Großeinsatz der Polizei: Möglicher Anschlag auf Umspannwerk bei Köln
In der Nacht hat es Störungen bei einem Umspannwerk in Bergheim in NRW gegeben, mehrere Leitungen seien ausgefallen. Die Polizei spricht von einer vorsätzlichen Tat.
Foto: Alexander Franz/dpa
afp/dpa | An einem Umspannwerk von Amprion in Bergheim in Nordrhein-Westfalen hat es einen Großeinsatz gegeben. Die Polizei sei am Dienstagabend wegen eines Kurzschlusses und mehrerer ausgefallener Leitungen zu dem Umspannwerk gerufen worden, sagte ein Sprecher der Polizei Essen der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. „Wir gehen nicht von einer technischen Störung, sondern von einer vorsätzlichen Tat aus“, sagte der Sprecher.
Die Polizei sei gegen 20.00 Uhr wegen einer „Störung“ zu dem Umspannwerk im Ortsteil Rheidt in Bergheim im Rhein-Erft-Kreis gerufen worden. Dort seien nach einem Kurzschluss mehrere Leitungen ausgefallen, teilte der Polizeisprecher mit. Es habe jedoch keinen Stromausfall gegeben und die umliegenden Ortschaften hätten weiterhin mit Strom versorgt werden können.
Das Werk gehört zum Energieversorger Amprion, der den Vorfall bestätigte. „Im Umfeld der Amprion-Umspannanlage Rommerskirchen im Rheinland ist es am Dienstagabend zu einem Vorfall gekommen, der Auswirkungen auf den Betrieb von Kraftwerkszuleitungen hatte“, heiß es am frühen Morgen. In der Folge sei es zu Anlagenausfällen bei der RWE Power gekommen.
Das Unternehmen mit Sitz in Dortmund betonte: „Die allgemeine Stromversorgung war zu keinem Zeitpunkt davon betroffen und die Systemstabilität immer gewährleistet.“ Expertinnen und Experten von Amprion arbeiteten mit den zuständigen Sicherheitsbehörden daran, den Sachverhalt schnellstmöglich aufzuklären und die Auswirkungen zu bewerten.
Am Dienstag hatten bereits Unbekannte einen Angriff auf ein Umspannwerk am Kohlekraftwerk Jänschwalde im Süden Brandenburgs verübt. Dabei kamen laut dem Netzbetreiber 50Hertz „selbstgebaute Flugkörper, die handelsüblichen Silvesterraketen ähneln“ zum Einsatz.
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