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Demo angekündigt
Antifaschistische und kurdische Gruppen haben für den 18. Januar eine Demo in Hannover gegen Rechtsextremismus angekündigt. „Es ist unser aller Aufgabe, dem Rechtsruck und seiner bedrohlichsten Form, dem rechten Terror, entgegenzutreten“, heißt in dem u. a. vom Niedersächsischen Flüchtlingsrat verbreiteten Aufruf. Die Demo soll um 15 Uhr am Hauptbahnhof beginnen. Angriffe auf Geflüchtete seien keine Einzelfälle, für 2019 seien mehr als 600 solcher Attacken dokumentiert. Außerdem gebe es immer häufiger Morddrohungen gegen Personen, die sich gegen rechts engagierten. (dpa)
Geld für Gülle
Für das Errichten neuer Güllelager haben 276 Landwirte in Niedersachsen im vergangenen Jahr einen Landeszuschuss erhalten. Dies helfe Landwirten, die Gülle bis zum Ausfahren auf die Agrarflächen lagern zu können, teilte der Landesbauernverband mit. Berücksichtigt wurden bei der Förderung von insgesamt zehn Millionen Euro Bauern, die als Abnehmer von Gülle selbst zusätzlichen Lagerraum schaffen, aber keine Tiere halten. Da die neue Düngeverordnung die Menge und die Zeitfenster zum Ausfahren von Gülle eingrenzt, werden Lagerkapazitäten immer wichtiger. (dpa)
Baukosten steigen
Der Verband der Wohnungswirtschaft (VDW) warnt vor weiter steigenden Baukosten in Niedersachsen und Bremen. Binnen vier Jahren seien die Preise um 15 Prozent gestiegen, sagte VDW-Direktorin Susanne Schmitt. In Ballungsregionen lägen die Neubaukosten teils deutlich über 5.000 Euro pro Quadratmeter. Eine kostendeckende Miete betrage dann mindestens 12 Euro pro Quadratmeter. Als einen Grund nannte die Direktorin die geringe Verfügbarkeit von Bauland für mehrgeschossige Häuser. (dpa)
Stadtführung konzipiert
Studierende der Uni Göttingen haben eine Stadtführung zu Erinnerungsorten der NS-Zeit konzipiert. Die App „Spot on – Demokratie auf der Spur“ informiere etwa darüber, woher die Jüdenstraße ihren Namen hat und wo die Bücherverbrennung in Göttingen stattfand, teilte die Hochschule mit. Auch werde über Widerstandskämpfer Auskunft gegeben. Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik seien wichtige Themen auf der politischen Agenda, sagte Klaas Kunst vom Soziologischen Institut der Universität, in dessen Lehrforschungsprojekt die Stadtführung erarbeitet wurde. (epd)
Läuft bei Amazon
Der Internet-Händler Amazon baut in Nützen an der A7 bei Kaltenkirchen ein weiteres Verteilzentrum in Schleswig-Holstein. Das bestätigte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schleswig-Holstein (WTSH). Dem Wirtschaftsministerium zufolge könnten bis zu 1.000 neue Jobs entstehen. Im Oktober hatte Amazon in Borgstedt bei Rendsburg ein Verteilzentrum eröffnet. Die WTSH habe die Ansiedlungen in Borgstedt, Bad Oldesloe und Nützen von Anfang an eng begleitet. (dpa)
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