tazūüźĺsachen

√Ėkostrom vom eigenen Dach

In den letzten Februartagen schien die Sonne wieder länger und stärker aufs neue taz-Gebäude. Das war nicht nur deshalb schön, weil das Kaffeetrinken auf den zwei großen Dachterrassen unter den wärmenden Strahlen noch angenehmer ist. Die Sonne wirkt sich auch unmittelbar auf die Stromrechnung der taz aus. Denn seit dem Umzug gibt es erneuerbare Energien nicht mehr nur als Thema in der taz, sondern auch ganz real auf der taz: Auf der höher gelegenen Hälfte des Dachs, die nicht als Terrasse genutzt wird, befinden sich 86 Solarmodule.

Mit ihrer Spitzenleistung von 29 Kilowatt werden die mit flacher Neigung nach Ost und West ausgerichteten Fotovoltaik-Module pro Jahr laut Prognose rund 27.000 Kilowattstunden Strom produzieren. Diese werden nicht ins Netz eingespeist, sondern komplett im taz-Geb√§ude selbst verbraucht. Das f√ľhrt dazu, dass die Anlage extrem wirtschaftlich arbeitet: Die Investition von rund 45.000 Euro wird sich schon nach etwa zehn Jahren amortisiert haben; die Lebensdauer von Photovoltaik-Anlagen wird auf 25 Jahre gesch√§tzt.

Von einer Selbstversorgung ist die taz trotz der neuen Solaranlage aber weit entfernt: Der selbst produzierte Strom macht nur rund f√ľnf Prozent des Gesamtverbrauchs im neuen Geb√§ude aus. Der Rest wird k√ľnftig ‚Äď ebenfalls komplett aus erneuerbaren Energien ‚Äď von den Elektrizit√§tswerken Sch√∂nau geliefert. Indirekt dient der Strom √ľbrigens auch dazu, das Haus zu heizen ‚Äď denn das geschieht √ľberwiegend mit der Abw√§rme der Server und der K√ľhlr√§ume der taz-Kantine.

Malte Kreutzfeldt