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23.04.2026 , 11:37 Uhr
Es lohnt sich, nach der Lektüre eines Artikels mal innezuhalten oder Geschirr zu spülen, denn : Der Ausgangspunkt dieses Skandälchens ist ein Schulprojekt zum Thema Mut bzw. Mut- und Hoffnungslosigkeit, ergo eine Möglichkeit für Heranwachsende, sich zu artikulieren. Dieses Projekt wurde abgebrochen wegen etwas, was ein Großteil der Schüler 100-fach in ihrer browser history haben. Well done, you had one job, schulische Einrichtung. Worum es mir geht, ist der Umstand, dass Schulen, freie Verbände und Politik in 2026 nicht in der Lage sind, souverän damit umzugehen, wenn ein relativ harmloser aber peinlicher Lapsus passiert. Als sei Sexualität kein zulässiger Aspekt von Mut, Hoffnung und deren Abwesenheit. Rein hypothetisch hätte es mich das Ergebnis interessiert, wenn die verantwortlichen Leiter das queere Schmuddelheft zur Projektwoche zugelassen hätten. Schliesslich ist es kein indiziertes Material, im Gegenteil: Wenn es für eine sexuelle Orientierung konzipiert wurde, dann ist es im Umkehr Zensur, wenn die Meinungsbildung junger Menschen durch die Auswahl des Materials verwehrt wird. Context matters.
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