apokalypse der woche: Portugal drohen Hitze und Brände
In Portugal hat die Regierung am Samstag vor einer Hitzewelle und einer hohen Waldbrandgefahr in weiten Teilen des Landes gewarnt. Die Hitzewarnung gilt von Sonntag bis Donnerstag und untersagt sind wegen der Waldbrandgefahr unter anderem Lagerfeuer, Feuerwerk und die Nutzung elektrischer Geräte in Wäldern. Auch der Zugang zu einigen Waldgebieten wird eingeschränkt. „Die nächste Woche wird schwierig“, erklärte Innenministerin Maria Lúcia Amaral. Die Behörden kündigten an, das Personal der Forstverwaltungen aufzustocken und in Gebieten mit hoher Waldbrandgefahr die Patrouillen am Boden und in der Luft zu verstärken.
Sowohl in Portugal als auch im benachbarten Spanien hatten in den vergangenen Tagen Waldbrände gewütet. Beide Urlaubsländer haben jedes Jahr mit zerstörerischen Feuern zu kämpfen. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern nimmt die Zahl und Intensität von Hitzewellen und anderen Extremwetter-Ereignissen durch den Klimawandel zu. Durch die Hitze trocknet die Vegetation aus, was wiederum die Ausbreitung von Waldbränden fördert.
Nach der Waldbrandsaison 2017 mit mehr als hundert Toten hatte Portugal seine Ausgaben für die Prävention und die Bekämpfung von Waldbränden stark erhöht. Dennoch wurden nach vorläufigen Angaben der Forstbehörde allein in diesem Jahr bereits mehr als 29.000 Hektar durch Brände zerstört.
Auch in anderen europäischen Ländern wüten die Feuer aktuell heftig. In der Türkei brachen mehr als 2.000 Waldbrände aus, allein in den vergangenen Wochen starben dabei mindestens 14 Menschen. Stark betroffen sind ebenfalls Griechenland und Italien, besonders jeweils die Inseln, darunter vor allem Kreta und Euböa sowie Sizilien und Sardinien. (afp, dpa)
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