: Fridays For Future blockiert Siemens
Von Alina Götz
Weil Siemens sich weiterhin an dem Geschäft um die australische Carmichael-Steinkohlemine beteiligen will, blockierten Aktivist*innen am Mittwochmorgen die Bremer Niederlassung. „Mit 30 bis 40 Menschen haben wir drei Stunden lang alle Eingänge blockiert“, sagte Fridays-For-Future-Sprecherin Friederike Oberheim.
Unter dem Motto „Uns fehlen die Worte“ – die Münder der Beteiligten waren verklebt – protestierten sie gegen den Deal, der aus Sicht der Bewegung eine „unglaubliche ökologische und humanitäre Katastrophe“ darstelle. „Siemens hat sich für weitere Zerstörung des Planeten und gegen unsere Zukunft entschieden“, so Oberheim. Die Proteste dienten aber auch als Präzedenzfall für alle Unternehmen, die beschließen, ähnliche Zusammenarbeiten einzugehen.
Siemens will für das gigantische Projekt Signaltechnik für eine Eisenbahnstrecke bereitstellen.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen