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Illustration: Eléonore Roedel

Energiewende weltweitIrgendwo scheint immer die Sonne

Das drittgrößte Unternehmen der Welt verfolgt die Vision eines Stromnetzes, das die ganze Welt umspannt. Was steckt dahinter?

W ährend die Mittagssonne auf die kasachische Steppe knallt, toasten die Frankfurter*innen ihr Frühstücksbrot. Strom aus gigantischen Solarparks in Kasachstan bräuchte weniger als eine Sekunde, um die Toaster in Frankfurt zu versorgen – ganz egal, ob dort schon die Sonne aufgegangen ist. Wenn in Johannesburg Flaute herrscht, müssen die Südafrikaner*innen ihre Kohlekraftwerke nicht anschmeißen – solange sie durch Stromleitungen mit Windrädern in Oman verbunden sind, wo selten das gleiche Wetter wie in Südafrika herrscht. Selbst wenn Laos’ Wasserkraftwerke in einer Dürre trockenliegen, würden die Menschen in der Hauptstadt Vientiane nicht ohne Strom dastehen, wenn sie mit den Solarparks Nordaustraliens verbunden sind.

Ein globales Stromnetz „wäre technisch ideal“, sagt Maria Pastukhova von der Denkfabrik E3G. „Das Potenzial ist gigantisch.“ Georg Zachmann von der Denkfabrik Bruegel nennt die Idee einen „Ingenieurstraum“. Solarstrom sei schon jetzt billig und werde immer billiger. „Es wäre günstig, aus den Regionen Energie zu holen, wo immer die Sonne scheint“, sagt er.

Ultrahochspannungsleitungen würden in dieser Vision eines globalen Stromnetzes Energie von einem Ende der Welt ans andere befördern. Schon jetzt verbinden solche Leitungen des chinesischen Staatskonzerns SGCC den sonnen- und wasserkraftreichen Westen Chinas mit den stromschluckenden Metropolen und Fabriken der chinesischen Ostküste.

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Es sind gigantische Stahlmasten, deren mächtige Kabel sich über Felder, Steppen und Wüsten ziehen, Schluchten und Gebirgsketten überwinden. Ein Meisterstück, das die chinesischen Ingenieur*innen auf diesem Gebiet weltweit führend und SGCC zum größten Treiber des globalen Stromnetzes macht.

Für den Klimaschutz wäre ihre Vision ein Segen, denn viele Probleme der Energiewende wären gelöst, wenn die ganze Welt in einem gigantischen Stromnetz miteinander verbunden wäre. Dunkelflauten – wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht – herrschen nie global. Irgendwo scheint immer die Sonne. Weniger Solarstrom im europäischen Winter wäre auch kein Problem, schließlich ist in Angola im Januar Sommer. Lokale Stromausfälle könnten flexibel vom Rest der Welt aufgefangen werden.

Wenn Stromnetze verbunden sind, reden die Menschen miteinander

Maria Pastukhova, Politologin

Und wer miteinander Strom handelt, verträgt sich womöglich sogar besser: „Wenn Stromnetze verbunden sind, reden die Menschen miteinander“, sagt Pastukhova. Das gilt schon heute. Brasilien kooperiert mit seinen Nachbarn, um die reichlich vorhandene Wasserkraft im Amazonas-Regenwald zu verteilen. Das zuweilen angespannte Verhältnis zwischen Indien und Nepal bessert sich auch deswegen, weil beide Länder zusammen an Staudämmen im Himalaya arbeiten wollen. Und auf nordkoreanischem Territorium beliefert der südkoreanische Stromkonzern Kepco einen ebenfalls südkoreanischen Industriekomplex mit Strom. „Sogar diese beiden Länder sprechen über ihr gemeinsames Stromnetz, selbst wenn sie keine andere Gesprächsbasis haben“, sagt Pastukhova.

750 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Strom

Dass die weltweiten Stromnetze ausgebaut werden müssen, ist unstrittig. 2024 waren der Internationalen Energie-Agentur zufolge 1.650 Gigawatt Solaranlagen und Windkraftwerke ohne Anschluss an ein Netz. 750 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Strom, 80 Prozent von ihnen leben im südlichen Afrika. Um die globalen Klimaziele einzuhalten, müssten die Regierungen weltweit bis Mitte der 2030er Jahre 250 bis 300 Milliarden US-Dollar ausgeben, etwa doppelt so viel wie 2023. Mindestens 1,5 Millionen mehr Menschen müssten dafür in Bau, Betrieb und Wartung der Stromnetze arbeiten, derzeit sind es etwa 8 Millionen.

Da kommt eine große Idee wie das globale Stromnetz doch gerade recht, um weltweite Ambitionen hochzuschrauben und Anstrengungen hinter einem gemeinsamen Ziel zu vereinen. Nur: „Das technisch Machbare ist nicht unbedingt das politisch und wirtschaftlich Umsetzbare“, sagt Georg Zachmann. Auch Pastukhova ist skeptisch: „Nur in einer idealen Welt, wo Multilateralismus Machtpolitik aussticht und alle miteinander kooperieren, ist das eine gute Idee.“

Illustration: Eléonore Roedel

Die Probleme beginnen schon beim bloßen Errichten der nötigen Infrastruktur: Will man die riesigen Strommärkte Chinas und Indiens mit Europa verbinden, müsste man Zentralasien ans Netz anschließen. Dafür müsste Usbekistan eine Hochspannungsleitung nach Afghanistan bauen, dem derzeit niemand eine zentrale Rolle in der Stromversorgung Asiens und Europas verschaffen möchte.

Einer Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik zufolge würde diese Stromleitung nach Afghanistan zudem zu regionalen Spannungen führen: Usbekistan könnte damit Tadschikistans Netz beim Stromexport in die anderen Länder Zentralasiens überspringen – ein Problem für Tadschikistan, das derzeit eine Schlüsselrolle im Stromsystem der Region einnimmt und mit den fälligen Gebühren für den Stromtransport Geld verdient. Die Weltbank warnte schon 2010: „Wenn die regionale Integration von Strommärkten erfolgreich sein soll, dann müssen alle Länder den politischen Willen haben, mit ihren Nachbarn zusammenzuarbeiten.“

Und nicht nur die Länder selbst, sondern auch mächtige Akteur*innen innerhalb der Länder müssen auf Linie gebracht werden: Häufig sind Stromerzeugung und -netze in der Hand eines einzigen staatseigenen Unternehmens. Betreibt dieses Unternehmen viele teure Kohlekraftwerke, hat es wenig Interesse daran, billigen Solarstrom aus dem Nachbarland zu importieren, der seinen Kohlestrom aus dem Markt drängt. Eine Verbindung zwischen Japan, Südkorea, China und der Mongolei scheitert unter anderem an diesem Problem schon seit Jahren.

Die Spannung der Netze muss übereinstimmen

Selbst wenn diese Konflikte ausgeräumt werden könnten, stehen die nächsten Probleme an. Neben den Folgen für die Umwelt und der Anfälligkeit für Angriffe und Sabotage, mit denen jedes große Infrastrukturprojekt zu kämpfen hat, haben Elektrizitätssysteme ihre ganz eigenen Herausforderungen: Um Strom miteinander handeln zu können, müssen Spannung und Frequenz der Netze miteinander übereinstimmen.

Immerhin können – anders als bei der europäischen Abhängigkeit von russischem Gas – die Länder ihre Elektronen weniger als Druckmittel einsetzen. „Man kann die Lieferungen nicht kappen, ohne sich selbst zu schaden“, sagt Pastukhova. Die Spannung im eigenen Netz würde plötzlich steigen, Kraftwerke müssten abgeschaltet werden. 2022 musste Europa Flüssiggas aus Katar und den USA kaufen, um das russische zu ersetzen. Ist ein Land aber an mehreren Stellen an das globale Stromnetz angeschlossen, kann es über anderen Leitungen Strom beziehen.

„Man muss regeln, was passiert, wenn Stromangebot und -nachfrage auseinandergehen“, erklärt Zachmann. Wenn ein Land mehr Strom konsumiert als es produziert, „dann muss irgendjemand sagen können: ‚Entweder ihr bezahlt dafür oder ihr hört auf‘“. Andersherum kann es auch zum Problem werden, wenn ein Land mehr Strom ins Netz einspeist, als andere verbrauchen können. Dann steigt die Frequenz des Netzes, was eine Notabschaltung vieler Systeme auslösen würde. Diese Übereinspeisung müsste jemand im Nachbarland ausgleichen.

„Das muss alles gut gemeinsam geregelt sein“, sagt Zachmann. Das Geld und die Energie, die man durch die gewonnene Effizienz eines weitreichenden Stromnetzes gewinnt, könne man durch den steigenden Koordinierungsbedarf schnell wieder verlieren.

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Das größte Hindernis für ein globales Stromnetz sind aber die Kosten. Allein NeuConnect, ein 750 Kilometer langes Unterseekabel zwischen Großbritannien und Deutschland, soll 2,8 Milliarden Euro kosten, um 1,4 Gigawatt Strom zu transportieren. Georg Zachmann hat dazu eine Bierdeckelrechnung angestellt: Steigen die Kosten proportional zur Länge des Kabels, würden die 5000 Kilometer zwischen Europa und Nordamerika 20 Milliarden Euro kosten. „Für diese Summe könnte man etwa ein entsprechend großes Atomkraftwerk bauen, auf jeder Seite des Atlantiks eins“, sagt Zachmann.

Nicht viel günstiger – und politisch heikel – ist es, China und Europa über Land zu verbinden. „Man müsste durch Gebiete durch, wo es keine Verbraucher oder Erzeuger gibt“, sagt Zachmann. In Sibirien oder Zentralasien gibt es nicht genügend Kraftwerke, stromschluckende Fabriken oder Metropolen, um die extrem langen Leitungen wirtschaftlich betreiben zu können.

Man findet deswegen fast niemanden, der sich mit viel Elan hinter ein globales Stromnetz stellt. Außer das drittgrößte Unternehmen der Welt: den chinesischen Stromnetzbetreiber SGCC. Dessen ehemaliger Chef Liu Zhenya malt sich die Vision idyllisch aus. Mit einem weltweiten Stromnetz werde sich die Welt verwandeln in „ein friedliches und harmonisches globales Dorf, eine Schicksalsgemeinschaft für die Menschheit mit ausreichender Energie, blauem Himmel und grünen Landschaften“, sagte Liu, der nach seiner Zeit bei SGCC Vorstand der Global Energy Interconnection Development and Cooperation Organization (Geidco) wurde, einer Art Denkfabrik.

Illustration: Eléonore Roedel

Sie soll ein globales Stromnetz vorantreiben, um „die Chancen zu ergreifen, die die Revolution in Energietechnologien eröffnen, und grüne, CO2-arme Entwicklung erreichen“ – so formulierte es Chinas Präsident Xi Jinping 2017 beim UN-Gipfel für Nachhaltige Entwicklung.

Sündhaft teuer

Der chinesische Stromnetzbetreiber und die Denkfabrik Geidco stehen unablässig hinter der Vision eines globalen Stromnetzes. Obwohl es sündhaft teuer wäre. Obwohl regionale Konflikte an allen Ecken und Endes des Vorhabens ausbrechen. Obwohl wichtige Staatskonzerne in vielen Ländern überhaupt gar kein Interesse haben, mit ausländischem Strom konkurrieren zu müssen.

Denn wenn eine Idee groß genug und das Ziel weit genug entfernt ist, dann ist nicht wichtig, ob es überhaupt erreichbar ist. Sondern ob man auf dem Weg dahin so viel Geld verdienen, sich so viel Macht und Einfluss sichern kann, dass die Ziellinie egal ist. Und das internationale Stromnetz, wie SGCC und Geidco es vorantreiben, ist so eine Idee.

Die Stromleitungen der Welt zu verbinden ist ein chinesisches Vorhaben. Als Partner werden zwar auch Unternehmen wie Siemens Energy und Institutionen wie die Universität Birmingham gelistet. Aber die Organisation Geidco sitzt in Peking. Lius Nachfolger als Vorsitzender, Xin Baoan, war vorher ebenfalls Chef des Netzbetreibers SGCC. Und versucht man sich auf der Geidco-Website über die Initiative zu informieren, stößt man neben Konzepten, Strategien und Werten auch auf eine sehr konkrete, sehr chinesische Technologie: Ultrahochspannungsleitungen, die „Interkontinentalrakete“ des Energiesystems, wie sie der ehemalige Geidco-Chef Liu nennt.

Es sind diese Ultrahochspannungsleitungen, die den wahnwitzigen Ausbau der Stromproduktion im Allgemeinen und von Solar-, Wind- und Wasserkraft im Besonderen in China möglich machten. Denn während der meiste Strom in den Fabriken, Geschäften und Wohnungen der Ostküsten-Metropolen wie Shanghai und Wuhan verbraucht wird, findet die Stromproduktion weit entfernt statt.

Von Januar bis Oktober 2025 war dem Centre for Research on Energy and Clean Air (Crea) zufolge Spitzenreiter beim Zubau von Solaranlagen und Windkraft die nordwestliche Provinz Xinjiang. In der Inneren Mongolei nördlich von Chinas eröffnete 2025 der größte Windpark des Landes. Die wichtigsten Staudämme Chinas liegen im bergigen Südwesten. Dieser ganze Strom muss über Tausende Kilometer dorthin gelangen, wo er gebraucht wird.

Physikalisch gesehen übertragen diese Leitungen nicht nur Strom, sondern Leistung in Form elektrischer Energie. Wie viel Leistung noch auf der anderen Seite der Leitung ankommt, hängt von Spannung und Stromstärke ab. „Will man mehr Leistung übertragen, benötigt es eine höhere Spannung oder eine höhere Stromstärke“, erklärt Maria Kosse, Professorin für Komponenten intelligenter Energienetze an der TU Dresden. „Aber eine höhere Stromstärke führt in den Leitungen zu Verlusten, also zum Beispiel zu mehr Erwärmung, und diese Wärmeenergie können wir nicht nutzen.“

Typische Stromleitungen werden zudem mit Wechselstrom betrieben, wie ihn Kraftwerke erzeugen und Abnehmer verwenden. Wechselstrom bringt allerdings den Nachteil mit sich, sogenannte Blindleistung mitzuführen, die elektromagnetische Felder aufbaut, Die brauchen Motoren zum Funktionieren, aber damit „kann man kein Licht anmachen“, wie Kosse erklärt. Je länger die Stromleitung wird, desto größer wird auch die Blindleistung. Auf lange Distanz lohnt sich deshalb Gleichstrom, bei dem keine Verluste durch Blindleistung auftreten können. Kosse nennt diese Leitungen eine „Abkürzung“, um über lange Distanzen viel Leistung übertragen zu können.

Ultrahohe Spannung

Für ein globales Stromnetz bräuchte man also am besten hohe Spannung und Gleichstrom. Das deutsche Netz läuft normalerweise mit 380 Kilovolt Spannung und Wechselstrom, die Trassen für erneuerbaren Strom aus Norddeutschland zu den Industriezentren des Südens haben eine Spannung von 525 Kilovolt und Gleichstrom. In China transportieren die Ultrahochspannungsleitungen Strom mit 800 bis 1.000 Kilovolt, häufig mit Gleichstrom.

Die ultrahohe Spannung macht die Leitungen aber teuer: „Je größer die Spannung, desto größer muss der Abstand zwischen den Leitungen und geerdeten Teilen sein, also muss der Mast zum Beispiel höher sein“, sagt Kosse. Das könne zudem mit lokalem Widerstand in der Bevölkerung verbunden sein. „Aufgrund der Besiedelungsdichte ist in Deutschland jede neue Infrastruktur problematisch.“

In China dagegen müssen solche Konflikte seltener ausgehandelt werden – sie werden von der Regierung unterdrückt. Der <i>New York Times</i> berichtete ein Bewohner eines chinesischen Dorfs in der Provinz Anhui, durch die sich Ultrahochspannungsleitungen ziehen, von „kleinen Elektroschocks“, wenn sie eine metallene Angel in Teiche in der Nähe der Leitungen halten. Ein anderer Bewohner erzählt, bei Regen flögen Funken von Regenschirmen und die Hände würden taub. Beschweren wolle er sich aber nicht.

Um sich Exportmärkte für die Technologie zu sichern, versucht SGCC zunehmend, Ultrahochspannungsleitungen auch ins Ausland zu verkaufen. In Brasilien zum Beispiel bringen SGCC-Leitungen Wasserkraft aus dem Amazonas-Gebiet nach São Paulo und Rio de Janeiro. „China will seine Technologieführerschaft ausbauen und Märkte erschließen“, sagt Zachmann. Wo internationale Technologiestandards für Ultrahochspannungsleitungen vereinbart werden, übt China seit Jahren Druck aus, die SGCC-Technologie zu übernehmen. „Standards machen Technologien erst marktfähig“, erklärt Pastukhova. „Ohne Standards wäre jeder Handel von Geräten oder Anlagen sehr riskant, weil sie möglicherweise nicht zueinander passen.“

Unternehmen, die zur Anpassung an den neuen Standard gezwungen sind, müssen nicht nur ihre Produkte entsprechend überarbeiten, sondern auch Ersatzteile neu designen, ihre Ausrüstung und das Training der Beschäftigten verändern. SGCC kann einfach so weitermachen wie bisher und Geld und Arbeitskraft in Forschung stecken, statt sich aufwendig anpassen zu müssen. Wer den globalen Standard setzt, „sichert sich privilegierten Zugang der eigenen Unternehmen zum Weltmarkt“, sagt Pustakhova.

Chinesische Ingenieur*innen haben Ultrahochspannungsleitungen nicht erfunden, aber „stark weiterentwickelt“, sagte Ismael Arciniegas Rueda von der US-Denkfabrik Rand der BBC. Wenn man in großem Maßstab Ultrahochspannungsleitungen bauen will, dann „kommt man an SGCC nicht vorbei“. Genau deshalb ist der Kern von Geidco der Bau eines globalen Netzes dieser technologischen Meisterwerke. Energiewende-Expertin Maria Pastukhova sagt: „Dahinter steht die gleiche Logik wie hinter der Neuen Seidenstraße“, den chinesischen Milliardeninvestitionen in Infrastruktur des Globalen Südens. „Alle profitieren. Aber China am meisten.“

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