teile laufend gegen die MAGA-Sucht aus. Wirklich laufend und unverblümt. Siehe z.B. diesen Artikel von mir: taz.de/Trump-verbietet-Worte/!6072566/
Dabei weise ich kontinuierlich und konsequent auch darauf hin, dass die pro-palästinensische Bewegung in den USA den Wahlkampf von Kamals Harris selbstherrlich und sinnentleert sabotiert haben. Die Democrats Rashia Tlaib, US-Abgeordnete aus Michigan, und Amer Ghalib, dem Bürgermeister von Hamtramck (Michigan), riefen 2024 ausdrücklich dazu auf, Kamala Harris nicht zu wählen. Ghalib hat einen online Post gelikt, der Juden als Affen bezeichnete. Er machte sogar noch als Democrat Wahlkampf für Trump, und ist nun Trumps designierter Botschaft zu Kuwait.
Ich erwähne es jetzt wieder, weil es leider unendliche Versuche seitens Israel-Kritiker gibt, „Zionisten“ die Schuld für Trumps Sieg zu geben. Fakt ist, ca. 79 der wählenden amerikanischen Juden stimmten für Harris, nicht für Trump, sondern für Harris. (Quelle: NBC Exitpoll).
Ein Vergleich ist sowieso nicht unbedingt eine Gleichsetzung.
Der Terrorangriff, den die Hamas am 7. Oktober 2023 verübte, geht in die Geschichtsbücher als der blutigste, ja tödlischte Massenmordanschlag auf das Judentum seit dem Holocaust. Auch Shoah-Überlebende wurden dadurch physisch und psychisch direkt in Mitleidenschaft gezogen. Wer diese Tatsachen totschweigen will und die Pietät als Vorwand vorschiebt, lässt tief blicken.
Zuerst einmal: Ein Vergleich ist nicht zwangsläufig eine Gleichsetzung. Er dient vielmehr dazu, Analogien und Kontraste zu beleuchten. Dabei ermöglicht es, von einem bekannten Kontext auf einen anderen zu übertragen, ohne die jeweiligen Eigenheiten zu negieren.
Fakt ist, die am 7. Oktober 2023 erfolgte Massenmordanschlag der Hamas beinhaltet den tödlichsten Angriff auf das Judentum seit der Shoah. Die Shoah markiert natürlich einen historischen Tiefpunkt der Verfolgung und Vernichtung jüdischen Lebens. Dass in der global jüdischen Gemeinschaft der Hamas-Terrorngriff in diesem Kontext erwähnt wird, unterstreicht die Schwere und den Schock des menschenverachtenden Verbrechens für Juden weltweit.
So gesehen ist ein teutonisches Tonepolicing nicht angebracht.
Ich betone es auch deshalb, weil hierzulande in der Heimat des Holocausts verscheidene, ja unterschiedliche Leute ein Interesse daran haben, die unlöschbare deutsche Schuld an der Vernichtung von Millionen Juden tot zu schweigen. Oder sie versuchen, Netanjahu mit Hitler gleich zu setzen, wie man es immer wieder auf Free-Palestine-Demos bildhaft wahrnehmen kann. Andere sie schmähen die Alliierten als „Kriegsverbrecher“.
Einsspruch. Schon Ihre Behauptung, das Völkerrecht sei erst nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt worden, ist historisch unzutreffend.
Zwar markieren die Gründung der Vereinten Nationen und die Verabschiedung zahlreicher wichtiger Verträge nach 1945 einen Wendepunkt in der Entwicklung des Völkerrechts, doch dessen Wurzeln reichen Jahrhunderte zurück. Bereits im 19. Jahrhundert wurden grundlegende Prinzipien des humanitären Völkerrechts in den Genfer Konventionen und den Haager Abkommen festgelegt, die sich mit dem Schutz von Kriegsopfern und der Begrenzung der Kriegführung befassten.
Die Entwicklung des Völkerrechts ist allerdings ein kontinuierlicher Prozess, der durch zahlreiche historische Ereignisse geprägt ist.
Nun zu Israel: Ja, der jüdische Staat verfügt über eine hochmoderne Armee mit fortschrittlicher Technologie. Aber diese militärische Überlegenheit hebt das fundamentale Recht auf Selbstverteidigung keineswegs auf. Auch in einem asymmetrischen Krieg besteht dieses Recht. Die Hamas dahingegen operiert aus dicht besiedelten Zivilen gebieten, und sie benutzt Zivilisten als Schutzschild. Das stellt eine gravierende Verletzung des Völkerrechts dar.
Diffamierend? Da ist der Begriff völlig unangebracht.
Ich erwähne Amnesty International deshalb, weil die Free-Palestine-Bewegung sich sonst liebend gerne auf ebenjene NGO stützen. Nur dann, wenn Amnesty verbrecherisches Verhalten seitens der Hamas dokumentiert, verstummen urplötzlich die Israel-Gegner:innen. Denn sie können nicht mehr behaupten, die lästigen Fakten seien Hasbara.
Wo habe in dem Kommentar den Zweiten Weltkrieg mit irgendeinem anderen Krieg verglichen?
Die panikartige Reaktion auf die Geschichte Deutschlands trägt dazu bei, dass bei den nachfolgenden Generationen die Einzelheiten zum Krieg gegen die blutrünstige Achse kaum bekannt sind. Leider ideal für diejenigen „Israel-Kritiker“, die Tonepolicing betreiben wollen.
Der Terrorangriff, der am 7. Oktober 2023 von der Hamas verübt wurde, ist der tödlichste antisemitische Massenmordanschlag seit dem Holocaust. Das muss auch betont und nicht verschwiegen werden.
Gretchenfrage: Mit wie vielen Flugblätter und Flashmobs hätten Sie den Zweiten Weltkrieg beendet?
Fakt ist, der Pazifismus, so selbtgefällig er auch ist, noch keine KZ-Häftlinge befreit hat.
Wissen Sie, dass Krieg herrscht? Es ist ein Krieg, den die Hamas am 7. Oktober 2023 ohne jegliche Vorwarnung vom Zaun brach. Auch heutzutage feuert die Hamas Raketen auf Israel ab, ohne vorher Bescheid zu geben.
Die Bomben der IDF sind möglichst auf militärische Ziele gerichtet, und wiederholt hat Israel je nach Möglichkeit tatsächlich großflächige Warnungen verbreitet. Das schließt natürlich den Tod unbeteiligter Nichtkombattanten leider nicht ganz aus. Aber die Hamas setzt Zivilisten sowieso als Schutzschilde ein, was einen klaren Verstoß gegen das Kriegsrechts beinhaltet.
Ein weiterer Hinweis: Die Angaben der Hamas sind nicht äußerst zuverlässig und werden nicht dadurch akkurater, indem Medien und NGOs sie unreflketiert weitergeben.
Rein logisch betrachtet, kann eine Widerstandsbewegung durchaus menschenverachtend sein.
Klar ist jedoch auch, dass die Hamas keine demokratische Befreiungsorganisation ist. Soziale Gerechtigkeit ist eben nicht die Sache einer misogynen, antisemitischen und auch queerfeindlichen Terrorgruppe.
Die Art und Weise, auf die der Tansanier Joshua Mollel durch die Hamas vor laufender Kamera verschleppt, rassistisch getriezt und wegen später erschossen wurde, erinnert an die Lynchings des Ku Klux Klans.
Die Tatsache, dass selbst Amnesty Internation, keine Freundin Israels, die Hamas wegen des Einsatzes von Kindersoldat:innen und minderjährigen Selbstmordattentäter:innen kritisierte, lässt auch aufhorchen.
Mein afroamerikanischer Vater seligen Andenkens war Angehöriger der US Air Force, und zwar im Kampf während des Zweiten Weltkrieges. Die USA und die anderen Alliierten waren selbstverständlich keine perfekten Demokratien, aber sie haben zum Glück den Nationalsozialismus bzw. den Faschismus besiegt.
Die Alliierten haben dabei Flugblätter auf Nazi-Deutschland abgeworfen, um die Leute gegen Hitler aufzustacheln. In demselben Lande, in dem Sophie Scholl wegen Flugblätter-Aufrufe durch das Fallbeil enthauptet hingerichtet wurde, fiel der obige Einsatz der Alliierten gewissermaßen nicht auf fruchtbarem Boden.
Deshalb warfen die Alliierten zwei Millionen Tonnen Fliegerbomben auf das Reich. Diese waren wesentlich effektiver. Hitler brachte sich im Führerbunker feige um. Doch auch nach Bekanntgabe seines Todes kämpften die Nazis eine Woche lang weiter.
Welche Leute sind es, die heute auf den Alliierten von damals schimpfen? Wer wirft Roosevelt, Churchill & Co. vor, die Nazis zu unerbittlich bekämpft zu haben?
Die Besessenheit, mit der die israelische Innenpolitik unter die Lupe genommen wird, hilft wenig, wenn man nicht dazu bereit ist, der Hamas ähnlich argwöhnisch auf die Finger zu schauen.
Israel-Kritiker besitzen offenbar die Fähigkeit, die Namen aller Mitglieder des Kabinetts von Netanjahu mit samt deren zugehörigen politischen Partei wie auf Knopfdruck herunter zu beten. Aber sie sind irgendwie nicht dazu imstande, ein paar der noch in der Gewalt der Hamas befindlichen, hoffentlich noch lebenden Geiseln mit Namen zu nennen.
Fakt ist, die Hamas hat am 7. Oktober 2023 einen existierenden Waffenstillstand mutwillig geborchen und den tödlichsten Massenmordanschlag auf Judentum seit dem Holocaust zu verüben. Bei ihrer Übergabe der ermordeten Geiseln tauchen die falschen Leichen im Sarg auf. Raketen werden tagtäglich auf Israel abgefeuert.
Es wird deshalb nicht „ernsthaft“ über die Rechte der Palästinenser gesprochen, weil die Hamas leider nicht ernst genommen werden kann.
Shaka Zulu (1787 – 1828) war ein echter Mensch. Schneewittchen dahingegen kam als Mädchen bzw. als Märchen der Brüder Grimm (1812) auf die Welt. Der Unterschied ist nicht unwesentlich.
Nein, so nicht. Obwohl der 1. Zusatzartikel der US-Verfassung die Meinungsfreiheit weitgehend schützt und somit ein generelles Verbot von Hassreden verhindert, existieren dennoch gesetzliche Einschränkungen.
Entscheidend ist, dass Hassreden ihren Schutz verlieren, sobald sie zu einer „unmittelbaren gesetzeswidrigen Handlung“ aufstacheln, wie im Fall Brandenburg v. Ohio vom Obersten Gerichtshof der USA festgelegt.
Darüber hinaus können lokale und bundesstaatliche Gesetze bestimmte Formen von Diskriminierung untersagen, die mit Hassreden in Verbindung stehen, etwa Diskriminierung am Arbeitsplatz oder in öffentlichen Einrichtungen. Auch Verleumdung und Beleidigung fallen nicht unter den Schutz der Meinungsfreiheit und werden durch andere Gesetze geregelt.
Und ja, man darf nicht aus lauter Jux und Tollerei „Feuer!“ in einem vollbesetzten Theatersaal schreien. Siehe den Fall Schenck v. United States (1919), Urteil von Oliver Wendell Holmes, Jr.. Das haben wir vor mehr als 40 Jahren im Jurastudium gelernt. In einer demokratischen Gesellschaft darf das Recht auf „Free Speech“ nicht absolut sein.
Bei vielen der Whita Saviors, die in Kufiyas herumlaufen und die Intifada fordern, ist der Hass auf Juden stärker als die Liebe zu den Palästinensern. Wer die Palästinenser wirklich liebt und schützen möchte, heizt sie nicht zu einem aussichtlosen Krieg gegen Israel auf.
Allerdings beschert die Causa Palästina den weißen Linken die Möglichkeit, ihren Antisemitismus mit einem Palituch zu verschleiern.
Immerhin erweist sich Trump nicht als Freund Israels, sondern eher als Konjunkturritter. Die Tatsache, dass er den israelfeindlichen Democrat-Bürgermeister Amer Ghalib nun als US-Botschafter für Kuwait designierte, spricht für sich. Denn Ghalib hatte einen Post gelikt, in dem Juden als Affen bezeichnet wurden.
Die Hamas offenbart eine eklatante Diskrepanz zwischen ihren vollmundigen Versprechungen und ihren tatsächlichen Handlungen. Anstatt der angekündigten lebenden Geiseln werden groteske Leichenübergaben inszeniert. Diese Terrororganisation, die ihre eigene Bevölkerung in ein unermessliches Elend gestürzt hat, erweist sich als zutiefst unzuverlässig.
Solange die Hamas weiterhin in Gaza schaltet und waltet, Raketen auf Israel abfeuert und Hilfslieferungen plündert, ist ein dauerhafter Frieden in Gaza sowieso unmöglich. Ihre Handlungen untergraben jede Chance auf Stabilität und verschärfen das Leid der Bevölkerung.
Einsrpuch: Die Behauptung, US-Rechtsprechung führe zur Straffreiheit von Hassreden, ist eine Vereinfachung. Richter Holmes' „Gefahr im Verzug“-Doktrin („Principle of Clear and Present Danger“) etablierte eine Abwägung zwischen Meinungsfreiheit und Sicherheit. Der Oberste Gerichtshof erkannte nie absolute Freiheit an; es gibt Grenzen.
Mit Verlaub, aber die Betonung „anderer Möglichkeiten“ schließt Hassreden nicht aus, sondern fordert alternative Schutzmaßnahmen. Die Rechtsprechung ist ohnehin dynamisch. Die diesbezügliche Behauptung der Straffreiheit ist also irreführend.
Allerdings sind Hetze, Freiheitsberaubung und gewaltvolle Besetzung zum Glück nicht vom Grundrecht gedeckt.
Dass solche Überschreitungen laufend auf dem Campus von Columbia Uni geschahen und sich ausdrücklich gegen „jüdisch aussehende“ Menschen richteten, wurde bereits von zahlreiche Videos bestätigte. Die Belege kamen teils sogar direkt von den Täter:innen selbst, die eifrig und stolz ihre Beiträge online posteten.
Der Antisemitismus, auch mit dem Parfüm des linken Populismus besprüht, riecht immer noch nach dem Tode. Nichts daran, null Komma nichts daran fördert liberale Demokratien.
Wie ist es möglich, dass ausgerechnet pro-palästinensische Akteur:innen in den USA 2024 dazu aufriefen, Kamala Harris nicht zu wählen?
Fakt ist, der Unmut darüber, dass Harris zum Existenzrecht Israels steht, führte dazu, dass Parteikolleginnen wie Rashida Tlaib, die US-Abgeordnete aus dem 12. Disktrikt in Michigan, Harris in den Rücken fiel. Siehe meinen Artikel: taz.de/Harris-Nied...S-Wahlen/!6047335/
Einige Democrats wie Amer Ghalib, Bürgermeister von Hamttramck, Mighigan, engagierten sich sogar ijm Wahlkampf offen für Trump! Ghlaib hatte gemeinsam mit dem Stadtrat dafür gesorgt, dass die Regenbogenflagge von öffentlichen Gebäude entfernte wurde. Nun ist Ghalb Trumps designierter Botschafter in Kuwait: forward.com/fast-f...-to-kuwait-israel/
Seit solchen Entwicklungen, die zum Sieg Trumps beigetragen haben, krachte es zwischen vor allem afroameriksnischen Frauen und der Free-Palestine-Bewegung.
Wer die Unterstützer:innen Trumps anprangern will, sollte sich nicht auf weiße Hinterwäldler:innen beschränken. Denn das kunterbunte Kollektiv, das nun Khalils Freilassung fordert, hat dem Trump zurück ins Amt geholt.
Meines Erachtns bewegt sich Jewish Voice for Peace (JVP) auf einem gefährlichen Grat, der die Grenze zwischen legitimer Israelkritik und Antisemitismus überschreitet. Denn ihre Strategie, Israel systematisch zu dämonisieren, indem sie den jüdischen Staat mit dem Apartheidregime gleichsetzen oder die BDS-Bewegung bedingungslos unterstützen, zeugt von einer tiefen Feindseligkeit, die über bloße Kritik hinausgeht.
JVP instrumentalisiert zum Beispiel den eigentlich neutralen Begriff „Zionismus“, um jüdische Selbstbestimmung zu delegitimieren und Israel als illegitimen Staat darzustellen. Diese selektive Anprangerung, gepaart mit der Ignoranz gegenüber den komplexen Realitäten des israelisch-palästinensischen Konflikts, lässt erkennen, dass JVP weniger an einer gerechten Lösung als vielmehr an der Abschaffung Israels interessiert ist.
Insofern wundert es nicht, dass Akteur:innen im Namen von JVP stolz zur Intifada aufrufen.
Mit der Verlinkung meines Artikels bin ich absolut einverstanden. Denn meine Ausführungen auch dort stellen klar, wo ich persönlich stehe, selbst und gerade in meiner Kritik an den Versuch der Erzkonservativen, den Holocaust zu relativieren. Außerdem stehe ich völiig zu meiner darin erkennbaren Ablehnung des MAGA-Kulturkampfes, der von Trump, Vance, Musk & Co geführt wird.
Zudem begrüße ich, dass die Kollegin ihre Sichtweise darstellt. Das steht ihr ohne Wenn und Aber zu. Ich allerdings liebe Debatten, und so freut es mich, auch und gerade auf diese Weise, meine Einsprüche zu artikulieren.
Für mich ist es wichtig, dass die antisemitischen Hintergünde der Demos nicht übershen werden. Ich habe mitternachts (MEZ) Telefongespräche mit direktbetroffenen Juden geführt, die voller Verzweifelung weinten. Das sind keine Mimosen, sondern gestandene junge und auch ältere Menschen, die sich lieber in selbstverordnete Schutzhaft begeben, als den tagtäglichen Spießrutenlauf auf dem Campus zu erfahren.
Bei denjenigen Demonstierenden, die auch vor laufender Kamera NS-Sprüche tätigen und zugleich die NYPD als Nazis spuckend beschimpfen, habe ich absolut null Mitleid.
Und wer schützt queere Kinder und deren Familien vor der Gewalt und dem Psychoterror der Hassenden?
Es ist ja Hass, diese sogenannte Phobie. Denn die Reduzierung der anti-queeren Feindseligkeiten auf Angst verharmlost das Problem und suggeriert, die Opfer müssten sich endlich „normal“ verhalten.
Queere Rechte sind Menschenrechte und dürfen nicht auf dem Altar des Fundamentalismus geopfert werden.
Ich kritisiere bekanntlich viele Aspekte der „woken“ politischen Korrektheit. Vor allem die Oberflächlichkeit, die fehlende Reflektion und den chronischen Reflex, die Schuld und vielmehr die Lösung ausschließlich bei Weißen zu suchen.
Man darf aber keineswegs vergessen, dass die Identitätspolitik ihren Ursprung eigentlich in der weißen, patriarchalischen Dominanzgesellschaft hat.
Rassismus, Misogynie und Queerfeindlichkeit konstruieren „Identitäten“ basierend auf Hautfarbe, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Diese zugeschriebenen Identitäten werden dann mit bestimmten Eigenschaften oder Fähigkeiten verknüpft. Diese Konstruktionen sind nicht neutral, sondern dienen dazu, bestimmte Gruppen zu definieren und auch zu degradieren, zu unterscheiden und ebenfalls zu unterdrücken, um die Macht der herrschenden Gruppe zu sichern.
So wundert es nicht, dass Ewiggestrige die Rückkehr zur „Reinheit“ fordern. Rassismus, Misogynie und Queerfeindlichkeit sind Anzeichen einer primitiven Denkweise. Der Kampf gegen diese Übel verläuft zwar nicht immer perfekt, muss aber fortgesetzt werden.
www.belltower.news...m-gefaellt-148239/
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass viele pro-palästinensische Akteur:innen jetzt Zeter und Mordio schreien, was die Trump-Regierung betrifft. Denn sie waren diejenigen, die 2024 dezidiert aufforderten, Kamala Harris nicht zu wählen. Die Tatsache, dass Harris sich wiederholt zum Existenzrecht Israels bekannt hat, misfiel ihnen sehr.
Selbst die Democrat-Abgenordnete Rashia Tlaib verweigerte Harris ihre Unterstützung. Nicht minder skurril ist, dass einige Linke in der Free-Palestine-Bewegung sogar ausdrücklich dazu aufriefen, Donald Trump zu wählen. Das klingt aberwtizig, ist jedoch wahr und bietet noch einen zusätzlichen Grund dafür, das Urteilsvermögen jenes chaotischen Kollektivs zu beargwohnen.
Genau solche selbstherrlichen Aktionen, welche der Kandidatur einer verdineten Schwarzen schadete, trugen zur Zerwürfniss zwischen vielen Afroamerikaner:innen und der pro-palästinensischen Community bei. Denn Trumps Sieg in wichtigen Swing-States wie Michigan wurde ermöglicht.
Die harte Hand speziell gegen die rechtswidrigen, gewalttätigen Demos auf dem Uni-Campus begrüße ich grundsätzlich. Auch und gerade in der Causa Khalil. Es wird die erklärten Intifadist:innen einschüchtern und ja beschäftigen.
Lange hatte ich vergebens gehofft, dass Joe Biden und Kamala Harris in Wort und Tat die judenfeindlichen Ausschreitungen entsprechend vehement verurteilen würde. Die Wahrung der Staatsräson und der Schutz der Gesellschaft erfordern meines Erachtens mitunter den Mut – im Rahmen der Verfassung – neue Wege dezidiert zu beschreiten.
Das bedeutet aber nicht, dass ich der MAGA-Sucht erliege. Mein Artikel zum Thema Zensur lässt deutlich erkennen, dass ich rassistische, geschichtsvergessene Narrative dezidiert ablehne: taz.de/Trump-verbietet-Worte/!6072566/
Meine jüdisch-amerikanischen Bekannten atmen nun ein wenig auf. Eigentlich wählten sie alle Kamala Harris, wie eigentlich ca. 79 % der jüdischen Wählenden (!), und zwar trotz Vorbehalte: taz.de/Harris-Nied...S-Wahlen/!6047335/
Juden wollen geschützt werden, beargwohnen aber Trump und ahnen, dass er sie gerne für seinen Kulturkampf instrumentalisieren möchte.
Ganz genau. Ich bin gegen MAGA, aber auch gegen die Verharmlosung bzw. die Verherrlichung der antisemitischen Hintergründe solcher Demonstrationen. Es ist wichtig, dass Unbeteiligte begreifen, welches Martyrium jüdische Studierende an der Columbia Universität durchlaufen.
Einspruch. Obwohl der Erste Verfassungszusatz der Vereinigten Staaten eine bemerkenswert weitreichende Meinungsfreiheit garantiert, ist festzuhalten, dass Hassreden und Gewaltandrohungen nicht unter seinen Schutz fallen. Diese Unterscheidung ist von zentraler Bedeutung, da die freie Meinungsäußerung nicht als Freibrief für Handlungen verstanden werden darf, die darauf abzielen, andere einzuschüchtern, zu bedrohen oder zu schädigen.
Wahrhaftig ist antisemitische Hetze nicht geschützt. Auch die geduldige US-Verfassung bietet denjenigen, die Hate Speech betreiben, zim Glück keine Zuflucht.
Da mein Artikel zum Thema Zensur verlinkt wird, möchte ich hiermit zur Vervollständigung die Situation differenziert darstellen.
Seit dem 7. Oktober 2023 hat sich die Situation für jüdische Studierende und Mitarbeitende an der Columbia University, einschließlich meiner Bekannten, dramatisch verschärft. Ein beängstigender Anstieg antisemitischer Vorfälle prägt den Campusalltag. Verbale Angriffe und Hassreden gegen Personen, die als „jüdisch aussehend“ wahrgenommen werden, sind an der Tagesordnung.
Im Zuge illegaler Hausbesetzungen durch propalästinensische Demonstranten wurden jüdische Personen mit Zugangsberechtigung aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit ausgeschlossen, teilweise sogar unter Freiheitsberaubung festgehalten.
Eine universitätsinterne Kommission bestätigte, dass die Columbia University unzureichende Maßnahmen zum Schutz jüdischer Studierender vor Antisemitismus ergriffen hat, was durch Medienberichte untermauert wird.
Der Fall der drei beurlaubten Dekane, die in einem Chat antisemitische Äußerungen austauschten, verdeutlicht, dass Antisemitismus auch innerhalb der Universitätsverwaltung ein Problem darstellt.
„Die Hamas wirft Israel vor, das Abkommen aufzukündigen und die noch in Gaza verbliebenen 59 israelischen Geiseln ,einem ungewissen Schicksal auszusetzen'“.
Die Geiselnahme durch die Hamas stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar. Insbesondere widerspricht sie den Genfer Abkommen, die Geiselnahmen ausdrücklich verbieten, sowie dem Römischen Statut des ICC, das diese Handlungen als Kriegsverbrechen einstuft. Es ist wichtig zu betonen, dass die Geiselnahme von Zivilisten auch niemals als Druckmittel oder zur Bestrafung eines am Krieg beteiligten Staates gerechtfertigt werden darf. Die Hamas ist, auch als nichtstaatlicher Akteur, an diese internationalen Gesetze gebunden.
Israel darf sich nicht weiter an der Nase herumführen lassen.
Es ist ungewöhnlich, dass ein Staat, der sich in einem Verteidigungskrieg befindet, die Zivilbevölkerung des feindlichen Territoriums versorgt. Zwar verpflichtet das humanitäre Völkerrecht Besatzungsmächte dazu, die Grundbedürfnisse der Zivilbevölkerung in besetzten Gebieten zu gewährleisten, aber Israels Rückzug aus dem Gazastreifen im Jahr 2005 und die Kontrolle der Hamas über das Gebiet heben diese Verpflichtung auf.
Der Konflikt zwischen Israel und Hamas ist sowieso kein traditioneller Krieg zwischen zwei Staaten, sondern ein asymmetrischer Kampf, in dem eine brutal herrschende Terrorganisation inmitten einer dicht besiedelten Zivilbevölkerung operiert und die Nichtkombattant:innen sogar gerne als Schutzschilde gezielt einsetzt.
Inmitten dieser düsteren Dystopie müssten die Gazaner es endlich wagen, über den eigenen Schatten zu springen. Die Taktik, dem jüdischen Staat die Schuld zuzuschieben, während man sich von der Hamas instrumentalisieren lässt, führt nur noch tiefer ins Verderben. Israels Anspruch auf die Rückkehr der Geiseln ist immerhin unveräußerlich und erlischt auch nicht durch eine politisch motivierte Täter-Opfer-Umkehr.
Tja, Queerfeindlichkeit gibt es auch bei den Democrats: Trads, TERFS, Erzkatholische, Islamisten.
Und es gibt etliche Frauen, die gerne das Patriarchat führen würden, ohne es in ein Matriarchat verwandeln zu wollen.
Das ändert widerum wenig daran, dass hier im Westen die primäre systemische Gefährdung weiterhin von einer demagogisch werdenden, weiß und männlich diminierten Gesellschaft geführt wird.
Danke vielmals für die Klarstellung. Ich verstehe wohl Ihr Argument. Mein Punkt ist: Arme weiße Trump-Wähler wollen gerne dazu gehören, aber zuallermindest gehört werden. Wenn sie eh nicht so viel im eigenen Leben erreichen bzw. ändern können, ganz egal, wen sie wählen, möchten sie wenigstens dafür sorgen, dass Nichtweiße weiterhin systematisch benachteiligt werden.
Ein Staat, der sich in Zeiten drängender Herausforderungen an verstaubte, ineffiziente Praktiken klammert, vermag keine zukunftsweisenden Präzedenzfälle zu schaffen. Die Wahrung der Staatsräson und der Schutz der Gesellschaft erfordern mitunter den Mut – im Rahmen der Verfassung – entschlossen neue Wege zu beschreiten.
Während meiner Kindheit in den USA der 1960er Jahre wurden Truppen eingesetzt, um Schwarzen den berechtigten Zuganz zu Schulen und Unis zu ermöglichen. Gut so.
Zurück zu Khalil. Seine Anwälte reichten einen Habeas-Corpus-Antrag beim Bundesgericht in New York ein. Aber Khalil ist nun in Jena, Louisiana, inhaftiert, und zwar außerhalb des Verantwortungsbereiches jenes Gerichtes. Es ist zu erwarten, dass Trump deshalb die den Habeas-Corpus-Antrag anfechten wird. Denn nur der Leiter der ICE-Haftanstalt in Jena, Louisiana ist für den „unmittelbaren Vormund“ Khalils zuständig. Das Argument stützt sich auf den Präzedenzfall Padilla v. Rumsfeld (2004), in dem der Oberste Gerichtshof entschied, dass ein in South Carolina inhaftierter US-Bürger seine Inhaftierung nicht in Manhattan anfechten konnte, seinem letzten Aufenthaltsort vor der Überstellung in Militärgewahrsam.
Dabei ist es mekrwürdig, LGBTQ-Rechte als „spezielle Menschenrechte“ zu bezeichnen. Denn es handelt sich um das urnatürliche Bedürfnis, in Eigenregie zu lieben und zu leben.
Eine Gesellschaft, die queeren Menschen keinen Schutz bietet, tendiert dazu, auch den Schutz anderer „gesonderter Teile der Bevölkerung“, ob Frauen, Juden oder Senioren, nicht ernst zu nehmen.
Oder kennen Sie einen queerfeindlichen Staat, der außerordentlich fortschrittlich ist, was zum Beispiel Frauenrechte betrifft?
Die „Demagogakratie" ewiggestriger Normalos, mitsamt deren total gesunden Wünschen und traditionsbewusst gepflegten Feindbildern, ist genau das baufällige, brüchige Gedankengebäude, das jetzt einzustürzen droht.
Immerhin fällt es auf, dass die Teile der MAGA-Meute die Wiederwahl von Trump arg bereuen. Offenbar war ihr Wunsch, die gehassten bunten Minderheiten eins auszuwischen, stärker als ihre Liebe zu sich selbst.
In der Tat ist die afroamerikanische Community kein Monolith. Sie umfasst Multimilliardär:innen und Obdachlose. Sie besteht aus Christen, Juden, Muslimen, Buddhisten, und, und, und. Sie ist hetero und queer, dunkel- und hellhäutig.
Die geradezu chronische Tendenz, LGBTQ-Rechte als linkes Thema oder gar als Luxusproblem darzustellen, führt nicht vorwärts, geschweige denn weiter. Neulich äußerte ich mich auch hier dazu: taz.de/Was-das-Wah...!6068644&s=dudley/
Queere Rechte sind Menschenrechte. Wir, die Direktbetroffenen, wollen in der überwiegenden Mehrzahl keine Sonderrechte, sondern Rechte. Dafür aber muss das Unrecht, was uns lange angetan wurde, behoben werden.
Müsste der „alte weiße Mann“ dafür aufkommen? Wofür müssten zahlreiche Bevölkerungsgruppen, darunter weiße Frauen, so alles ausbaden, was der alte weiße Mann angestellt hat?
Immerhin mache ich im Verlaufe dieser Kommentarspalte darauf aufmerksam, dass nicht nur der christliche Fundamentalismus eine starke Bedrohung für die LGBTQ-Community ist. Denn bekanntlich auch islamistische Stimmen betrachten uns als verwerflich. Siehe Amer Ghalib. Der US-Democrat und Bürgermeister von Hamtramck, Michigan, wo die Regenbogenflagge de facto verbannt wurde. Ghalib ist sogar Trumps designierter Botschafter in Kuwait.
Queerfeindliche Regime sind auch misogyn und kümmern sich übrigens ebenfalls nicht um alte weiße Männer.
Meines Erachtens streben die Republicans die Etablierung eines Apartheid-Systems an, um die Fortsetzung der weißen Dominanzgesellschaft gewährleisten zu können. Ich bin sogar davon überzeugt, dass es immer wieder zu bewaffneten Bürgerkriegsszenarien kommen könnte.
Dabei wäre der von den Rechtsextremen tollkühn ersehnte „Rassenkrieg“ weniger wahrscheinlich. Viele Weiße von links bis Mitte-rechts würden es ablehnen, nach ethnischer Zugehörigkeit zu kämpfen. Allerdings bei der Zahl der semi-automatischen Waffen im privaten Besitz wären die Aussichten trotzdem nicht sehr rosig.
Ein verhältnismäßig friedlicher Neustart wäre auch möglich, wenn die USA endlich so richtig wahrnehmen, dass die Welt sie immer weniger bräuchte.
Aber könnte, wäre, würde. Vorstellbar ist auch, dass binnen zwei Dekaden politische Wahlen, sofern es sie überhaupt noch gäbe, ganz offiziell durch KI entschieden werden würden.
Was die „Reaktion“ der amerikanischen Gesellschaft anbelangt: Vielen fehlen gleichsam die Worte. Wortwörtlich.
Historisch betrachtet gilt: Wenn demokratische Gesellschaften der Zensur erliegen, wird man sprachlos. Der Schock beschert den herrschenden Autokraten einen Vorteil, auch wenn nicht mal die Angst sich so richtig verbreitet. Der schiere Schock – uns könnte so was nicht wirklich passieren – erleichtert die Gleich- bzw. Stummschaltung der Bevölkerung.
Demagogen lernen gegenseitig voneinander. Als die Nationalsozialisten ihre Vorlagen zu den Nürnberger Gesetzen entwarfen, blickten sie voller Inspiration auf die rassifizierten Jim-Crow-Gesetze, die anno dazumal in den Südstaaten der USA tiefverwurzelt waren. Und ebenda wurden sie fündig.
Die Dominanz der Alphamännchen und dazu die Dynamik der Wahlmänner. Stichwort Electoral College. Denn letzteres Gremium, eine überholte Institution aus der Blütezeit der Sklaverei, sorgt für ein Gefälle zugunsten der ländlich, konservativen Bevölkerung.
Da ist sehr viel Wahres dran. Es könnte kaum offensichtlicher sein.
Allerdings auch in Communities of Color, z.B. wie in der muslimischen Hochburg Hamtramck, Michigan, wurde die Pride-Flagge vom Stadtrat aus religiösen Gründen (Schutz der Familie usw.) niedergeholt. Das geschah unter einem Democrat-Bürgermeister, Amer Ghalib, den Trump nun zum Botschafter nach Kuwait designiert hat. Ghalib hatte sich gegen die Wahl von Kamal Harris ausgesprochen und zu ihrer Niederlage in Michigan deutlich beigetragen.
Es klingt wie eine skurrile Seifenoper, ist aber Realität.
Damit will ich darauf hinweisen, dass White Supremacy kaum das einzige bigote Übel ist.
Zweifelsohne spielt der Wunsch, endlich mal dazu zu gehören, eine mitentscheidende Rolle.
Es wäre aber rassistisch zu behaupten, dass Schwarze nicht sozialkonservativ bzw. nicht wirtschaftsliberal wählen dürften.
Bei vielen Schwarzen, auch bei der afroamerikanischen Frauen, die sich mit kaum zu zähmendem Enthusiasmus für Kamala Harris eingesetzt haben, gibt es allerdings eine Abneigung gegenüber weißen Linken und deren Bevormundungen.
Übrigens: Nicht alle Schwarzen, die sich zu den Republicans gesellen, sind naiv. Nein, sie wissen, dass die historische Partei von Abraham Lincoln, der gegen die Südstaaten kämpfte, längst zur Heimat von rassisten geworden ist. Nur: Viele Schwarze haben auch bei den Democrats Rasismus verspürt.
In der Tat würde man bei anderen Ländern und Kulturen von einer Bananenrepublik oder einer theokratischen Diktatur reden. So erzeugt man die einlullende Fiktion der Distanz.
Während die Tesla-Aktie nur noch auf Talfahrt fährt, weise ich gerne auf die Firma Derek Automotive in Atlanta hin. Da handelt es sich um den mutmaßlich ersten afroamerikanischen Produzenten von Elektroautos. Möge der Gründer Derek W. Bailey eines Tages bekannter sein als Elon Reeve Musk, und zwar aus gutem Grunde.
Gewissermaßen kaffkaesk. Die Zukunft ist frisch aus der Vergangenheit zurückgekehrt.
Der gute Franz würde die heutigen Kulturkämpfe wahrscheinlich mit einer Mischung aus düsterer Vorahnung und scharfer Beobachtung betrachten. Wer heute zu sehr staunt, was die Entwicklungen betrifft, steckt schon damit in der Falle. Leider.
In eigener Sache weise ich gerne auf die just am 12. März 2025 erschienene, erweiterte Neuauflage meines Buches „Race Relations: Essay über Rassismus“ (Orlanda-Verlag). Darin befasse ich mich mit der MAGA-Sucht und mit der fundamentalistischen Grenzsiedlermentalität rechtsextremer amerikanischer Pioniere.
Der Fundamentalismus, wo auch immer er Wurzeln schlägt, ist kein guter Ratgeber.
Als ich in während der Jim-Crow-Äre in den USA der 1960er Jahre aufwuchs, jagte der „christliche“ Ku Klux Klan minderjärhige afroamerikanische Baptisten in die Luft und lynchte Juden mit der Selbstherrlichkeit deutscher Nazis. Man nannte es Heimatverteidigung.
Bei aller Liebe, aber ich plädiere für eine differenziertere Auffassung. Denn die gezielte Festnahme eines propalästinensischen Studentenanführers, dem unter anderem antisemitische Hetze vorgeworfen wird, beinhaltet keine verfassungswidrige Einschränkung der Meinungsfreiheit. Hier geht es nicht um Zensur, sondern um Sicherheit.
Inwieweit Trump und israelische rechtsextreme Nationalisten sich ähneln würden, sprengt den Rahmen meines Artikels. Dennoch ein paar Worte dazu.
Die Vermutung, dass die jüdische Community von Trump mehrheitlich begeistert sei, ist falsch. Gut 78 % der jüdisch-amerikanischen Wählenden stimmten nicht für Trump, sondern für Harris, wenn auch teils mit Bedenken. (NBC Exit-Poll). Wahrhaftig ahnten viele Juden, dass Trump verantwortungslos wieder in die geopolitische Arena einsteigen würde. Siehe auch Ukraine, wo 33.000 Juden in Mitleidenschaft gezogen werden.
Trumps designierter Botschafter zu Kuwait, Amer Ghalib, ist eigentlich ein Mitglied der Democrats und noch amtierender Bürgermeister von Hamtramck, Michigan. Die Stadt war die erste US-Stadt, die sich für BDS gegen Israel aussprach. Ghalib hatte sich zudem geweigert, Kamala Harris zu unterstützen.
„In den Strategien von Trump und Co. ist das verursachte Leid hingegen das eigentliche Ziel. Sie geben selbst zu, dass die eingesparten Beträge verschwindend gering sind.“
Danke vielmals für das Feedback. „Cruelty is the point“, so Adam Serwer kritisch. Das ist eine verständliche Auffassung. Ich würde meinen, dass die Grausamkeit eher als Mechanismus dient, um Millionen verärgerter, oft verarmter oder zumindest abstiegsgefährdeter Weiße zu mobilisieren. Sicherlich auch lässt ebenjene Grausamkeit soziopathische Alphamännchen, die die Zeche prellen, gleichsam auf ihre Kosten kommen.
Für einen Apartheid-Überlebenden wie Elon Musk, der sich als verfolgte Minderheit sieht, besteht der Genuss an der Gier darin, nicht nur ein sagenumwobenes Vermögen anzuhäufen, sondern vielmehr andere, vor allem Nichtweiße systematische jedwede Lebensgrundlage zu berauben.
Im Rahmen der Ehrenarbeit lernte ich eine tapfere Geflüchtete aus Al-Abeed, Gaza, kennenlernen. Sie ist eine lesbische Schwarze, die vor vielen Jahren von der „Moralpolizei“ der Hamas körperlich schwer verletzt und darüber hinaus rassistisch getriezt wurde. Eine andere Person, die inzwischen als nicht-binär identifiziert, wurde in Rafah von der Familie verstoßen und wie beim Spießrutenlauf auf und ab durch die Straßen von „Nachbarn“ gejagt.
Dass solche Opfer, die es nach Europa geschafft haben, nicht gut auf Gruppen wie Queers for Palestine und Gays for Gaza zu sprechen sind, müsste sich verstehen. Es ist auch nachvollziehbar, dass einige Leidtragene unbedingt nach Tel Aviv fliehen wollten.
Die Tatsache, dass europäischstämmige Erzkonservative solchen Opfer nichts als Abneigung entgegenbringe, lässt sich ohne viel Federlesens begreifen. Falsche Hautfarbe, falsche Religion, falsche sexuelle Orientierung. Aber auch und gerade von Linken fühlen sich die Opfer im Stich gelassen, da sie sich für die Lüge, die Hamas sei eine Befreiungsorganisation, nicht instrumentalisieren lassen. Denn ihre Narrative passen nicht ins Weltbild der Israel-Hasser:innen.
Es ist gibt allerhand Arten, Victim-Blaming zu betreiben, und alle sind menschenverachtend.
Die Antipathien, die von TERFs artikuliert werden und auf Transgender-Personen zielen, dürfen nicht ignoriert, geschweige denn gerechtfertigt werden. Bei jenen „trans exclusionary radical feminists“ handelt es sich vielmehr um Fundamentalist:innen, die keinen solidarischen Feminismus verkörpern.
TERFs betreiben zudem den Geschichstrevisionismus, indem sie die signifikante Rolle verdienter Transgender-Personen, z.B bei der Stonewall-Rebellion 1969 und in den darauffolgenden Jahren, entweder leugnen oder bagatellisieren. Insbesondere die schwarze trans* Frau Marsha P. Johnson (1945 – 1992) und ihre Mitstreiterin, die trans* Frau und Latina Sylvia Rivera (1951 – 2002) sind zur Zielscheibe transfeindlicher und rassistischer Angriffe aus der TERF-Ecke geworden.
So warnen diverse Institutionen und NGOs, darunter das Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie (Heinrich-Böll-Stiftung), vor dem Dogma der TERFs.
Zudem habe ich seit Jahren in den Medien („Kulturzeit“, 3Sat-Fernsehen), aber auch speziell hier in der Taz, Figuren wie JK Rowling und Alice Schwarzer kritisiert.
„Auffällig ist der deutliche Unterschied zwischen zugezogenen und in Deutschland geborenen Muslim*innen.
Danach sind 70 % der in hier geborenen Muslim*innen für die Ehe für Alle gegenüber 53 % der Zugezogenen.“
Ich will ausdrücklich betonen: Die obenzitierte Studie betraf nicht per se Gewalt, sondern „nur“ Vorurteile bzw. Ansichten. Zudem möchte ich daran erinnern, dass muslimisische Queere zu Opfern von Gewalt werden, die sowohl von muslimischen als auch von nicht-muslimischen Täter verübt wird. Das gielt übrigens auch in puncto Psychogewalt.
In dieser Hinsicht rede ich wohl von der Realpolitik und eben nicht von den Wahlprogrammen.
Die Lobpreisungen linker Parteien in puncto LGBTQ+ helfen nicht, wenn queere Menschen am Hermannplatz entlang gejagt oder sogar krankenhausreif geschlagen werden.
Mit dem Ausdienen des Links-Rechts-Paradigmas meinte ich, dass die Brandmauern gegen Antisemitismus, Misogynie und ja Queerfeindlichkeit längst in Flammen gesteckt wurden – und zwar von beiden Enden des politischen Spektrums aus.
Zu den nicht mehr überraschenden Kuriositäten zählt die Tatsache, dass Homosexuelle Angehörige der AfD sind, während linke Radikalfeministinnen gegen trans* und nonbinäre Personen ätzen.
Mir geht es darum, darum hinzuweisen, dass sowohl von links als auch von rechts auf die Fortschrittsbremse getreten wird.
Ich müsste die vergangenen zwei Dekaden nicht durchwegs als dystopisch darstellen, um auf verlorene Chancen aufmerksam zu machen. Verlorene Chancen, was die Freiheit betrifft.
Linke preisen die Autonomie. Konservative loben die Selbstverantwortung. Mit bedeuten diese Soundbytes aus Sonntgasreden herzlich wenig, wenn die Möglichkeit zur sexuellen Selbstbestimmung im erweiterten Sinne (Gender, Orientierung usw.) und der Schutz gegen Diskriminierung lediglich als Zukunftsmusikstücke zu abbonieren sind.
Queen: „Ich want it all, and I want it now.“
Apropos Utopia: Um Ihren weiteren Punkt aufzugreifen: Was ist genau das „rechtsradikal Utopia“?
Bereits (bzw. erst) 2003 gab es einen anfänglichen Versuch, die NPD zu verbieten. Er scheiteret, wie auch der zweite Verusch (ca. 2017). Sicherlich kann man diese Bemühungen kritisieren, aber auch begrüßen.
Immerhin ist es nicht, als hätte niemand in der Bundesrepublik in den letzten Jahrzehnten vor Rechtsextremen gewarnt. Lichtenhagen, NSU, Pegida ...
Siehe aber auch Graue Wölfe, um bei rechtsextremen zu bleiben.
Herzlichen Dank für die Bestätigung und die ergänzenden Erfahrungen.
Oft erlebe ich, vor allem seit dem 7. Oktober 2023, dass vermeintlich progressive Akteur:innen mich schreiend dazu auffordern, queere Rechte zu thematisieren. So sagen sie; „Das kann man nicht mehr hören, queere Rechte, queer Rechte. Man hat keine Zeit für den LGBTQ-Kram. Mensch, in Gaza geht es um Menschenrechte., nicht queere Rechte“. (So eine Zusammenfassung.)
Bei solchen Antagonist:innen kommt es nicht gut an, dass ich die brutale Queerfeindlichkeit von Hamas konsequent und kontinuierlich anspreche. Denn es geht vielen Linken nur darum, Israel zu dämonisieren. Dass die Hamas, auch laut Amnesty International selbst (!), die LGBTQ-Community in Gaza seit langem drakonisch unterdrückt, interessiert sie nicht.
Demnach gilt, wer die düstere Lage der Queere unter der Hamas kritisiere, mache Pinkwashing für Bibi.
Seit 2018 betreue ich einige geflüchtete palästinenisch-stämmige Queere im Ehrenamt. Sie tragen noch ihre seelischen und teils auch körperlichen Verletzungen seitens der Hamas oder der Palästinensischen Behörde. Auf Queers for Palestine und Gays for Gaza sind sie nicht gut zu sprechen.
Eben. Dass die eine Akteurin wenig zögerlich ist als die andere, verrät durchaus, dass die fehlende Akzeptanz tatsächlich strukturell ist.
Auch der erste schwarze Präsident der USA war ziemlich zurückhaltend, was seine Begeisterung für LGBTQ anbelangte.
In solchen Situationen wird relativierend erklärt, man sei persönlich nicht gegen queere Rechte, aber man respektiere das Bedenken der „Mehrheit“ der Bevölkerung.
Zermürbend ist allerdings, dass wir, gerade in den westlichen, technologisch hochmodernen Demokratien beim Theam LGBTQ leider immer wieder beim Null anfangen müssen.
Einspruch. Bei aller Liebe, aber die Sichtweise betrachte ich als unsolidarisch und, mit Verlaub, geradezu zynisch.
Die queere Community gehört längst zum Mainstream der Gesellschaft. Man kann es, kollektiv betrachtet, keine Integrationsverweigerung vorwerfen.
Je nachdem identifizieren sich 7 bis 12 Prozent der Menschen in der Bundesrepublik als queer. Ggf. bis zu 30 Prozent der Familien sind betroffen. Queere Kolleg:innen gibt es im Büro, im Kirchenvorstand, im Fitness-Club, beim Militär, bei der Polizei und, und, und.
Werden Ewiggestrige erst dann toleranter, wenn sie gewissermaßen von der Gnade queerer Krankenpfleger:innen abhängen?
Und was denn, wenn der alte, weiße Hetero nicht mehr „zur Mehrheit“ gehört? Sind seine sonstigen Ansprüche, unabhängig vom Thema LGBTQ, nicht mehr wichtig?
Auch als starke Befürworterin Israels betreue ich seit 2018 im Ehrenamt einige queere Geflüchtete aus Palästina. Stichwort: Solidarität.
Wer die Intersektionalität versteht, begreift, dass wir alle die Mehrheit bilden.
Erläuterungen mit Hinweis in eigener Sache auf mein Buch: „Race Relations: Essays über Rassismus“: orlanda.de/product/race-relations
Sehr ernüchternd ist vielmehr meine persönliche Vermutung, dass die wachsenden Antipathien gegen Queere sowohl „von oben“ als auch „von unten“ herrühren. Denn reakionäre Politiker:innen reagieren eben auf das, was bereits sozusagen an der Basis (der Partei, der Bevölkerung überhaupt) grassiert.
Darüber hinaus ist die Queerfeindlichkeit – ähnlich wie der Antisemitismus, der Rassismus und die Misogynie – nicht nur bei Konservativen und Rechtsextremen, sondern auch bei Progressiven und Linken zu erkennen. Hinzu kommen ethnische Subkulturen bzw. mirgantische Communities, in denen das Rechts-links-Paradigma eh ausgedient hat.
Aus meiner Sicht funktioniert, hüben wie drüben, der Alarmknopf gerade noch. Und davon möchte ich Gebrauch machen. Denn irgendwann wird der Alarm ausgeschaltet.
Zweifelsohne verabschiedet sich das BSW vom Konzept der sozialen Gerechtigkeit, sobald sie den Menschen die Autonomie über den eigenen Körper und über das eigene Leben abspricht.
Und welche Vorteile verspräche sich Rest-Gaza von dieser „Besetzung“?
Die Kriegsverbrechen, die von der Hamas begangen wurden, lassen sich mitnichten als Widerstandshandlungen reinmachen.
Das Vabanquespiel der Hamas ist nach hinten losgegangen. Sie kam nur noch gefolterte Geiseln und ja Leichen im Rahmen grotesker Zeremonien übergeben, die auf einem Trümmernhaufen stattfinden.
Und auch ebenjener Akt wird ihr sehr, sehr teuer zu stehen kommen.
Vergessen Sie etwa den 7. Oktober? An dem Tage hat die Hamas den tödlichsten Massenmordanschlag auf das Judentum seit dem Holocaust verübt. Mitsamt Gruppenvergewaltigung und Verschleppung, Und ja, der Terror gegen den jüdischen Staat fing nicht erst am 7. Oktober an.
Immerhin ist es die Hamas, die ihre eigene Bevölkerung als Schutzschilde verwendet. Kollaterschaden vorprogrammiert. Es gilt nur noch, Israel die Schuld dafür zu geben, damit die Blutlibel-Legende fortgesetzt werden kann.
Die palästinenische Widerstandsbewegung ist eigentlich keine. Denn echte Widerstandsbewegungen beabsichtigen eine Demokratisierung. Welche Rechte für Frauen, LGBTQ und Queers haben palästinenische „Freiheitskämpfer“ angestrebt?
Bei der grotesken Übergabe der Leichen gestern in Gaza hat die Welt sehen können, welche Prioritäten die palästinensische Bewegung hat.
In der Realpolitik kommt es darauf an, pragmatische Entscheidungen zu treffen. Meines Erachtens ist eine nicht perfekte, aber immerhin pluralistische Demokratie besser als ein von Milizen, Mullahs und Multimilliardären geführtes Terrornest.
Wie heißen denn die gemäßigten Fraktionen im Gaza-Streifen? Welche Truppe kämpft für sie?
Die Terrorgruppen Hamas und der Palästinensische Islamischer Dschihad, so fremdgesteuert sie auch sind, kämpfen vom Gaza-Streifen aus gegen Israel. Mit Hilfe von Milizen und rein zivilen Anhängern verüben sie Massenmord, Gruppenvergewaltigung und Entführung,
Was steht Ihrer Meinung nach Israel zu in puncto Reaktionsmöglichkeiten? Muss der jüdische Staat es hinnehmen, so angegriffen und, wie gestern, so erniedrigt zu werden?
Mir ist eine nicht perfekte, aber immerhin pluralistische Demokratie wie Israel wesentlich lieber als ein perfektes Terrornest, in dem Frauen, Queers, Schwarze und Kinder den Launen der Patriarchen ausgesetzt sind.
Gestern bei der grotesken Leichenübergabe in Gaza haben wir ahnen können, wofür die Bevölkerung mehrheitlich steht. Was insbesondere hat Ihnen daran gefallen? Und könnten Sie sich eventuell mit der Ansicht anfreunden, dass niemand die Zukunft Gazas so sehr gefährdet wie die Hamas und der Islamische Dschihad?
Als die Hamas am 7. Oktober den tödlichsten Massenmordanschlag auf Juden seit der Shoah beging, war Gaza auch nicht besetzt. Ist auch logisch. Bitte, bei den Fakten bleiben.
Der Krieg der Hamas gegen Israel ist kein Widerstand gegen eine Besatzungsmacht. Denn die israelische Besatzung von Gaza endeten 2005.
Oder wollen Sie allen Ernstes behaupten, die Hamas habe für die Genehmigung der Terrortunnel einen Antrag bei einem israelischen Bauamt im Gazastreifen eingereicht? Das wäre gewissermaßen unterirdisch.
Eine echte Widerstandsbewegung sticht durch demokratische Forderungen hervor. Rechte einführen, z.B. für Frauen, LGBTQ, Kinder, Wählende. Aber die Hamas selbst ist seit 2006 für Gaza zuständig.
Finden Sie es in Ordnung, dass die Hamas lieber groteske Leichenübergaben veranstaltet, anstatt eine Demokratisierung des eigenen Landes anzustreben?
Weshalb sollten Milizen,
Mullahs und Multimilliardäre Gaza in einen Krieg hinein führen, den sie niemals gewinnen können?
Und nochmals: Das Herbeiführen von Kollateralschaden beinhaltet nicht gleich ein Kriegsverbrechen, geschweige denn Genozid.
„Muss hart sein[,] in einem Tunnel zu stecken und farbenblind zu sein, ... “
Wer steckt eigentlich im Tunnel? Es sind in erster Linie die Geiseln, die dort völkerrechtswidrig und unter sehr menschenverachtenden Umständen von der Hamas festgehalten Hamas werden.
David Cunio, der israelische Schauspieler, der am 7. Oktober mittels Waffengewalt entführt wurde, zählt möglicherweise dazu. Er war 2013 auf der Berlinale worden. Nun befindet er sich, wenn er überhaupt noch lebt, in einem Horrorfilm, der seit rund 500 Tagen nicht endet.
Dass die Berlinale ähnlich lange gebraucht hat, um Cunio zu gedenken, ist skandalös – und dieses Versäumnis seitens der Festivalleitung ist eben einer der Gegenstände meines Artikels.
Die Volksverhetzung, die in dieser Gesellschaft leider grassiert, entstammt nicht lediglich der rechten Ecke oder der bürgerlichen Mitte. Siehe Antisemitismus von links.
Das, was man reflexhaft als „Whataboutism“ abstempelt, ist oft angebracht, wenn es die Doppelmoral des Debattengegners entlarvt.
Immerhin fällt es auf, dass die chronische Einseitigkeit einiger „Israel-Kritiker“ nicht zulässt, dass die eigene Propaganda etwas durch die Fremdeinwirkung von Fakten beeinträchtigt wird.
PS: Ganz am Anfang der Berlinale gab es einen Oscar. Sogar einen jüdischen Oscar.
Genauer genommen Oscar Martay (1920 - 1995). Er war ein polnischer Jude, der auf der Flucht vor den Nazis in die USA geflohen ist. Als Mitglied der US Army kam er nach dem Krieg nach West-Berlin. In seiner Eigenschaft als Filmoffizier in der Military Government konzipierte und gründete er 1951 die Internationalen Filmfestspiele Berlin. So war er, ein amerikanischer Jude, der eigentliche Gründervater der Berlinale, auch wenn der ehemalige NS-Filmhistoriker Alfred Bauer der erste Direktor war.
Was Oscar Martay von den antisemitischen Vorfälle auf der heutigen Berlinale halten würde, kann ich nicht sagen.
Im Rahmen ihrer völkerrechtswidrigen Geiselnahmen, die am 7. Oktober erfolgten, hat die Hamas rund 328 Männer, Frauen und Kinder aus 40 verschiedenen Ländern nach Gaza verschleppt. Weitere wurden ziemlich direkt getötet. Dazu zählen etliche aus Deutschland bzw. Europa.
Hat man die vergewaltigte und ermordete Deutsch-Israelin Shani Lok schon vergessen?
Übrigens: Der israelische Schauspieler David Cunio, der 2013 auf der Berlinale gefeiert wurde, befindet sich seit rund 500 Tagen in der Geiselhaft der Hamas. Erst dieses Jahr gedenkt die Berlinale, Cunio zu gedenken.
Schade, dass sie die Dynamik des Phänomens namens Electoral College nicht berücksichtigen.
In meinen längeren Artikeln,aber auch im Rahmen meiner zusammenfassenden Erwähnung der Angelegenheit hier in dieser Kommentarspalte, habe ich den Swing-State Michigan angesprochen.
Es ist eine Sache, Angaben und Zahlen aus dem Hamas-Ministerium für Gesundheit unreflektiert herunterbeten zu können. Aber es ist etwas anderes, ernsthaft über die Kausalität bzw. Ursache und Wirkung debattieren zu wollen.
Mit welchem Recht darf die Hamas ihre Zivilbevölkerung dazu verdammen, als Kanonenfutter zu dienen und als Kollateralschaden zu sterben? Warum spricht man nicht über die Kriegsverbrechen der Hamas, die am eigenen Volk begangen werden?
Mein afroamerikanischer Vater diente bei der US Air Force im Zweiten Weltkrieg, und zwar in Kampfhandlungen. Anno damals warfen die Allierten zwei Millionen Tonnen Fliegerbomben auf Nazi-Deutschland ab. Dadurch kamen rund 600.000 deutsche Nichtkombattanten, darunter viele Frauen und Kinder, ums Leben. Übrigens: Weitere sage und schreibe anderthalb Millionen deutsche Nichtkombattanten, darunter wieder viele Frauen und Kinder, starben anstatt dessen durch Bodentruppen.
Zu jedweder Zeit hätten die Nazis die weiße Fahne hissen können. Aber sie warteten noch eine „gute“ Woche nach der Bekanntgabe von Hitlers Tod, bis sie den Krieg einstellten. Ich mache somit keine Gleichstellung, sondern lediglich eine Feststellung.
Nochmals Einspruch. Denn das ist nun ein klares Non sequitur.
Ohnehin schützt ethnische Zuheörigkeit grundsätzlich nicht davor, als Kombattant bekämpft oder als Kriegsverbrecher zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Eine Soldatin ist weder durch das GG noch durch sonstige humanitäre Gesetze dazu verpflichtet, einen verfeindeten Kriegsteilnehmer, der auf sie schießt, gewähren zu lassen. Kurz gesagt: Sie darf ihn in der Situation töten.
Bei manchen Menschen, die vor allem nicht beim Militär waren, herrscht das Turbo-Tucholsky-Vorurteil. Aber in Wirklichkeit sind nicht alle Soldat:innen Mörder:innen. Viele Soldat:innen töten Mörder:innen.
Hinweis: Es war weder Olivenzweige noch Flugblätter, die den 8. Mai 1945 herbeigeführt haben. Und ja noch dazu: Pazifist:innen haben noch keinen KZ-Häftling befreit.
Ich setzte auf Kamala Harris. Ja, die Schwarze. Meine Sympathien für sie, trotz meiner unerlässlichen Kritik an sie, gab ich in etlichen Taz-Artikeln sowie anderweitig wiederholt zu erkennen. Über 90 % der afroamerikanischen Frauen und um die 78 % jüdischer Amerikaner:innen wählten Harris, so NBC Exitpoll, was ich auch mehrmals betonen musste. Ebenfalls machte ich klar, dass die Aufrufe der propalästinensischen Community, Kamala nicht zu wählen, dem Trump wieder ins Amt geholfen haben.
So gesehen bin ich für das Tun und Lassen Trumps gar nicht verantwortlich. Und Israelis, die Netanjahu überhaupt nicht gewählt haben, sollten auch nicht in Sippenhaft genommen werden. Welche Präsedenzfälle will man eigentlich etablieren?
Ungeachtet dessen ist Israels Recht auf Selbstverteidigung keine Abo-Angelegenheit. Keine Sache, die durch geänderte AGB oder durch die Launen der Doppelmoralist:innen abgeschafft werden kann. Der anti antiisraelische Geschichstrevisionismus, ob von links oder von rechts kommend, ist zwar vorlaut und ungehalten, aber nicht überzeugend.
Einspruch. Ich habe nicht behauptet, dass der Bundestag unbedingt im Rahmen der Antisemitimus-Resolution die BDS-Bewegung als antisemitisch eingestuft habe.
Anstatt dessen habe ich mich in dem zweitletzten Satz, und zwar mit thematisch zusammenhängenden Aufzählungen, genauso ausgedrückt, wie unten dargestellt wird:
>> Ebenjene Bewegung, die zu Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen gegen Israel aufruft, wird von der Hamas gelobt, vom Bundestag als antisemitisch eingestuft und vom Verfassungsschutz als extremistischer Verdachtsfall beobachtet.
Die Antisemitismus-Resolution heißt genauer genommen: „Nie wieder ist jetzt: Jüdisches Leben in Deutschland schützen, bewahren und stärken“.
Ein Denkanstoß in Zeiten zunehmender judenfeindlicher Gewalt, und zwar von links wie von rechts.
Vielleicht ist es wirklich vernünftig bzw. „räsonable“ und nicht zuletzt anständig, in erster Linie die Opfer solcher Gewalt zu berücksichtigen, anstatt tendenziös israelfeindliche Bedenkenträger:innen zur „Open-Mic“-Veranstaltung einzuladen.
» Wo Michaela Dudley draufsteht, ist Michaela Dudley drin. «
Danke vielmals für die Bescheinigung.
Hier geht es allerdings um die Berlinale und den Antisemitismus. Bei ca. 3.600 Zeichen kann ich eh nur soviel 'reinbringen. Für mich war es wichtig, die Doppelmoral und die anderen Defizite der Festivalleitung zu thematisieren.
Nichts, was Israel tut oder lässt, rechtfertigt in irgendeiner Weise den Judenhass. Wenn man ausgerechnet in Deutschland damit anfängt, Maßnahmen gegen den Antisemitismus aufzuweichen oder als bedrohlich darzustellen, hat man nichts aus der Vergangenheit gelernt.
Übrigens: Es waren in den USA die propalästinensichen Akteur:innen, die in entscheidenden Swing-States wie Michigan ausdrücklich dazu aufriefen, Kamala Harris zu boykottieren. Etliche sprachen sich sogar explizit für Donald Trump aus. Bis heute sind schwarze Frauen, die zu 90 & + für Harris stimmten, sehr wütend auf die „Free-Palestine-Community“. Auch wissenswert: 78 % der jüdischen Wählenden stimmten für Kamala Harris. (NBC Exit-Poll).
Ich erwähne diese Angaben deshalb, weil viele aus der BDS-Bewegung verzweifelt und faktenfrei versuchen, Juden für Trumps Sieg verantwortlich zu machen.
Aber genau darum geht es. Bundestag und Verfassungsschutz Stufen BDS als antisemitisch bzw. extremistischen Verdachtsfall ein. So gesehen ist BDS mit der bundesrepublikanischen Staatsrason nicht vereinbar.
Angesichts der Meinungsfreiheit kritisiere ich Swinton und die Berlinale. Solche Meinungsfreiheit hat die Hamas übrigens niemals gelten lassen. Zudem fällt es auf, dass die meisten Fürsprechenden der „Free-Palestine-Bewegung“ niemals dazu kommen, irgendwelche Demokratisierungsforderungen an die Hamas zu richten. Offenbar ist der Hass dieser Menschen auf Israelis stärker als die Liebe zur Demokratie und zur Vielfalt. Die „Schulbücher“ der UNRWA lassen grüßen.
Die Antisemitismus-Vorwürfe bezüglich der Berlinale reißen nicht ab. Der Zentralrat der Juden zeigt sich entsetzt über die israelfeindlichen Äußerungen, die am Wochenende auf der Berlinale fielen. Es sei unfassbar, dass Beifall für Parolen zugunsten der Hamas aufgekommen sei. Einige haben scheinbar Anzeige erstattet.
Neulich referierte ich auf einer Veranstaltung des Projekts „People of Deutschland“ u.a. mit Michel Friedman. Das Publikum, das zu 95 % aus BIPoC-Menschen bestand, applaudierte stark, als ich zur Solidarität mit Juden aufrief. Zur Kenntnisnahme: Joe Chialo ist nicht die einzige Person of Color, die es ablehnt, unsere Steuergelder für terrorverherrlichende Events zur Verfügung zu stellen.
Die Tatsache, dass Tricia Tuttle es im Namen des Festivals entschieden ablehnt, die Antisemitismus-Resolution des Bundestages anzunehmen, ist besorgniserregend.
Zum solidarisch-demokratischen Verhalten gehört die Bereitschaft, die Gefahrenlage, besonders für Direktbetroffene, in diesem Falle Juden, sowie überhaupt für die Gesamtegesellschaft entsprechend zu berücksichtigen.
Das ist seitens der Unileitung die richtige Entscheidung. Wegners Einflussnahme war auch völlig in Ordnung. Hier hat es übrigens nichts mit staatlicher Zensur zu tun, sondern mit gesellschaftspolitischer Verantwortung.
Angesichts des dramatischen Anstiegs an antisemitischer Gewalt wäre es schlicht und ergreifend unverantwortlich, der israelfeindlichen Rednerin und ihrer Roadshow den Ritterschlag akademischer Anerkennung zu verleihen.
Letzte Woche sprach ich auf einer Veranstaltung, an der die großartigen Mitstreitenden Michel Friedman und Ferda Ataman einprägsam teilnahmen. Selbst bei gewissen Meinungsunterschieden gibt es in marginalisierten Communities wachsenden Konsens, dass der Kampf gegen den Judenhass konsequent geführt werden muss.
Zum einen handelte es sich bei vielen DEI-Initiativen um freiwillige Selbstverpflichtungen seitens der Firmen. So steht es ihnen auch zu, diese beliebig zu beenden.
Zum anderen sind auch immer mehr Marginalisierte mittlerweile der Meinung, dass die DEI-Programme ihre Ziele verfehlen und die Benachteiligung sogar verschärfen würden.
Das ist auch ein sehr guter Punkt. Zwei reden die Demokraten lang und breit über Diversity, während die Republikaner Diversity scheinbar nur verteufeln. Aber in Wirklichkeit genießen die Republikaner eine nicht zu leugnende Diversifizierung ihrer eigenen Wählerschaft.
White Saviors, vor allem hier in Europa, können es sich nicht vorstellen, dass z.B. Schwarze es zunehmend satt haben, im Namen der sozialen Gerechtigkeit bevormundet zu werden. Diese Art des Rassismus ist der Rassismus der geringen Erwartungen, und dies dient nicht zum Empowerment, sondern zur Fortsetzung der Abhängigkeit.
Wer auf Dekolonisierung und Tokenismus setzt, anstatt markttaugliche Kompetenzen zu entwickeln, hilft den Schutzbefohlenen nicht.
Der Beweis ist im Verhalten der Firmen zu erkennen. Welches Unternehmen wurde eine gewinnbringende Chance ablehnen? Wenn die bisherigen DEI-Ansätze so erfolgreich wären, würde man sie stolz und medienträchtig fortsetzen.
Der beste Beleg dafür findet sich darin, dass die in meinem Artikel erwähnten Großunternehmen keinen nachweislichen Nettogewinn infolge ihrer teuren DEI-Initiativen wahrgenommen haben. Einige sogar meinen, (Image)verluste erlebt zu haben. Bezüglich ihrer Umentscheidung müssen sie keine Rechenschaft ablegen.
Zudem werden etliche Firmen sowie auch öffentliche und private Bildungsinstitutionen zivilrechtlich verklagt, weil sie angeblich reverse discrimination betrieben hätten.
In meinem Artikel sprach ich den Antisemitismus und den Tokenismus an, was die DEI-Verfehlungen betrifft.
„ ... um die Relegalisierung von Jim Crow clauses [sic].“
In den USA der 1960er Jahre wuchs ich während der Jim-Crow-Ära auf. Die rassifizierte Trennung von Weißen und Schwarzen war im wahrsten Sinne des Wortes Apartheid. Das ist ein Wort, das heute allerdings sehr inflationär verwendet wird.
Mein Punkt ist immerhin, dass Diversity-Initiativen manchmal ihre ursprünglichen Ziele aus dem Auge verlieren und stattdessen zu einer Art ideologischen Reinheitsstreben werden können, welches Empowerment und Integration blockiert.
Die Notwendigkeit der Antidiskriminierungsmaßnahmen stelle ich nicht infrage, sondern weise vielmehr darauf hin, dass diese sorgfältig gestaltet und umgesetzt werden müssen, um ihre positiven Auswirkungen zu maximieren und gleichzeitig die Gefahr von ideologischen Verengungen zu minimieren.
In der modernen Gesellschaft, ob im Marktplatz oder in der Bildung, werden Kompetenzen eine wichtige Rolle denn je zuvor spielen. Während der demografische Wandel unaufhörlich stattfindet, werden demagogische Ansätze, ob von links oder rechts kommend, die politische Debatte stets deutlicher prägen.
Um es klar zu machen: Inklusion und intersektionale (gegen Mehrfachdiskriminierung gerichtete) Maßnahmen sind und bleiben wichtige Ansätze, die unsere Gesellschaft beherzigen soll. Doch das bedeutet auch, dass schon zum nackten Überleben ein effektives Empowerment die Kultivierung von tauglichen Kompetenzen angestrebt werden muss.
Wer als Leistungsträger:in und als Leistungsempfänger:in herangebildet wird, dürfte besser dastehen, wenn der Sozialstaat wegrationalisiert wird. Das ist nicht zynisch gemeint, wohl bemerkt.
DEI-Ansätze bereiten kaum auf das kommende Paradigmenwechsel vor.
Wer die DEI-Community kennt, müsste eigentlich zugeben, dass die „Dekolonialisierung“ und die Ausbreitung der Transferleistungen leider zu zentralen Ansprüchen geworden sind. Solche Ansichten sind kaum dazu geeignet, marginalisierten Menschen im Markt und in der Bildung nachhaltige Aufstiegschancen zu bescheren.
Als Verfechterin der freien und auch fairen – das eine schließt das andere nicht aus – Marktwirtschaft, möchte ich lieber mehr Chancengleichheit bei der Teilhabe sehen. Mehr Teilhabe statt Transferleistungen.
Ich bin grundsätzlich nicht gegen Quoten, und schon gar nicht gegen freiwillige Quoten. Aber solche Eingriffe müssen von Maßnahmen begleitet werden, die darauf zielen, die Entwicklung von markttauglichen Kompetenzen nachhaltig anzukurbeln.
Mein Punkt ist: DEI-Ansätze tragen oft dazu bei, die nachhaltige Chancengleichheit zu gefärhden. Die übermäßige Politisierung der von Vielfalt dient schließlich leider dazu, die Vergangenheit de facto fortzusetzen. Denn die pragmatischen Bedürfnisse der zu Beördernden werden vernachlässigt, während linkspopulistische Experimente betrieben werden.
„Wir fordern auch, dass keine weiteren Offensivwaffen nach Israel geliefert werden dürfen, bis Gerichte geurteilt haben, ob Kriegsverbrechen begangen werden.“
Auch der Neo-Fundamentalismus entpuppt sich als weltfremd. Wohlfeile Worte sind fehl am Platze.
Denn das Paradigma offensiver und defensiver Waffen hat längst ausgedient. Dies liegt an der zunehmenden Dual-Use-Fähigkeit von Waffensystemen, der netzwerkzentrierten Kriegsführung und der asymmetrischen Konstellation heutiger Konflikte. Pagers, nicht die modernsten Kommunikationsgeräte, können offensiv und übrigens auch chirurgisch eingesetzt werden. Leicht gepanzerte Fahrzeuge können gebraucht werden, um schwerbewaffnete Spezialkräfte ans Kampfziel zu bringen.
Israel kämpft ums Überleben, und viele westliche Länder profitieren vor allem in puncto Sicherheit davon. Die historische Verantwortung Deutschlands macht die pro-israelische Ausrichtung zu einem unverzichtbaren Fundament der bundesrepublikanischen Staatsräson. So wäre es schön, wenn auch und gerade eine Nachwuchsorganisation wie die GJ nicht darauf bedacht wäre, Israels Gegenoffensive zu beargwöhnen.
Der Mord an Brian Thompson war ein feiger, sinnloser Akt. Jegliche Rechtfertigung oder Romantisierung dieser Tat ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer und ihrer Angehörigen.
Luigi M., der Tatverdächtige, kommt aus einem sehr vermögenden Haus und verfügt über Kontakte, Ressourcen und Mittel, um rechtliche Remedien (Zivilklage, Mediation) zur Behebung seiner Beschwerden zu suchen. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen war er nicht mal Kunde von United Healthcare, der von Thompson geführten Krankenversicherung. Ihm winkte sogar ein stattlicher Teil des 30-Millionen-Dollar-Vermögens seiner Großmutter Mary (NY Post). Seine offenbar folgenschwere Rückenverletzung zog er sich nicht als ausgebeuteter Tagelöhner in einer Mine zu, sondern als freizeitlicher Wellenreiter in Polynesien.
Wer in ihm einen Helden der Unterschicht erblickt, ob selbst aus dem Prekariat kommend order nicht, ist eher von Gier und Rache statt von Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit getrieben. Übrigens: Die Argumente zur Rechtfertigung des brutalen Mordes ähneln gängigen antisemitischen Verschwörungstheorien.
Der Mord an Brian Thompson war ein feiger, sinnloser Akt. Luigi M., der Tatverdächtige, kommt aus einem sehr vermögenden Haus und verfügt über Kontakte, Ressourcen und Mittel, um rechtliche Remedien (Zivilklage, Mediation) zur Behebung seiner Beschwerden zu suchen.
Die Tat, scheinbar einer verzerrten Ideologie getrieben, die Gewalt als Lösung ansieht, ist inakzeptabel. Jegliche Rechtfertigung oder Romantisierung dieser Tat ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer und ihrer Angehörigen.
„Sie ist aber auch bei israelisch-jüdischen Ultrarechten sehr verbreitet.“
Dass ändert nichts an der Tatsache, dass die antiisraelische Community jene terroristische Schlachtparole verwendet, um dem jüdischen Staat das Existenzrecht abzusprechen.
Ich kenne eine deutsche Familie in Dortmund, die sich aufopfernd um die Familie des Getöteten kümmerte. Die Tragödie tangiert fürwahr viele Menschen.
Ungeachtet dessen sind die Freisprüche richtig. Die schonungslos detaillierte Zusammenfassung lässt erkennen, dass gravierende Abwehrmaßnahmen nur stufenweise getroffen wurden. Es war der Junge, der die Situation leider auf fatale Weise eskalierte.
„Schnell fasst Einsatzleiter Thorsten H. den Plan, Mouhamed Dramé ausgerechnet durch den massiven Gebrauch von Pfefferspray von einem möglichen Suizid abzuhalten.“
Der Auszug zeugt davon, dass die Polizei keine Tötungsabsichten hatte, sondern Leben retten wollte. Bei dem mutmaßlich suizidgefährdeten Jungen handelt es sich allerdings nicht um eine unbewaffnete Person an einer Brücke. Nein, er ging mit einem Messer schließlich auf die Polizei los.
Wer das martialische Auftreten der Polizei kritisiert, müsste verstehen, dass die sichtbare Übermacht potenziellen Tätern signalisieren soll, sich widerstandlos zu ergeben. Also Abschreckung, nicht Abknallen, ist das Ziel. Aber wer kann es einem bedrohten Polizisten übelnehmen, sich sowie seine Kolleg:innen und Unbeteiligte schützen zu wollen?
In meinem Artikel gibt es weiterführende Links. Zudem habe ich in meinem obigen Kommentar zwei Artikel, die nicht von mir stammen, zusätzlich hinzugefügt.
Ja, diejenigen, die hier den Rassismus und den Antisemitismus der UNO so krampfhaft leugnen, sind oft diejenigen, die ohne entsprechende Belege dem jüdischen Staat Apartheid vorwerfen.
Die Art und Weise, wie manche Israel-Kritiker:innen eine Schwarze auch hier maßregeln, lässt sehr tief blicken.
Ich lasse mich dadurch nicht beirren oder abschrecken.
Genau. Wer antisemitisch ist, tritt häufig auch rassistisch, misogyn und queerfeindlich in Erscheinung. Ganz egal, ob derjenige Antagonist vom linken oder vom rechten Rande kommt.
Die Rote-Armee-Fraktion war ein Verbrecherverein mit antisemtisichem, rassistischen und nicht zuletzt partriarchalischem Gepräge. Mit sozialer Gerechtigkeit hat das null Komma nichts zu tun.
Wer solche Massenmörder romantisiert, atmet toxische Verfassungsfeindlichkeit aus.
Wir, als diejenigen, die uneingeschüchtert mit gebotener Skepsis auf die UNO blicken, befinden uns in einem Kampf gegen einen gefährlichen Zeitgeist.
Schon alleine die unverschämte Verstrickung der UNRWA in die Hamas lässt ahnen, dass die UNO es mit Israel nicht gut meint. Dass Menschen die Komplizenschaft der UNO leugnen oder sogar rechtfertigen, muss unaufhörlich angeprangert werden.
Und ja, die tiefverwurzelte Korruption der UNO ist ein weiteres Problem, das ihre Glaubwürdigkeit zerstört.
Aber denjenigen Menschen, denen es darauf ankommt, Israel systematisch von der Weltkarte zu löschen, sei jedwedes Mittel dazu recht.
Mein längerer Ursprungstext geht z.B. auf das Straftatbestandsmerkmal der Absicht ein.
Immerhin ging es hier nicht einmal darum, die Anklage inhaltlich zu erläutern, sondern um die Tatsache, dass die UNO durch Nderitus Abgang eine wichtige, renommierte Stimme verliert.
Auf jedweden Fall freut es mich, dass Israel und die USA sich nicht von der Haager Richterbank beirren lassen. Es gibt einen guten Grund dafür, warum bestimmte westliche Supermächte weder den IGH noch den IStGH anerkennen.
Ich möchte gerne freundlich darauf hinweisen, dass Hass und diskriminierende Antipathien nicht ausschließlich mit Hakenkreuzen, roten Dreicken und brennenden Kruzifixen artikuliert.
Im 21. Jahrundert sollte die Gesellschaft darauf endlich sensibilisiert sein. Na ja, sollte.
Übrigens: In welcher Gesellschaft seien „proisraelische Medien“ eigentlich verboten?
Wer Rassismus, Misogynie, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit usw. ernsthaft bekämpfen will, muss auch dazu imstande sein, zwischen den Zeilen zu lesen und Zusammenhänge instiktiv zu erkennen.
„Der IGH wiederum hält den Vorwurf des Genozids für plausibel und hat ein Verfahren eröffnet. Die Anklage wird übrigens auch von der Africain [sic] Union unterstützt.“
Einspruch. Das stimmt so nicht.
Selbst die damalige IGH-Präsidentin Joan Donoghue stellte neulich klar: „[Das Gericht] hat keine Entscheidung getroffen, und hier korrigiere ich etwas, das in den Medien oft gesagt wird. Es hat nicht entschieden, ob die Behauptung des Völkermords plausibel ist.“
Der IGH erlaubte Israel, den Militäreinsatz im großen und ganzen fortzusetzen, wenn auch mit Auflagen. Südafrikas Hoffnung auf eine sofortige Beendigung der israelischen Gegenoffensive wurde also enttäuscht.
Einspruch. Wer eigene Erfahrungen mit Rassismus, Sexismus usw. gesammelt hat, weiß allzu gut, dass Hochqualifizierte gerne eingestellt werden, um als Tokens zu dienen.
Klartext: Die UNO behandelt den jüdischen Staat auf eine äußerst unparteiische Weise. Wer das ernsthaft bestreitet, kann meines Erachtens nicht ersnt genommen werden.
Israel zu lieben ist kein Verbrechen. Ich fühle mich weitaus sicherer in einer Welt, in der Israel über ein nukleares Arsenal verfügt, als in einer Welt, in der die UNRWA Schulbücher veröffentlicht.
Nun zur Sache des unaufgeforderten Tone-Policings: Dass man gedenkt, einer Schwarzen zu erklären, was seriös sei, hat, sagen wir, einen musealen Wert. Das gilt für Frau Nderitu, für Frau Sebutinde und für mich.
In einem Meinungstext artikuliere ich, siehe da, eine Meinung, und zwar meine eigene Meinung.
Die strukturelle Verachtung und performative Geringschätzung, die auch und gerade White Saviors und andere Woke hervorbringen, wenn sie auf eigenwillige Schwarze stoßen, zeugt von fehlender Reflexion.
„Die Tatsache, dass viele Fans von Luigi M. auch ihre Unterstützung für Hamas, Hisbollah, Huthis & Co. zum Ausdruck bringen, ist umso alarmierender. In der Tat ist auch der Mord an Brian Thompson eine Form des Terrors, und der erklärte antikapitalistische Charakter der rücksichtslosen Tötung nährt antisemitische Blutlegende-Verschwörungstheorien.“
Mit ebenjenem abschließenden Absatz habe ich das üble Phänomen der Lynchjustiz keineswegs auf die linke Flanke beschränkt. Der Zuspruch für die brutale Hinrichtung des Managers kommt mehrheitlich von links, aber der Anti-Kapitalismus und seine antisemitischen Anspielungen, die ich ansprach, sind auch Eigenschaften aus der rechten Flanke.
Als Queerfeministin mit afroamerikanischen Wurzeln habe ich Gründe dafür, die Lynchjustiz, den Mob und das gewaltverherrlichende Prekariat zu verachten.
„Wenn Biden Eier hätte, könnte er ihn ja begnadigen[,] um die Reps zu ärgern, [...]“
Einspruch. Die Annahme stimmt nicht. Denn Biden ist als US-Präsident nicht dazu befugt, Menschen für Straftaten zu begnadigen, die unter die Zuständigkeit eines oder mehrerer Bundesstaaten fallen. Seine diesbezüglich Macht beschränkt sich, gemäß Abschnitt 2 von Artikel II der US-Verfassung, ausdrücklich auf Bundesverbrechen.
Bislang ist die Causa, strafrechtlich gesehen, eine Angelegenheit der jeweiligen Bezirksstaatsanwaltschaften der Bundesstaaten New York und Pennsylvania. Selbst wenn eine Bundesanklage dazu käme, würde Biden grundsätzlich keine Möglichkeit haben, in die Gerichtsbarkeit bzw. die sachliche Zuständigkeit von New York und Pennsylvania einzugreifen. Nur die Gouverneur:innen von New York und Pennsylvania, beide zur Zeit Demokrat:innen, dürften dort begnadigen.
Einspruch, werte Kollegin. Es gib keine überzeugenden Belege dafür, dass „They’re eating the dogs, they’re eating the cats“ irgendwelche empirisch messbaren Auswirkungen auf das Wahlergebnis hatte.
In Swing States wie Michigan, wo es die größte arabische Gemeinde der USA gibt, riefen viele wahlberechtigte Menschen palästinensischer Abstammung dazu auf, Kamala Harris nicht zu wählen. Grund dafür, Kamala Harris, übrigens Gattin eines Juden, sei zu „israel-freundlich“. Zum Entsetzen zahlreicher Schwarzen wurde Harris tatsächlich dadurch abgestraft. Trump gewann Michigan mit 80.618 Stimmen – 50.332 davon kamen aus den arabischen Hochburgen um Dearborn.
Danke vielmals für die Würdigung der Arbeit Nderitus und für die Wertschätzung meiner Thematisierung der Sache.
Nderitu wird, wie auch Ms. Sebutinde, die mit Israel zustimmende ugandische Richterin am IGH in Den Haag, von Linken rassistisch und misogyn angegriffen.
Ich kann persönlich bestätigen, dass White Saviors und wohl auch radikale BIPoCs einen unbändigen Hass auf Schwarze haben, deren Ansichten nichts ins Narrativ passen.
Schon die Erwartung, eine schwarze Frau müsse eine dogmatische Dekolonialistin sein, die sich als antisemitisches Werkzeug verwenden lassen solle, schon diese Erwartung zeugt von Rassismus und Misogynie. Darum geht es.
Wenn Nderti nicht deshalb respektiert wird, weil sie eine hervorragend erfahrene Expertin ist, sondern nur als Erfüllungsgehilfin betrachtet wird, ist es schon bedenklich.
Wir können gerne über die 1.500 Jahre lange Geschichte des arabischen Sklavenhandels reden. Die Ungerechtigkeit, die wahrhaftig anderthalb Millennien stattfand, hat auf dem afrikanischen Kontinent Abermillionen Opfer verursacht. In Gaza, schließlich unter Kontrolle der Ottomanen, ging die Sklaverei bis ins 20. Jahrhundert hinein vonstatten.
Wer über den Rassismus redet, aber die unrühmliche Geschichte des islamischen Imperialismus z.B.aus politisch korrekten Gründen ausklammert, lässt tief blicken.
Schwarzes Leid im strukturell monumentalen Ausmaß wurde nicht lediglich nur „Kaukasierstaaten“ verursacht.
PS: Nderiti ist übrigens nicht die erste hochrangige Schwarze, die im Geflecht der Vereinigten Nationen dem gängigen Narrativ widerspricht. Die ugandische Richterin Julia Sebutinde am Internationalen Gerichtshof in Den Haag stimmte beispielsweise als einzige gegen Auflagen für Israel in Gaza. [taz.de/Proisraelis...-am-IGH/!5985718/] Dass Sebutinde, vor allem von weißen Linken boshaft kritisiert wurde, überrascht leider nicht. Das Institut for Black Solidarity with Israel dahingegen feiert Nderitu und Sebutinde als Heldinnen. www.facebook.com/I...233815365939/?_rdr
Afrikanischstämmige brauchen ohnehin keine Einweihung in Dekolonialisierung durch die Anti-Israel-Lobby. Es waren Europäer und Araber die 500 bzw. 1.500 Jahre lang Afrika unter sich aufteilten und jüdische Menschen hin und her trieben. Offenbar kann man „unreflektiert“ nicht ohne „UN“ buchstabieren.
Linke feiern erneut einen Mord an einem unbewaffneten Unschuldigen. Der Mordverdächtige Luigi M., ein verwöhnter Sohn aus einer wohlhabenden Familie, ist ihr neuer Held im Streben nach „sozialer Gerechtigkeit“. Dabei verwerfen sie Recht und Logik selbst, um die Lynchjustiz zu romantisieren.
Nicht nur Molotow-Cocktail-schwingende Straßenkämpfer, die von der staatlichen Stütze leben, sondern auch Podcaster, Psycholog:innenen und Professor:innenen begrüßen den Mord offen. Zunächst versuchten sie, Luigi M. als unschuldiges Opfer einer Verwechselung or als Spielball einer Verschwörung darzustellen. Doch bald entlarvten sie ihre extremistischen Triebe und priesen ihn euphorisch als Rächer, der mit Gewalt für Gerechtigkeit sorge.
Die Tatsache, dass viele Fans von Luigi M. auch ihre Unterstützung für Hamas, Hisbollah, Huthis & Co. zum Ausdruck bringen, ist umso alarmierender. In der Tat ist auch der Mord an Brian Thompson eine Form des Terrors, und der erklärte antikapitalistische Charakter der rücksichtslosen Tötung nährt antisemitische Blutlegende-Verschwörungstheorien.
Genau. Das zeugt von der Meinungsvielfalt der jüdischen Community, und das ist auch gut so.
Immerhin behaupten, laut dieser Studie des PEW-Instituts (April 2024), sage und schreibe 89 % der befragten amerikanischen Juden, dass Israels Krieg gegen die Hamas gerecht sei. Selbst bei jüngeren amerikanischen Juden liegt die Zustimmung für Israels Krieg bei 80 %.
„Al Jazeera takes down video falsely alleging IDF rapes in Shifa Hospital:
Qatari network’s ex-director says ‘Hamas investigations’ have debunked claim broadcast by news channel hours earlier; claimant wanted ‘to arouse the nation’s fervor’“
Bericht von Toi Staff in „Times of Israel“, 25. März 2024
Das Lied „It’s a hard knock life“ entstammt der Feder von Charles Strouse (Musik) und Martin Chernin (Text), und zwar als Teil des Musicals „Annie“. Sah ich übrigens bei der Uraufführung 1982 in den USA. Erwähne ich deshalb, weil es von dem Waisenmädchen Annie handelt. So wirkte es entseelt und sexuelle angeeignet, als ein Rapper anderthalb Jahrzehnte später das Stück coverte bzw. sampelte.
Rap-Musik hat es immerhin leider geschafft, misogyne Inhalte in multikulturellen, progressiven Kreisen akzeptabel zu machen.
Natürlich herrscht die Unschuldsvermutung, was Jay-Z betrifft. Aber eine unschöne Vermutung schwingt mit.
„Seit kurzer Zeit ist die Doku auf dem YouTube-Kanal deskatarischen Senders Al Jazeeraverfügbar.“
Bereits 2017 sperrten Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate die Website von Al Jazeera. Ja, ausgerechnet andere islamistische Länder legten Al-Jazeera das Handwerk.
Dass „Israelism“ bei Al Jazeera eine Art Zuflucht findet, wundert also keineswegs. Es spricht aber weder für die Authentizität noch für die Objektivität des Films.
Am 25. März 2024 löschteAl Jazeeraschweren Herzens, wohl bemerkt, das Video einer Frau namens Jamila al-Hissi, die behauptet hatte, israelische Soldaten hätten beider Belagerung des Al-Shifa-Krankenhauses„Frauen vergewaltigt, Frauen entführt, Frauen hingerichtet und Leichen unter den Trümmern hervorgezogen, um ihre Hunde auf sie loszulassen“. Denn es handelte sich um falsche Angaben. Stichwort: Fake News.
Der ehemalige Geschäftsführer vonAl Jazeera, Yasser Abu Hilalah, schrieb auf X (Twitter) dazu: „Untersuchungen der Hamas haben ergeben, dass die Geschichte der Vergewaltigung von Frauen im Shifa-Krankenhaus erfunden war.“
Uerbittlich kritisiere ich Daniel Bax. Auch in der Taz-Kommentarspalte. Selbst und gerade deshalb, weil ich wiederholt Artikel in der Taz veröffentliche.
Ich schätze Medien, die meine Arbeit veröffentlichen.
Ohnehin bin ich weder links noch rechts, sondern aus der dahinschwindenden Nische namens Mitte.
Welcher kritische Journalismus genau wird gemeint?
Der Journalismus, der seit 14 Monaten die Angaben von Zeitgenossen wie Hamas, Hisbollah & Co. für bare Münzen hält und die antiisraelische Stimmungsmache völlig unreflektiert betreibt? Der Journalismus, der jüdischen Opfern von Gruppenvergewaltigung und Massenmord die kalte Schulter zeigt? Der Journalismus, der rote Dreiecke als Ausdruck des Widerstands verteidigt?
Was bzw. wem nützt es, über die toxische Männlichkeit der Rechten zu schimpfen, wenn man nicht dazu bereit ist, die strukturelle Misogynie islamistischer Ansichten und deren Folgen mit zu kritisieren?
Warum fordern „unabhängige“ Organisationen einerseits die Dekolonialisierung der Bildung, während sie es andererseits strikt ablehnen, die 1.500 Jahre lange Geschichte des arabischen Sklavenhandels anzusprechen?
Was mich persönlich betrifft: Ich fühle mich sicherer in einer Welt, in der Israel über ein atomares Arsensal verfügt, als in einer Welt, in der die UNRWA Schulbücher veröffentlicht.
Wann und wo hat die „Student Coalition“ jemals die Ermordung der israelischen Studierenden durch die Hamas am 7. Oktober 2023 kritisiert? Warum lässt die Gruppe zu, dass Mitmarschierende überhaupt mit roten Dreiecken in Erscheinung treten? Weshalb kommt man
nicht dazu, die Freilassung der Geiseln zu fordern?
Tolles Splaining. Der Stein des Anstoßes, wa? Spoiler: Die Etymologie des Begriffes „Intifada“ ist mir seit den 1980er Jahren hinlänglich bekannt. Die gängigen Euphemisierungen auch.
Wo hat die Intifada jemals zum Frieden oder gar zur Demokratisierung einer Gesellschaft beigetragen?
Infolge der Ersten Intifada entstand die Hamas. Die Zweite Intifada endete mit einem Waffenstillstand. Aber der 7. Oktober 2023 zeigte, was die islamistische Terrororganisation von Waffenstillständen hält.
Der arabische Sklavenhandel florierte ein ganzes Millennium länger als der ohnehin brutale europäische Sklavenhandel. Für die Direktbetroffenen des islamistischen Imperialismus in Afrika, wie auch ihre Nachfolger:innen, ist es ein Schlag ins Gesicht, die generationenlange Unterdrückung zu ignorieren, die von Nicht-Weißen begangen wurde.
Warum wollen manche Leute partout nicht wahrnehmen, dass weiße Europäer kein Monopol auf die systematische Menschenverachtung besitzen?
„Der ,antiisraelische Teil der Linken’ ist wie in Israel und im Rest der Welt selbstverständlich gegen Kriegsverbrechen, Rechtsextreme in Regierungen und tausen[d]faches Töten von Zivilisten.“
Echt? Wann etwa gedenken jene antiisraelischen Linken, öffentlich die unbedingte Freilassung der Geiseln und die konsequente Verfolgung rechtsextremer Islamisten zu fordern? Warum marschieren antiisraelische Linke mit roten Dreiecken und rufen zur Intifada (Einstaatenlösung mit Genozid) auf?
Okay, heute ist Black Friday. Aber warum beschleicht habe das Gefühl, es ginge darum, Joe Chialo den Schwarzen Peter zu zu schieben?
Wo stünde im GG einen unveräußerlichen Anspruch darauf, als Kulturschaffende dauerhaft vom Staat durchgefüttert zu werden?
Bei aller Liebe, aber hier wird eine vernunftbasierte fiskalpolitische Entscheidung als ideologische Absage an die Künste dargestellt. Fakt ist, alte Ansätze im Nahmen der Vielfalt erweisen sich als fehlerhaft und würden uns bei der Wiederholung nicht minder teuer zu stehen kommen.
Im Artikel heißt es: „Künftig werden wohl noch mehr Kulturschaffende auf staatliche Unterstützung angewiesen sein. Ein Minusgeschäft.“
Meines Erachtens ist „staatlich subventionierte Kultur“ per definitionem auch staatliche Unterstützung.
Zudem müssten man erwähnen, dass einige leistungsempfangende „Kulturorganisationen“ in dieser Stadt sich als Horte „israelkritischer“ Antipathien entpuppt haben. Dass ebenjene Vereine nicht mehr von Steuerzahlenden mit finanziert werden, ist eigentlich eine gute Sache.
Wie kommt man dazu, eine vernunftbasierte fiskalpolitische Entscheidung als Absage an die kulturelle Vielfalt darzustellen?
Weshalb werden linke Projekt automatische als erfolgreich dargestellt, obwohl es trotz jahrelanger Ausgaben heute immer noch Integrationsdefizite gibt?
Warum wird bei dieser Litanei nicht gehörig mit erwähnt, dass einige leistungsempfangende „Kulturorganisationen“ in dieser Stadt sich als Horte „israelkritische“ Antipathien entpuppt haben?
Wer allen Ernstes meint, es gebe in der UNO keinen institutionellen Antisemitismus und keine strukturelle Israel, lebt im Reich der Realitätsverweigerung.
Ist man wenigstens dazu bereit, über die Mitschuld der „Zivilbevölkerung“ Gazas an der eigenen Misere zu sprechen?
2007 wurde die Hamas ins Amt gewählt. In den 18 ununterbrochenen Jahren der Alleinherrschaft der Hamas in Gaza gab es keinen Wahlen mehr.
Vor lauter Eifer beim Bau von Tunneln und Terrorcamps für Kinder hat die Hamas irgendwie vergessen, sich Menschenrechte auf die Fahne zu schreiben.
Anstatt sich gegen die Hamas aufzulehnen und sich ein inspiriertes Beispiel an den vielen tapferen Iraner:innen zu nehmen, die sich dauerhaft gegen das Mullah-Regime erheben, fand man sich in Gaza mit den rechtsextremen Dschihadisten ab.
Wer bei sich zu Hause israelische Geiseln beherbergt und Waffen für die Hamas deponiert, ist nicht unschuldig.
Der IStGH fällt immer ein politisches Urteil, und zwar, ähnlich wie der IGH, oft genug gegen die Interessen des demokratischen Westens.
Da Deutschland beide Gerichte anerkennt, geht es darum, inwieweit die bundesrepublikanische Staatsräson auf dem Altar des antisemitischen Zeitgeistes geopfert werden soll.
Ich fühle mich sicherer in einer Welt, in der Israel über ein nukleares Arsenal verfügt, als in einer Welt, in der die UNRWA Schulbücher veröffentlicht.
In der realen Welt befassen wir uns nicht mit irgendwelchen woken Wünschträumen, ein terroristischer Failed State sei zu retten. Anstatt dessen nehmen wir wahr, dass die Intifada nirgendwo auf diesem Planeten zur Demokratisierung beigetragen hat. So begrüße ich, dass Israel sich verteidigen kann.
In der Triage der Tragödien dürfen wir immerhin nicht ignorieren, dass in Afrika weitaus Menschen vernichtet werden. Die Opfer sind Schwarze, die Täter sind Islamisten. No Jews, no News.
Immerhin ist es die Hamas, die den Gaza-Streifen unbewohnbar macht. Seit 18 Jahren behandelt die islamistische Terro9rganisation das eigene Volk als Kanonenfutter und lässt es elendig als Kollaterlschaden sterben.
Manchmal im Leben ist etwas tatsächlich so klar, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint. Der Antisemitismus und der Israel-Hass erklären hier sehr viel.
Nein, ganz im Gegenteil. Die antiisraelische Globalpropaganda ist kein Hirngespenst, sondern eine hässliche Wiederbelebung der antisemitische Blutlibel-Legende,
Wer Antisemitimus in Wort und Tat bekämpfen will, muss eigentlich schon wahrnehmen, dass man, ob in New York oder in Neukölln, den Judenhass heutzutage wie eine Monstranz vor sich her trägt.
Oder wer hat die jüngsten Pogrome in Amsterdam, London und Paris nicht gesehen?
Die Bezeichnung „antiisraelische Globalpropaganda“ entspricht durchaus die Realität, die insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 wahrzunehmen ist. Weltweit steigen judenfeindliche Straftaten an, während Israel-Kritiker:innen unterschiedlicher Couleur den jüdischen Staat mit verdächtiger Vorverurteilung gravierender Verbrechen bezichtigt.
Übrigens: Jüdische Menschen, ob als Ministerpräsident:innen oder als private Bürger:innen sind nicht da, um als Druckmittel zu agieren.
Es fällt auf, dass viele Verfechter der Erstreckung des Haftbefehles gegen Netanjahu aus dem Defund-the-Police-Lager kommen. Praktisch über Nacht sind sie zu Law-and-Order-Apologeten geworden. Bei Julian Assange und bei der nach Ungarn überstellten, mutmaßlich rechtsextremen Maja T. waren sie fanatisch gegen die Auslieferung. Auf Teufel komm raus haben diverse Experten rechtliche Mittel und politische Proteste gefordert, um die Auslieferungsmöglichkeiten zu sabotieren.
Ja, die Umstände und die jeweiligen Haftbefehle waren anders. Doch genau das ist mein Punkt. Jedwede Causa hat Besonderheiten, die über den rein juristischen Rahmen hinaus berücksichtigt werden dürfen.
Aber Entwarnung: Bibi seine lang ersehnten Urlaubspläne für Neukölln bis auf Weiteres abgesagt. Ebenfalls auf einen offiziellen Staatsbesuch in der ach so judenfreundlichen Bundesrepublik verzichtet er zuerst einmal, und zwar um das alltägliche Berliner Verkehrschaos nicht zu stören. Lobenswerte Rücksicht.
So gerät Deutschland doch nicht in die unerfreuliche Lage, sich jetzt, während des größten Anstiegs an Antisemitismus seit 1945, mit barbarischer Blindheit am internationalen Israel-Bashing beteiligen zu müssen.
meine Kommentare
04.04.2025 , 20:01 Uhr
„Stattdessen gilt es als demokratisch unsauber, rassistische, queerfeindliche, antisemitische oder frauenverachtende Kommentare einfach zu löschen. Ich lösche das. Und ihr solltet es auch tun.“
Brava. Genau so. Denn Hetze ist keine Meinung. Selbst wenn die bedenklichen Ansichten nicht rechtswidrig sind, müsste man solche Antipathien nicht erdulden. Oft verstoßen derartige Kommentare schon gegen die selbstauferlegte Netiquette. Doch selbst dann werden sie nicht rechtzeitig gelöscht, auch wenn man sie explizit darauf hinweist. Gerade viele ÖRR-Sender haben hier viel Nachholdbedarf.
Die Gründe für die Toleranz der Intoleranz? Fehlende Sensibilisierung für die Opfer. Oder sogar eine Sympathie gegenüber dem Angreifenden. Wiederum nicht selten aus einem vorauseilenden, falschen Gehorsam bezüglich des Grundgesetzes.
zum Beitrag04.04.2025 , 15:57 Uhr
Guter Artikel. Der Bericht fängt die bedrückende Atmosphäre der Verunsicherung und des Rückschritts in Bezug auf Vielfalt beim Militär präzise ein.
Eine Sache: Gen. Charles Q. Brown war genauer genommen der erste afroamerikanische Generalstabschef der US Air Force als Teilstreitkraft. Denn der Heeresgeneral Colin Powell, später Außenminister, war bereits von 1989 bis 1993 der erste afroamerikanische Vorsitzende des Generalstabs der gesamten Streitkräfte bzw. Chairman der Joint Chiefs of Staff.
zum Beitrag03.04.2025 , 17:07 Uhr
Elon Musk ist allerdings nicht der wirkliche Gründer von Tesla. Das nach dem Elektropionier Nikola Tesla genannte Unternehmen wurde Juli 2003 von den beiden Softwareentwicklern Martin Eberhard und Marc Tarpenning ins Lebens gerufen. Musk stieß 2004 dazu, führte die Finanzierungsrunde für die Serie A an und investierte er rund 6,5 Milliarden USD. So wurde Musk Chairman of the Board, von den tatsächlich Aufgaben her quasi Aufsichtsratsvorsitzender.
Ab 2008, und zwar nicht ohne streitereien übernahm Musk dazu den CEO-Posten und agierte somit als Vorstnadsvorsitzender mit nun operativen Befugnissen. Eine im September 2009 zwischen Eberhard und Tesla vereinbarte außergerichtliche Einigung gestattet es dennoch fünf Personen, darunter Eberhard, Tarpenning und Musk, sich als „Co-Founders“ (Mitbegründer) zu bezeichnen.
Es ist von essenzieller Bedeutung, diese Sachverhalte zu differenzieren, da Elon Musk mitunter gerne den Eindruck entstehen lässt, er sei der ursprüngliche Ideengeber von Tesla, ein Verhalten, das man durchaus als armseliges Imponiergehabe bezeichnen könnte und das zur Bildung eines unzutreffenden Mythos beiträgt
zum Beitrag01.04.2025 , 14:54 Uhr
Franklin Delano Roosevelt (1882 – 1945) wurde genau genommen vier Male zum US-Präsidenten gewählt: 1932, 1936, 1940 und 1944. Jedwedes Mal rechtens. Denn der 22. Zusatzartikel, der eine Wiederwahl auf ein Mal beschränkte, trat erst 1951 in Kraft.
Nach der Ermordung von William McKinley im Jahr 1901 übernahm der US-Vizepräsident Theodore Roosevelt, ein entfernter Cousin FDRs, das Amt des US-Präsidenten und sicherte sich nach Ablauf seiner Amtszeit durch Wiederwahl eine weitere Periode. Bei seiner erneuten Kandidatur im Jahr 1912 unterlag er jedoch Woodrow Wilson. Bemerkenswerterweise wurde Roosevelt diesmal nicht von seiner eigenen Partei, den Republikanern, die den amtierenden William Howard Taft unterstützten, nominiert, sondern trat für die, siehe da, Progressive Partei an.
zum Beitrag01.04.2025 , 14:53 Uhr
1944 wurde Franklin Delano Roosevelet allerdings nicht zum 3., sondern zum 4. Male zum US-Präsidenten.
zum Beitrag01.04.2025 , 10:35 Uhr
Heute ist der 32. März, und das ist auch gut so.
Manch ein Merzscherz tut wirklich gut.
zum Beitrag29.03.2025 , 10:48 Uhr
Wie dürfte das „Indielängeziehen“ des Krieges alleine „Netanjahus Israel“ zugeschrieben werden?
Es ist die Hamas die darauf verzichtet, die restlichen Geiseln frei zu lassen. Dafür müsste es nicht mal eine Vereinbarung geben. Die Hamas könnte schon von alleine ihren Willen zum Frieden zeigen.
Und nochmals gefragt: Mit welchem Anspruch dürfte man von Europa aus „Neuwahlen in der Region“ fordern? Das schließt Israel offenbar ein. Aber die Begründung dafür erschließt sich mir nicht. Wieso dürfte die internationale Gemeinschaft über Wahlen in Israel entscheiden?
zum Beitrag27.03.2025 , 13:34 Uhr
Nach wie vor gibt es im Grunde genommen nur die ungeprüften, nicht differenzierten Angaben der Hamas, die bekanntlich nicht zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten unterscheiden.
zum Beitrag27.03.2025 , 13:16 Uhr
Der breitangelgte Terorangriff, den die Hamas am 7.Oktober 2023 verübte, und zwar mit Überfällen via Luft, Land und See, war schlicht und ergreifend existenzbedrohend.
Der Angriffskrieg, den die Japaner mit der Überfall auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 vom Zaun brachen, war existenbedrohend.
Der Terrorangriff, den Al-Qaida am 11. September 2001 durchführte, war existendbedrohend.
Die Tendenz, einer attackierten Supermacht die Unverhältnismäßigkeit vorzuwerfen, nur deshalb, weil ihre Gegenoffensive weitaus mehr Zerstörung verursacht, ist weder sachlich noch realistisch.
zum Beitrag27.03.2025 , 13:04 Uhr
Da ich als Buchautorin selbst darüber schreiben, rate ich Ihnen, mal meine Ansichten und Analysen näher zur Kenntnis zu nehmen. „Race Relations: Essays über Rassismus“, (Orlanada-Verlag, 2025).
Aus Diskretionsgründen verzichte ich auf die Verlinkung, aber die taufrisch veröffentlichte Neuauflage ist im Handel.
Ihre weiteren auf mich bezogenen Vorwürfe treffen nicht zu. Seit 2018 betreue ich im Ehrenamt vereinzelte queere Geflüchtete. Dazu zählen einige aus Palästina. Diese tapferen Menschen haben die brutale Queerfeindlichkeit der Hamas und der Palästinensichen Behörde teils nur knapp überstanden. Solchen Menschen begegne ich mit Respekt und Demut. Und es wundert mich nicht, dass diese Verfolgten keine Zuflucht bei Hamas-Befürworter:innen suchen.
In Anbetracht dessen ist es klar, dass vor allem Ihr zweiter Punkt keine differenzierte Betrachtungsweise wagt.
zum Beitrag27.03.2025 , 11:00 Uhr
Genau. Danke schön.
zum Beitrag27.03.2025 , 10:59 Uhr
Nein, so geht es nicht. Holocaustleugungen im Rahmen der propalästinensischen Proteste an der Columbia erschienen durchaus in Social-Media-Videos. Selbst wenn man diese kramphaft als „Einzelfälle“ abstempelt, sind solche Behauptungen widerlich und eindeutig Hetze.
zum Beitrag27.03.2025 , 10:51 Uhr
Aufrufe zur antiisraelischen Gewalt, wie beispielweise zur Intifada, sind nicht zu tolerieren.
Die Hausbesetzungen an der Columbia University waren übrigens nicht legal, sondern rechtswidrig. Wer solche Aktionen mit organisiert, sollte sich nicht wundern, wenn er zur Rechenschaft gezogen wird.
Die unreflektierte Vergötzung antiisraelischer Äußerungen als vermeintlicher Ausdruck der Meinungsfreiheit ist ein gefährlicher Irrweg, der unweigerlich in den Abgrund führt.
zum Beitrag27.03.2025 , 10:44 Uhr
Wie „systematisch“ müssten Verbrechen sein, bis Sie wahrnehmen, dass es sich um Unrecht handelt?
Selbst die Einzelfälle verdeutlichen, dass jüdische Menschen auf einem Campus nach dem anderen gezielt auf unrechtmäßige Weise behandelt wurden.
Was sagen Sie dazu, dass selbst die Columbia University im Rahmen einer universitätsinternen Kommission bestätigte, dass es dort systematische Mängel im Schutz jüdischer Studierender gab?
Im April 2024 verurteilte die Präsidentin der Columbia University, Minouche Shafik, antisemitische Handlungen von Studierenden und Lehrenden auf dem Campus und bezeichnete die Situation der Universität als „moralische Krise“. Das war alles lange vor den US-Wahlen, so nebenbei bemerkt. Präsident Joe Biden und der New Yorker Bürgermeister Eric Adams bezeichneten die Proteste des als antisemitisch und prangerten die Aufrufe zu Gewalt und Schikanen gegen Juden an.
Übrigens: Welche unabhängigen, gerichtsfesten Belege haben Sie für die gängigen Vorwürfe gegen Israel? Verlassen Sie sich dabei auf die ungeprüften Angaben aus den Hamas-Ministerien?
zum Beitrag27.03.2025 , 10:24 Uhr
„Niemand hat ,dem Westen die Intifada erklärt’.“
Bestreiten Sie allen Ernstes, dass die Schlachtparole „Globalize the Intifada!“ als Fahnenappell der Free-Palestine-Bewegung dient? Bitte, schauen Sie sich diese Berichte und Videos an:
www.jns.org/amid-t...intifada-at-rally/
www.youtube.com/watch?v=X24GhA7o6ik
www.youtube.com/watch?v=D-bGXPAvoOc
An der Wahrheit scheitert zudem Ihre Behauptung: „Noch ist irgendeine Organisationen oder ein Staat in der Lage, den militärisch haushoch überlegenen Westen ernsthaft zu gefährden.“ Betrachten Sie nun wirklich den von der Hamas am 7. Oktober 2023 verübten Terrorangriff nicht als ernsthafte Gefährdung? Bei den breitangelegten Attacken wurden ca. 1.200 unschuldige, unbewaffnete Menschen in Israel getötet. Der tödlichste antisemitische Massenmordanschlag seit der Shoah ist definitiv eine ernsthafte Gefährdung. Nicht nur für Israel, nicht nur für den Westen, sondern für die Menschheit überhaupt.
zum Beitrag27.03.2025 , 10:01 Uhr
Beim „Abschütteln“ am 7. Oktober 2023 wurden rund 1.200 unbewaffnete israelische und internationale Zivilisten von der Hamas in Israel ermordet. Zahlreiche wurden vergewaltigt, verstümmelt und verschleppt.
Das Völkerrecht erkennt solche Untaten, die übrigens außerhalb Gazas initiiert wurden, nicht als Widerstand an.
Jene Kriegsverbrechen veranschaulichen ganz genau, was die von der Free-Palestine-Bewegung geforderte Globalisierung der Intifada wirklich bedeutet.
Es ist der Westen, der sich die Intifada abschütteln muss.
zum Beitrag26.03.2025 , 20:46 Uhr
Dürfte ich nach dem Anlass der von Ihnen aufgeforderten internationalen Neuwahlen in Israel fragen?
Der jüdische Staat ist kein Failed State, sondern eine funktionierende Demokratie mit einer unleugbar unabhängigen Justiz.
Dabei müsste man ergänzen: In Gaza unter der Hamas gab es in 18 Jahren gar keinen Wahlbetrug. Denn in Gaza unter der Hamas gab es in 18 Jahren keine Wahlen mehr.
zum Beitrag26.03.2025 , 20:40 Uhr
Ganz genau. Einige israelkritische Beobachtende in Europa müssten auch die eigenen Denkweisen und Reflexe „dekolonialisieren“.
zum Beitrag26.03.2025 , 18:13 Uhr
Als ich Kind in den USA der 1960er Jahre war, herrschte die Jim-Crow-Segregation in den Südstaaten. Regelmäßig sah ich im schwarzweißen Fernsehen, wie Weiße den Schwarzen den Weg in die Schule sperrten. Es war die Ära, in der George Wallace, als Democrat (!) und Gouverneur von Alabama, von der Aula der University stand und proklamierte, keine Schwarzen werden als Studierende zutritt haben.
Die Bundesregierung sah sich wieder veranlasst, bewaffnete Truppen loszuschicken, um Wallace & Co. umzustimmen. Denn die Fürsprecher der Integration waren sich einig: Szenen wie aus Nazi-Deutschland der 1930er Jahre durften sich nicht auf amerikanischem Boden abspielen.
Und heute? Szenen wie diese aus der UCLA in Los Angeles bestätigen, dass pro-palästinensische Akteur:innen Blockaden und Personenkontrollen gezielt gegen jüdische Studierenden einrichten. Solche Maßnahmen verstoßnen gegen die US-Verfassung.
youtu.be/lbyPUgOe_...i=7y_lkbS7hnfJDKB7
Hier sehen wir einen israelischen Professor, dessen Bewegungen auf dem Campus die Vertreter von Columbia plötzlich auf diskriminatorisch Weise einschränken wollen.
youtu.be/mMFEqo9Nz...i=TS0r2VQ2scRnsG8Y
zum Beitrag26.03.2025 , 17:50 Uhr
Die Personenkontrollen durch propalästinensische Protestierende sind echt. Dieses Video zeigt die Lage an der UCLA in Los Angeles. Da wurden Juden tagelang auf rechtwidrige Weise durch Mitglieder der angeblich friedlichen Free-Palestine-Bewegung persönlich kontrolliert und physisch blockiert.
youtu.be/lbyPUgOe_...i=7y_lkbS7hnfJDKB7
Weshalb bezeichnen Sie diese Behauptungen als „haltlos“?
Ich habe auch weitere Videos auf Halde, die ähnliche antisemitische Maßnahmen zeigen.
zum Beitrag26.03.2025 , 17:42 Uhr
Gerne. Ich möchte mit zur Aufklärung beitragen.
zum Beitrag26.03.2025 , 17:13 Uhr
Sei es verstörend, überhaupt Meinungen zu entdecken, die mit dem erschöpften Narrativ des „Dekolonialismus“ aufräumen?
Meine Frage ist keineswegs zynisch gemeint. Es scheint mir allerdings, dass viele in der pro-palästinensischen Bewegung allen Ernstes mit keinem Widerspruch rechnen. Als würden die Freunde und Freundinnen Israels es einfach so hinnehmen, dass der jüdische Staat kontinuierlich dämonisiert wird.
zum Beitrag26.03.2025 , 17:05 Uhr
Wunderbar ausgeführt. Danke vielmals.
zum Beitrag26.03.2025 , 17:04 Uhr
Genau. Das Thema wird krampfhaft ausgeblendet.
zum Beitrag26.03.2025 , 12:01 Uhr
Das Entsetzen über den 7. Oktober mit der Handlungen Israels zu verknüpfen, wäre meines Erachtens eine zu vermeidende Relativierung. Der 7. Oktober war nämlich ein singuläres Ereignis, ein Akt terroristischer Gewalt, der durch seinen antisemitischen Charakter und seine Brutalität eine historische Zäsur darstellt. Ihn mit den komplexen, oft tragischen, aber dennoch notwendigen Handlungen eines Staates im Angesicht existentieller Bedrohungen gleichzusetzen, ist nicht nur eine gefährliche Verkürzung, sondern auch eine moralische Bankrotterklärung.
Objektivität in der Berichterstattung oder in der Analyse eines Sachverhalts bedeutet nicht, dass jedwede Meinung oder Handlung als gleichwertig dargestellt werden muss. Vor allem der Zwei-Seiten-Ansatz suggeriert fälschlicherweise eine moralische Gleichwertigkeit aller Handlungen, insbesondere durch die Gleichsetzung von Terrorakten mit staatlichem Handeln, wodurch die klare Unterscheidung zwischen Aggressor und Opfer verwischt wird.
zum Beitrag26.03.2025 , 10:25 Uhr
Unter welchen Umständen denn dürfte „der Westen“ sich überhaupt wehren, wenn ihr die Intifada erklärt wird?
Irans oberster Führer Ayatollah Khamenei lobt US-Campus-Demonstranten für ihre Gaza-Unterstützung und erklärte, sie stünden auf der richtigen Seite der Geschichte. (1)
Islamistische Regierungen in Staaten wie Katar – wo es kein volles Wahlrecht für und gar keine LGBTQ-Recht gibt – finanzieren in Milliaredenhöhe „Social Justice Studies“, nämlich Studiengänge über soziale Gerechtigkeit, an westlichen Universitäten. (2)
Die Ideologie dschihadistischer Drahtzieher stellt eine existenzielle Bedrohung für die liberale, demokratische Ordnung des Westens dar.
(1): www.newsweek.com/a...de-history-1906281
(2): isgap.org/follow-the-money/
zum Beitrag26.03.2025 , 09:43 Uhr
Danke vielmals für diese Einschätzung. Im Vorfelde der Leipziger Buchmesse habe ich das Werk mit Langmut absolviert. Wohl in der Hoffnung, einen Funken Differenziertheit zu entdecken. Vergeblich. Denn das Buch entpuppt sich Seite für Seite als ein tendenziöser Traktat.
Mishras Mantra, Israel sei ein lilienweißer Apartheidstaat, speist zwar das Narrativ unzähliger Campus-Chaoten und Internet-Intifadisten, scheitert jedoch kläglich an einer Mauer voller Fakten. Der Autor vertritt vermeintlich den Dekolonialismus, klammert jedoch den Transsahara-Sklavenhandel, der 1.500 Jahre lang ein Grundpfeiler des islamischen Imperialismus war, krampfhaft aus.
Eine derart ideologische Verblendung erklärt, warum die Free-Palestine-Bewegung den drakonischen Illiberalismus der Hamas, z.B. Misogyne und Queerfeindlichkeit, leugnet.
Zudem ignoriert Misha eine weiteres grundlegendes Problem: Kaum eine Waffe im konventionellen Arsenal Israels ist so gefährlich wie die Schulbücher, die von der UNRWA veröffentlicht werden. Denn diese dämonisieren Juden, leugnen das Existenzrecht Israels und sorgen somit von Kindesbeinen an für immer mehr Kanonenfütter in einem Krieg, den Palästina niemals gewinnen kann.
zum Beitrag25.03.2025 , 22:23 Uhr
Wer möchte ausgerechnet jetzt, in einem Zeitalter des wild grassierenden Hasses, den Schutz gegen den Antisemitismus aufweichen?
Und warum eigentlich?
Weshalb müsste eine Gemeinschaft, die gerade mal 0,2 % der Weltbevölkerung ausmacht, plötzlich weniger geschützt werden?
zum Beitrag25.03.2025 , 22:17 Uhr
Woher genau wissen Sie, dass seine Meinungsäußerungen „völlig legal“ wären? Und dass es sich ausschließlich darum ginge?
Belege für diese Vorwürfe?
zum Beitrag25.03.2025 , 22:13 Uhr
Er, nämlich Khalil, ist nicht einfach so verschwunden. Nein, er befindet sich mittlerweile in Jena. Nicht in Thüringen, sondern in Jena, Louisiana, und zwar im ICE Detention Center.
Wissen wir, wo sich die israelischen Geiseln überhaupt noch befinden?
zum Beitrag25.03.2025 , 22:08 Uhr
Danke vielmals für die wichtigen Ergänzungen und die solidarische Resonanz.
zum Beitrag25.03.2025 , 22:07 Uhr
Das freut und rührt mich sehr. Danke vielmals.
zum Beitrag25.03.2025 , 16:30 Uhr
Das offenbart, dass ich handwerkliche Fehler bei so einem Fall bedauerlich finde. Die Fehler finde ich sogar vermeidbar. So wird das Vorgehen aber nicht automatisch zu einem Vergehen.
Da ich eine liberale Demokratie in Wort und Tat schätze, möchte ich im Sinne sämtlicher Beteiltigten, dass es mit rechten, vielmehr mit rechtlichen Dingen zugeht.
Wer zur Intifada aufruft, will allerdings keine Demokratie.
Nirgendwo auf diesem Planeten gibt es einen Ort, an dem die Intifada zur Demokratisierung beigetragen hat.
zum Beitrag25.03.2025 , 16:14 Uhr
Im Kommentar habe ich doch deutlich gemacht, dass der Fall Khalil von handwerklichen Fehlern überschattet ist. Meines Erachtens waren diese ggf. durch Flüchtigkeit entstandenden Fehler vermeidbar. Es wäre sowieso im Sinne aller Beteiligten, diese Fehler zu beheben und solche bei künftigen Verfahren gegen mutmaßliche Terrorverherrlicher:innen zu vermeiden.
In Jena (Louisiana, nicht Thüringen) genießt Khalil immerhin mehr Freiheit und mehr Schutz als die israelischen Geiseln, die im Tunnel unter Gaza seit etwa 536 Tagen ein elendiges Dasein fristen.
zum Beitrag25.03.2025 , 16:02 Uhr
Liebend gerne.
zum Beitrag25.03.2025 , 16:01 Uhr
Es war und bleibt mir durchaus klar.
So schrieb ich auch bereits in demselben Kommentar: „Folgende Videos lassen erkennen, dass an der Columbia University, und an anderen Universitäten in den USA, Mitglieder der Free-Palestine-Bewegung eine Hetzjagd auf Juden verübten: [...]“
Ist es Ihnen irgendwie entgangen? Zudem erwähnte ich in einem nachfolgenden Kommentar diesbezüglich auch das Barnhard College, immerhin einen engen Partner der Columbia University.
Vielleicht haben Sie meine entsprechenden Erläuterungen wirklich nicht zur Kenntnis genommen. Aber eines steht durch diese Sache fest: Die Tatasache, dass mehrere Universitäten impliziert werden, bestätigt meine Behuatptung eines systematischen Problems.
zum Beitrag25.03.2025 , 11:05 Uhr
Wenn die Columbia University sich freispricht, sind Sie zufrieden?
Wenn die Hamas sich freispricht, sind Sie ebenfalls zufrieden?
Fakt ist, propalästinensische Plakate auf einer Demo am Barnard College, dem engen Partner der Columbia University, zeigten das Hakenkreuz als Teil der israelischen Flagge und behaupteten, die Shoah sei „staged“. Andere buchstabieren Israel mit den SS-Runen.
zum Beitrag25.03.2025 , 07:30 Uhr
Danke vielmals für die solidarische Resonanz.
zum Beitrag25.03.2025 , 07:26 Uhr
Bibliotheken und Seminarräume, in denen sich jüdische und „mutmaßlich jüdische“ Menschen befanden, ob Studierende oder Fakultätsmitglieder, wurden von pro-palästinensischen Demonstrierenden rechtswidrig gestürmt. Die Protestierenden führten auch unbefugte Personenkontrollen durch, um zugangsberechtigte „Zionists“ wegzuschicken oder einzulassen.
Folgende Videos lassen erkennen, dass an der Columbia University, und an anderen Universitäten in den USA, Mitglieder der Free-Palestine-Bewegung eine Hetzjagd auf Juden verübten:
youtu.be/vls8EkShF40?feature=shared
youtu.be/CTFrCwEePaM?feature=shared
youtube.com/shorts...lK4?feature=shared
Wer diese antisemitischen Aktionen bagatellisiert, fördert nicht lediglich den Hass, sondern auch die Rechtlosigkeit. Genau das spielt der autoritären MAGA-Republikanern in die Hände.
Diese Orgie an Selbstherrlichkeit im Namen Palästinas trägt übrigens nicht dazu bei, irgendeiner Menschenseele in Gaza zu helfen.
zum Beitrag25.03.2025 , 07:02 Uhr
Einspruch. Ich merke wohl, dass man den Anfängen des Hasses wahren muss. Ihre Behauptung ist ein Nonsequitur.
zum Beitrag25.03.2025 , 06:53 Uhr
„Dabei setzt Trump im Grunde nur fort, was Biden und Harris begonnen haben: Eine staatliche Unterdrückung der Kritik [...]“
Nein. Genau diese affektgeladene Gleichsetzung von MAGA mit Biden/Harris offenbart die Realitätsverlust seitens der Free-Palestine-Bewegung in den USA.
Unter Biden/Harris genossen die Demonstrierenden weitaus mehr Ellenbogenfreiheit, die sie wiederum leider benutzten, um teils rechtswidrige gegen Juden zu hetzen.
Die
zum Beitrag25.03.2025 , 06:32 Uhr
Genau das ist mein Punkt. Dort spricht man von „visibly jewish“. Einerseits bezieht es sich auf das Tragen des Davidsterns oder einer Kippah bzw. Jarmulke. Aber andererseits hat es trotzdem einen rassistischen Beigeschmack.
Um auf Nimmer sicher zu gehen, haben pro-palästinensische Demonstrierende ihre rechtswidrige Personenkontrollen eingerichtet, um Juden, die nicht unter der Flagge Palästinas mitdemonstrieren wollten, am Fortgang zu verhindern.
In weiteren Fällen, werden Räume, in denen „zionists“ vermutet werden, gezielt gestürmt:
youtu.be/vls8EkShF40?feature=shared
youtube.com/shorts...lK4?feature=shared
zum Beitrag24.03.2025 , 16:56 Uhr
„Der Streit geht ja um folgende Passage: 'Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.'“
Wer hätte ein „legitimes“ Interesse daran, das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen und gegen die bundesrepublikanische Staatsräson zu verstoßen?
Die von Gechichtsrevisionist:innen erwünschte Aufweichung der Maßnahmen gegen den Judenhass würde Demokratiefeinden links wie rechts Tür und Tor öffnen.
Warum ist es, dass gerade „Progressive“, die für einen erhöhten Schutz gegen Rassismus, Hass usw. ausgerechnet bei den Juden auf Sparkurs gehen möchte?
Wer die Antwort nicht kennt, ist naiv. Wer die Antwort kennt, aber nicht sagt, ist spielt nicht mit offenen karten. Und beide sind gefährlich.
zum Beitrag24.03.2025 , 16:45 Uhr
Bei den Protesten gab es Holocaust-Leugnungen, Hetzparolen wie den genozidalen Appell „From the River ...“ und Hausbesetzungen, bei jenen Juden keinen sicheren Fluchtweg gewährleistet wurde.
Ist es hilfreich, solche Tatsachen auszublenden?
Glaubt man allen Ernstes, dass Antisemitimus dann in Ordnung sei, wenn er von einem jüdischen Menschen betrieben wird?
Wenn man gegen den Rechtsextremismus ist, sollte man sowieso auch das rechtsextreme Patriarchat der Hamas kritisieren. Aber die brutale Unterdrückung der Frauen und der Queers in Gaza angeprangert wird nicht von JVP & Co. angeprangert. Man gibt sich mit den ungeprüften Angaben aus den Hamas-Ministerien zufrieden, während man Aktionen begrüßet, die die freie Presse in Israel gefährden.
Ja, wer zur Intifada aufruft, hält wenig von den demokratischen Institutionen in Israel, sondern will sie vernichten.
Es gibt keinen guten Antisemitismus.
zum Beitrag24.03.2025 , 15:12 Uhr
Es gibt gute Gründe dafür, warum ich – wie 92 % der Afroamerikanerinnen und 78 % der amerikanischen Juden – meine Stimme für Kamala Harris erhob. Denn die MAGA-Sucht garantiert, dass die fetten Jahre vorbei sind. taz.de/Trump-verbietet-Worte/!6072566/
Doch ich befürworte die harte Hand gegen den an der Columbia University tiefverwurzelten Antisemitismus. Lange hatte ich gehofft, dass Joe Biden spürbar durchgreifen würde. Es geht nicht „nur“ um Ausrufe zur Auslöchung Israels, sondern auch um Hausbestzungen, bei denen zugangsberechtigte „jüdisch aussehende“ Studierende stundenlang eingesperrt wurden. Freiheitsberaubung ist kein Kavaliersdelikt.
Eine universitätsinterne Kommission hat bestätigt, dass es dort systematische Mängel im Schutz jüdischer Studierender gab. Besonders aufschlussreich ist der Fall der 3 beurlaubten Dekane, deren süffisant antisemitische Äußerungen im Chatprotokoll dokumentiert wurden.
Bedauerlich ist, dass die Aktion gegen Khalil handwerkliche Fehler aufweist. Aber den Rädelsführern des Israelhasses muss das Handwerk gelegt werden. Und die IHRA-Definition muss hüben wie drüben etabliert werden. Hetze ist keine geschützte Meinung.
zum Beitrag24.03.2025 , 10:00 Uhr
Einspruch. Ihre Aufrechnung ist unvollständig. Denn Sie haben die demografische Breite der linken Anti-Harris-Kampagne nicht berücksichtigt.
Fakt ist, die Free-Palestine-Bewegung beschränkt sich mitnichten auf Palästinenser:innen.
Die meisten Anhänger:innen der pro-palästinensischen Bewegung in den USA sind mit großem Abstand Weiße. Es sind vielmehr White Saviors, die weder arabischstämmig noch muslimisch sind. Dabei handelt es sich um mehrere Millionen Menschen.
In Anbetracht dessen geht es doch um das gemeinsame Wahlverhalten von weitaus mehr als die „2,1 Millionen Menschen mit arabischem Migratioshintergrund“, auf die Sie irgendwie fixiert sind.
Ja, die eklatantesten Beispiele, die ich bereits erwähnt habe, stammen aus Michigan. In dem Swing-State mit einer großen Dichte muslimischer Bürger:innen, verlor Harris wegen der Wut der Free-Palestine-Bewegung deutlich gegenüber Trump. Aber darüber hinaus gab es bundesweit, auch und gerade bei weißen Linken, eine deutlich spürbare Abkehr von Harris. Diese wesentlich größere Gruppe gehorchte dem Aufruf der Free-Palestine-Bewegung und brachte Harris zu Fall.
Deshalb sind vor allem afroamerikanische Frauen empört.
zum Beitrag23.03.2025 , 20:58 Uhr
Kurzsichtig und boswillig ist eher die Erwartung, dass der jüdischen Staat den tödlichsten antisemitischen Massenmordanschlag seit dem Holocaust mit Langmut hinnimmt.
zum Beitrag23.03.2025 , 20:52 Uhr
Es ist die Hamas, die diesen Krieg, den sie niemals gewinnen kann, vom Zaun brach.
zum Beitrag23.03.2025 , 20:49 Uhr
Belege dafür? Welche Belege hätten Sie für die Behauptungen über die Dichte der Bombardierungen in Gaza? Sie zeigen keine Quellenangaben.
zum Beitrag23.03.2025 , 20:44 Uhr
Es sitzen Rechtsextreme auch in der Hamas-Regierung in Gaza. Die Hamas ist eine rechtsextreme Organisation, zu deren Grundpfeilern Antisemitismus, Rassismus, Misogynie und Queerfeindlichkeit gehören.
zum Beitrag23.03.2025 , 20:30 Uhr
Das bezog sich speziell auf die Hamas, nicht auf das palästinensische Volk.
Es wird immer wieder daran erinnert, die Hamas sei nicht die Bevölkerung Gazas.
zum Beitrag23.03.2025 , 20:27 Uhr
www.timesofisrael....-to-rape-on-oct-7/
zum Beitrag23.03.2025 , 19:01 Uhr
Die seit dem 7. Oktober grassierenden Demos haben jüdische Studierende ab der Columbia University in Angst und Schrecken versetzt. Eine universitäre Kommission hat in ihrem Bericht Mängel bei den Schutzmaßnahmen der Universität für jüdische Studierende vor Antisemitismus festgestellt. Diese Feststellung wird durch Medienberichte gestützt. Die Beurlaubung von drei Dekanen aufgrund antisemitischer Chat-Kommunikation deutet auf ein systematisches Problem mit Antisemitismus innerhalb der Universitätsverwaltung hin.
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass viele der pro-palästinensischen Demonstrierenden dort zu denjenigen zählen, die dazu aufriefen, Kamala Harris nicht zu wählen.
Es geschah in der Hoffnung, Kamala Harris eins auszuwischen, da sie angeblich zu israelfreundlich sei. So folgten sie leider dem Rat der Democrat-Abgeordneten Rashida Tlaib aus Michigan. Es hat dominosteinartig funktioniert. Nun hat man den Salat. Tja, das ergibt noch einen Grund dafür, das kollektive Urteilsvermögen der Free-Palestine-Bewegung zu beargwöhnen.
Unter Kamala Harris wäre es kaum so dramatisch, kaum so dystopisch gewesen.
zum Beitrag23.03.2025 , 18:34 Uhr
Mit welcher abenteuerlichen Begründung stützt man sich auf Angaben direkt aus dem Hamas-Ministerium?
Welches Gericht sollte sich auf die Angaben der Hamas verlassen?
Wenn Sie meinen, es gäbe dazu unabhängige Augenzeugenberichte von Opfern, dann weshalb sollten Augenzeugenberichte israelischer Opfer nicht zulässig sein?
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass die moralfreie Hamas eine Doppelmoral betreibt.
zum Beitrag23.03.2025 , 18:25 Uhr
PS: Der Genozid-Vorwurf gegen Israel wurde juristisch nicht belegt.
Die Ansichten x-beliebiger NGOs, die sich übrigens im Wesentlichen auf Angaben der Hamas stützen, reichen von alleine nicht aus.
zum Beitrag23.03.2025 , 18:21 Uhr
Dann sagen Sie, was genau Sie anzweifeln.
Übrigens: Wo sind sie Belege für die Behauptungen, die Sie von alleine hervorbringen?
Bei Debatten trägt grundsätzlich jedwede Partei die Beweislast für die Tatsachen, die ihren Anspruch oder ihre Verteidigung begründen.
zum Beitrag23.03.2025 , 18:09 Uhr
Nein, auch diejenige Verschwörungstheorie stimmt nicht.
Übrigens: Wenn die Hamas wirklich eine israelische Schöpfung wäre, warum fällt es Israel-Kritiker:innen so unsagbar schwer, die Hamas zu kritisieren?
Warum gibt es keine pro-palästinensischen Demos gegen die vermeintlich israelisch gegründete Hamas?
zum Beitrag23.03.2025 , 18:04 Uhr
Hervorragend gekontert und ergänzt. Es ist nämlich wichtig, dass man wahrnimmt, dass Israel sich um die Minimierung der Kollateralschäden vorbildlich kümmert.
Vielen Kritiker:innen ist es aber trotzdem nur dann gerecht, wenn Israelis lediglich mit Wasserpistolen bewaffnet sind
zum Beitrag23.03.2025 , 14:59 Uhr
Sind die von der UNO für plausibel gehaltenen Fälle nicht grausam genug?
Glauben Sie, dass es seitens der Hamas überhaupt keine Vergewaltigungen israelischer Frauen gab?
Gab es überhaupt Geiselnahmen durch die Hamas?
Geben Sie wenigstens zu, dass der Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober den brutalsten, blutigsten Massenmordanschlag gegen jüdische Menschen seit der Shoa war?
zum Beitrag23.03.2025 , 14:54 Uhr
Mein Punkt ist: Wer Israel chronisch kritisiert, bringt es einfach nicht, irgendeine Kritik an die Hamas oder an die Bevölkerung Gazas zu richten?
Woher kommt nur dieser Reflex, die Hamas und die Gazaner von jeglicher Verantwortung für ihre Taten und Versäumnisse frei zu sprechen?
zum Beitrag23.03.2025 , 13:51 Uhr
Direkt von der UNO selbst (SC/15621 11 März 2024): "Reasonable Grounds to Believe Conflict-Related Sexual Violence Occurred in Israel During 7 October Attacks"
Link: press.un.org/en/2024/sc15621.doc.htm
Siehe auch:
www.theguardian.co...-7-october-attacks
youtu.be/GnmuE8IQ8...i=TDOtgRyiK_co7EqK
zum Beitrag23.03.2025 , 12:13 Uhr
Da Sie nebenbei ie Regierung Biden-Harris erwähnen: Jene pro-palästinensischen Akteure, die in den USA dazu aufriefen, Harris nicht zu wählen, haben spürbar mit dazu beigetragen, dass Trump ins Weiße Haus zurückgekehrt ist. Vor alle jene anti-israelischen Democrats wie Rashia Tlaib und Amer Ghalib. Letzterer hatte Trump im Wahlkampf sogar aktiv unterstützt und wird nun als US-Botschafter in Kuwait belohnt.
Ich erwähne diese Tatsachen nicht nur wegen meiner Wut auf diejenigen, die die Kandidatur von Harris mutwillig sabotierten und Trump begünstigten, sondern auch deshalb, weil die Aktion von dem unzuverlässigen Urteilsvermögen der Free-Palestine-Bewegung zeugt.
Nun was den Vorwurf bezüglich der 2.000-Pfund-Bomben betrifft: Diese werden mit Präzision gegen verbunkerte Unterschlupfe und Operationsbasen der Hamas eingesetzt. Dort wohnen für gewähnlich keine unschuldigen Zivilisten. Die immense Zerstörungskraft dieser Bomben dient überdies zur Abschreckung. Bei aller Liebe, aber diese sind klein z.B. im Vergleich zu den als „Grand Slams“ bekannten 22.000-Pfund-Bomben, die die Alliierten im 2. Weltkrieg gegen die U-Boot-Bunker der Nazis eingesetzt haben.
zum Beitrag23.03.2025 , 11:45 Uhr
In Israel dürfen Bürger:innen ohne Rücksicht auf Herkunft und sexuelle Orientierung als Abgeordnete in der Knesset dienen.
Gibt es in Iran oder Gaza eine lesbische Jüdin im Parlament?
Israel ist eine pluralistische Demokratie mit einer funktionierenden, unabhängigen Justiz.
zum Beitrag23.03.2025 , 10:59 Uhr
Eilmeldung: Massenmordanschläge, Gruppenvergewaltigung und Entführung unbewaffneter Zivilisten gelten niemals als Widerstand.
Zudem ist der terroristische Failed State Gaza nicht mit der pluralistischen Demokratie Israels gleich zu setzen.
Noch etwas dazu: Was sind denn die menschenrechtlichen Fortschritte, die von der Hamas hervor gebracht wurden? In puncto Frauenrechte? LGBTQ-Rechte?
zum Beitrag23.03.2025 , 10:45 Uhr
Welche Wahrheiten seien überfordernd? Die Gräueltaten vom 7. Oktober? Die Schitzschild-Taktiken der Hamas? ...
zum Beitrag23.03.2025 , 10:41 Uhr
Nein, so nicht. In der Eile, Israel irgendetwas anzuhängen, darf man Kriegsverbrechen und Völkermord nicht gleichgesetzen. Sie sind rechtlich und konzeptionell unterschiedliche Verbrechen nach dem Völkerrecht.
Völkermord ist ein spezifisches Verbrechen, das in der Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes von 1948 definiert ist. Er umfasst Handlungen, die mit der Absicht begangen werden, eine nationale, ethnische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören.
zum Beitrag23.03.2025 , 10:24 Uhr
Nochmals: Die universelle Pflichtung, die auch jene Staaten beträfe, welche die Völkermordkonvention nicht unterzeichnet haben, erfolgt nicht gemäß der Völkermordkonvention.
Dass ein derartige Verpflichtung dahingegen durch Gewohnheitsrecht oder anderweitig entsteht, habe ich nicht bestritten.
Dennoch: Das Gewohnheitsrecht der Untätigkeit (bitte nicht unbedingt mit dem Prinzip der „Nichteinmischung“ verwechseln) darf ebenfalls berücksichtigt werden. Bei zahlreichen geopolitischen Konflikten, für die selbst die unreflektiertesten Antisemiten keine Möglichkeit finden, Juden auch nur ansatzweise die Schuld zu geben, etabliert sich die Tendenz, die Gewalt weiter herrschen zu lassen.
zum Beitrag22.03.2025 , 21:11 Uhr
Wie wären denn der Massenmordanschlag der Hamas auf ein Konzert, die systematische Gruppenvergewaltigung und die Entführung traumatisierte Opfer zu bewerten? Völkerrechtswidrig wären die Übeltaten auf alle Fälle
zum Beitrag22.03.2025 , 18:17 Uhr
Die robuste Durchführung einer Gegenoffensive zwecks Selbstverteidigung beinhaltet nicht zwangsläufig ein Kriegsverbrechen, geschweige denn unbedingt Genozid.
Dass bei einer so homogenen, so dicht besiedelten Bevölkerung wie in Gaza lauter Palästinenser im Kriege getötet werden, ist kein Indiz der Absicht, Völkermord zu begehen.
Vielmehr: Die Nutzung von Zivilisten als Schutzschilde stellt seitens der Hamas ein Kriegsverbrechen unmissverständlich dar, und zwar unabhängig von den Gründen oder Umständen.
zum Beitrag22.03.2025 , 18:06 Uhr
Einspruch. Das Urteil des IGH stellte fest, dass die Palästinenser ein „plausibles Recht“ auf Schutz vor Völkermord gemäß der Völkermordkonvention hätten, nicht aber, dass plausibel ein Völkermord stattfinde.
Selbst die damalige IGH-Präsidentin Joan Donoghue stellte nachträglich im BBC-Interview klar: „[Das Gericht] hat keine Entscheidung getroffen, und hier korrigiere ich etwas, das in den Medien oft gesagt wird. Es hat nicht entschieden, ob die Behauptung des Völkermords plausibel ist.“
m.jpost.com/israel...war/article-798766
www.bbc.com/news/articles/c3g9g63jl17o
Der IGH erlaubte Israel, den Militäreinsatz im Großen und Ganzen fortzusetzen. Das spricht für sich.
zum Beitrag22.03.2025 , 14:56 Uhr
Die Frage, ob Zivilisten in Gaza, die der Hamas helfen, ihren Schutzstatus als Nichtkombattanten verlieren, ist völkerrechtlich hochkomplex. Maßgeblich ist immerhin die Unterscheidung zwischen bloßer ziviler Unterstützung und direkter Teilnahme an Feindseligkeiten.
Wer aktiv an Kampfhandlungen teilnimmt, Waffen trägt oder militärische Operationen unterstützt, verliert ganz klar den Schutzstatus. Dies gilt auch für Zivilisten, die Raketen transportieren oder militärische Tunnel bauen. Logistische Hilfe, wie die Bereitstellung von Nahrungsmitteln oder Unterkünften, ist völkerrechtlich weniger eindeutig. Auch nachrichtendienstliche Tätigkeiten können als direkte Teilnahme gewertet werden.
Ein Krieg, in dem keine Nichtkombattanten getötet werden, gibt es nicht. Das Konzept „ad impossibilia nemo tenetur“ („Niemand ist zu Unmöglichem verpflichtet“) muss herrschen, wenn man die Forderung betrachtet, dass Israel keine Zivilisten töten darf.
zum Beitrag22.03.2025 , 14:18 Uhr
Mein Punkt war und bleibt: Die universelle Verpflichtung entsteht nicht durch die Völkermordkonvention.
zum Beitrag22.03.2025 , 14:16 Uhr
Chancen gab es reichlich. Bereits 2005 zog sich Israel aus Gaza zurück. Rund 50.000 Einwohner:innen von Gaza wurden dabei von Israel aus Gaza vertrieben, wie die Vereinbarung vorsah. Es waren 50.000 israelische Einwohner:innen. Drei kannte ich persönlich, sie hinterließen in Gaza große Gewächshäuser.
2006 wurde in Gaza die Hamas begeistert ins Amt gewählt. Das waren die bis heute letzten Wahlen in Gaza. 2007 beseitigte die Hamas ihre Rival:innen von der Hamas und setzte den Palästinensischen Legislativrat außer Gefecht.
Die Besatzungsmacht in Gaza war übrigens nahezu zwei Jahrzehnte lang Iran mitsamt dessen Handlangerin Hamas.
zum Beitrag22.03.2025 , 12:03 Uhr
„ [...] für Israel kann aus Unrecht kein Segen erwachsen.“
Welcher Segen kann aus dem Unrecht erwachsen, das Israel laufend angetan wird?
zum Beitrag22.03.2025 , 10:58 Uhr
Gut formuliert und zusammengefasst.
zum Beitrag22.03.2025 , 10:56 Uhr
Nein. Belegt wurde es nicht, nur unaufhörlich behauptet. Der dubiose Vorwurf wurde weder vom IGH noch vom IStGH bestätigt.
Fakten zählen. Lügen dahingegen fördern den Antisemitismus und führen zum Genozid.
zum Beitrag22.03.2025 , 08:37 Uhr
Genau. Es wird oft ignoriert, dass die Hamas-Charta schon von Anfang ab eine genozidale Absicht verkündete, die am 7. Oktober 2023 in die Tat umgesetzt wurde.
zum Beitrag22.03.2025 , 07:47 Uhr
Dazu verpflichtet sind genauer genommen „nur“ die Vertragsstaaten, die die Konvention ratifiziert haben.
Das ändert hier so gut wie nichts an der Sachlage, aber die Unterscheidung ist trotzdem in puncto Akkuratese wichtig.
zum Beitrag22.03.2025 , 07:44 Uhr
Genau. Israel hat ein Recht darauf, vor Genozid geschützt zu werden. Und übrigens auch vor haltlosen Genozidvorwürfen.
zum Beitrag22.03.2025 , 07:42 Uhr
„Nach der Völkermordkonvention sind alle Staaten der Welt verpflichtet, einen Genozid zu verhindern.“
Die Aussage bedarf einer präziseren Betrachtung.
Es ist zutreffend, dass die Völkermordkonvention eine essenzielle Norm darstellt. Jedoch sind nicht „alle Staaten der Welt“, sondern vielmehr die Vertragsstaaten, also jene, die die Konvention ratifiziert haben, rechtlich zur Verhinderung und Bestrafung von Völkermord verpflichtet.
Diese Differenzierung mag in der unmittelbaren Betrachtung marginal erscheinen. Denn die hier berücksichtigten Akteure, darunter Israel (1950), USA (1988) und Deutschland (2001), die Konvention ratifiziert haben, wenn auch teils mit Hängen und Würgen. Doch die Klarstellung ist von grundlegender Bedeutung für die akkurate Wiedergabe völkerrechtlicher Sachverhalte.
Danke vielmals für die Möglichkeit, diesen Aspekt zu erwähnen.
zum Beitrag21.03.2025 , 21:33 Uhr
„Die Miliz [Hamas] will präsent bleiben, lehnt eine Entwaffnung und einen Auszug aus dem Gebiet offizell ab. Israel wiederum will keine Präsenz der Hamas dort mehr akzeptieren.“
Am 7. Oktober 2023 beging die Hamas den tödlichsten Massenmordanschlag auf das Judentum seit der Shoah. Der Krieg, den sie dabei vom Zaun brach, verwandelte den Gazastreifen in eine Trümmerwüste und habe, nach ihren eigenen Angaben, 40.000 Tote hinterlassen. Rund fünf Dutzend israelische Geiseln, ob lebendig oder tot, werden von ihnen noch festgehalten.
Mit welcher Süffisanz stellt die Miliz nun die Forderung, nicht entwaffnet zu werden?
Die Wiederherstellung der Hamas, wie sie übrigens auch von der Free-Palestine-Bewegung laufend verlangt wird, offenbart eine gefährliche Blindheit gegenüber der Realität dieser Organisation. Anstatt einer demokratisierende Befreiung würde eine solche Wiederherstellung die erneute Etablierung eines rechtsextremen Patriarchats bedeuten, das von Antisemitismus, Rassismus, Misogynie und Queerfeindlichkeit durchdrungen ist. Doch damit nicht genug: Denn so würde die Hamas ihr Unheil weiterhin als Arm der iranischen Mullahs treiben.
Dekolonialisierung sieht anders aus.
zum Beitrag21.03.2025 , 21:08 Uhr
Wahrscheinlich verfläschte Flugblätter aus einem UNRWA Flufkörper. Denn sie stehen in eklatantem Widerspruch zu den authentischen Evakuierungsaufrufen, die auf Arabisch an die Bevölkerung in Gazas verteilt werden. Als US-Militärveteranin weiß ich, dass die Ansprache echter Psyops-Flugblätter oft vorutreilsfreier und sensibler ist.
Als mein Vater bei der US Air Force im 2. Weltkrieg kämpfte, warfen die Alliierten Flugblätter auf Nazi-Deutschland ab. Psychologische Kriegsführung. Man wollte die guten Deutschen ansprechen, die damals, so nach heutiger Einschätzung, ca. 99,9 % der Bevölkerung des Dritten Reiches ausmachten.
Mit siezender Höflichkeit, zünftiger Frakturschrift und Karikaturen lieferten die Handzettel Info über den tatsächlichen Kriegsverlauf. Darüber hinaus sprachen sie Widerstandsgruppen an und forderten deutsche Soldaten zur Kapitulation auf, oft unter Beigabe von „Passierscheinen“.
In dem Lande der Richter und Henker, war es aber strengstens verboten, solche Handzettel in die Finger zu bekommen. Die Exmatriukaltion der tapferin Sophie Scholl durch das Fallbeil erklärt, warum der Flugblatt-Einsatz der Alliierten nicht auf fruchtbarem Boden fiel.
zum Beitrag21.03.2025 , 15:16 Uhr
Ganz genau. Es ist die Hamas, die in der eigenen Heimat die Taktik der verbrannten Erde in die Tat umsetzt.
Die Hamas will keinen Sieg, sondern Krieg.
zum Beitrag21.03.2025 , 15:11 Uhr
Nicht vergessen, wer dazu aufgerufen hat, Kamala Harris nicht zu wählen. Es waren zahlreiche Stimmen aus der pro-palästinensischen Bewegung in den USA. Darunter die Democrats Rashida Tlaib, Abgeordnete aus Michigan, und Amer Ghalib, Bürgermeister aus Michigan. So verlor Harris den wichtigen Swing-State Michigan. In anderen Bundesstaaten ging es ihr ähnlich.
Ghalib hatte übrigens als Bürgermeister dafür gesorgt, dass die Regenbogenflagge am Rathaus entfernt wurde. Zudem hat er einen antisemitischen Post gelikt, in dem Juden als Affen bezeichnet wurden. Noch als Democrat im Wahlkampf 2024 sprach er sich ausdrücklich für Trump aus. Nun soll er als Trumps Botschafter in Kuwait dienen.
Die meisten Juden in den USA haben Kamala Harris ihre Stimme gegeben, ca. 78 % sogar. (NBC Exit-Polls). Viele wurden es heute genauso tun.
Mit Trump hat sich die Free-Palestine-Bewegung in den USA dermaßen verzockt.
Es waren also nicht nur weiße Hinterwäldler.
taz.de/Harris-Nied...S-Wahlen/!6047335/
zum Beitrag21.03.2025 , 12:17 Uhr
Womöglich haben Sie es nicht mitbekommen.
Fakt ist, ich teile laufend gegen die MAGA-Sucht aus. Wirklich laufend und unverblümt. Siehe z.B. diesen Artikel von mir: taz.de/Trump-verbietet-Worte/!6072566/
Dabei weise ich kontinuierlich und konsequent auch darauf hin, dass die pro-palästinensische Bewegung in den USA den Wahlkampf von Kamals Harris selbstherrlich und sinnentleert sabotiert haben. Die Democrats Rashia Tlaib, US-Abgeordnete aus Michigan, und Amer Ghalib, dem Bürgermeister von Hamtramck (Michigan), riefen 2024 ausdrücklich dazu auf, Kamala Harris nicht zu wählen. Ghalib hat einen online Post gelikt, der Juden als Affen bezeichnete. Er machte sogar noch als Democrat Wahlkampf für Trump, und ist nun Trumps designierter Botschaft zu Kuwait.
Ich erwähne es jetzt wieder, weil es leider unendliche Versuche seitens Israel-Kritiker gibt, „Zionisten“ die Schuld für Trumps Sieg zu geben. Fakt ist, ca. 79 der wählenden amerikanischen Juden stimmten für Harris, nicht für Trump, sondern für Harris. (Quelle: NBC Exitpoll).
Weiteres erläuterte ich hier: taz.de/Harris-Nied...S-Wahlen/!6047335/
Die meisten Juden in den USA beargwöhnen Trump sehr.
zum Beitrag21.03.2025 , 11:58 Uhr
Stellen Sie mir die Frage dann bitte direkt und unverblümt. Ich weich der Frage nicht aus. Danke schön.
zum Beitrag21.03.2025 , 11:54 Uhr
Herzlichen Dank für diese solidarische Resonanz.
Ein Vergleich ist sowieso nicht unbedingt eine Gleichsetzung.
Der Terrorangriff, den die Hamas am 7. Oktober 2023 verübte, geht in die Geschichtsbücher als der blutigste, ja tödlischte Massenmordanschlag auf das Judentum seit dem Holocaust. Auch Shoah-Überlebende wurden dadurch physisch und psychisch direkt in Mitleidenschaft gezogen. Wer diese Tatsachen totschweigen will und die Pietät als Vorwand vorschiebt, lässt tief blicken.
zum Beitrag21.03.2025 , 11:43 Uhr
Zuerst einmal: Ein Vergleich ist nicht zwangsläufig eine Gleichsetzung. Er dient vielmehr dazu, Analogien und Kontraste zu beleuchten. Dabei ermöglicht es, von einem bekannten Kontext auf einen anderen zu übertragen, ohne die jeweiligen Eigenheiten zu negieren.
Fakt ist, die am 7. Oktober 2023 erfolgte Massenmordanschlag der Hamas beinhaltet den tödlichsten Angriff auf das Judentum seit der Shoah. Die Shoah markiert natürlich einen historischen Tiefpunkt der Verfolgung und Vernichtung jüdischen Lebens. Dass in der global jüdischen Gemeinschaft der Hamas-Terrorngriff in diesem Kontext erwähnt wird, unterstreicht die Schwere und den Schock des menschenverachtenden Verbrechens für Juden weltweit.
So gesehen ist ein teutonisches Tonepolicing nicht angebracht.
Ich betone es auch deshalb, weil hierzulande in der Heimat des Holocausts verscheidene, ja unterschiedliche Leute ein Interesse daran haben, die unlöschbare deutsche Schuld an der Vernichtung von Millionen Juden tot zu schweigen. Oder sie versuchen, Netanjahu mit Hitler gleich zu setzen, wie man es immer wieder auf Free-Palestine-Demos bildhaft wahrnehmen kann. Andere sie schmähen die Alliierten als „Kriegsverbrecher“.
zum Beitrag21.03.2025 , 11:18 Uhr
Einsspruch. Schon Ihre Behauptung, das Völkerrecht sei erst nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt worden, ist historisch unzutreffend.
Zwar markieren die Gründung der Vereinten Nationen und die Verabschiedung zahlreicher wichtiger Verträge nach 1945 einen Wendepunkt in der Entwicklung des Völkerrechts, doch dessen Wurzeln reichen Jahrhunderte zurück. Bereits im 19. Jahrhundert wurden grundlegende Prinzipien des humanitären Völkerrechts in den Genfer Konventionen und den Haager Abkommen festgelegt, die sich mit dem Schutz von Kriegsopfern und der Begrenzung der Kriegführung befassten.
Die Entwicklung des Völkerrechts ist allerdings ein kontinuierlicher Prozess, der durch zahlreiche historische Ereignisse geprägt ist.
Nun zu Israel: Ja, der jüdische Staat verfügt über eine hochmoderne Armee mit fortschrittlicher Technologie. Aber diese militärische Überlegenheit hebt das fundamentale Recht auf Selbstverteidigung keineswegs auf. Auch in einem asymmetrischen Krieg besteht dieses Recht. Die Hamas dahingegen operiert aus dicht besiedelten Zivilen gebieten, und sie benutzt Zivilisten als Schutzschild. Das stellt eine gravierende Verletzung des Völkerrechts dar.
zum Beitrag21.03.2025 , 11:00 Uhr
www.timesofisrael....tarian-aid-report/
www.nbcnews.com/ne...soaring-rcna180761
www.youtube.com/watch?v=NBjvYkNzuAA
www.youtube.com/watch?v=RlhOdPLXQqk
www.youtube.com/watch?v=xiJ_jfd4Nok
zum Beitrag21.03.2025 , 10:23 Uhr
Diffamierend? Da ist der Begriff völlig unangebracht.
Ich erwähne Amnesty International deshalb, weil die Free-Palestine-Bewegung sich sonst liebend gerne auf ebenjene NGO stützen. Nur dann, wenn Amnesty verbrecherisches Verhalten seitens der Hamas dokumentiert, verstummen urplötzlich die Israel-Gegner:innen. Denn sie können nicht mehr behaupten, die lästigen Fakten seien Hasbara.
zum Beitrag20.03.2025 , 22:42 Uhr
Wo habe in dem Kommentar den Zweiten Weltkrieg mit irgendeinem anderen Krieg verglichen?
Die panikartige Reaktion auf die Geschichte Deutschlands trägt dazu bei, dass bei den nachfolgenden Generationen die Einzelheiten zum Krieg gegen die blutrünstige Achse kaum bekannt sind. Leider ideal für diejenigen „Israel-Kritiker“, die Tonepolicing betreiben wollen.
Der Terrorangriff, der am 7. Oktober 2023 von der Hamas verübt wurde, ist der tödlichste antisemitische Massenmordanschlag seit dem Holocaust. Das muss auch betont und nicht verschwiegen werden.
Gretchenfrage: Mit wie vielen Flugblätter und Flashmobs hätten Sie den Zweiten Weltkrieg beendet?
Fakt ist, der Pazifismus, so selbtgefällig er auch ist, noch keine KZ-Häftlinge befreit hat.
Jewish lives matter.
zum Beitrag20.03.2025 , 19:12 Uhr
Wissen Sie, dass Krieg herrscht? Es ist ein Krieg, den die Hamas am 7. Oktober 2023 ohne jegliche Vorwarnung vom Zaun brach. Auch heutzutage feuert die Hamas Raketen auf Israel ab, ohne vorher Bescheid zu geben.
Die Bomben der IDF sind möglichst auf militärische Ziele gerichtet, und wiederholt hat Israel je nach Möglichkeit tatsächlich großflächige Warnungen verbreitet. Das schließt natürlich den Tod unbeteiligter Nichtkombattanten leider nicht ganz aus. Aber die Hamas setzt Zivilisten sowieso als Schutzschilde ein, was einen klaren Verstoß gegen das Kriegsrechts beinhaltet. Ein weiterer Hinweis: Die Angaben der Hamas sind nicht äußerst zuverlässig und werden nicht dadurch akkurater, indem Medien und NGOs sie unreflketiert weitergeben.
zum Beitrag20.03.2025 , 16:34 Uhr
Rein logisch betrachtet, kann eine Widerstandsbewegung durchaus menschenverachtend sein.
Klar ist jedoch auch, dass die Hamas keine demokratische Befreiungsorganisation ist. Soziale Gerechtigkeit ist eben nicht die Sache einer misogynen, antisemitischen und auch queerfeindlichen Terrorgruppe.
Die Art und Weise, auf die der Tansanier Joshua Mollel durch die Hamas vor laufender Kamera verschleppt, rassistisch getriezt und wegen später erschossen wurde, erinnert an die Lynchings des Ku Klux Klans.
Die Tatsache, dass selbst Amnesty Internation, keine Freundin Israels, die Hamas wegen des Einsatzes von Kindersoldat:innen und minderjährigen Selbstmordattentäter:innen kritisierte, lässt auch aufhorchen.
zum Beitrag20.03.2025 , 16:16 Uhr
Mein afroamerikanischer Vater seligen Andenkens war Angehöriger der US Air Force, und zwar im Kampf während des Zweiten Weltkrieges. Die USA und die anderen Alliierten waren selbstverständlich keine perfekten Demokratien, aber sie haben zum Glück den Nationalsozialismus bzw. den Faschismus besiegt.
Die Alliierten haben dabei Flugblätter auf Nazi-Deutschland abgeworfen, um die Leute gegen Hitler aufzustacheln. In demselben Lande, in dem Sophie Scholl wegen Flugblätter-Aufrufe durch das Fallbeil enthauptet hingerichtet wurde, fiel der obige Einsatz der Alliierten gewissermaßen nicht auf fruchtbarem Boden.
Deshalb warfen die Alliierten zwei Millionen Tonnen Fliegerbomben auf das Reich. Diese waren wesentlich effektiver. Hitler brachte sich im Führerbunker feige um. Doch auch nach Bekanntgabe seines Todes kämpften die Nazis eine Woche lang weiter.
Welche Leute sind es, die heute auf den Alliierten von damals schimpfen? Wer wirft Roosevelt, Churchill & Co. vor, die Nazis zu unerbittlich bekämpft zu haben?
zum Beitrag20.03.2025 , 15:53 Uhr
Die Besessenheit, mit der die israelische Innenpolitik unter die Lupe genommen wird, hilft wenig, wenn man nicht dazu bereit ist, der Hamas ähnlich argwöhnisch auf die Finger zu schauen.
Israel-Kritiker besitzen offenbar die Fähigkeit, die Namen aller Mitglieder des Kabinetts von Netanjahu mit samt deren zugehörigen politischen Partei wie auf Knopfdruck herunter zu beten. Aber sie sind irgendwie nicht dazu imstande, ein paar der noch in der Gewalt der Hamas befindlichen, hoffentlich noch lebenden Geiseln mit Namen zu nennen.
Fakt ist, die Hamas hat am 7. Oktober 2023 einen existierenden Waffenstillstand mutwillig geborchen und den tödlichsten Massenmordanschlag auf Judentum seit dem Holocaust zu verüben. Bei ihrer Übergabe der ermordeten Geiseln tauchen die falschen Leichen im Sarg auf. Raketen werden tagtäglich auf Israel abgefeuert.
Es wird deshalb nicht „ernsthaft“ über die Rechte der Palästinenser gesprochen, weil die Hamas leider nicht ernst genommen werden kann.
zum Beitrag20.03.2025 , 11:21 Uhr
Shaka Zulu (1787 – 1828) war ein echter Mensch. Schneewittchen dahingegen kam als Mädchen bzw. als Märchen der Brüder Grimm (1812) auf die Welt. Der Unterschied ist nicht unwesentlich.
zum Beitrag20.03.2025 , 09:59 Uhr
Nein, so nicht. Obwohl der 1. Zusatzartikel der US-Verfassung die Meinungsfreiheit weitgehend schützt und somit ein generelles Verbot von Hassreden verhindert, existieren dennoch gesetzliche Einschränkungen.
Entscheidend ist, dass Hassreden ihren Schutz verlieren, sobald sie zu einer „unmittelbaren gesetzeswidrigen Handlung“ aufstacheln, wie im Fall Brandenburg v. Ohio vom Obersten Gerichtshof der USA festgelegt.
Darüber hinaus können lokale und bundesstaatliche Gesetze bestimmte Formen von Diskriminierung untersagen, die mit Hassreden in Verbindung stehen, etwa Diskriminierung am Arbeitsplatz oder in öffentlichen Einrichtungen. Auch Verleumdung und Beleidigung fallen nicht unter den Schutz der Meinungsfreiheit und werden durch andere Gesetze geregelt.
Und ja, man darf nicht aus lauter Jux und Tollerei „Feuer!“ in einem vollbesetzten Theatersaal schreien. Siehe den Fall Schenck v. United States (1919), Urteil von Oliver Wendell Holmes, Jr.. Das haben wir vor mehr als 40 Jahren im Jurastudium gelernt. In einer demokratischen Gesellschaft darf das Recht auf „Free Speech“ nicht absolut sein.
zum Beitrag20.03.2025 , 09:46 Uhr
Gerne. Aufklärung ist wichtig.
zum Beitrag20.03.2025 , 09:42 Uhr
Respekt. Danke vielmals für die Offenheit.
zum Beitrag20.03.2025 , 09:39 Uhr
Danke vielmals für die Zustimmung.
Bei vielen der Whita Saviors, die in Kufiyas herumlaufen und die Intifada fordern, ist der Hass auf Juden stärker als die Liebe zu den Palästinensern. Wer die Palästinenser wirklich liebt und schützen möchte, heizt sie nicht zu einem aussichtlosen Krieg gegen Israel auf. Allerdings beschert die Causa Palästina den weißen Linken die Möglichkeit, ihren Antisemitismus mit einem Palituch zu verschleiern.
Immerhin erweist sich Trump nicht als Freund Israels, sondern eher als Konjunkturritter. Die Tatsache, dass er den israelfeindlichen Democrat-Bürgermeister Amer Ghalib nun als US-Botschafter für Kuwait designierte, spricht für sich. Denn Ghalib hatte einen Post gelikt, in dem Juden als Affen bezeichnet wurden.
zum Beitrag19.03.2025 , 22:50 Uhr
Wiederum: Wo genau rühren solche „Erwartungen“ her?
Die weiße Dominanzgesellschaft hat auch lange geprägt, wie z.B. Außerirdische auszusehen haben.
zum Beitrag19.03.2025 , 20:33 Uhr
Und danke vielmals für die solidarische Resonanz.
zum Beitrag19.03.2025 , 20:32 Uhr
Die Hamas offenbart eine eklatante Diskrepanz zwischen ihren vollmundigen Versprechungen und ihren tatsächlichen Handlungen. Anstatt der angekündigten lebenden Geiseln werden groteske Leichenübergaben inszeniert. Diese Terrororganisation, die ihre eigene Bevölkerung in ein unermessliches Elend gestürzt hat, erweist sich als zutiefst unzuverlässig.
Solange die Hamas weiterhin in Gaza schaltet und waltet, Raketen auf Israel abfeuert und Hilfslieferungen plündert, ist ein dauerhafter Frieden in Gaza sowieso unmöglich. Ihre Handlungen untergraben jede Chance auf Stabilität und verschärfen das Leid der Bevölkerung.
zum Beitrag19.03.2025 , 17:51 Uhr
Einsrpuch: Die Behauptung, US-Rechtsprechung führe zur Straffreiheit von Hassreden, ist eine Vereinfachung. Richter Holmes' „Gefahr im Verzug“-Doktrin („Principle of Clear and Present Danger“) etablierte eine Abwägung zwischen Meinungsfreiheit und Sicherheit. Der Oberste Gerichtshof erkannte nie absolute Freiheit an; es gibt Grenzen.
Mit Verlaub, aber die Betonung „anderer Möglichkeiten“ schließt Hassreden nicht aus, sondern fordert alternative Schutzmaßnahmen. Die Rechtsprechung ist ohnehin dynamisch. Die diesbezügliche Behauptung der Straffreiheit ist also irreführend.
zum Beitrag19.03.2025 , 17:43 Uhr
Allerdings sind Hetze, Freiheitsberaubung und gewaltvolle Besetzung zum Glück nicht vom Grundrecht gedeckt.
Dass solche Überschreitungen laufend auf dem Campus von Columbia Uni geschahen und sich ausdrücklich gegen „jüdisch aussehende“ Menschen richteten, wurde bereits von zahlreiche Videos bestätigte. Die Belege kamen teils sogar direkt von den Täter:innen selbst, die eifrig und stolz ihre Beiträge online posteten.
Der Antisemitismus, auch mit dem Parfüm des linken Populismus besprüht, riecht immer noch nach dem Tode. Nichts daran, null Komma nichts daran fördert liberale Demokratien.
zum Beitrag19.03.2025 , 17:33 Uhr
Haben Sie jemals Kritik seitens der Free-Palestine-Bewegung an die Hamas gehört?
zum Beitrag19.03.2025 , 17:30 Uhr
Danke vielmals.
Tja, Kanye. Der Schwarze mit dem Hakenkreuz-Hemd war eigentlich mit Trump befreundet.
Remember this? (Quelle: The Guardian): www.youtube.com/watch?v=A5UvELIBFcg
zum Beitrag19.03.2025 , 17:25 Uhr
Weshalb vergisst man so schnell die pro-palästinensischen Aktivist:innen und Agitor:innen, die dazu aufriefen, Kamala Harris nicht zu wählen?
taz.de/Harris-Nied...S-Wahlen/!6047335/
zum Beitrag19.03.2025 , 17:23 Uhr
Wie ist es möglich, dass ausgerechnet pro-palästinensische Akteur:innen in den USA 2024 dazu aufriefen, Kamala Harris nicht zu wählen?
Fakt ist, der Unmut darüber, dass Harris zum Existenzrecht Israels steht, führte dazu, dass Parteikolleginnen wie Rashida Tlaib, die US-Abgeordnete aus dem 12. Disktrikt in Michigan, Harris in den Rücken fiel. Siehe meinen Artikel: taz.de/Harris-Nied...S-Wahlen/!6047335/
Einige Democrats wie Amer Ghalib, Bürgermeister von Hamttramck, Mighigan, engagierten sich sogar ijm Wahlkampf offen für Trump! Ghlaib hatte gemeinsam mit dem Stadtrat dafür gesorgt, dass die Regenbogenflagge von öffentlichen Gebäude entfernte wurde. Nun ist Ghalb Trumps designierter Botschafter in Kuwait: forward.com/fast-f...-to-kuwait-israel/
Seit solchen Entwicklungen, die zum Sieg Trumps beigetragen haben, krachte es zwischen vor allem afroameriksnischen Frauen und der Free-Palestine-Bewegung.
Wer die Unterstützer:innen Trumps anprangern will, sollte sich nicht auf weiße Hinterwäldler:innen beschränken. Denn das kunterbunte Kollektiv, das nun Khalils Freilassung fordert, hat dem Trump zurück ins Amt geholt.
zum Beitrag19.03.2025 , 17:00 Uhr
Meines Erachtns bewegt sich Jewish Voice for Peace (JVP) auf einem gefährlichen Grat, der die Grenze zwischen legitimer Israelkritik und Antisemitismus überschreitet. Denn ihre Strategie, Israel systematisch zu dämonisieren, indem sie den jüdischen Staat mit dem Apartheidregime gleichsetzen oder die BDS-Bewegung bedingungslos unterstützen, zeugt von einer tiefen Feindseligkeit, die über bloße Kritik hinausgeht.
JVP instrumentalisiert zum Beispiel den eigentlich neutralen Begriff „Zionismus“, um jüdische Selbstbestimmung zu delegitimieren und Israel als illegitimen Staat darzustellen. Diese selektive Anprangerung, gepaart mit der Ignoranz gegenüber den komplexen Realitäten des israelisch-palästinensischen Konflikts, lässt erkennen, dass JVP weniger an einer gerechten Lösung als vielmehr an der Abschaffung Israels interessiert ist.
Insofern wundert es nicht, dass Akteur:innen im Namen von JVP stolz zur Intifada aufrufen.
zum Beitrag19.03.2025 , 16:50 Uhr
Herzlichen Dank.
Mit der Verlinkung meines Artikels bin ich absolut einverstanden. Denn meine Ausführungen auch dort stellen klar, wo ich persönlich stehe, selbst und gerade in meiner Kritik an den Versuch der Erzkonservativen, den Holocaust zu relativieren. Außerdem stehe ich völiig zu meiner darin erkennbaren Ablehnung des MAGA-Kulturkampfes, der von Trump, Vance, Musk & Co geführt wird.
Zudem begrüße ich, dass die Kollegin ihre Sichtweise darstellt. Das steht ihr ohne Wenn und Aber zu. Ich allerdings liebe Debatten, und so freut es mich, auch und gerade auf diese Weise, meine Einsprüche zu artikulieren.
Für mich ist es wichtig, dass die antisemitischen Hintergünde der Demos nicht übershen werden. Ich habe mitternachts (MEZ) Telefongespräche mit direktbetroffenen Juden geführt, die voller Verzweifelung weinten. Das sind keine Mimosen, sondern gestandene junge und auch ältere Menschen, die sich lieber in selbstverordnete Schutzhaft begeben, als den tagtäglichen Spießrutenlauf auf dem Campus zu erfahren.
Bei denjenigen Demonstierenden, die auch vor laufender Kamera NS-Sprüche tätigen und zugleich die NYPD als Nazis spuckend beschimpfen, habe ich absolut null Mitleid.
zum Beitrag19.03.2025 , 16:29 Uhr
Danke vielmals für die Thematisierung.
Und wer schützt queere Kinder und deren Familien vor der Gewalt und dem Psychoterror der Hassenden?
Es ist ja Hass, diese sogenannte Phobie. Denn die Reduzierung der anti-queeren Feindseligkeiten auf Angst verharmlost das Problem und suggeriert, die Opfer müssten sich endlich „normal“ verhalten.
Queere Rechte sind Menschenrechte und dürfen nicht auf dem Altar des Fundamentalismus geopfert werden.
taz.de/Was-das-Wah...bedeutet/!6068644/
zum Beitrag19.03.2025 , 12:27 Uhr
Ich kritisiere bekanntlich viele Aspekte der „woken“ politischen Korrektheit. Vor allem die Oberflächlichkeit, die fehlende Reflektion und den chronischen Reflex, die Schuld und vielmehr die Lösung ausschließlich bei Weißen zu suchen.
Man darf aber keineswegs vergessen, dass die Identitätspolitik ihren Ursprung eigentlich in der weißen, patriarchalischen Dominanzgesellschaft hat.
Rassismus, Misogynie und Queerfeindlichkeit konstruieren „Identitäten“ basierend auf Hautfarbe, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Diese zugeschriebenen Identitäten werden dann mit bestimmten Eigenschaften oder Fähigkeiten verknüpft. Diese Konstruktionen sind nicht neutral, sondern dienen dazu, bestimmte Gruppen zu definieren und auch zu degradieren, zu unterscheiden und ebenfalls zu unterdrücken, um die Macht der herrschenden Gruppe zu sichern.
So wundert es nicht, dass Ewiggestrige die Rückkehr zur „Reinheit“ fordern. Rassismus, Misogynie und Queerfeindlichkeit sind Anzeichen einer primitiven Denkweise. Der Kampf gegen diese Übel verläuft zwar nicht immer perfekt, muss aber fortgesetzt werden. www.belltower.news...m-gefaellt-148239/
zum Beitrag19.03.2025 , 11:59 Uhr
PPS: Die Stimmungsmache gegen Harris rächt sich
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass viele pro-palästinensische Akteur:innen jetzt Zeter und Mordio schreien, was die Trump-Regierung betrifft. Denn sie waren diejenigen, die 2024 dezidiert aufforderten, Kamala Harris nicht zu wählen. Die Tatsache, dass Harris sich wiederholt zum Existenzrecht Israels bekannt hat, misfiel ihnen sehr.
Selbst die Democrat-Abgenordnete Rashia Tlaib verweigerte Harris ihre Unterstützung. Nicht minder skurril ist, dass einige Linke in der Free-Palestine-Bewegung sogar ausdrücklich dazu aufriefen, Donald Trump zu wählen. Das klingt aberwtizig, ist jedoch wahr und bietet noch einen zusätzlichen Grund dafür, das Urteilsvermögen jenes chaotischen Kollektivs zu beargwohnen.
Genau solche selbstherrlichen Aktionen, welche der Kandidatur einer verdineten Schwarzen schadete, trugen zur Zerwürfniss zwischen vielen Afroamerikaner:innen und der pro-palästinensischen Community bei. Denn Trumps Sieg in wichtigen Swing-States wie Michigan wurde ermöglicht.
Meine Erläuterungen: taz.de/Harris-Nied...S-Wahlen/!6047335/
zum Beitrag19.03.2025 , 11:34 Uhr
Die harte Hand speziell gegen die rechtswidrigen, gewalttätigen Demos auf dem Uni-Campus begrüße ich grundsätzlich. Auch und gerade in der Causa Khalil. Es wird die erklärten Intifadist:innen einschüchtern und ja beschäftigen.
Lange hatte ich vergebens gehofft, dass Joe Biden und Kamala Harris in Wort und Tat die judenfeindlichen Ausschreitungen entsprechend vehement verurteilen würde. Die Wahrung der Staatsräson und der Schutz der Gesellschaft erfordern meines Erachtens mitunter den Mut – im Rahmen der Verfassung – neue Wege dezidiert zu beschreiten.
Das bedeutet aber nicht, dass ich der MAGA-Sucht erliege. Mein Artikel zum Thema Zensur lässt deutlich erkennen, dass ich rassistische, geschichtsvergessene Narrative dezidiert ablehne: taz.de/Trump-verbietet-Worte/!6072566/
Meine jüdisch-amerikanischen Bekannten atmen nun ein wenig auf. Eigentlich wählten sie alle Kamala Harris, wie eigentlich ca. 79 % der jüdischen Wählenden (!), und zwar trotz Vorbehalte: taz.de/Harris-Nied...S-Wahlen/!6047335/
Juden wollen geschützt werden, beargwohnen aber Trump und ahnen, dass er sie gerne für seinen Kulturkampf instrumentalisieren möchte.
zum Beitrag19.03.2025 , 10:11 Uhr
Die größte Bedrohung für die Bevölkerung Gazas ist und bleibt die Hamas selbst.
zum Beitrag19.03.2025 , 09:34 Uhr
Ganz genau. Ich bin gegen MAGA, aber auch gegen die Verharmlosung bzw. die Verherrlichung der antisemitischen Hintergründe solcher Demonstrationen. Es ist wichtig, dass Unbeteiligte begreifen, welches Martyrium jüdische Studierende an der Columbia Universität durchlaufen.
zum Beitrag19.03.2025 , 08:05 Uhr
Einspruch. Obwohl der Erste Verfassungszusatz der Vereinigten Staaten eine bemerkenswert weitreichende Meinungsfreiheit garantiert, ist festzuhalten, dass Hassreden und Gewaltandrohungen nicht unter seinen Schutz fallen. Diese Unterscheidung ist von zentraler Bedeutung, da die freie Meinungsäußerung nicht als Freibrief für Handlungen verstanden werden darf, die darauf abzielen, andere einzuschüchtern, zu bedrohen oder zu schädigen.
zum Beitrag19.03.2025 , 08:00 Uhr
Wahrhaftig ist antisemitische Hetze nicht geschützt. Auch die geduldige US-Verfassung bietet denjenigen, die Hate Speech betreiben, zim Glück keine Zuflucht.
zum Beitrag19.03.2025 , 07:55 Uhr
Da mein Artikel zum Thema Zensur verlinkt wird, möchte ich hiermit zur Vervollständigung die Situation differenziert darstellen.
Seit dem 7. Oktober 2023 hat sich die Situation für jüdische Studierende und Mitarbeitende an der Columbia University, einschließlich meiner Bekannten, dramatisch verschärft. Ein beängstigender Anstieg antisemitischer Vorfälle prägt den Campusalltag. Verbale Angriffe und Hassreden gegen Personen, die als „jüdisch aussehend“ wahrgenommen werden, sind an der Tagesordnung.
Im Zuge illegaler Hausbesetzungen durch propalästinensische Demonstranten wurden jüdische Personen mit Zugangsberechtigung aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit ausgeschlossen, teilweise sogar unter Freiheitsberaubung festgehalten.
Eine universitätsinterne Kommission bestätigte, dass die Columbia University unzureichende Maßnahmen zum Schutz jüdischer Studierender vor Antisemitismus ergriffen hat, was durch Medienberichte untermauert wird.
Der Fall der drei beurlaubten Dekane, die in einem Chat antisemitische Äußerungen austauschten, verdeutlicht, dass Antisemitismus auch innerhalb der Universitätsverwaltung ein Problem darstellt.
zum Beitrag18.03.2025 , 21:16 Uhr
„Die Hamas wirft Israel vor, das Abkommen aufzukündigen und die noch in Gaza verbliebenen 59 israelischen Geiseln ,einem ungewissen Schicksal auszusetzen'“.
Die Geiselnahme durch die Hamas stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar. Insbesondere widerspricht sie den Genfer Abkommen, die Geiselnahmen ausdrücklich verbieten, sowie dem Römischen Statut des ICC, das diese Handlungen als Kriegsverbrechen einstuft. Es ist wichtig zu betonen, dass die Geiselnahme von Zivilisten auch niemals als Druckmittel oder zur Bestrafung eines am Krieg beteiligten Staates gerechtfertigt werden darf. Die Hamas ist, auch als nichtstaatlicher Akteur, an diese internationalen Gesetze gebunden.
Israel darf sich nicht weiter an der Nase herumführen lassen.
zum Beitrag18.03.2025 , 13:20 Uhr
Es ist ungewöhnlich, dass ein Staat, der sich in einem Verteidigungskrieg befindet, die Zivilbevölkerung des feindlichen Territoriums versorgt. Zwar verpflichtet das humanitäre Völkerrecht Besatzungsmächte dazu, die Grundbedürfnisse der Zivilbevölkerung in besetzten Gebieten zu gewährleisten, aber Israels Rückzug aus dem Gazastreifen im Jahr 2005 und die Kontrolle der Hamas über das Gebiet heben diese Verpflichtung auf.
Der Konflikt zwischen Israel und Hamas ist sowieso kein traditioneller Krieg zwischen zwei Staaten, sondern ein asymmetrischer Kampf, in dem eine brutal herrschende Terrorganisation inmitten einer dicht besiedelten Zivilbevölkerung operiert und die Nichtkombattant:innen sogar gerne als Schutzschilde gezielt einsetzt.
Inmitten dieser düsteren Dystopie müssten die Gazaner es endlich wagen, über den eigenen Schatten zu springen. Die Taktik, dem jüdischen Staat die Schuld zuzuschieben, während man sich von der Hamas instrumentalisieren lässt, führt nur noch tiefer ins Verderben. Israels Anspruch auf die Rückkehr der Geiseln ist immerhin unveräußerlich und erlischt auch nicht durch eine politisch motivierte Täter-Opfer-Umkehr.
zum Beitrag18.03.2025 , 12:55 Uhr
Ganz genau.
zum Beitrag16.03.2025 , 14:35 Uhr
Genau. Gut zusammengefasst.
zum Beitrag16.03.2025 , 14:34 Uhr
Richtig. Man müsste es vielmehr endlich wahrnehmen. Das Leugnen findet statt und lähmt weite Teile der demokratischen Führung.
zum Beitrag16.03.2025 , 14:32 Uhr
Die Maßnahme ist eines der Mittel, welche die Umverteilung von unten nach oben beschleunigen.
zum Beitrag16.03.2025 , 14:29 Uhr
Bin sprachlos.
zum Beitrag16.03.2025 , 10:28 Uhr
Herzlichen Dank für das Kompliment.
Tja, Queerfeindlichkeit gibt es auch bei den Democrats: Trads, TERFS, Erzkatholische, Islamisten.
Und es gibt etliche Frauen, die gerne das Patriarchat führen würden, ohne es in ein Matriarchat verwandeln zu wollen.
Das ändert widerum wenig daran, dass hier im Westen die primäre systemische Gefährdung weiterhin von einer demagogisch werdenden, weiß und männlich diminierten Gesellschaft geführt wird.
zum Beitrag16.03.2025 , 10:17 Uhr
Genau, das stimmt. Es geht wie an einem Büfett zu, und manchmal hat man den Salat.
zum Beitrag16.03.2025 , 10:14 Uhr
Gerne.
zum Beitrag16.03.2025 , 10:13 Uhr
Ebenfalls vielen Dank, und zwar für die freundliche Resonanz.
zum Beitrag16.03.2025 , 10:11 Uhr
Einspruch. Bei aller Liebe, aber das stimmt so nicht. Nein, nicht alle Weltreligionen sind weiß dominiert.
Der Hass auf Frauen, auf Queere, auf Menschen anderer Hautfarbe und auf die Wissenschaft wird mitnichten nur von Weißen geschürt.
Und als Militärveteranin und Kennerin der Weltgeschichte kann ich bestätigen, dass nicht nur Männer Kriege verursachen und führen.
Allerdings ist das Patriarchat mit Abstand der größte Betreiber des Krieges und grundsätzlich der größte Unterdrücker.
zum Beitrag16.03.2025 , 10:03 Uhr
Danke vielmals für die Klarstellung. Ich verstehe wohl Ihr Argument. Mein Punkt ist: Arme weiße Trump-Wähler wollen gerne dazu gehören, aber zuallermindest gehört werden. Wenn sie eh nicht so viel im eigenen Leben erreichen bzw. ändern können, ganz egal, wen sie wählen, möchten sie wenigstens dafür sorgen, dass Nichtweiße weiterhin systematisch benachteiligt werden.
zum Beitrag16.03.2025 , 09:56 Uhr
Ein Staat, der sich in Zeiten drängender Herausforderungen an verstaubte, ineffiziente Praktiken klammert, vermag keine zukunftsweisenden Präzedenzfälle zu schaffen. Die Wahrung der Staatsräson und der Schutz der Gesellschaft erfordern mitunter den Mut – im Rahmen der Verfassung – entschlossen neue Wege zu beschreiten.
Während meiner Kindheit in den USA der 1960er Jahre wurden Truppen eingesetzt, um Schwarzen den berechtigten Zuganz zu Schulen und Unis zu ermöglichen. Gut so.
Zurück zu Khalil. Seine Anwälte reichten einen Habeas-Corpus-Antrag beim Bundesgericht in New York ein. Aber Khalil ist nun in Jena, Louisiana, inhaftiert, und zwar außerhalb des Verantwortungsbereiches jenes Gerichtes. Es ist zu erwarten, dass Trump deshalb die den Habeas-Corpus-Antrag anfechten wird. Denn nur der Leiter der ICE-Haftanstalt in Jena, Louisiana ist für den „unmittelbaren Vormund“ Khalils zuständig. Das Argument stützt sich auf den Präzedenzfall Padilla v. Rumsfeld (2004), in dem der Oberste Gerichtshof entschied, dass ein in South Carolina inhaftierter US-Bürger seine Inhaftierung nicht in Manhattan anfechten konnte, seinem letzten Aufenthaltsort vor der Überstellung in Militärgewahrsam.
zum Beitrag15.03.2025 , 22:12 Uhr
Dabei ist es mekrwürdig, LGBTQ-Rechte als „spezielle Menschenrechte“ zu bezeichnen. Denn es handelt sich um das urnatürliche Bedürfnis, in Eigenregie zu lieben und zu leben.
Neulich in einem anderen Artikel habe ich das Thema diesbezüglich erläutert: taz.de/Was-das-Wah...bedeutet/!6068644/
Eine Gesellschaft, die queeren Menschen keinen Schutz bietet, tendiert dazu, auch den Schutz anderer „gesonderter Teile der Bevölkerung“, ob Frauen, Juden oder Senioren, nicht ernst zu nehmen.
Oder kennen Sie einen queerfeindlichen Staat, der außerordentlich fortschrittlich ist, was zum Beispiel Frauenrechte betrifft?
Die „Demagogakratie" ewiggestriger Normalos, mitsamt deren total gesunden Wünschen und traditionsbewusst gepflegten Feindbildern, ist genau das baufällige, brüchige Gedankengebäude, das jetzt einzustürzen droht.
Immerhin fällt es auf, dass die Teile der MAGA-Meute die Wiederwahl von Trump arg bereuen. Offenbar war ihr Wunsch, die gehassten bunten Minderheiten eins auszuwischen, stärker als ihre Liebe zu sich selbst.
zum Beitrag15.03.2025 , 21:47 Uhr
In der Tat ist die afroamerikanische Community kein Monolith. Sie umfasst Multimilliardär:innen und Obdachlose. Sie besteht aus Christen, Juden, Muslimen, Buddhisten, und, und, und. Sie ist hetero und queer, dunkel- und hellhäutig.
zum Beitrag15.03.2025 , 21:39 Uhr
Die geradezu chronische Tendenz, LGBTQ-Rechte als linkes Thema oder gar als Luxusproblem darzustellen, führt nicht vorwärts, geschweige denn weiter. Neulich äußerte ich mich auch hier dazu: taz.de/Was-das-Wah...!6068644&s=dudley/
Queere Rechte sind Menschenrechte. Wir, die Direktbetroffenen, wollen in der überwiegenden Mehrzahl keine Sonderrechte, sondern Rechte. Dafür aber muss das Unrecht, was uns lange angetan wurde, behoben werden.
Müsste der „alte weiße Mann“ dafür aufkommen? Wofür müssten zahlreiche Bevölkerungsgruppen, darunter weiße Frauen, so alles ausbaden, was der alte weiße Mann angestellt hat?
Immerhin mache ich im Verlaufe dieser Kommentarspalte darauf aufmerksam, dass nicht nur der christliche Fundamentalismus eine starke Bedrohung für die LGBTQ-Community ist. Denn bekanntlich auch islamistische Stimmen betrachten uns als verwerflich. Siehe Amer Ghalib. Der US-Democrat und Bürgermeister von Hamtramck, Michigan, wo die Regenbogenflagge de facto verbannt wurde. Ghalib ist sogar Trumps designierter Botschafter in Kuwait.
Queerfeindliche Regime sind auch misogyn und kümmern sich übrigens ebenfalls nicht um alte weiße Männer.
zum Beitrag15.03.2025 , 18:56 Uhr
Vielen Dank für das Kompliment.
Meines Erachtens streben die Republicans die Etablierung eines Apartheid-Systems an, um die Fortsetzung der weißen Dominanzgesellschaft gewährleisten zu können. Ich bin sogar davon überzeugt, dass es immer wieder zu bewaffneten Bürgerkriegsszenarien kommen könnte.
Dabei wäre der von den Rechtsextremen tollkühn ersehnte „Rassenkrieg“ weniger wahrscheinlich. Viele Weiße von links bis Mitte-rechts würden es ablehnen, nach ethnischer Zugehörigkeit zu kämpfen. Allerdings bei der Zahl der semi-automatischen Waffen im privaten Besitz wären die Aussichten trotzdem nicht sehr rosig.
Ein verhältnismäßig friedlicher Neustart wäre auch möglich, wenn die USA endlich so richtig wahrnehmen, dass die Welt sie immer weniger bräuchte.
Aber könnte, wäre, würde. Vorstellbar ist auch, dass binnen zwei Dekaden politische Wahlen, sofern es sie überhaupt noch gäbe, ganz offiziell durch KI entschieden werden würden.
zum Beitrag15.03.2025 , 18:34 Uhr
Herzlichen Dank für die Resonanz.
Was die „Reaktion“ der amerikanischen Gesellschaft anbelangt: Vielen fehlen gleichsam die Worte. Wortwörtlich.
Historisch betrachtet gilt: Wenn demokratische Gesellschaften der Zensur erliegen, wird man sprachlos. Der Schock beschert den herrschenden Autokraten einen Vorteil, auch wenn nicht mal die Angst sich so richtig verbreitet. Der schiere Schock – uns könnte so was nicht wirklich passieren – erleichtert die Gleich- bzw. Stummschaltung der Bevölkerung.
zum Beitrag15.03.2025 , 18:22 Uhr
Demagogen lernen gegenseitig voneinander. Als die Nationalsozialisten ihre Vorlagen zu den Nürnberger Gesetzen entwarfen, blickten sie voller Inspiration auf die rassifizierten Jim-Crow-Gesetze, die anno dazumal in den Südstaaten der USA tiefverwurzelt waren. Und ebenda wurden sie fündig.
zum Beitrag15.03.2025 , 18:16 Uhr
Unbedingt. Es schwappt schon über und wird nicht so schnell wieder verebben. Neue Allianzen werden sich bilden.
zum Beitrag15.03.2025 , 18:14 Uhr
Die Dominanz der Alphamännchen und dazu die Dynamik der Wahlmänner. Stichwort Electoral College. Denn letzteres Gremium, eine überholte Institution aus der Blütezeit der Sklaverei, sorgt für ein Gefälle zugunsten der ländlich, konservativen Bevölkerung.
zum Beitrag15.03.2025 , 18:08 Uhr
Da ist sehr viel Wahres dran. Es könnte kaum offensichtlicher sein.
Allerdings auch in Communities of Color, z.B. wie in der muslimischen Hochburg Hamtramck, Michigan, wurde die Pride-Flagge vom Stadtrat aus religiösen Gründen (Schutz der Familie usw.) niedergeholt. Das geschah unter einem Democrat-Bürgermeister, Amer Ghalib, den Trump nun zum Botschafter nach Kuwait designiert hat. Ghalib hatte sich gegen die Wahl von Kamal Harris ausgesprochen und zu ihrer Niederlage in Michigan deutlich beigetragen.
Es klingt wie eine skurrile Seifenoper, ist aber Realität.
Damit will ich darauf hinweisen, dass White Supremacy kaum das einzige bigote Übel ist.
zum Beitrag15.03.2025 , 17:58 Uhr
Zweifelsohne spielt der Wunsch, endlich mal dazu zu gehören, eine mitentscheidende Rolle.
Es wäre aber rassistisch zu behaupten, dass Schwarze nicht sozialkonservativ bzw. nicht wirtschaftsliberal wählen dürften.
Bei vielen Schwarzen, auch bei der afroamerikanischen Frauen, die sich mit kaum zu zähmendem Enthusiasmus für Kamala Harris eingesetzt haben, gibt es allerdings eine Abneigung gegenüber weißen Linken und deren Bevormundungen.
Übrigens: Nicht alle Schwarzen, die sich zu den Republicans gesellen, sind naiv. Nein, sie wissen, dass die historische Partei von Abraham Lincoln, der gegen die Südstaaten kämpfte, längst zur Heimat von rassisten geworden ist. Nur: Viele Schwarze haben auch bei den Democrats Rasismus verspürt.
zum Beitrag15.03.2025 , 17:50 Uhr
In der Tat würde man bei anderen Ländern und Kulturen von einer Bananenrepublik oder einer theokratischen Diktatur reden. So erzeugt man die einlullende Fiktion der Distanz.
Während die Tesla-Aktie nur noch auf Talfahrt fährt, weise ich gerne auf die Firma Derek Automotive in Atlanta hin. Da handelt es sich um den mutmaßlich ersten afroamerikanischen Produzenten von Elektroautos. Möge der Gründer Derek W. Bailey eines Tages bekannter sein als Elon Reeve Musk, und zwar aus gutem Grunde.
zum Beitrag15.03.2025 , 17:16 Uhr
Gewissermaßen kaffkaesk. Die Zukunft ist frisch aus der Vergangenheit zurückgekehrt.
Der gute Franz würde die heutigen Kulturkämpfe wahrscheinlich mit einer Mischung aus düsterer Vorahnung und scharfer Beobachtung betrachten. Wer heute zu sehr staunt, was die Entwicklungen betrifft, steckt schon damit in der Falle. Leider.
zum Beitrag15.03.2025 , 17:11 Uhr
Ja, eine gute Empfehlung.
In eigener Sache weise ich gerne auf die just am 12. März 2025 erschienene, erweiterte Neuauflage meines Buches „Race Relations: Essay über Rassismus“ (Orlanda-Verlag). Darin befasse ich mich mit der MAGA-Sucht und mit der fundamentalistischen Grenzsiedlermentalität rechtsextremer amerikanischer Pioniere.
zum Beitrag15.03.2025 , 17:05 Uhr
Siehe auch: www.theguardian.co...-black-immigration
zum Beitrag15.03.2025 , 17:02 Uhr
Wunderbares Zitat.
zum Beitrag15.03.2025 , 17:02 Uhr
Der Fundamentalismus, wo auch immer er Wurzeln schlägt, ist kein guter Ratgeber.
Als ich in während der Jim-Crow-Äre in den USA der 1960er Jahre aufwuchs, jagte der „christliche“ Ku Klux Klan minderjärhige afroamerikanische Baptisten in die Luft und lynchte Juden mit der Selbstherrlichkeit deutscher Nazis. Man nannte es Heimatverteidigung.
zum Beitrag15.03.2025 , 16:53 Uhr
Ja, da ist viel dran. Mit jeglicher heftigeren Pendelbewegung zwischen den beiden Polen schwindet die gemäßigte Mitte dahin. Leider.
zum Beitrag15.03.2025 , 16:49 Uhr
Bei aller Liebe, aber ich plädiere für eine differenziertere Auffassung. Denn die gezielte Festnahme eines propalästinensischen Studentenanführers, dem unter anderem antisemitische Hetze vorgeworfen wird, beinhaltet keine verfassungswidrige Einschränkung der Meinungsfreiheit. Hier geht es nicht um Zensur, sondern um Sicherheit.
Inwieweit Trump und israelische rechtsextreme Nationalisten sich ähneln würden, sprengt den Rahmen meines Artikels. Dennoch ein paar Worte dazu.
Die Vermutung, dass die jüdische Community von Trump mehrheitlich begeistert sei, ist falsch. Gut 78 % der jüdisch-amerikanischen Wählenden stimmten nicht für Trump, sondern für Harris, wenn auch teils mit Bedenken. (NBC Exit-Poll). Wahrhaftig ahnten viele Juden, dass Trump verantwortungslos wieder in die geopolitische Arena einsteigen würde. Siehe auch Ukraine, wo 33.000 Juden in Mitleidenschaft gezogen werden.
Trumps designierter Botschafter zu Kuwait, Amer Ghalib, ist eigentlich ein Mitglied der Democrats und noch amtierender Bürgermeister von Hamtramck, Michigan. Die Stadt war die erste US-Stadt, die sich für BDS gegen Israel aussprach. Ghalib hatte sich zudem geweigert, Kamala Harris zu unterstützen.
zum Beitrag15.03.2025 , 16:10 Uhr
„In den Strategien von Trump und Co. ist das verursachte Leid hingegen das eigentliche Ziel. Sie geben selbst zu, dass die eingesparten Beträge verschwindend gering sind.“
Danke vielmals für das Feedback. „Cruelty is the point“, so Adam Serwer kritisch. Das ist eine verständliche Auffassung. Ich würde meinen, dass die Grausamkeit eher als Mechanismus dient, um Millionen verärgerter, oft verarmter oder zumindest abstiegsgefährdeter Weiße zu mobilisieren. Sicherlich auch lässt ebenjene Grausamkeit soziopathische Alphamännchen, die die Zeche prellen, gleichsam auf ihre Kosten kommen.
Für einen Apartheid-Überlebenden wie Elon Musk, der sich als verfolgte Minderheit sieht, besteht der Genuss an der Gier darin, nicht nur ein sagenumwobenes Vermögen anzuhäufen, sondern vielmehr andere, vor allem Nichtweiße systematische jedwede Lebensgrundlage zu berauben.
zum Beitrag28.02.2025 , 13:36 Uhr
Sehr gerne. Es geht um den Austausch von Information und Erfahrung.
zum Beitrag28.02.2025 , 13:34 Uhr
Sehr gerne.
Im Rahmen der Ehrenarbeit lernte ich eine tapfere Geflüchtete aus Al-Abeed, Gaza, kennenlernen. Sie ist eine lesbische Schwarze, die vor vielen Jahren von der „Moralpolizei“ der Hamas körperlich schwer verletzt und darüber hinaus rassistisch getriezt wurde. Eine andere Person, die inzwischen als nicht-binär identifiziert, wurde in Rafah von der Familie verstoßen und wie beim Spießrutenlauf auf und ab durch die Straßen von „Nachbarn“ gejagt.
Dass solche Opfer, die es nach Europa geschafft haben, nicht gut auf Gruppen wie Queers for Palestine und Gays for Gaza zu sprechen sind, müsste sich verstehen. Es ist auch nachvollziehbar, dass einige Leidtragene unbedingt nach Tel Aviv fliehen wollten.
Die Tatsache, dass europäischstämmige Erzkonservative solchen Opfer nichts als Abneigung entgegenbringe, lässt sich ohne viel Federlesens begreifen. Falsche Hautfarbe, falsche Religion, falsche sexuelle Orientierung. Aber auch und gerade von Linken fühlen sich die Opfer im Stich gelassen, da sie sich für die Lüge, die Hamas sei eine Befreiungsorganisation, nicht instrumentalisieren lassen. Denn ihre Narrative passen nicht ins Weltbild der Israel-Hasser:innen.
zum Beitrag28.02.2025 , 13:13 Uhr
Es ist gibt allerhand Arten, Victim-Blaming zu betreiben, und alle sind menschenverachtend.
Die Antipathien, die von TERFs artikuliert werden und auf Transgender-Personen zielen, dürfen nicht ignoriert, geschweige denn gerechtfertigt werden. Bei jenen „trans exclusionary radical feminists“ handelt es sich vielmehr um Fundamentalist:innen, die keinen solidarischen Feminismus verkörpern.
TERFs betreiben zudem den Geschichstrevisionismus, indem sie die signifikante Rolle verdienter Transgender-Personen, z.B bei der Stonewall-Rebellion 1969 und in den darauffolgenden Jahren, entweder leugnen oder bagatellisieren. Insbesondere die schwarze trans* Frau Marsha P. Johnson (1945 – 1992) und ihre Mitstreiterin, die trans* Frau und Latina Sylvia Rivera (1951 – 2002) sind zur Zielscheibe transfeindlicher und rassistischer Angriffe aus der TERF-Ecke geworden.
So warnen diverse Institutionen und NGOs, darunter das Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie (Heinrich-Böll-Stiftung), vor dem Dogma der TERFs.
Zudem habe ich seit Jahren in den Medien („Kulturzeit“, 3Sat-Fernsehen), aber auch speziell hier in der Taz, Figuren wie JK Rowling und Alice Schwarzer kritisiert.
zum Beitrag27.02.2025 , 14:52 Uhr
Hier nur ganz kurz zitiert, und zwar aus www.lsvd.de/de/ct/...iderlegt-Vorurteil
„Auffällig ist der deutliche Unterschied zwischen zugezogenen und in Deutschland geborenen Muslim*innen.
Danach sind 70 % der in hier geborenen Muslim*innen für die Ehe für Alle gegenüber 53 % der Zugezogenen.“
Ich will ausdrücklich betonen: Die obenzitierte Studie betraf nicht per se Gewalt, sondern „nur“ Vorurteile bzw. Ansichten. Zudem möchte ich daran erinnern, dass muslimisische Queere zu Opfern von Gewalt werden, die sowohl von muslimischen als auch von nicht-muslimischen Täter verübt wird. Das gielt übrigens auch in puncto Psychogewalt.
zum Beitrag27.02.2025 , 14:42 Uhr
In dieser Hinsicht rede ich wohl von der Realpolitik und eben nicht von den Wahlprogrammen.
Die Lobpreisungen linker Parteien in puncto LGBTQ+ helfen nicht, wenn queere Menschen am Hermannplatz entlang gejagt oder sogar krankenhausreif geschlagen werden.
Mit dem Ausdienen des Links-Rechts-Paradigmas meinte ich, dass die Brandmauern gegen Antisemitismus, Misogynie und ja Queerfeindlichkeit längst in Flammen gesteckt wurden – und zwar von beiden Enden des politischen Spektrums aus.
Zu den nicht mehr überraschenden Kuriositäten zählt die Tatsache, dass Homosexuelle Angehörige der AfD sind, während linke Radikalfeministinnen gegen trans* und nonbinäre Personen ätzen.
Die Hufeisentheorie ist längst Realität.
zum Beitrag27.02.2025 , 14:29 Uhr
Mir geht es darum, darum hinzuweisen, dass sowohl von links als auch von rechts auf die Fortschrittsbremse getreten wird.
Ich müsste die vergangenen zwei Dekaden nicht durchwegs als dystopisch darstellen, um auf verlorene Chancen aufmerksam zu machen. Verlorene Chancen, was die Freiheit betrifft.
Linke preisen die Autonomie. Konservative loben die Selbstverantwortung. Mit bedeuten diese Soundbytes aus Sonntgasreden herzlich wenig, wenn die Möglichkeit zur sexuellen Selbstbestimmung im erweiterten Sinne (Gender, Orientierung usw.) und der Schutz gegen Diskriminierung lediglich als Zukunftsmusikstücke zu abbonieren sind.
Queen: „Ich want it all, and I want it now.“
Apropos Utopia: Um Ihren weiteren Punkt aufzugreifen: Was ist genau das „rechtsradikal Utopia“?
Bereits (bzw. erst) 2003 gab es einen anfänglichen Versuch, die NPD zu verbieten. Er scheiteret, wie auch der zweite Verusch (ca. 2017). Sicherlich kann man diese Bemühungen kritisieren, aber auch begrüßen.
Immerhin ist es nicht, als hätte niemand in der Bundesrepublik in den letzten Jahrzehnten vor Rechtsextremen gewarnt. Lichtenhagen, NSU, Pegida ...
Siehe aber auch Graue Wölfe, um bei rechtsextremen zu bleiben.
zum Beitrag27.02.2025 , 12:48 Uhr
Verstehe ich. Denn der Fundamentalismus, ob autochthon oder zugewandert, ob von links oder rechts, ist ein schlehcter Ratgeber.
zum Beitrag27.02.2025 , 12:46 Uhr
Wow, hier sind wir sogar einer Meinung.
zum Beitrag27.02.2025 , 12:44 Uhr
Oh, ganz herzlich Dank für Deine lieben Worte.
zum Beitrag27.02.2025 , 12:44 Uhr
Herzlichen Dank für die Bestätigung und die ergänzenden Erfahrungen.
Oft erlebe ich, vor allem seit dem 7. Oktober 2023, dass vermeintlich progressive Akteur:innen mich schreiend dazu auffordern, queere Rechte zu thematisieren. So sagen sie; „Das kann man nicht mehr hören, queere Rechte, queer Rechte. Man hat keine Zeit für den LGBTQ-Kram. Mensch, in Gaza geht es um Menschenrechte., nicht queere Rechte“. (So eine Zusammenfassung.)
Bei solchen Antagonist:innen kommt es nicht gut an, dass ich die brutale Queerfeindlichkeit von Hamas konsequent und kontinuierlich anspreche. Denn es geht vielen Linken nur darum, Israel zu dämonisieren. Dass die Hamas, auch laut Amnesty International selbst (!), die LGBTQ-Community in Gaza seit langem drakonisch unterdrückt, interessiert sie nicht.
Demnach gilt, wer die düstere Lage der Queere unter der Hamas kritisiere, mache Pinkwashing für Bibi.
Seit 2018 betreue ich einige geflüchtete palästinenisch-stämmige Queere im Ehrenamt. Sie tragen noch ihre seelischen und teils auch körperlichen Verletzungen seitens der Hamas oder der Palästinensischen Behörde. Auf Queers for Palestine und Gays for Gaza sind sie nicht gut zu sprechen.
zum Beitrag26.02.2025 , 17:17 Uhr
Eben. Dass die eine Akteurin wenig zögerlich ist als die andere, verrät durchaus, dass die fehlende Akzeptanz tatsächlich strukturell ist.
Auch der erste schwarze Präsident der USA war ziemlich zurückhaltend, was seine Begeisterung für LGBTQ anbelangte.
In solchen Situationen wird relativierend erklärt, man sei persönlich nicht gegen queere Rechte, aber man respektiere das Bedenken der „Mehrheit“ der Bevölkerung.
zum Beitrag26.02.2025 , 17:10 Uhr
„In den rechtsextremen Außenbezirken gibt es ein offenes queeres Leben nicht so wirklich.“
Tja, das Henne-Ei-Problem.
Danke vielmals für die Erläuterungen.
zum Beitrag26.02.2025 , 17:08 Uhr
Danke vielmals für die Zustimmung.
Zermürbend ist allerdings, dass wir, gerade in den westlichen, technologisch hochmodernen Demokratien beim Theam LGBTQ leider immer wieder beim Null anfangen müssen.
zum Beitrag26.02.2025 , 17:05 Uhr
Ja, da ist viel dran.
zum Beitrag26.02.2025 , 17:05 Uhr
Einspruch. Bei aller Liebe, aber die Sichtweise betrachte ich als unsolidarisch und, mit Verlaub, geradezu zynisch.
Die queere Community gehört längst zum Mainstream der Gesellschaft. Man kann es, kollektiv betrachtet, keine Integrationsverweigerung vorwerfen.
Je nachdem identifizieren sich 7 bis 12 Prozent der Menschen in der Bundesrepublik als queer. Ggf. bis zu 30 Prozent der Familien sind betroffen. Queere Kolleg:innen gibt es im Büro, im Kirchenvorstand, im Fitness-Club, beim Militär, bei der Polizei und, und, und.
Werden Ewiggestrige erst dann toleranter, wenn sie gewissermaßen von der Gnade queerer Krankenpfleger:innen abhängen?
Und was denn, wenn der alte, weiße Hetero nicht mehr „zur Mehrheit“ gehört? Sind seine sonstigen Ansprüche, unabhängig vom Thema LGBTQ, nicht mehr wichtig?
Auch als starke Befürworterin Israels betreue ich seit 2018 im Ehrenamt einige queere Geflüchtete aus Palästina. Stichwort: Solidarität.
Wer die Intersektionalität versteht, begreift, dass wir alle die Mehrheit bilden.
Erläuterungen mit Hinweis in eigener Sache auf mein Buch: „Race Relations: Essays über Rassismus“: orlanda.de/product/race-relations
zum Beitrag26.02.2025 , 16:43 Uhr
Herzlichen Dank für die solidarische Resonanz.
zum Beitrag26.02.2025 , 16:42 Uhr
Inspirierende Worte, die ich als Katholikin zur Kenntnis nehme.
zum Beitrag26.02.2025 , 16:42 Uhr
Moin. Leider so. Die Regenbogenflagg scheint zwar allenthalben zu wehen, aber die Rückschläge für die LGBTQ-Community vermehren sich.
zum Beitrag26.02.2025 , 16:40 Uhr
Genau.
Sehr ernüchternd ist vielmehr meine persönliche Vermutung, dass die wachsenden Antipathien gegen Queere sowohl „von oben“ als auch „von unten“ herrühren. Denn reakionäre Politiker:innen reagieren eben auf das, was bereits sozusagen an der Basis (der Partei, der Bevölkerung überhaupt) grassiert.
Darüber hinaus ist die Queerfeindlichkeit – ähnlich wie der Antisemitismus, der Rassismus und die Misogynie – nicht nur bei Konservativen und Rechtsextremen, sondern auch bei Progressiven und Linken zu erkennen. Hinzu kommen ethnische Subkulturen bzw. mirgantische Communities, in denen das Rechts-links-Paradigma eh ausgedient hat.
zum Beitrag26.02.2025 , 16:22 Uhr
Danke vielmals für das Feedback.
Aus meiner Sicht funktioniert, hüben wie drüben, der Alarmknopf gerade noch. Und davon möchte ich Gebrauch machen. Denn irgendwann wird der Alarm ausgeschaltet.
zum Beitrag26.02.2025 , 14:21 Uhr
Zweifelsohne verabschiedet sich das BSW vom Konzept der sozialen Gerechtigkeit, sobald sie den Menschen die Autonomie über den eigenen Körper und über das eigene Leben abspricht.
Auch die mutmaßliche Zwei-Klassen-Struktur jener Partei lässt tief blicken: taz.de/Leak-zu-Zwe...beim-BSW/!6071183/
zum Beitrag21.02.2025 , 20:13 Uhr
Und welche Vorteile verspräche sich Rest-Gaza von dieser „Besetzung“?
Die Kriegsverbrechen, die von der Hamas begangen wurden, lassen sich mitnichten als Widerstandshandlungen reinmachen.
Das Vabanquespiel der Hamas ist nach hinten losgegangen. Sie kam nur noch gefolterte Geiseln und ja Leichen im Rahmen grotesker Zeremonien übergeben, die auf einem Trümmernhaufen stattfinden.
Und auch ebenjener Akt wird ihr sehr, sehr teuer zu stehen kommen.
zum Beitrag21.02.2025 , 17:05 Uhr
Ach so, „voll von Terror Israels ...“
Vergessen Sie etwa den 7. Oktober? An dem Tage hat die Hamas den tödlichsten Massenmordanschlag auf das Judentum seit dem Holocaust verübt. Mitsamt Gruppenvergewaltigung und Verschleppung, Und ja, der Terror gegen den jüdischen Staat fing nicht erst am 7. Oktober an.
Immerhin ist es die Hamas, die ihre eigene Bevölkerung als Schutzschilde verwendet. Kollaterschaden vorprogrammiert. Es gilt nur noch, Israel die Schuld dafür zu geben, damit die Blutlibel-Legende fortgesetzt werden kann.
Die palästinenische Widerstandsbewegung ist eigentlich keine. Denn echte Widerstandsbewegungen beabsichtigen eine Demokratisierung. Welche Rechte für Frauen, LGBTQ und Queers haben palästinenische „Freiheitskämpfer“ angestrebt?
Bei der grotesken Übergabe der Leichen gestern in Gaza hat die Welt sehen können, welche Prioritäten die palästinensische Bewegung hat.
In der Realpolitik kommt es darauf an, pragmatische Entscheidungen zu treffen. Meines Erachtens ist eine nicht perfekte, aber immerhin pluralistische Demokratie besser als ein von Milizen, Mullahs und Multimilliardären geführtes Terrornest.
zum Beitrag21.02.2025 , 16:26 Uhr
Wie heißen denn die gemäßigten Fraktionen im Gaza-Streifen? Welche Truppe kämpft für sie?
Die Terrorgruppen Hamas und der Palästinensische Islamischer Dschihad, so fremdgesteuert sie auch sind, kämpfen vom Gaza-Streifen aus gegen Israel. Mit Hilfe von Milizen und rein zivilen Anhängern verüben sie Massenmord, Gruppenvergewaltigung und Entführung,
Was steht Ihrer Meinung nach Israel zu in puncto Reaktionsmöglichkeiten? Muss der jüdische Staat es hinnehmen, so angegriffen und, wie gestern, so erniedrigt zu werden?
Mir ist eine nicht perfekte, aber immerhin pluralistische Demokratie wie Israel wesentlich lieber als ein perfektes Terrornest, in dem Frauen, Queers, Schwarze und Kinder den Launen der Patriarchen ausgesetzt sind.
Gestern bei der grotesken Leichenübergabe in Gaza haben wir ahnen können, wofür die Bevölkerung mehrheitlich steht. Was insbesondere hat Ihnen daran gefallen? Und könnten Sie sich eventuell mit der Ansicht anfreunden, dass niemand die Zukunft Gazas so sehr gefährdet wie die Hamas und der Islamische Dschihad?
zum Beitrag21.02.2025 , 09:32 Uhr
Als die Hamas am 7. Oktober den tödlichsten Massenmordanschlag auf Juden seit der Shoah beging, war Gaza auch nicht besetzt. Ist auch logisch. Bitte, bei den Fakten bleiben.
Der Krieg der Hamas gegen Israel ist kein Widerstand gegen eine Besatzungsmacht. Denn die israelische Besatzung von Gaza endeten 2005.
Oder wollen Sie allen Ernstes behaupten, die Hamas habe für die Genehmigung der Terrortunnel einen Antrag bei einem israelischen Bauamt im Gazastreifen eingereicht? Das wäre gewissermaßen unterirdisch.
Eine echte Widerstandsbewegung sticht durch demokratische Forderungen hervor. Rechte einführen, z.B. für Frauen, LGBTQ, Kinder, Wählende. Aber die Hamas selbst ist seit 2006 für Gaza zuständig.
Finden Sie es in Ordnung, dass die Hamas lieber groteske Leichenübergaben veranstaltet, anstatt eine Demokratisierung des eigenen Landes anzustreben?
Weshalb sollten Milizen, Mullahs und Multimilliardäre Gaza in einen Krieg hinein führen, den sie niemals gewinnen können?
Und nochmals: Das Herbeiführen von Kollateralschaden beinhaltet nicht gleich ein Kriegsverbrechen, geschweige denn Genozid.
zum Beitrag20.02.2025 , 20:11 Uhr
Ganz genau. Danke vielmals für die Betonung.
zum Beitrag20.02.2025 , 20:10 Uhr
„Muss hart sein[,] in einem Tunnel zu stecken und farbenblind zu sein, ... “
Wer steckt eigentlich im Tunnel? Es sind in erster Linie die Geiseln, die dort völkerrechtswidrig und unter sehr menschenverachtenden Umständen von der Hamas festgehalten Hamas werden.
David Cunio, der israelische Schauspieler, der am 7. Oktober mittels Waffengewalt entführt wurde, zählt möglicherweise dazu. Er war 2013 auf der Berlinale worden. Nun befindet er sich, wenn er überhaupt noch lebt, in einem Horrorfilm, der seit rund 500 Tagen nicht endet.
Dass die Berlinale ähnlich lange gebraucht hat, um Cunio zu gedenken, ist skandalös – und dieses Versäumnis seitens der Festivalleitung ist eben einer der Gegenstände meines Artikels.
Soweit der „Tunnelblick“.
zum Beitrag20.02.2025 , 20:08 Uhr
Danke vielmals für die Solidarität.
zum Beitrag20.02.2025 , 17:44 Uhr
Q: Wie läuft der Prozess um die Sandale?
A: Zeh.
zum Beitrag20.02.2025 , 17:43 Uhr
Ganz genau. Es ist bedauerlich, dass die begründeten Ängste jüdischer Menschen in der heutigen Bundesrepublik so wenig berücksichtigt werden.
In meinem aktuellen Taz-Artikel befasse ich mich mit der Verleugnung der Gegenwart: taz.de/Berlinale-Rueckblick/!6066758/
zum Beitrag20.02.2025 , 17:40 Uhr
Die Volksverhetzung, die in dieser Gesellschaft leider grassiert, entstammt nicht lediglich der rechten Ecke oder der bürgerlichen Mitte. Siehe Antisemitismus von links.
zum Beitrag20.02.2025 , 17:37 Uhr
Das, was man reflexhaft als „Whataboutism“ abstempelt, ist oft angebracht, wenn es die Doppelmoral des Debattengegners entlarvt.
Immerhin fällt es auf, dass die chronische Einseitigkeit einiger „Israel-Kritiker“ nicht zulässt, dass die eigene Propaganda etwas durch die Fremdeinwirkung von Fakten beeinträchtigt wird.
zum Beitrag20.02.2025 , 17:15 Uhr
PS: Ganz am Anfang der Berlinale gab es einen Oscar. Sogar einen jüdischen Oscar.
Genauer genommen Oscar Martay (1920 - 1995). Er war ein polnischer Jude, der auf der Flucht vor den Nazis in die USA geflohen ist. Als Mitglied der US Army kam er nach dem Krieg nach West-Berlin. In seiner Eigenschaft als Filmoffizier in der Military Government konzipierte und gründete er 1951 die Internationalen Filmfestspiele Berlin. So war er, ein amerikanischer Jude, der eigentliche Gründervater der Berlinale, auch wenn der ehemalige NS-Filmhistoriker Alfred Bauer der erste Direktor war.
Was Oscar Martay von den antisemitischen Vorfälle auf der heutigen Berlinale halten würde, kann ich nicht sagen.
So nebenbei erwähnt.
zum Beitrag20.02.2025 , 16:41 Uhr
Im Rahmen ihrer völkerrechtswidrigen Geiselnahmen, die am 7. Oktober erfolgten, hat die Hamas rund 328 Männer, Frauen und Kinder aus 40 verschiedenen Ländern nach Gaza verschleppt. Weitere wurden ziemlich direkt getötet. Dazu zählen etliche aus Deutschland bzw. Europa.
Hat man die vergewaltigte und ermordete Deutsch-Israelin Shani Lok schon vergessen?
Übrigens: Der israelische Schauspieler David Cunio, der 2013 auf der Berlinale gefeiert wurde, befindet sich seit rund 500 Tagen in der Geiselhaft der Hamas. Erst dieses Jahr gedenkt die Berlinale, Cunio zu gedenken.
Mehr dazu in meinem Artikel: taz.de/Berlinale-Rueckblick/!6066758/
zum Beitrag20.02.2025 , 16:12 Uhr
Herzlichen Dank für diese wichtigen Erläuterungen.
BDS ist mit der BRD nicht vereinbar.
zum Beitrag20.02.2025 , 16:10 Uhr
Schade, dass sie die Dynamik des Phänomens namens Electoral College nicht berücksichtigen.
In meinen längeren Artikeln,aber auch im Rahmen meiner zusammenfassenden Erwähnung der Angelegenheit hier in dieser Kommentarspalte, habe ich den Swing-State Michigan angesprochen.
Siehe z.B.:
taz.de/Juedische-W...-den-USA/!6043908/
taz.de/Kandidatur-...a-Harris/!6024920/
zum Beitrag20.02.2025 , 16:04 Uhr
Es ist eine Sache, Angaben und Zahlen aus dem Hamas-Ministerium für Gesundheit unreflektiert herunterbeten zu können. Aber es ist etwas anderes, ernsthaft über die Kausalität bzw. Ursache und Wirkung debattieren zu wollen.
Mit welchem Recht darf die Hamas ihre Zivilbevölkerung dazu verdammen, als Kanonenfutter zu dienen und als Kollateralschaden zu sterben? Warum spricht man nicht über die Kriegsverbrechen der Hamas, die am eigenen Volk begangen werden?
Mein afroamerikanischer Vater diente bei der US Air Force im Zweiten Weltkrieg, und zwar in Kampfhandlungen. Anno damals warfen die Allierten zwei Millionen Tonnen Fliegerbomben auf Nazi-Deutschland ab. Dadurch kamen rund 600.000 deutsche Nichtkombattanten, darunter viele Frauen und Kinder, ums Leben. Übrigens: Weitere sage und schreibe anderthalb Millionen deutsche Nichtkombattanten, darunter wieder viele Frauen und Kinder, starben anstatt dessen durch Bodentruppen.
Zu jedweder Zeit hätten die Nazis die weiße Fahne hissen können. Aber sie warteten noch eine „gute“ Woche nach der Bekanntgabe von Hitlers Tod, bis sie den Krieg einstellten. Ich mache somit keine Gleichstellung, sondern lediglich eine Feststellung.
zum Beitrag20.02.2025 , 15:48 Uhr
Danke vielmals für die Erwähnung. Angesichts desjenigen Vorfalls, den ich in Echtzeit erlebte, fühle ich mich durchaus bestätigt.
zum Beitrag20.02.2025 , 15:47 Uhr
Nochmals Einspruch. Denn das ist nun ein klares Non sequitur.
Ohnehin schützt ethnische Zuheörigkeit grundsätzlich nicht davor, als Kombattant bekämpft oder als Kriegsverbrecher zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Eine Soldatin ist weder durch das GG noch durch sonstige humanitäre Gesetze dazu verpflichtet, einen verfeindeten Kriegsteilnehmer, der auf sie schießt, gewähren zu lassen. Kurz gesagt: Sie darf ihn in der Situation töten.
Bei manchen Menschen, die vor allem nicht beim Militär waren, herrscht das Turbo-Tucholsky-Vorurteil. Aber in Wirklichkeit sind nicht alle Soldat:innen Mörder:innen. Viele Soldat:innen töten Mörder:innen.
Hinweis: Es war weder Olivenzweige noch Flugblätter, die den 8. Mai 1945 herbeigeführt haben. Und ja noch dazu: Pazifist:innen haben noch keinen KZ-Häftling befreit.
zum Beitrag20.02.2025 , 15:33 Uhr
Nochmals gesagt, und zwar auch in die Runde:
Ich setzte auf Kamala Harris. Ja, die Schwarze. Meine Sympathien für sie, trotz meiner unerlässlichen Kritik an sie, gab ich in etlichen Taz-Artikeln sowie anderweitig wiederholt zu erkennen. Über 90 % der afroamerikanischen Frauen und um die 78 % jüdischer Amerikaner:innen wählten Harris, so NBC Exitpoll, was ich auch mehrmals betonen musste. Ebenfalls machte ich klar, dass die Aufrufe der propalästinensischen Community, Kamala nicht zu wählen, dem Trump wieder ins Amt geholfen haben.
So gesehen bin ich für das Tun und Lassen Trumps gar nicht verantwortlich. Und Israelis, die Netanjahu überhaupt nicht gewählt haben, sollten auch nicht in Sippenhaft genommen werden. Welche Präsedenzfälle will man eigentlich etablieren?
Ungeachtet dessen ist Israels Recht auf Selbstverteidigung keine Abo-Angelegenheit. Keine Sache, die durch geänderte AGB oder durch die Launen der Doppelmoralist:innen abgeschafft werden kann. Der anti antiisraelische Geschichstrevisionismus, ob von links oder von rechts kommend, ist zwar vorlaut und ungehalten, aber nicht überzeugend.
zum Beitrag20.02.2025 , 15:14 Uhr
Einspruch. Ich habe nicht behauptet, dass der Bundestag unbedingt im Rahmen der Antisemitimus-Resolution die BDS-Bewegung als antisemitisch eingestuft habe.
Anstatt dessen habe ich mich in dem zweitletzten Satz, und zwar mit thematisch zusammenhängenden Aufzählungen, genauso ausgedrückt, wie unten dargestellt wird:
>> Ebenjene Bewegung, die zu Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen gegen Israel aufruft, wird von der Hamas gelobt, vom Bundestag als antisemitisch eingestuft und vom Verfassungsschutz als extremistischer Verdachtsfall beobachtet.
zum Beitrag20.02.2025 , 15:06 Uhr
>> Muss hart sein[,] in einem Tunnel zu stecken und farbenblind zu sein, ...
zum Beitrag19.02.2025 , 20:22 Uhr
Es ist besonders bedenklich, zumal die Berlinale David Cunio 2023 nicht thematisierte, obwohl er 2013 im Filmpalast gefeiert worden war.
zum Beitrag19.02.2025 , 20:13 Uhr
Es ist die Hamas, die das Leben der Gazaner nicht schätzt, geschweige denn schützt.
Keine noch so realitätsfremde Exegese des GG kann Israels Recht auf Selbstverteidigung neutralisieren.
zum Beitrag19.02.2025 , 20:08 Uhr
Einspruch. Ich habe diesbezüglich ausschließlich über die Antisemitismus-Resolution des Bundestages (2024) gesprochen.
zum Beitrag19.02.2025 , 19:59 Uhr
Michel Friedman und ich, zwei Redende auf der jüngsten Veranstaltung von People of Deutschland, haben uns sehr gut verstanden.
www.instagram.com/...g1czE2cjAwcDEzZQ==
zum Beitrag19.02.2025 , 18:15 Uhr
Wohl wahr. Deshalb ist es umso erschreckender, dass radikale pro-palästinensische Akteuer:innen versuchen, eine moralische Äquivalenz zu etablieren.
zum Beitrag19.02.2025 , 13:52 Uhr
Die Antisemitismus-Resolution heißt genauer genommen: „Nie wieder ist jetzt: Jüdisches Leben in Deutschland schützen, bewahren und stärken“.
Ein Denkanstoß in Zeiten zunehmender judenfeindlicher Gewalt, und zwar von links wie von rechts.
Vielleicht ist es wirklich vernünftig bzw. „räsonable“ und nicht zuletzt anständig, in erster Linie die Opfer solcher Gewalt zu berücksichtigen, anstatt tendenziös israelfeindliche Bedenkenträger:innen zur „Open-Mic“-Veranstaltung einzuladen.
zum Beitrag19.02.2025 , 13:39 Uhr
» Wo Michaela Dudley draufsteht, ist Michaela Dudley drin. «
Danke vielmals für die Bescheinigung.
Hier geht es allerdings um die Berlinale und den Antisemitismus. Bei ca. 3.600 Zeichen kann ich eh nur soviel 'reinbringen. Für mich war es wichtig, die Doppelmoral und die anderen Defizite der Festivalleitung zu thematisieren.
Nichts, was Israel tut oder lässt, rechtfertigt in irgendeiner Weise den Judenhass. Wenn man ausgerechnet in Deutschland damit anfängt, Maßnahmen gegen den Antisemitismus aufzuweichen oder als bedrohlich darzustellen, hat man nichts aus der Vergangenheit gelernt.
Übrigens: Es waren in den USA die propalästinensichen Akteur:innen, die in entscheidenden Swing-States wie Michigan ausdrücklich dazu aufriefen, Kamala Harris zu boykottieren. Etliche sprachen sich sogar explizit für Donald Trump aus. Bis heute sind schwarze Frauen, die zu 90 & + für Harris stimmten, sehr wütend auf die „Free-Palestine-Community“. Auch wissenswert: 78 % der jüdischen Wählenden stimmten für Kamala Harris. (NBC Exit-Poll).
Ich erwähne diese Angaben deshalb, weil viele aus der BDS-Bewegung verzweifelt und faktenfrei versuchen, Juden für Trumps Sieg verantwortlich zu machen.
zum Beitrag18.02.2025 , 21:21 Uhr
Aber genau darum geht es. Bundestag und Verfassungsschutz Stufen BDS als antisemitisch bzw. extremistischen Verdachtsfall ein. So gesehen ist BDS mit der bundesrepublikanischen Staatsrason nicht vereinbar.
zum Beitrag18.02.2025 , 19:27 Uhr
Sehr gerne.
zum Beitrag18.02.2025 , 15:54 Uhr
Angesichts der Meinungsfreiheit kritisiere ich Swinton und die Berlinale. Solche Meinungsfreiheit hat die Hamas übrigens niemals gelten lassen. Zudem fällt es auf, dass die meisten Fürsprechenden der „Free-Palestine-Bewegung“ niemals dazu kommen, irgendwelche Demokratisierungsforderungen an die Hamas zu richten. Offenbar ist der Hass dieser Menschen auf Israelis stärker als die Liebe zur Demokratie und zur Vielfalt. Die „Schulbücher“ der UNRWA lassen grüßen.
Die Antisemitismus-Vorwürfe bezüglich der Berlinale reißen nicht ab. Der Zentralrat der Juden zeigt sich entsetzt über die israelfeindlichen Äußerungen, die am Wochenende auf der Berlinale fielen. Es sei unfassbar, dass Beifall für Parolen zugunsten der Hamas aufgekommen sei. Einige haben scheinbar Anzeige erstattet.
Neulich referierte ich auf einer Veranstaltung des Projekts „People of Deutschland“ u.a. mit Michel Friedman. Das Publikum, das zu 95 % aus BIPoC-Menschen bestand, applaudierte stark, als ich zur Solidarität mit Juden aufrief. Zur Kenntnisnahme: Joe Chialo ist nicht die einzige Person of Color, die es ablehnt, unsere Steuergelder für terrorverherrlichende Events zur Verfügung zu stellen.
zum Beitrag18.02.2025 , 09:20 Uhr
Die Tatsache, dass Tricia Tuttle es im Namen des Festivals entschieden ablehnt, die Antisemitismus-Resolution des Bundestages anzunehmen, ist besorgniserregend.
Siehe: taz.de/!6066758/
zum Beitrag17.02.2025 , 18:28 Uhr
Eine rührende Geschichte, die auch wütend macht und schließlich Hoffnung beschert.
Siehe auch meinen Artikel: „Verleugnung der Gegenwart“ (17.02.2024),in Taz: taz.de/!6066758/
zum Beitrag14.02.2025 , 13:22 Uhr
Zum solidarisch-demokratischen Verhalten gehört die Bereitschaft, die Gefahrenlage, besonders für Direktbetroffene, in diesem Falle Juden, sowie überhaupt für die Gesamtegesellschaft entsprechend zu berücksichtigen.
zum Beitrag13.02.2025 , 14:01 Uhr
Das ist seitens der Unileitung die richtige Entscheidung. Wegners Einflussnahme war auch völlig in Ordnung. Hier hat es übrigens nichts mit staatlicher Zensur zu tun, sondern mit gesellschaftspolitischer Verantwortung.
Angesichts des dramatischen Anstiegs an antisemitischer Gewalt wäre es schlicht und ergreifend unverantwortlich, der israelfeindlichen Rednerin und ihrer Roadshow den Ritterschlag akademischer Anerkennung zu verleihen.
Letzte Woche sprach ich auf einer Veranstaltung, an der die großartigen Mitstreitenden Michel Friedman und Ferda Ataman einprägsam teilnahmen. Selbst bei gewissen Meinungsunterschieden gibt es in marginalisierten Communities wachsenden Konsens, dass der Kampf gegen den Judenhass konsequent geführt werden muss.
Schade, dass die Berlinale nicht so weit ist.
zum Beitrag19.12.2024 , 07:52 Uhr
Wie trägt das DEI-Konzept dazu bei, die „Ausbeutung“ zu stoppen?
Wem wird geholfen, wenn die Kultivierung leistungsorientierter Kompetenzen vernachlässigt wird?
zum Beitrag19.12.2024 , 07:46 Uhr
Zum einen handelte es sich bei vielen DEI-Initiativen um freiwillige Selbstverpflichtungen seitens der Firmen. So steht es ihnen auch zu, diese beliebig zu beenden.
Zum anderen sind auch immer mehr Marginalisierte mittlerweile der Meinung, dass die DEI-Programme ihre Ziele verfehlen und die Benachteiligung sogar verschärfen würden.
zum Beitrag18.12.2024 , 17:07 Uhr
Herzlichen Dank für den Zuspruch und für die wertvollen Erläuterungen.
zum Beitrag18.12.2024 , 11:41 Uhr
Das ist auch ein sehr guter Punkt. Zwei reden die Demokraten lang und breit über Diversity, während die Republikaner Diversity scheinbar nur verteufeln. Aber in Wirklichkeit genießen die Republikaner eine nicht zu leugnende Diversifizierung ihrer eigenen Wählerschaft.
White Saviors, vor allem hier in Europa, können es sich nicht vorstellen, dass z.B. Schwarze es zunehmend satt haben, im Namen der sozialen Gerechtigkeit bevormundet zu werden. Diese Art des Rassismus ist der Rassismus der geringen Erwartungen, und dies dient nicht zum Empowerment, sondern zur Fortsetzung der Abhängigkeit.
zum Beitrag18.12.2024 , 09:57 Uhr
Wer auf Dekolonisierung und Tokenismus setzt, anstatt markttaugliche Kompetenzen zu entwickeln, hilft den Schutzbefohlenen nicht.
Der Beweis ist im Verhalten der Firmen zu erkennen. Welches Unternehmen wurde eine gewinnbringende Chance ablehnen? Wenn die bisherigen DEI-Ansätze so erfolgreich wären, würde man sie stolz und medienträchtig fortsetzen.
zum Beitrag17.12.2024 , 22:29 Uhr
Mit „legal diskriminieren“ wird was genau gemeint? Wählerisch zu sein? Wäre das schon bedenklich?
zum Beitrag17.12.2024 , 17:37 Uhr
Der beste Beleg dafür findet sich darin, dass die in meinem Artikel erwähnten Großunternehmen keinen nachweislichen Nettogewinn infolge ihrer teuren DEI-Initiativen wahrgenommen haben. Einige sogar meinen, (Image)verluste erlebt zu haben. Bezüglich ihrer Umentscheidung müssen sie keine Rechenschaft ablegen.
Zudem werden etliche Firmen sowie auch öffentliche und private Bildungsinstitutionen zivilrechtlich verklagt, weil sie angeblich reverse discrimination betrieben hätten.
In meinem Artikel sprach ich den Antisemitismus und den Tokenismus an, was die DEI-Verfehlungen betrifft.
Erläuternde Links:
aristotlefoundatio...e-and-unnecessary/
hbr.org/2024/06/re...ndermine-diversity
zum Beitrag17.12.2024 , 16:52 Uhr
Auch und gerade nichtfaule Opfer werden kreiert, wenn DEI-Ansätze die Bedürfnisse talentierter Anwärter:innen vernachlässigen.
zum Beitrag17.12.2024 , 16:47 Uhr
Die Dauerstütze wird wiederum etabliert, wenn man nicht rechtzeitig eingreift und das Ruder umreißt.
zum Beitrag17.12.2024 , 16:41 Uhr
Die Sache ist in der Tat viel diffiziler aber auch viel differenzierter, als sich typische DEI-Verfechter:innen vorstellen.
zum Beitrag17.12.2024 , 16:39 Uhr
Danke vielmals für die Zustimmung.
zum Beitrag17.12.2024 , 12:24 Uhr
Ganz herzlichen Dank für das Kompliment und für den Tipp mit dem Pferd.
Ich bleibe sattelfest.
Die Resonanz schätze ich sehr.
zum Beitrag17.12.2024 , 09:44 Uhr
„ ... um die Relegalisierung von Jim Crow clauses [sic].“
In den USA der 1960er Jahre wuchs ich während der Jim-Crow-Ära auf. Die rassifizierte Trennung von Weißen und Schwarzen war im wahrsten Sinne des Wortes Apartheid. Das ist ein Wort, das heute allerdings sehr inflationär verwendet wird.
Mein Punkt ist immerhin, dass Diversity-Initiativen manchmal ihre ursprünglichen Ziele aus dem Auge verlieren und stattdessen zu einer Art ideologischen Reinheitsstreben werden können, welches Empowerment und Integration blockiert.
Die Notwendigkeit der Antidiskriminierungsmaßnahmen stelle ich nicht infrage, sondern weise vielmehr darauf hin, dass diese sorgfältig gestaltet und umgesetzt werden müssen, um ihre positiven Auswirkungen zu maximieren und gleichzeitig die Gefahr von ideologischen Verengungen zu minimieren.
zum Beitrag16.12.2024 , 19:56 Uhr
In der modernen Gesellschaft, ob im Marktplatz oder in der Bildung, werden Kompetenzen eine wichtige Rolle denn je zuvor spielen. Während der demografische Wandel unaufhörlich stattfindet, werden demagogische Ansätze, ob von links oder rechts kommend, die politische Debatte stets deutlicher prägen.
Um es klar zu machen: Inklusion und intersektionale (gegen Mehrfachdiskriminierung gerichtete) Maßnahmen sind und bleiben wichtige Ansätze, die unsere Gesellschaft beherzigen soll. Doch das bedeutet auch, dass schon zum nackten Überleben ein effektives Empowerment die Kultivierung von tauglichen Kompetenzen angestrebt werden muss.
Wer als Leistungsträger:in und als Leistungsempfänger:in herangebildet wird, dürfte besser dastehen, wenn der Sozialstaat wegrationalisiert wird. Das ist nicht zynisch gemeint, wohl bemerkt.
DEI-Ansätze bereiten kaum auf das kommende Paradigmenwechsel vor.
zum Beitrag16.12.2024 , 19:42 Uhr
Wer die DEI-Community kennt, müsste eigentlich zugeben, dass die „Dekolonialisierung“ und die Ausbreitung der Transferleistungen leider zu zentralen Ansprüchen geworden sind. Solche Ansichten sind kaum dazu geeignet, marginalisierten Menschen im Markt und in der Bildung nachhaltige Aufstiegschancen zu bescheren.
zum Beitrag16.12.2024 , 19:35 Uhr
Wo habe ich das behauptet? Ich setze dezidiert auf eine differenzierte Betrachtung.
Ich plädiere für eine menschliche Meritokratie. Diese Einstellung ist parteiübergreifend.
zum Beitrag16.12.2024 , 19:29 Uhr
Das freut mich sehr. Danke vielmals für die solidarische Resonanz. Medien sollen taz-sächlich als Plätze zum Gedankenaustausch dienen.
zum Beitrag16.12.2024 , 19:28 Uhr
Als Verfechterin der freien und auch fairen – das eine schließt das andere nicht aus – Marktwirtschaft, möchte ich lieber mehr Chancengleichheit bei der Teilhabe sehen. Mehr Teilhabe statt Transferleistungen.
Ich bin grundsätzlich nicht gegen Quoten, und schon gar nicht gegen freiwillige Quoten. Aber solche Eingriffe müssen von Maßnahmen begleitet werden, die darauf zielen, die Entwicklung von markttauglichen Kompetenzen nachhaltig anzukurbeln.
zum Beitrag16.12.2024 , 19:17 Uhr
Danke vielmals für das Feedback.
Mein Punkt ist: DEI-Ansätze tragen oft dazu bei, die nachhaltige Chancengleichheit zu gefärhden. Die übermäßige Politisierung der von Vielfalt dient schließlich leider dazu, die Vergangenheit de facto fortzusetzen. Denn die pragmatischen Bedürfnisse der zu Beördernden werden vernachlässigt, während linkspopulistische Experimente betrieben werden.
zum Beitrag15.12.2024 , 18:16 Uhr
„Wir fordern auch, dass keine weiteren Offensivwaffen nach Israel geliefert werden dürfen, bis Gerichte geurteilt haben, ob Kriegsverbrechen begangen werden.“
Auch der Neo-Fundamentalismus entpuppt sich als weltfremd. Wohlfeile Worte sind fehl am Platze.
Denn das Paradigma offensiver und defensiver Waffen hat längst ausgedient. Dies liegt an der zunehmenden Dual-Use-Fähigkeit von Waffensystemen, der netzwerkzentrierten Kriegsführung und der asymmetrischen Konstellation heutiger Konflikte. Pagers, nicht die modernsten Kommunikationsgeräte, können offensiv und übrigens auch chirurgisch eingesetzt werden. Leicht gepanzerte Fahrzeuge können gebraucht werden, um schwerbewaffnete Spezialkräfte ans Kampfziel zu bringen.
Israel kämpft ums Überleben, und viele westliche Länder profitieren vor allem in puncto Sicherheit davon. Die historische Verantwortung Deutschlands macht die pro-israelische Ausrichtung zu einem unverzichtbaren Fundament der bundesrepublikanischen Staatsräson. So wäre es schön, wenn auch und gerade eine Nachwuchsorganisation wie die GJ nicht darauf bedacht wäre, Israels Gegenoffensive zu beargwöhnen.
zum Beitrag15.12.2024 , 12:41 Uhr
Der Mord an Brian Thompson war ein feiger, sinnloser Akt. Jegliche Rechtfertigung oder Romantisierung dieser Tat ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer und ihrer Angehörigen.
Luigi M., der Tatverdächtige, kommt aus einem sehr vermögenden Haus und verfügt über Kontakte, Ressourcen und Mittel, um rechtliche Remedien (Zivilklage, Mediation) zur Behebung seiner Beschwerden zu suchen. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen war er nicht mal Kunde von United Healthcare, der von Thompson geführten Krankenversicherung. Ihm winkte sogar ein stattlicher Teil des 30-Millionen-Dollar-Vermögens seiner Großmutter Mary (NY Post). Seine offenbar folgenschwere Rückenverletzung zog er sich nicht als ausgebeuteter Tagelöhner in einer Mine zu, sondern als freizeitlicher Wellenreiter in Polynesien.
Wer in ihm einen Helden der Unterschicht erblickt, ob selbst aus dem Prekariat kommend order nicht, ist eher von Gier und Rache statt von Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit getrieben. Übrigens: Die Argumente zur Rechtfertigung des brutalen Mordes ähneln gängigen antisemitischen Verschwörungstheorien.
zum Beitrag14.12.2024 , 16:57 Uhr
Eine Raketenbasis, ein Flughafen und ein Forschungs- und Verteidigungslabor in Syrien seien von Israel angegriffen worden?
Gut so. Denn das Ziel der Angriffe besteht darin, den Dschihadisten den Zugang zu Flugkörpern und Massenvernichtungswaffen zu verwehren.
Dass einige Israel-Kritische die IDF nun auch deswegen dämonisieren, zeugt eindeutig, wes Geistes Kinder sie sind.
zum Beitrag13.12.2024 , 19:50 Uhr
Der Mord an Brian Thompson war ein feiger, sinnloser Akt. Luigi M., der Tatverdächtige, kommt aus einem sehr vermögenden Haus und verfügt über Kontakte, Ressourcen und Mittel, um rechtliche Remedien (Zivilklage, Mediation) zur Behebung seiner Beschwerden zu suchen.
Die Tat, scheinbar einer verzerrten Ideologie getrieben, die Gewalt als Lösung ansieht, ist inakzeptabel. Jegliche Rechtfertigung oder Romantisierung dieser Tat ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer und ihrer Angehörigen.
zum Beitrag13.12.2024 , 09:38 Uhr
„Sie ist aber auch bei israelisch-jüdischen Ultrarechten sehr verbreitet.“
Dass ändert nichts an der Tatsache, dass die antiisraelische Community jene terroristische Schlachtparole verwendet, um dem jüdischen Staat das Existenzrecht abzusprechen.
zum Beitrag13.12.2024 , 04:56 Uhr
Wohl wahr.
zum Beitrag12.12.2024 , 14:14 Uhr
Ich kenne eine deutsche Familie in Dortmund, die sich aufopfernd um die Familie des Getöteten kümmerte. Die Tragödie tangiert fürwahr viele Menschen.
Ungeachtet dessen sind die Freisprüche richtig. Die schonungslos detaillierte Zusammenfassung lässt erkennen, dass gravierende Abwehrmaßnahmen nur stufenweise getroffen wurden. Es war der Junge, der die Situation leider auf fatale Weise eskalierte.
„Schnell fasst Einsatzleiter Thorsten H. den Plan, Mouhamed Dramé ausgerechnet durch den massiven Gebrauch von Pfefferspray von einem möglichen Suizid abzuhalten.“
Der Auszug zeugt davon, dass die Polizei keine Tötungsabsichten hatte, sondern Leben retten wollte. Bei dem mutmaßlich suizidgefährdeten Jungen handelt es sich allerdings nicht um eine unbewaffnete Person an einer Brücke. Nein, er ging mit einem Messer schließlich auf die Polizei los.
Wer das martialische Auftreten der Polizei kritisiert, müsste verstehen, dass die sichtbare Übermacht potenziellen Tätern signalisieren soll, sich widerstandlos zu ergeben. Also Abschreckung, nicht Abknallen, ist das Ziel. Aber wer kann es einem bedrohten Polizisten übelnehmen, sich sowie seine Kolleg:innen und Unbeteiligte schützen zu wollen?
zum Beitrag12.12.2024 , 00:01 Uhr
Lieber Gott. Schwarze Frauen haben es nicht gerne, wenn Nachtschwärze sie herumkommandieren und herablassend kritisieren.
Das gilt übrigens auch hier.
zum Beitrag11.12.2024 , 23:58 Uhr
In meinem Artikel gibt es weiterführende Links. Zudem habe ich in meinem obigen Kommentar zwei Artikel, die nicht von mir stammen, zusätzlich hinzugefügt.
Sonst was?
zum Beitrag11.12.2024 , 22:10 Uhr
Herzlichen Dank für die inspirierende Zustimmung.
zum Beitrag11.12.2024 , 22:09 Uhr
Gerne. Ja, der Weltgemeinschaft leider wohnen leider ein struktureller Antisemitismus und ähnlicherweise eine institutionalisierte Misogynoir inne.
zum Beitrag11.12.2024 , 22:07 Uhr
Offenbar wissen einige immer noch nicht, was Tokenismus. Sonst wurde man manche Frage gar nicht stellen.
Fakt ist, viele Menschen aus marginalisierten Communities werden als Alibi angestellt, dann zum Kadavergehorsam verpflichtet.
Im Bereich der Antidiskriminierung ist diese Tatsache das Einmaleins.
zum Beitrag11.12.2024 , 22:01 Uhr
Ich bin ausdrücklich für die volle Aufklärung. Ohne Wenn, ohne Aber.
zum Beitrag11.12.2024 , 21:59 Uhr
Danke vielmals für die solidarische Resonanz.
Ja, diejenigen, die hier den Rassismus und den Antisemitismus der UNO so krampfhaft leugnen, sind oft diejenigen, die ohne entsprechende Belege dem jüdischen Staat Apartheid vorwerfen.
Die Art und Weise, wie manche Israel-Kritiker:innen eine Schwarze auch hier maßregeln, lässt sehr tief blicken.
Ich lasse mich dadurch nicht beirren oder abschrecken.
Nochmals vielen Dank für die Zustimmung.
zum Beitrag11.12.2024 , 21:20 Uhr
Genau. Wer antisemitisch ist, tritt häufig auch rassistisch, misogyn und queerfeindlich in Erscheinung. Ganz egal, ob derjenige Antagonist vom linken oder vom rechten Rande kommt.
zum Beitrag11.12.2024 , 21:12 Uhr
Der Tokenismus beschert dem Betroffenen keine richtige Teilhabe.
Das zu erkennen, bedeutet erst das Einmaleins der Diskriminierungsbekämpfung.
zum Beitrag11.12.2024 , 21:08 Uhr
Vielen Dank vom Herzen.
zum Beitrag11.12.2024 , 21:08 Uhr
Ganz herzlichen Dank für die freundliche Resonanz. Solche Solidarität ist inspirierend.
zum Beitrag11.12.2024 , 20:02 Uhr
Ganz genau.
Die Rote-Armee-Fraktion war ein Verbrecherverein mit antisemtisichem, rassistischen und nicht zuletzt partriarchalischem Gepräge. Mit sozialer Gerechtigkeit hat das null Komma nichts zu tun.
Wer solche Massenmörder romantisiert, atmet toxische Verfassungsfeindlichkeit aus.
zum Beitrag11.12.2024 , 19:57 Uhr
Danke vielmals für diesen Zuspruch.
Wir, als diejenigen, die uneingeschüchtert mit gebotener Skepsis auf die UNO blicken, befinden uns in einem Kampf gegen einen gefährlichen Zeitgeist.
Schon alleine die unverschämte Verstrickung der UNRWA in die Hamas lässt ahnen, dass die UNO es mit Israel nicht gut meint. Dass Menschen die Komplizenschaft der UNO leugnen oder sogar rechtfertigen, muss unaufhörlich angeprangert werden.
Und ja, die tiefverwurzelte Korruption der UNO ist ein weiteres Problem, das ihre Glaubwürdigkeit zerstört.
Aber denjenigen Menschen, denen es darauf ankommt, Israel systematisch von der Weltkarte zu löschen, sei jedwedes Mittel dazu recht.
zum Beitrag11.12.2024 , 19:47 Uhr
Mein längerer Ursprungstext geht z.B. auf das Straftatbestandsmerkmal der Absicht ein.
Immerhin ging es hier nicht einmal darum, die Anklage inhaltlich zu erläutern, sondern um die Tatsache, dass die UNO durch Nderitus Abgang eine wichtige, renommierte Stimme verliert.
Auf jedweden Fall freut es mich, dass Israel und die USA sich nicht von der Haager Richterbank beirren lassen. Es gibt einen guten Grund dafür, warum bestimmte westliche Supermächte weder den IGH noch den IStGH anerkennen.
zum Beitrag11.12.2024 , 19:40 Uhr
Einspruch wieder. In der demografischen Wahlstatistik, die penibel auf- und untergeteilt ist, werden gewisse ethnische Gruppen separat geführt.
Da kommt man mit verstaubten Begriffen wie „arisch“ nolens volens nicht weit.
zum Beitrag11.12.2024 , 19:36 Uhr
Ich möchte gerne freundlich darauf hinweisen, dass Hass und diskriminierende Antipathien nicht ausschließlich mit Hakenkreuzen, roten Dreicken und brennenden Kruzifixen artikuliert.
Im 21. Jahrundert sollte die Gesellschaft darauf endlich sensibilisiert sein. Na ja, sollte.
zum Beitrag11.12.2024 , 19:31 Uhr
Der Vollständigkeit halber habe ich Folgendes im Vorfelde durchgelesen:
press.un.org/en/2024/db241126.doc.htm
Übrigens: In welcher Gesellschaft seien „proisraelische Medien“ eigentlich verboten?
Wer Rassismus, Misogynie, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit usw. ernsthaft bekämpfen will, muss auch dazu imstande sein, zwischen den Zeilen zu lesen und Zusammenhänge instiktiv zu erkennen.
zum Beitrag11.12.2024 , 19:20 Uhr
„Der IGH wiederum hält den Vorwurf des Genozids für plausibel und hat ein Verfahren eröffnet. Die Anklage wird übrigens auch von der Africain [sic] Union unterstützt.“
Einspruch. Das stimmt so nicht.
Selbst die damalige IGH-Präsidentin Joan Donoghue stellte neulich klar: „[Das Gericht] hat keine Entscheidung getroffen, und hier korrigiere ich etwas, das in den Medien oft gesagt wird. Es hat nicht entschieden, ob die Behauptung des Völkermords plausibel ist.“
www.jpost.com/isra...war/article-798766
Der IGH erlaubte Israel, den Militäreinsatz im großen und ganzen fortzusetzen, wenn auch mit Auflagen. Südafrikas Hoffnung auf eine sofortige Beendigung der israelischen Gegenoffensive wurde also enttäuscht.
zum Beitrag11.12.2024 , 19:09 Uhr
Einspruch. Wer eigene Erfahrungen mit Rassismus, Sexismus usw. gesammelt hat, weiß allzu gut, dass Hochqualifizierte gerne eingestellt werden, um als Tokens zu dienen.
zum Beitrag11.12.2024 , 19:04 Uhr
Klartext: Die UNO behandelt den jüdischen Staat auf eine äußerst unparteiische Weise. Wer das ernsthaft bestreitet, kann meines Erachtens nicht ersnt genommen werden.
Israel zu lieben ist kein Verbrechen. Ich fühle mich weitaus sicherer in einer Welt, in der Israel über ein nukleares Arsenal verfügt, als in einer Welt, in der die UNRWA Schulbücher veröffentlicht.
Nun zur Sache des unaufgeforderten Tone-Policings: Dass man gedenkt, einer Schwarzen zu erklären, was seriös sei, hat, sagen wir, einen musealen Wert. Das gilt für Frau Nderitu, für Frau Sebutinde und für mich.
In einem Meinungstext artikuliere ich, siehe da, eine Meinung, und zwar meine eigene Meinung.
Die strukturelle Verachtung und performative Geringschätzung, die auch und gerade White Saviors und andere Woke hervorbringen, wenn sie auf eigenwillige Schwarze stoßen, zeugt von fehlender Reflexion.
Gerne lade ich dazu ein, darüber nachzudenken.
zum Beitrag11.12.2024 , 18:40 Uhr
Ich zitiere mich bekanntlich gerne:
„Die Tatsache, dass viele Fans von Luigi M. auch ihre Unterstützung für Hamas, Hisbollah, Huthis & Co. zum Ausdruck bringen, ist umso alarmierender. In der Tat ist auch der Mord an Brian Thompson eine Form des Terrors, und der erklärte antikapitalistische Charakter der rücksichtslosen Tötung nährt antisemitische Blutlegende-Verschwörungstheorien.“
Mit ebenjenem abschließenden Absatz habe ich das üble Phänomen der Lynchjustiz keineswegs auf die linke Flanke beschränkt. Der Zuspruch für die brutale Hinrichtung des Managers kommt mehrheitlich von links, aber der Anti-Kapitalismus und seine antisemitischen Anspielungen, die ich ansprach, sind auch Eigenschaften aus der rechten Flanke.
Als Queerfeministin mit afroamerikanischen Wurzeln habe ich Gründe dafür, die Lynchjustiz, den Mob und das gewaltverherrlichende Prekariat zu verachten.
zum Beitrag11.12.2024 , 15:50 Uhr
„Wenn Biden Eier hätte, könnte er ihn ja begnadigen[,] um die Reps zu ärgern, [...]“
Einspruch. Die Annahme stimmt nicht. Denn Biden ist als US-Präsident nicht dazu befugt, Menschen für Straftaten zu begnadigen, die unter die Zuständigkeit eines oder mehrerer Bundesstaaten fallen. Seine diesbezüglich Macht beschränkt sich, gemäß Abschnitt 2 von Artikel II der US-Verfassung, ausdrücklich auf Bundesverbrechen.
Bislang ist die Causa, strafrechtlich gesehen, eine Angelegenheit der jeweiligen Bezirksstaatsanwaltschaften der Bundesstaaten New York und Pennsylvania. Selbst wenn eine Bundesanklage dazu käme, würde Biden grundsätzlich keine Möglichkeit haben, in die Gerichtsbarkeit bzw. die sachliche Zuständigkeit von New York und Pennsylvania einzugreifen. Nur die Gouverneur:innen von New York und Pennsylvania, beide zur Zeit Demokrat:innen, dürften dort begnadigen.
zum Beitrag11.12.2024 , 14:21 Uhr
Einspruch, werte Kollegin. Es gib keine überzeugenden Belege dafür, dass „They’re eating the dogs, they’re eating the cats“ irgendwelche empirisch messbaren Auswirkungen auf das Wahlergebnis hatte.
In Swing States wie Michigan, wo es die größte arabische Gemeinde der USA gibt, riefen viele wahlberechtigte Menschen palästinensischer Abstammung dazu auf, Kamala Harris nicht zu wählen. Grund dafür, Kamala Harris, übrigens Gattin eines Juden, sei zu „israel-freundlich“. Zum Entsetzen zahlreicher Schwarzen wurde Harris tatsächlich dadurch abgestraft. Trump gewann Michigan mit 80.618 Stimmen – 50.332 davon kamen aus den arabischen Hochburgen um Dearborn.
Erläuterungen in meiner Taz-Kolumne:
taz.de/Harris-Nied...S-Wahlen/!6047335/
Siehe auch:
www.timesofisrael....n-in-trumps-favor/
foreignpolicy.com/...-gaza-israel-vote/
zum Beitrag11.12.2024 , 13:52 Uhr
Danke vielmals für die Würdigung der Arbeit Nderitus und für die Wertschätzung meiner Thematisierung der Sache.
Nderitu wird, wie auch Ms. Sebutinde, die mit Israel zustimmende ugandische Richterin am IGH in Den Haag, von Linken rassistisch und misogyn angegriffen.
Ich kann persönlich bestätigen, dass White Saviors und wohl auch radikale BIPoCs einen unbändigen Hass auf Schwarze haben, deren Ansichten nichts ins Narrativ passen.
zum Beitrag11.12.2024 , 13:42 Uhr
Schon die Erwartung, eine schwarze Frau müsse eine dogmatische Dekolonialistin sein, die sich als antisemitisches Werkzeug verwenden lassen solle, schon diese Erwartung zeugt von Rassismus und Misogynie. Darum geht es.
Wenn Nderti nicht deshalb respektiert wird, weil sie eine hervorragend erfahrene Expertin ist, sondern nur als Erfüllungsgehilfin betrachtet wird, ist es schon bedenklich.
zum Beitrag11.12.2024 , 13:36 Uhr
Wir können gerne über die 1.500 Jahre lange Geschichte des arabischen Sklavenhandels reden. Die Ungerechtigkeit, die wahrhaftig anderthalb Millennien stattfand, hat auf dem afrikanischen Kontinent Abermillionen Opfer verursacht. In Gaza, schließlich unter Kontrolle der Ottomanen, ging die Sklaverei bis ins 20. Jahrhundert hinein vonstatten.
Wer über den Rassismus redet, aber die unrühmliche Geschichte des islamischen Imperialismus z.B.aus politisch korrekten Gründen ausklammert, lässt tief blicken.
Schwarzes Leid im strukturell monumentalen Ausmaß wurde nicht lediglich nur „Kaukasierstaaten“ verursacht.
Siehe z.B. meine Taz-Artikel:
taz.de/Tag-der-Eri...enhandel/!6028125/
taz.de/Palaestina-...ommunity/!6039758/
zum Beitrag11.12.2024 , 13:24 Uhr
PS: Nderiti ist übrigens nicht die erste hochrangige Schwarze, die im Geflecht der Vereinigten Nationen dem gängigen Narrativ widerspricht. Die ugandische Richterin Julia Sebutinde am Internationalen Gerichtshof in Den Haag stimmte beispielsweise als einzige gegen Auflagen für Israel in Gaza. [taz.de/Proisraelis...-am-IGH/!5985718/] Dass Sebutinde, vor allem von weißen Linken boshaft kritisiert wurde, überrascht leider nicht. Das Institut for Black Solidarity with Israel dahingegen feiert Nderitu und Sebutinde als Heldinnen. www.facebook.com/I...233815365939/?_rdr
Afrikanischstämmige brauchen ohnehin keine Einweihung in Dekolonialisierung durch die Anti-Israel-Lobby. Es waren Europäer und Araber die 500 bzw. 1.500 Jahre lang Afrika unter sich aufteilten und jüdische Menschen hin und her trieben. Offenbar kann man „unreflektiert“ nicht ohne „UN“ buchstabieren.
zum Beitrag11.12.2024 , 10:59 Uhr
Linke feiern erneut einen Mord an einem unbewaffneten Unschuldigen. Der Mordverdächtige Luigi M., ein verwöhnter Sohn aus einer wohlhabenden Familie, ist ihr neuer Held im Streben nach „sozialer Gerechtigkeit“. Dabei verwerfen sie Recht und Logik selbst, um die Lynchjustiz zu romantisieren.
Nicht nur Molotow-Cocktail-schwingende Straßenkämpfer, die von der staatlichen Stütze leben, sondern auch Podcaster, Psycholog:innenen und Professor:innenen begrüßen den Mord offen. Zunächst versuchten sie, Luigi M. als unschuldiges Opfer einer Verwechselung or als Spielball einer Verschwörung darzustellen. Doch bald entlarvten sie ihre extremistischen Triebe und priesen ihn euphorisch als Rächer, der mit Gewalt für Gerechtigkeit sorge.
Die Tatsache, dass viele Fans von Luigi M. auch ihre Unterstützung für Hamas, Hisbollah, Huthis & Co. zum Ausdruck bringen, ist umso alarmierender. In der Tat ist auch der Mord an Brian Thompson eine Form des Terrors, und der erklärte antikapitalistische Charakter der rücksichtslosen Tötung nährt antisemitische Blutlegende-Verschwörungstheorien.
zum Beitrag10.12.2024 , 17:02 Uhr
Schöne Aussichten, guter Bericht.
Kleine Korrektur im letzten Absatz: „Mets“ statt „Nets“.
zum Beitrag10.12.2024 , 16:55 Uhr
Genau. Das zeugt von der Meinungsvielfalt der jüdischen Community, und das ist auch gut so.
Immerhin behaupten, laut dieser Studie des PEW-Instituts (April 2024), sage und schreibe 89 % der befragten amerikanischen Juden, dass Israels Krieg gegen die Hamas gerecht sei. Selbst bei jüngeren amerikanischen Juden liegt die Zustimmung für Israels Krieg bei 80 %.
zum Beitrag10.12.2024 , 16:41 Uhr
Die Enthüllung von Fake News kann in gewisser Weise als Cancel Culture bezeichnet werden, wenn sie dazu dient, Unwahrheiten zu löschen.
Zahlreiche Vorwürfe gegen Israel entpuppen sich als unwahr, wenn man genauer hinschaut.
zum Beitrag10.12.2024 , 16:37 Uhr
„Al Jazeera takes down video falsely alleging IDF rapes in Shifa Hospital: Qatari network’s ex-director says ‘Hamas investigations’ have debunked claim broadcast by news channel hours earlier; claimant wanted ‘to arouse the nation’s fervor’“ Bericht von Toi Staff in „Times of Israel“, 25. März 2024
Link: www.timesofisrael....ospital-retracted/
zum Beitrag09.12.2024 , 20:24 Uhr
Das Lied „It’s a hard knock life“ entstammt der Feder von Charles Strouse (Musik) und Martin Chernin (Text), und zwar als Teil des Musicals „Annie“. Sah ich übrigens bei der Uraufführung 1982 in den USA. Erwähne ich deshalb, weil es von dem Waisenmädchen Annie handelt. So wirkte es entseelt und sexuelle angeeignet, als ein Rapper anderthalb Jahrzehnte später das Stück coverte bzw. sampelte.
Rap-Musik hat es immerhin leider geschafft, misogyne Inhalte in multikulturellen, progressiven Kreisen akzeptabel zu machen.
Natürlich herrscht die Unschuldsvermutung, was Jay-Z betrifft. Aber eine unschöne Vermutung schwingt mit.
zum Beitrag09.12.2024 , 11:46 Uhr
„Seit kurzer Zeit ist die Doku auf dem YouTube-Kanal deskatarischen Senders Al Jazeeraverfügbar.“
Bereits 2017 sperrten Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate die Website von Al Jazeera. Ja, ausgerechnet andere islamistische Länder legten Al-Jazeera das Handwerk.
Dass „Israelism“ bei Al Jazeera eine Art Zuflucht findet, wundert also keineswegs. Es spricht aber weder für die Authentizität noch für die Objektivität des Films.
Am 25. März 2024 löschteAl Jazeeraschweren Herzens, wohl bemerkt, das Video einer Frau namens Jamila al-Hissi, die behauptet hatte, israelische Soldaten hätten beider Belagerung des Al-Shifa-Krankenhauses„Frauen vergewaltigt, Frauen entführt, Frauen hingerichtet und Leichen unter den Trümmern hervorgezogen, um ihre Hunde auf sie loszulassen“. Denn es handelte sich um falsche Angaben. Stichwort: Fake News.
Der ehemalige Geschäftsführer vonAl Jazeera, Yasser Abu Hilalah, schrieb auf X (Twitter) dazu: „Untersuchungen der Hamas haben ergeben, dass die Geschichte der Vergewaltigung von Frauen im Shifa-Krankenhaus erfunden war.“
zum Beitrag05.12.2024 , 17:29 Uhr
Uerbittlich kritisiere ich Daniel Bax. Auch in der Taz-Kommentarspalte. Selbst und gerade deshalb, weil ich wiederholt Artikel in der Taz veröffentliche.
Ich schätze Medien, die meine Arbeit veröffentlichen.
Ohnehin bin ich weder links noch rechts, sondern aus der dahinschwindenden Nische namens Mitte.
zum Beitrag05.12.2024 , 08:59 Uhr
Welcher kritische Journalismus genau wird gemeint?
Der Journalismus, der seit 14 Monaten die Angaben von Zeitgenossen wie Hamas, Hisbollah & Co. für bare Münzen hält und die antiisraelische Stimmungsmache völlig unreflektiert betreibt? Der Journalismus, der jüdischen Opfern von Gruppenvergewaltigung und Massenmord die kalte Schulter zeigt? Der Journalismus, der rote Dreiecke als Ausdruck des Widerstands verteidigt?
Was bzw. wem nützt es, über die toxische Männlichkeit der Rechten zu schimpfen, wenn man nicht dazu bereit ist, die strukturelle Misogynie islamistischer Ansichten und deren Folgen mit zu kritisieren?
Warum fordern „unabhängige“ Organisationen einerseits die Dekolonialisierung der Bildung, während sie es andererseits strikt ablehnen, die 1.500 Jahre lange Geschichte des arabischen Sklavenhandels anzusprechen?
Was mich persönlich betrifft: Ich fühle mich sicherer in einer Welt, in der Israel über ein atomares Arsensal verfügt, als in einer Welt, in der die UNRWA Schulbücher veröffentlicht.
zum Beitrag05.12.2024 , 07:22 Uhr
Wann und wo hat die „Student Coalition“ jemals die Ermordung der israelischen Studierenden durch die Hamas am 7. Oktober 2023 kritisiert? Warum lässt die Gruppe zu, dass Mitmarschierende überhaupt mit roten Dreiecken in Erscheinung treten? Weshalb kommt man nicht dazu, die Freilassung der Geiseln zu fordern?
zum Beitrag05.12.2024 , 07:08 Uhr
Tolles Splaining. Der Stein des Anstoßes, wa? Spoiler: Die Etymologie des Begriffes „Intifada“ ist mir seit den 1980er Jahren hinlänglich bekannt. Die gängigen Euphemisierungen auch.
Wo hat die Intifada jemals zum Frieden oder gar zur Demokratisierung einer Gesellschaft beigetragen?
Infolge der Ersten Intifada entstand die Hamas. Die Zweite Intifada endete mit einem Waffenstillstand. Aber der 7. Oktober 2023 zeigte, was die islamistische Terrororganisation von Waffenstillständen hält.
zum Beitrag04.12.2024 , 13:58 Uhr
Der arabische Sklavenhandel florierte ein ganzes Millennium länger als der ohnehin brutale europäische Sklavenhandel. Für die Direktbetroffenen des islamistischen Imperialismus in Afrika, wie auch ihre Nachfolger:innen, ist es ein Schlag ins Gesicht, die generationenlange Unterdrückung zu ignorieren, die von Nicht-Weißen begangen wurde.
Warum wollen manche Leute partout nicht wahrnehmen, dass weiße Europäer kein Monopol auf die systematische Menschenverachtung besitzen?
zum Beitrag04.12.2024 , 13:50 Uhr
„Der ,antiisraelische Teil der Linken’ ist wie in Israel und im Rest der Welt selbstverständlich gegen Kriegsverbrechen, Rechtsextreme in Regierungen und tausen[d]faches Töten von Zivilisten.“
Echt? Wann etwa gedenken jene antiisraelischen Linken, öffentlich die unbedingte Freilassung der Geiseln und die konsequente Verfolgung rechtsextremer Islamisten zu fordern? Warum marschieren antiisraelische Linke mit roten Dreiecken und rufen zur Intifada (Einstaatenlösung mit Genozid) auf?
zum Beitrag01.12.2024 , 10:53 Uhr
Am 7. Oktober 2023 wurde der Waffenstillstand gebrochen, als die Hamas den tödlichsten Massenmordanschlag auf das Judentum seit dem Holocaust verübte.
Es fällt auf, dass Sie jenen methodisch geplanten Überfall auf Israel sowie die Gruppenvergewaltigung und die Menschenverschleppung nicht erwähnen.
Jewish lives matter.
zum Beitrag30.11.2024 , 17:32 Uhr
Danke vielmals!
zum Beitrag29.11.2024 , 20:14 Uhr
Musk das sein? Das klingt wie Modern Stalking.
zum Beitrag29.11.2024 , 16:25 Uhr
Okay, heute ist Black Friday. Aber warum beschleicht habe das Gefühl, es ginge darum, Joe Chialo den Schwarzen Peter zu zu schieben?
Wo stünde im GG einen unveräußerlichen Anspruch darauf, als Kulturschaffende dauerhaft vom Staat durchgefüttert zu werden?
Bei aller Liebe, aber hier wird eine vernunftbasierte fiskalpolitische Entscheidung als ideologische Absage an die Künste dargestellt. Fakt ist, alte Ansätze im Nahmen der Vielfalt erweisen sich als fehlerhaft und würden uns bei der Wiederholung nicht minder teuer zu stehen kommen.
Im Artikel heißt es: „Künftig werden wohl noch mehr Kulturschaffende auf staatliche Unterstützung angewiesen sein. Ein Minusgeschäft.“
Meines Erachtens ist „staatlich subventionierte Kultur“ per definitionem auch staatliche Unterstützung.
Zudem müssten man erwähnen, dass einige leistungsempfangende „Kulturorganisationen“ in dieser Stadt sich als Horte „israelkritischer“ Antipathien entpuppt haben. Dass ebenjene Vereine nicht mehr von Steuerzahlenden mit finanziert werden, ist eigentlich eine gute Sache.
zum Beitrag28.11.2024 , 22:47 Uhr
Was sind die menschenrechtlichen Fortschritte, die durch die Hamas erreicht wurden? ... Okay, nicht alle. Aber die Wichtigsten bitte nennen.
In puncto Frauenrechte? LGBTQ-Rechte? Wahlrechte? Kinderrechte?
Was steht so in der Gründungscharta der Hamas?
zum Beitrag28.11.2024 , 15:47 Uhr
Wie kommt man dazu, eine vernunftbasierte fiskalpolitische Entscheidung als Absage an die kulturelle Vielfalt darzustellen?
Weshalb werden linke Projekt automatische als erfolgreich dargestellt, obwohl es trotz jahrelanger Ausgaben heute immer noch Integrationsdefizite gibt?
Warum wird bei dieser Litanei nicht gehörig mit erwähnt, dass einige leistungsempfangende „Kulturorganisationen“ in dieser Stadt sich als Horte „israelkritische“ Antipathien entpuppt haben?
zum Beitrag27.11.2024 , 21:52 Uhr
Ganz genau. Danke vielmals.
Wer allen Ernstes meint, es gebe in der UNO keinen institutionellen Antisemitismus und keine strukturelle Israel, lebt im Reich der Realitätsverweigerung.
zum Beitrag27.11.2024 , 21:48 Uhr
Ist man wenigstens dazu bereit, über die Mitschuld der „Zivilbevölkerung“ Gazas an der eigenen Misere zu sprechen?
2007 wurde die Hamas ins Amt gewählt. In den 18 ununterbrochenen Jahren der Alleinherrschaft der Hamas in Gaza gab es keinen Wahlen mehr. Vor lauter Eifer beim Bau von Tunneln und Terrorcamps für Kinder hat die Hamas irgendwie vergessen, sich Menschenrechte auf die Fahne zu schreiben.
Anstatt sich gegen die Hamas aufzulehnen und sich ein inspiriertes Beispiel an den vielen tapferen Iraner:innen zu nehmen, die sich dauerhaft gegen das Mullah-Regime erheben, fand man sich in Gaza mit den rechtsextremen Dschihadisten ab.
Wer bei sich zu Hause israelische Geiseln beherbergt und Waffen für die Hamas deponiert, ist nicht unschuldig.
zum Beitrag27.11.2024 , 21:32 Uhr
Der IStGH fällt immer ein politisches Urteil, und zwar, ähnlich wie der IGH, oft genug gegen die Interessen des demokratischen Westens.
Da Deutschland beide Gerichte anerkennt, geht es darum, inwieweit die bundesrepublikanische Staatsräson auf dem Altar des antisemitischen Zeitgeistes geopfert werden soll.
zum Beitrag27.11.2024 , 21:24 Uhr
IGH-Gutachten, wie z.B. zum Thema Westbank, sind zum Glück keine rechtlich bindenden Urteile.
Fakten zählen.
zum Beitrag27.11.2024 , 21:21 Uhr
Ich fühle mich sicherer in einer Welt, in der Israel über ein nukleares Arsenal verfügt, als in einer Welt, in der die UNRWA Schulbücher veröffentlicht.
In der realen Welt befassen wir uns nicht mit irgendwelchen woken Wünschträumen, ein terroristischer Failed State sei zu retten. Anstatt dessen nehmen wir wahr, dass die Intifada nirgendwo auf diesem Planeten zur Demokratisierung beigetragen hat. So begrüße ich, dass Israel sich verteidigen kann.
In der Triage der Tragödien dürfen wir immerhin nicht ignorieren, dass in Afrika weitaus Menschen vernichtet werden. Die Opfer sind Schwarze, die Täter sind Islamisten. No Jews, no News.
zum Beitrag27.11.2024 , 18:32 Uhr
Eventuell meinen Sie den IStGH statt des IGH.
Immerhin ist es die Hamas, die den Gaza-Streifen unbewohnbar macht. Seit 18 Jahren behandelt die islamistische Terro9rganisation das eigene Volk als Kanonenfutter und lässt es elendig als Kollaterlschaden sterben.
zum Beitrag27.11.2024 , 18:27 Uhr
Manchmal im Leben ist etwas tatsächlich so klar, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint. Der Antisemitismus und der Israel-Hass erklären hier sehr viel.
zum Beitrag27.11.2024 , 18:05 Uhr
Nein, ganz im Gegenteil. Die antiisraelische Globalpropaganda ist kein Hirngespenst, sondern eine hässliche Wiederbelebung der antisemitische Blutlibel-Legende,
Wer Antisemitimus in Wort und Tat bekämpfen will, muss eigentlich schon wahrnehmen, dass man, ob in New York oder in Neukölln, den Judenhass heutzutage wie eine Monstranz vor sich her trägt.
Oder wer hat die jüngsten Pogrome in Amsterdam, London und Paris nicht gesehen?
Stop tone-policing.
zum Beitrag27.11.2024 , 18:00 Uhr
Welche Gesellschaft ist eigentlich verroht?
Der jüdische Staat, der Massenmord, Gruppenvergewaltigung und Menschenverschleppung rächen und sich nachhaltig verteidigen will?
Oder der terroristische Failed State, der auf Dschihad statt Demokratie setzt?
zum Beitrag27.11.2024 , 17:46 Uhr
Die Bezeichnung „antiisraelische Globalpropaganda“ entspricht durchaus die Realität, die insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 wahrzunehmen ist. Weltweit steigen judenfeindliche Straftaten an, während Israel-Kritiker:innen unterschiedlicher Couleur den jüdischen Staat mit verdächtiger Vorverurteilung gravierender Verbrechen bezichtigt.
Übrigens: Jüdische Menschen, ob als Ministerpräsident:innen oder als private Bürger:innen sind nicht da, um als Druckmittel zu agieren.
Jewish Lives Matter
zum Beitrag27.11.2024 , 12:24 Uhr
Es fällt auf, dass viele Verfechter der Erstreckung des Haftbefehles gegen Netanjahu aus dem Defund-the-Police-Lager kommen. Praktisch über Nacht sind sie zu Law-and-Order-Apologeten geworden. Bei Julian Assange und bei der nach Ungarn überstellten, mutmaßlich rechtsextremen Maja T. waren sie fanatisch gegen die Auslieferung. Auf Teufel komm raus haben diverse Experten rechtliche Mittel und politische Proteste gefordert, um die Auslieferungsmöglichkeiten zu sabotieren.
Ja, die Umstände und die jeweiligen Haftbefehle waren anders. Doch genau das ist mein Punkt. Jedwede Causa hat Besonderheiten, die über den rein juristischen Rahmen hinaus berücksichtigt werden dürfen.
Aber Entwarnung: Bibi seine lang ersehnten Urlaubspläne für Neukölln bis auf Weiteres abgesagt. Ebenfalls auf einen offiziellen Staatsbesuch in der ach so judenfreundlichen Bundesrepublik verzichtet er zuerst einmal, und zwar um das alltägliche Berliner Verkehrschaos nicht zu stören. Lobenswerte Rücksicht.
So gerät Deutschland doch nicht in die unerfreuliche Lage, sich jetzt, während des größten Anstiegs an Antisemitismus seit 1945, mit barbarischer Blindheit am internationalen Israel-Bashing beteiligen zu müssen.
zum Beitrag26.11.2024 , 10:57 Uhr
Fällt es wirklich so schwer, die Schilderungen der Hamas mit Skepsis und ggf. auch Abscheu zu begegnen?
www.thejc.com/news...naccurate-v5ol1jek
www.fdd.org/analys...-in-casualty-data/
zum Beitrag26.11.2024 , 10:42 Uhr
„ ... wenn man weiterhin ähnliche Tötungsraten mit 70% Frauen- und Kinderanteil erreichen will.“
Woher genau kommen solche Angaben? Wer hat sie nicht lediglich unreflektiert propagiert, sondern auch unabhängig geprüft?
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