Profil-Einstellungen
Hier könnten Ihre Kommentare stehen
Herzlich willkommen.
Auch Sie haben eine Stimme und auch die soll gehört und gelesen werden.
Hier werden alle Kommentare gesammelt, die Sie verfassen. Außerdem können Sie Kontaktmöglichkeiten hinterlegen und sich präsentieren.
Wir freuen uns, wenn Sie die taz.kommune mit Ihren klugen Gedanken bereichern.
Viel Freude beim Lesen & Schreiben.
meine Kommentare
08.10.2026 , 23:55 Uhr
Wissen Sie eigentlich, was Sie da schreiben und was das für ein krasser Aufwand ist, durch die Instanzen zu gehen? Sie stellen das so dar wie einen Spaziergang.
Aber klar, einfach die KI fragen und eine geschmeidige Antwort wird ausgespuckt.
Anwälte arbeiten in den meisten Fällen nicht pro bono, sondern jemand muss Geld ausgeben. Viel Geld. Den "entsprechenden NGOs und Kirchen", wie Sie schreiben, wächst das Geld nicht aus dem Allerwertesten. Ich habe selber schon Anwaltskosten für einen Asylbewerber übernommen, weil sein Fall so unglaublich unfair behandelt wurde. Ebenso ist es mit Härtefallanträgen und Petitionsausschüssen, das sind auf Landes- oder Bundesebene angesiedelte Instanzen, die ganz krassen bürokratischen Regeln folgen und die man nicht einfach "in Anspruch nehmen" kann, sondern da muss knallhart und faktenfest gearbeitet werden, dazu braucht es unglaublich viel Energie und Sachkenntnis, die man sich als Antragsteller*in erstmal erarbeiten muss.
Wie findet man eine - noch so kleine - Lobby für Menschen, die nicht wahrgenommen werden?
Es ist, leider kann ich es nicht anders formulieren, einfach eine unglaubliche Arroganz, die aus Ihrem Beitrag spricht.
zum Beitrag07.08.2019 , 10:36 Uhr
Es ist schon interessant, dass auch z.B. von Herrn Nooke in diesem Statement über Afrika gesprochen wird wie über eine Provinz oder ein Objekt, über dessen Schicksal kontrovers diskutierende Deutsche entscheiden. Grundlegender Respekt vor Angehörigen anderer Staaten und Kulturgemeinschaften, Bereitschaft zur Differenzierung, Bewusstsein für Augenhöhe, Anerkennung des Kolonialtraumas auf allen Seiten, Bewusstsein für afrikanische Kunst, Philosophie - leider Fehlanzeige hier. Erst wenn ich mein Gegenüber wahrnehme und respektiere - und in diesem Fall gibt es ja gar kein Gegenüber, sondern eben nur "alle Afrikaner", über die unter weißen Deutschen gesprochen wird - , erst dann kann eine fruchtbare Debatte über eine gemeinsame friedliche Zukunft auf diesem Planeten stattfinden. Alles andere ist leider nur umsonst verbrauchte Luft.
zum Beitrag