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27.10.2026 , 22:16 Uhr
„Es wäre nicht schade drum, …“
Sicher? Auch, wenn ich persönlich anders denke, finde ich eine konservative Partei im politischen Diskurs gut und wichtig. Wobei zur Wahrheit gehört, dass die Union unter Herrn Merz tatsächlich nicht mehr die konservative Stimme im Diskurs ist, die wir dringend bräuchten.
zum Beitrag27.10.2026 , 22:06 Uhr
Hier scheint mir der Diskurs durch die Androhung von Verboten und staatlicher Gewalt aber schon vergiftet, obwohl die Aktivisten sich von vorn herein und ausdrücklich von Gewalt distanzieren. Was können sie vor dem Protest denn noch tun, damit man ihnen überhaupt einmal die Chance lässt, zu beweisen, dass sie ihren Gewaltverzicht ernst meinen? Diese Vorverurteilung empfinde ich als sehr ungerecht.
zum Beitrag27.10.2026 , 21:55 Uhr
„Wenn es nach der Union geht, sollten die „Gen Z regelt“-Proteste verboten und die Bundeswehr eingesetzt werden. Was ist das für ein Demokratieverständnis?“
Der Unterschied zur AfD wird täglich kleiner. :-( Es ist unglaublich schade, wenn die CDU eine starke und pluralistische Zivilgesellschaft offenbar zuerst als Bedrohung wahrnimmt (wie ja schon bei der Diskussion um „Demokratie leben“). Je weiter sich die Union der AfD annähert, desto mehr Zuspruch wird sie verlieren.
Soweit ich weiß, ist diese Erkenntnis mittlerweile sogar wissenschaftlich belegt. Im Sinne einer pluralistischen Gesellschaft kann man der Union nur wünschen, dass sich diese Erkenntnis noch rechtzeitig durchsetzt – bevor sie bundesweit ihre Bedeutung verliert.
Es klingt durchaus einleuchtend für mich, dass die Union aus Angst heraus so agiert. Doch ist Angst grundsätzlich kein kluger Ratgeber – und hier könnte sie erst zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden.
Dabei haben wir doch zuletzt in Serbien gesehen, dass ein friedlicher Protest der Jugend möglich ist – und etwas verändern kann. Ich hoffe und vertraue auf die Aktivisten, dass sie ihren Protest friedlich auf die Straße tragen.
zum Beitrag23.10.2026 , 00:44 Uhr
Autsch!
Das Versammlungsrecht ist ein hohes Gut; es bezieht sich aber ausschließlich auf friedliche Meinungsäußerung. Mein Verständnis der freiheitlich demokratischen Grundordnung ist, dass nur Polizei und Justiz legitimiert sind, physische Gewalt auszuüben – und dabei an Recht und Gesetz gebunden sind.
Leider können Gesetze ein Fehlverhalten der Exekutive nicht immer verhindern. Es ist kaum auszuhalten, wenn die Polizei in Frankreich Kinder & Jugendliche verstümmelt. Dennoch rechtfertigt selbst das eklatanteste Fehlverhalten der Polizei nicht, selbst Gewalt anzuwenden. Es macht doch nichts besser!
Wer selbst Gewalt anwendet, provoziert eine gewaltvolle Reaktion der Ordnungskräfte – sicher muss diese verhältnismäßig bleiben. Doch wer selbst friedlich bleibt, macht offensichtlich, dass jegliche physische Gewalt unverhältnismäßig wäre.
Wenn ich bei einer angekündigten Demonstration befürchte, dass Demonstrierende gewalttätig werden könnten, bleibe ich der Demonstration fern – selbst dann, wenn ich das Anliegen der Versammlung grundsätzlich teile. Deshalb finde ich es wichtig, dass sich „Gen Z regelt“ von Gewalt distanziert.
Schade, dass Gewaltverzicht offenbar kein Konsens ist!
zum Beitrag14.10.2026 , 17:34 Uhr
Zunächst: herzlichen Glückwunsch, dass Sie den Täter endlich ausfindig machen konnten. Ich stimme auch ganz mit Ihnen überein, dass die Ihnen dafür entstandenen Kosten viel zu hoch sind.
Sie schreiben: „Das Problem war nicht der fehlende Paragraph“, und weiter unten: „Was wir brauchen, ist ein echter zivilrechtlicher Anspruch“. Doch woher würde sich so ein zivilrechtlicher Anspruch ableiten? Braucht es dafür nicht auch einen Paragraphen?
Daher bin ich unschlüssig, ob das Problem von Hass im Netz nicht doch auch gesetzlich besser geregelt werden sollte, indem die Plattformen stärker zur Verantwortung gezogen werden.
Beispielsweise kann die Plattform einen speziellen Knopf zum Melden von Hass anbieten. Dann kann die Plattform 1) die Nachricht intern auf ihre Richtlinien prüfen 2) die Zustellung weiterer Nachrichten an Sie verhindern, ohne dass Täter sieht, dass Sie ihn gemeldet (und blockiert) haben.
Theoretisch könnte die Plattform sogar aktiv bei der Strafverfolgung unterstützen – etwa, Ihre Anwaltskosten übernehmen. Vermutlich kann man das nicht gesetzlich einfordern – aber mir persönlich erschiene das als sichtbares Zeichen gelebter Verantwortung für die eigenen Nutzenden!
zum Beitrag05.09.2026 , 11:31 Uhr
Aufgrund fehlender Quellenangaben kann ich mit KI-generierten Recherchen selten etwas anfangen.
Bei Googles traditionellen Suchergebnissen wähle ich ganz bewusst genau die Seiten aus, die ich kenne und denen ich vertraue. Wenn die KI nun jedoch einen Text aus beliebigen Quellen zusammen mixt, stehen darin Informationen von Nius und Bild gleichberechtigt neben denen von Taz und Tagesschau. Das kann dann inhaltlich kaum überzeugen.
Im Übrigen habe ich eines sehr schnell aus der KI-Nutzung gelernt: sie ist sehr eloquent – und ich neigte bisher dazu, von der Form auf die Vertrauenswürdigkeit des Inhalts zu schließen. Genau deshalb muss ich KI-generierte Inhalte besonders kritisch prüfen.
Daher ist mein persönliches Fazit: traue keinem KI-generierten Ergebnis! Ich setze sie nur dort ein, wo ich die Korrektheit des generieren Ergebnisses restlos prüfen kann. Das Protokoll für ein Meeting, an dem ich selbst teilgenommen habe? – Gern: ich weiß, was besprochen wurde, erkenne Unsinnes und kann Fehlenes ergänzen. Eine Recherche über tausende Internetseiten, die ich selbst nicht kenne? – Besser nicht: ich kann die Güte der Zusammenfassung doch gar nicht seriös einschätzen!
zum Beitrag21.03.2026 , 16:17 Uhr
Ich bin in dieser Frage wirklich gespalten. Einerseits: ja, wer lügt, dem glaubt man nicht. Andererseits: haben wir wirklich eine Fehlerkultur, die Politikerinnen und Politikern ein suboptimales Handeln zugesteht? Ich fürchte, nur wenige hätten es Herrn Wegner verziehen, wenn er sofort zugegeben hätte, dass es „etwas gedauert“ hat, bis er „auf Betriebstemperatur war“.
Das finde ich auch deshalb bitter, weil es sich um einen Samstag und damit einen eigentlich arbeitsfreien Tag handelte. Ich selbst genieße ganz gern mein Wochenende, deshalb finde ich, wir sollten das grundsätzlich auch den amtlichen WürdeträgerInnen zugestehen.
Dann hätte Herr Wegner am Samstag gar nicht zwingend persönlich aktiv werden müssen – immer vorausgesetzt natürlich, es gibt für derartige Notfälle eine Art Bereitschaftsdienst, der im Falle einer Krise umgehend die Arbeit aufnimmt.
Anders ausgedrückt: ich fühle mich unwohl damit, dass Herrn Wegners persönliches Agieren hier so sehr im Vordergrund steht. Unabhängig davon muss man wohl konstatieren, dass das Krisenmanagement nicht gut war. Zuallererst dafür trägt Herr Wegner die politische Verantwortung.
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