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Rom will Brüssel besänftigen

Italien kündigt neuen Haushalt an, um ein EU-Verfahren abzuwenden

Im Haushaltsstreit zwischen Rom und Brüssel gibt es Bewegung. Regierungschef Giu­seppe Conte kündigte einen Vorschlag an die EU-Kommission an, mit dem er ein Vertragsverletzungsverfahren abwenden will. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici machte nach einem Treffen der Euro-Finanzminister aber deutlich: „Es ist klar, dass wir Zusagen brauchen, die handfest, die sehr glaubhaft sein müssen.“ Conte sagte der italienischen Zeitung Avvenire, er erarbeite abschließend einen Vorschlag, den die EU nicht außer Acht lassen könne.

Die EU-Kommission hatte die Haushaltspläne der Regierung aus der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und rechten Lega für 2019 vollständig zurückgewiesen. Die EU-Kommission zeigt sich verhandlungsbereit, erwägt aber nach wie vor, ein offizielles Strafverfahren einzuleiten.

Am Dienstag hatten sich die Euro-Finanzminister hinter die Kommission in ihrer Einschätzung gestellt, dass die Budgetpläne Italiens gegen die europäischen Stabilitätsregeln verstoßen. Italien weist einen Schuldenberg von 2,3 Billionen Euro auf. Das entspricht mehr als 130 Prozent der Wirtschaftsleistung. Erlaubt sind eigentlich nur 60 Prozent. (dpa)

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