piwik no script img

taz🐾lage

Feedbackkultur, so wichtig

In einer Redaktion wird den lieben langen Tag kommuniziert. Vieles davon passiert in Konferenzen, Mails und Telefonaten. Manches davon geht so schnell wieder aus dem rechten Ohr raus, wie es in das linke hineingekommen ist. Doch damit endet die Kommunikation nicht. Hinzu gesellt sich die Rederei und das Geraune, all die inoffiziellen Gespräche auf dem Flur, in der Kantine oder bei einer Zigarette auf der Dachterrasse. Das ist, Hand aufs Herz, oft der spannendere Teil des Arbeitstags.

Doch es gibt noch einen anderen Ort für Kommunikation in der taz: auf Plakaten, die etwa im Fahrstuhl hängen. Dort fühlte sich kürzlich jemand bemüßigt, eine Ankündigung des taz lab zu kommentieren. Neben den Namen eines geladenen Referenten kritzelte jemand die Wörter „Kriegstreiber“, „Volkskongress“ und „kulturelle Aneignung“.

Unklar ist, ob es sich bei diesem Kommentar um ein sogenanntes Feedbacksandwich handelt. Also um jene rhetorische Technik, die Kritik zwischen zwei Schichten Lob serviert, damit sie für den Adressaten leichter verdaulich ist. Doch wie ich die Begriffe auch drehe und wende, schlau werde ich daraus nicht.

Also bleibt mir nur, in die Floskelkiste zu greifen und den oder die anonyme Kom­men­ta­to­r:in zu einer offenen Stellungnahme einzuladen: Kommunikation ist keine Einbahnstraße. Wir freuen uns auf dein Feedback!

Joel Schmidt, Programmchef taz lab

taz lesen kann jede:r

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Texte, die es nicht allen recht machen und Stimmen, die man woanders nicht hört – immer aus Überzeugung und hier auf taz.de ohne Paywall. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 40.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen