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16.06.2026 , 07:25 Uhr
Ihr Artikel über Felix Nmecha irritiert mich. Seine Aussagen und Social-Media-Aktivitäten darf man kritisch hinterfragen. Aus dem öffentlichen Bekenntnis eines Christen jedoch ein „finsteres Menschenbild“ abzuleiten, greift zu kurz.
Der christliche Glaube, zu dem sich Nmecha bekennt, gründet auf der Überzeugung, dass Gott alle Menschen liebt und jedem Menschen Würde verleiht. Gerade deshalb ist das gemeinsame Gebet deutscher und curaçaoischer Spieler nach dem Spiel ein starkes Zeichen. In einer Zeit von Kriegen, Polarisierung und Hass stehen hier Menschen unterschiedlicher Nationen gemeinsam vor Gott.
Auch Nmechas Wunsch, Gott die Ehre zu geben, verdient Respekt. Im Profisport, der oft von Selbstinszenierung geprägt ist, wirkt die Haltung wohltuend, dass Erfolg nicht nur das eigene Verdienst ist. Ein wenig Demut täte unserem Sport und unserer Gesellschaft gut.
Und warum sollte es problematisch sein, wenn ein Christ seinen Glauben sichtbar lebt? Muslimische Sportler beten auf dem Platz oder danken öffentlich Allah – und das wird zu Recht als Ausdruck religiöser Identität respektiert. Religionsfreiheit gilt für alle – auch auf dem Fußballplatz.
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