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Tankerunglück in Nordsee

Ein Öltanker kollidiert vor der Küste im Nordosten Englands mit einem Containerschiff. Es gibt Verletzte – und die Sorge vor einer Ölpest

Bei der Kollision eines Öltankers und eines Frachtschiffs vor der britischen Nordseeküste sind nach Behördenangaben mehr als 30 Menschen verletzt worden. Nach dem Unglück vor der Küste der nordostenglischen Grafschaft Yorkshire seien bislang 32 Verletzte an Land gebracht worden, teilte der Leiter der Hafenbehörde von Grimsby East, Martyn Boyers, am Montagnachmittag mit. Krankenwagen hätten am Kai für die Verletzten bereitgestanden.

Die Reederei Stena Bulk, welcher der Öltanker gehört, teilte mit, dass die gesamte Besatzung am Leben sei. Zuvor hatte das Unternehmen in Stockholm erklärt, dass der Tanker unter US-Flagge gefahren sei, ohne weitere Angaben zu machen. Laut der Schiffsortungswebsite Marine Traffic handelte es sich um die „Stena Immaculate“. Das Schiff hatte demnach vor seinem Zielort Immingham nahe Hull (rund 250 Kilometer nördlich von London) vor Anker gelegen.

Bei dem beteiligten Frachtschiff handelte es sich laut Marine Traffic um die „Solong“, die unter portugiesischer Flagge fahre und der deutschen Reederei Köpping gehöre. Diese gab auf Nachfrage jedoch an, das Containerschiff gehöre einer anderen Hamburger Reederei.

Die britische Küstenwache erklärte, es sei „wahrscheinlich“, dass das Unglück eine Verschmutzung des Meeres zur Folge habe. Der Einsatz sei noch im Gange und es würden die „wahrscheinlich erforderlichen Maßnahmen gegen Verschmutzung“ geprüft.

Die Internationale Schifffahrtsorganisation bestätigte Feuer am Unglücksort. Der Einsatz konzentriere sich derzeit auf die Brandbekämpfung und die Rettung der Besatzungen. Britische Sender zeigten Bilder von einer riesigen schwarzen Rauchsäule und Flammen. Laut BBC brannte der Öltanker.

Die britische Küstenwache war nach eigenen Angaben um kurz nach 10.00 Uhr Ortszeit (11.00 Uhr MEZ) über das Unglück informiert worden. Sie leitete einen groß angelegten Rettungseinsatz ein und aktivierte dafür einen Rettungshubschrauber, ein Flugzeug, Rettungsboote sowie Schiffe, die zur Brandbekämpfung eingesetzt werden können.

Das Seegebiet, in dem sich die Kollision ereignete, gilt als stark frequentierte Schifffahrtsroute. (afp, ap, rtr)

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