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taz🐾lage

80 Stimmen und ein Versprechen

Sie hat es noch einmal geschafft: Anja Mierel ist zum dritten Mal in Folge in den Vorstand der taz gewählt worden. Die Versammlung der Mitarbeitenden hat sie am Dienstagabend mit großer Mehrheit gewählt.

Anja ist seit 2019 Mitglied im Vorstand. Sie ist damit zwar nicht das dienstälteste Mitglied im Gremium, dafür aber das dienstälteste Mitglied des Gremiums. Denn so lange wie Anja arbeitet niemand aus dem fünfköpfigen Vorstand bei der taz in Berlin.

Mitte der 80er Jahren kam sie als Verlagskauffrau zur taz. Die ­Redaktion saß damals noch in der Wattstraße. In ihrer Bewerbungsrede sagte Anja, sie haben den ­Geschmack der „Sandino-Dröhnung“ noch auf der Zunge. So nannte man damals die ­magenfeindliche Kaffeeplörre, die im Haus getrunken wurde. Mierel finanzierte sich mit ihrer taz-Stelle zunächst ihr Politik­wissenschaftsstudium und blieb auch nach dem Abschluss bei der taz.

Seit der Jahrtausendwende arbeitet sie im Marketing, heute ist sie für Werbung in Fremdmedien verantwortlich, konzipiert Print- und Onlinewerbung für die taz und organisiert den Auftritt der taz auf den Buchmessen mit.

Angetreten zu ihrer dritten Amstzeit ist Anja mit dem ­Versprechen, weiterhin das Ziel zu verfolgen, die Gehälter der ­Mitarbeitenden langfristig zu steigern. Allerdings, so Mierel weiter, bleibe es die größere Aufgabe der Vorstände, für eine solide wirtschaftliche Lage der taz zu sorgen – ganz besonders nach der Einstellung der gedruckten Werktagsausgabe am 17. Oktober 2025.

Gewählt wurde Anja mit 80 von insgesamt 85 Stimmen. Die ­einzige andere Kandidatin hatte kurz zuvor zurückgezogen. Zusammen mit Anja im Vorstand sitzen die zwei Ge­schäfts­füh­re­r*in­nen Aline Lüllmann und Andreas Marggraf, sowie die Re­dak­teu­r*in­nen Pascal Beucker und Anne Fromm.

Anne Fromm

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