Profil-Einstellungen
Login Kommune
Hier könnten Ihre Kommentare stehen
Herzlich willkommen.
Auch Sie haben eine Stimme und auch die soll gehört und gelesen werden.
Hier werden alle Kommentare gesammelt, die Sie verfassen. Außerdem können Sie Kontaktmöglichkeiten hinterlegen und sich präsentieren.
Wir freuen uns, wenn Sie die taz.kommune mit Ihren klugen Gedanken bereichern.
Viel Freude beim Lesen & Schreiben.
meine Kommentare
07.06.2026 , 13:09 Uhr
Wenn ich den Text zusammenfasse lautet die Botschaft meiner Auffassung nach: "Der Weg zu mehr Demokratie ist lang und möglicherweise auch steinig – also sollten wir ihn nicht gehen." Das finde ich als Argument offen gesagt sehr sehr schwach.
Das Grundgesetz nennt das Volk als Souverän, von dem alle Staatsgewalt ausgeht. Klingt großartig, doch wie sieht das in der Realität aus? Der Souverän darf alle Jubeljahre mal entscheiden, an wen er seine Macht abgibt – also wer "für" ihn diese Macht faktisch ausüben darf. Und das war es auch schon. Mitsprache ist eben mehr als nur die Entscheidungen der machtausübenden Kaste einer Wertung unterziehen zu dürfen. Ansonsten ist das in etwa so, als bestelle ich einen Maler in meine Wohnung mit dem Wunsch, dass er meine Wände in Minzgrün anstreicht, gehe einkaufen und stelle danach fest, dass er meine Wohnung gerade Rot streicht, weil ihm das einfach besser gefällt und er für diese Farbe mehr berechnen kann. Klar habe ich dann die Möglichkeit, einen neuen Maler zu beauftragen, der Schaden ist jedoch doch schon da. Und in der derzeitigen Demokratie muss ich den Maler sein Werk beenden lassen und die Zeche zahlen, bis ich einen neuen rufen "darf".
zum Beitrag