Profil-Einstellungen
Login Kommune
Hier könnten Ihre Kommentare stehen
Herzlich willkommen.
Auch Sie haben eine Stimme und auch die soll gehört und gelesen werden.
Hier werden alle Kommentare gesammelt, die Sie verfassen. Außerdem können Sie Kontaktmöglichkeiten hinterlegen und sich präsentieren.
Wir freuen uns, wenn Sie die taz.kommune mit Ihren klugen Gedanken bereichern.
Viel Freude beim Lesen & Schreiben.
meine Kommentare
02.02.2026 , 13:14 Uhr
Mehrere Foristen schreiben, dass Teilzeit die Sozialsysteme belastet, weil weniger eingezahlt wird. Das erscheint mir unlogisch, denn die bundesweiten Gesamtarbeitsstunden sind derzeit auf einem Allzeithoch, sie sind nur anders verteilt als früher. Z.b. haben vor 40/50Jahren deutlich weniger Frauen gearbeitet, Männer häufiger als heute in Vollzeit. Von einem Vollzeitgehalt wurden häufig zwei Erwachsene plus Kinder (damals auch noch mehr) gesundheitlich versorgt. Dazu ist es unrealistisch, dass gerade jetzt in der wirtschaftlichen Flaute Teilzeitarbeitende einfach mal Vollzeit arbeiten können. Ausnahme bilden die Berufe mit Arbeitskräftemangel, zuvorderst Pflege, Erzieher*innen, Paketfahrer*innen, Gastronomie usw., die alle entweder extrem hart sind oder schlecht bezahlt oder beides. Da fehlen Anreize mehr zu arbeiten.
Keine/r schreibt hier hingegen, dass die Produktivitätsgewinne der letzten Jahrzehnte überproportional in die Kassen der Vermögenden geflossen sind. Wären die Löhne mit der Produktivität gestiegen, hätten wir jetzt weniger Probleme mit Gesundheit und Rente.
zum Beitrag17.03.2020 , 11:24 Uhr
Wo steht geschrieben, dass Bauern ein Recht haben auf Arbeitskräfte, die “für die vergleichsweise geringen Löhne diese körperlich anstrengenden Tätigkeiten […] erledigen”? Was soll den Verweis auf Gastronomiekräfte – sind die auch so schön ausbeutbar, weil sie üblicherweise anstrengende Arbeit für sehr wenig Geld machen und oft Migrationshintergrund haben?
Wie wäre es, wenn der Autor Spargel stechen geht?
Zwischen den Zeilen klingt für mich durch, dass solche Menschen, die jetzt wegen Restaurantschließungen arbeitsfrei haben, zwangsverpflichtet werden sollen.
zum Beitrag17.03.2020 , 11:19 Uhr
Hier geht es zum Teil um Armutsprostitution von Frauen aus Südosteuropa. Die Frauen sind nirgendwo angemeldet, haben keinen Krankenversicherungsschutz, zahlen keine Steuern, und trotz der Schwarzarbeit haben sie keine Rücklagen und können sie sich nicht einmal die Miete für eine normale Wohnung leisten, sondern müssen in ihren Arbeitszimmern leben (ungesetzlich). Mit anderen Worten: Ausbeutung auf schlimmsten Niveau; Zwangsarbeit, wobei fast egal ist, ob die Frauen mit Gewalt oder “nur” finanziell zu ihrer Tätigkeit gezwungen werden. Diese Zwangslage bezeichnet die Autorin euphemistisch mit der Vokabel “Sexarbeit” – so, als hätten die Frauen sich den Job ausgesucht wie Ärztin oder Rechtsanwältin.
Was für ein grausam neoliberales Weltbild kann man eigentlich haben?
Aber die taz steht anscheinend für die freie Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, solange nur alles “frei” passiert.
zum Beitrag