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Jamaika-Parteien halten an Klimaziel fest

Über die Instrumente gibt es noch keine Einigkeit – doch Kohle wird wohl reduziert werden müssen

Zwischenerfolg für die Grünen: Bei den Sondierungsgesprächen zur Bildung einer Koalition haben sich Union und FDP zu den bisher geltenden Klimazielen für die Jahr 2020, 2030 und 2050 bekannt. Das verlautete am Donnerstag aus Verhandlungskreisen. Noch keine Einigkeit wurde über die dafür notwendigen Maßńahmen erzielt.

Allerdings steht nun fest, dass sich die möglichen Koalitionspartner auf weitreichende und schnell wirksame Instrumente einigen müssen. Denn für 2020 hat Deutschland zugesagt, den CO2-Ausstoß im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu reduzieren. Erreicht werden aber nach jüngsten Prognosen nur 32 Prozent. Um die große Differenz in der kurzen verbleibenden Zeit zu verringern, ist nach Ansicht der meisten Experten eine deutliche Reduktion der Kohlenutzung zwingend erforderlich.

Eine schnelle Abschaltung der 20 dreckigsten Kohlekraftwerke ist eine zentrale Forderung der Grünen. „Wenn Union und FDP das Ziel anders als mit Kohleausstieg und emissionsfreier Mobilität erreichen wollen, müssen sie erklärten, wie“, hatte Grünen-Energieexperte Oliver Krischer vor Beginn der Verhandlungen gesagt.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte vor der Wahl erklärt, am Klimaziel für 2020 festhalten zu wollen. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatten es dagegen im Vorfeld der Sondierungsgespräche in Frage gestellt. mkr

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