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Fällt in Marokko bald Regen auf Bestellung?

Mithilfe der sogenannten Wolkenimpfung kann in Dürreregionen Niederschlag ausgelöst werden. Der Experte Mohammed Mazza über das Wundermittel, das noch Skepsis hervorruft

Von Imane Bellamine

Marokko wird bereits heute häufig von langen Dürrezeiten heimgesucht. Das Land setzt deshalb verstärkt auf eine Technik, bei der per Flugzeug Wolken mit Salzpartikeln und Silberjodid besprüht werden, um Niederschlag auszulösen. Ob die sogenannte Wolkenimpfung die Lösung für die Zukunft ist, beantwortet Mohamed Bazza, Experte für das Management von Wasserressourcen.

„Wolkenimpfung könnte eine Schlüsseltechnologie für Marokko sein, um den Herausforderungen der Wasserknappheit zu begegnen. Allerdings ist sie kein Wundermittel. Sie funktioniert nur unter bestimmten Bedingungen und kann keine neuen Regenfronten schaffen. Zudem gibt es Bedenken bezüglich der ökologischen Auswirkungen. Auch das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber dieser Technologie ist noch hoch. Viele verbinden Wolkenimpfung fälschlicherweise mit extremen Wetterereignissen. Daher ist es entscheidend, die Funktionsweise transparent zu kommunizieren. Nur so können Ängste abgebaut und kann das Vertrauen der Menschen gewonnen werden. Letztendlich könnte Wolkenimpfung ein wichtiger Bestandteil eines umfassenden Plans sein, der Marokko hilft, seine Wasserversorgung in unsicheren Zeiten zu sichern.“

Imane Bellamine, Journalistin aus Marokko