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16.06.2026 , 10:15 Uhr
Der taz-Artikel überzeugt mich nicht. Ich finde es grundsätzlich positiv, wenn Fußballspieler öffentlich über ihren Glauben sprechen. Die Religionsfreiheit schützt nicht nur das Recht, einen Glauben zu haben, sondern ihn auch sichtbar zu leben und zu bekennen.
Gerade in einer vielfältigen Gesellschaft sollte das für alle gelten. Wenn muslimische Spieler nach einem Tor Allah danken oder religiöse Gesten zeigen, wird das meist als legitimer Ausdruck ihrer Identität respektiert. Das ist richtig. Dann sollte derselbe Respekt aber auch christlichen Spielern wie Felix Nmecha entgegengebracht werden.
Kritik an einzelnen Aussagen ist selbstverständlich erlaubt. Problematisch wird es jedoch, wenn ein offen gelebter christlicher Glaube pauschal belächelt oder abgewertet wird. Begriffe wie „Christusfimmel“ wirken auf mich eher polemisch als sachlich.
Niemand muss Nmechas Glauben teilen. Aber in einer freien Gesellschaft sollte es selbstverständlich sein, dass ein Fußballprofi öffentlich sagen darf, dass Jesus Christus für ihn wichtig ist. Toleranz bedeutet, unterschiedliche Überzeugungen zu respektieren – egal ob christlich, muslimisch oder nicht religiös.
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