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14.10.2026 , 17:34 Uhr
Zunächst: herzlichen Glückwunsch, dass Sie den Täter endlich ausfindig machen konnten. Ich stimme auch ganz mit Ihnen überein, dass die Ihnen dafür entstandenen Kosten viel zu hoch sind.
Sie schreiben: „Das Problem war nicht der fehlende Paragraph“, und weiter unten: „Was wir brauchen, ist ein echter zivilrechtlicher Anspruch“. Doch woher würde sich so ein zivilrechtlicher Anspruch ableiten? Braucht es dafür nicht auch einen Paragraphen?
Daher bin ich unschlüssig, ob das Problem von Hass im Netz nicht doch auch gesetzlich besser geregelt werden sollte, indem die Plattformen stärker zur Verantwortung gezogen werden.
Beispielsweise kann die Plattform einen speziellen Knopf zum Melden von Hass anbieten. Dann kann die Plattform 1) die Nachricht intern auf ihre Richtlinien prüfen 2) die Zustellung weiterer Nachrichten an Sie verhindern, ohne dass Täter sieht, dass Sie ihn gemeldet (und blockiert) haben.
Theoretisch könnte die Plattform sogar aktiv bei der Strafverfolgung unterstützen – etwa, Ihre Anwaltskosten übernehmen. Vermutlich kann man das nicht gesetzlich einfordern – aber mir persönlich erschiene das als sichtbares Zeichen gelebter Verantwortung für die eigenen Nutzenden!
zum Beitrag05.09.2026 , 11:31 Uhr
Aufgrund fehlender Quellenangaben kann ich mit KI-generierten Recherchen selten etwas anfangen.
Bei Googles traditionellen Suchergebnissen wähle ich ganz bewusst genau die Seiten aus, die ich kenne und denen ich vertraue. Wenn die KI nun jedoch einen Text aus beliebigen Quellen zusammen mixt, stehen darin Informationen von Nius und Bild gleichberechtigt neben denen von Taz und Tagesschau. Das kann dann inhaltlich kaum überzeugen.
Im Übrigen habe ich eines sehr schnell aus der KI-Nutzung gelernt: sie ist sehr eloquent – und ich neigte bisher dazu, von der Form auf die Vertrauenswürdigkeit des Inhalts zu schließen. Genau deshalb muss ich KI-generierte Inhalte besonders kritisch prüfen.
Daher ist mein persönliches Fazit: traue keinem KI-generierten Ergebnis! Ich setze sie nur dort ein, wo ich die Korrektheit des generieren Ergebnisses restlos prüfen kann. Das Protokoll für ein Meeting, an dem ich selbst teilgenommen habe? – Gern: ich weiß, was besprochen wurde, erkenne Unsinnes und kann Fehlenes ergänzen. Eine Recherche über tausende Internetseiten, die ich selbst nicht kenne? – Besser nicht: ich kann die Güte der Zusammenfassung doch gar nicht seriös einschätzen!
zum Beitrag21.03.2026 , 16:17 Uhr
Ich bin in dieser Frage wirklich gespalten. Einerseits: ja, wer lügt, dem glaubt man nicht. Andererseits: haben wir wirklich eine Fehlerkultur, die Politikerinnen und Politikern ein suboptimales Handeln zugesteht? Ich fürchte, nur wenige hätten es Herrn Wegner verziehen, wenn er sofort zugegeben hätte, dass es „etwas gedauert“ hat, bis er „auf Betriebstemperatur war“.
Das finde ich auch deshalb bitter, weil es sich um einen Samstag und damit einen eigentlich arbeitsfreien Tag handelte. Ich selbst genieße ganz gern mein Wochenende, deshalb finde ich, wir sollten das grundsätzlich auch den amtlichen WürdeträgerInnen zugestehen.
Dann hätte Herr Wegner am Samstag gar nicht zwingend persönlich aktiv werden müssen – immer vorausgesetzt natürlich, es gibt für derartige Notfälle eine Art Bereitschaftsdienst, der im Falle einer Krise umgehend die Arbeit aufnimmt.
Anders ausgedrückt: ich fühle mich unwohl damit, dass Herrn Wegners persönliches Agieren hier so sehr im Vordergrund steht. Unabhängig davon muss man wohl konstatieren, dass das Krisenmanagement nicht gut war. Zuallererst dafür trägt Herr Wegner die politische Verantwortung.
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