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14.10.2026 , 22:29 Uhr
Muss Ihnen leider zustimmen. Eine Fixierung auf (und Dämonisierung der) Positionen von AfD und BSW hilft nicht weiter. Solange eine sachliche Ebene in deren Argumentation erkennbar ist - und das halte ich für gegeben: die Warnung vor einer Eskalation -, sollte die Position Deutschlands tatsächlich auch darauf hin befragt werden: Treten 'wir' neben der absolut begründeten Solidarität mit der überfallenen Ukraine für eine Beendigung des Krieges ein oder trägt Deutschland zu dessen Ausweitung und Verlängerung bei? Argumente für eine differenzierte Betrachtung gibt es jenseits von AfD und BSW. Frau/man höre die Expertise auch von Russland-Kenner_innen wie Gabriele Krone-Schmalz. Neben der Aggressions-Politik Russlands u. dessen Verbrechen in diesem Krieg gibt es legitime Sichheits-Interessen und eklatante Fehler des Westens und der NATO. Ich bin irritiert von Stigmatisierungen von Befürwortern stärkerer diplomatischer Anstrengungen hierzulande. Das steht auch psychologisch zuweilen in fataler Tradition. Da sich 'Russland-Versteher_innen' aktuell in den beiden genannten Parteien häufen, gelten für viele nicht nur sie, sondern differenzierende Positionen gänzlich als Kreml-nah.
zum Beitrag05.10.2026 , 22:38 Uhr
Ich stimme zu, es ist traurig, dass Wehrhaftigkeit in Deutschland neuerdings offenbar bedeutet, Empathie mit ukrainischen Kriegsdienst-Gegnern zu verweigern, aus Solidarität teilweise in eine Über-Identifikation zu verfallen und (diplomatische) Zwischentöne als Russland-Apeasement zu verunglimpfen... Deutschland und die EU sollten dagegen neben ihrer klaren Position aufseiten der Ukraine mehr Anstrengungen für eine Friedenslösung unternehmen.
zum Beitrag