was tun in hamburg?

Di, 14. 5., 19 Uhr, Gewerkschaftshaus

Beschuss von rechts

Überall in Europa greifen rechte Parteien und Bewegungen Presse und Rundfunk, vor allem öffentlich-rechtliche Anstalten, an – während im Netz die rechten Echokammern immer erfolgreicher Fake News verbreiten. Dazu kommt der Druck durch die neoliberale Sparpolitik. Welche Auswirkungen das auf die journalistische Praxis hat, diskutieren am Dienstag Lars Trudsø von der dänischen Gewerkschaft Dansk Magisterforening und DJU-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Berger.

Insbesondere die dänische Situation ist brisant: Dort hat die derzeitige rechte Regierung die Rundfunkgebühren abgeschafft und massive Kürzungen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk durchgesetzt: Ein Sechstel der Stellen fallen dort in den kommenden vier Jahren weg. (matt)

Do, 16. 5., 20 Uhr, Buchladen Osterstraße

Erzählung für links

Die Gegenwart ist bedrängend. Vielleicht gar nicht mehr, als frühere Gegenwart es war, aber doch scheint’s, als wären heute mehr Menschen empfänglich fürs apokalyptische Gedröhn, und das wiederum spielt vor allem rechten und noch weiter rechten Kräften in die Hände.

Dass eigentlich doch die Linke viel mehr zu sagen hätte, ist so eine These von Julia Fritzsche, Journalistin aus München, die nun in Hamburg ihr Buch „Tiefrot und radikal bunt“ (Edition Nautilus, 192 S., 16 Euro, E-Book: 12,99 Euro) in Hamburg vorstellt – nicht weniger beanspruchend als eine verführerische, begeisternde Erzählung, die die soziale Frage neu stellt und den Kapitalismus infrage – ohne Diversity-Problemstellungen gleich wieder als ach so partikulare Identitätspolitik zu verunglimpfen. (aldi)