Konflikt um Kataloniens Unabhängigkeitsreferendum: Katalanen kündigen „dauerhafte Mobilisierung“ an
| Im Konflikt mit Madrid um das Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien ist keine Entspannung in Sicht: Tausende Demonstranten gingen seit Mittwochnacht in Barcelona erneut auf die Straße, um das Recht der Katalanen auf die Abstimmung einzufordern und die Festnahmen hochrangiger Regierungsvertreter durch spanische Polizisten anzuprangern. Sie versammelten sich vor dem Obersten Gericht und kündigten eine „dauerhafte Mobilisierung“ an. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums kamen drei Festgenommene inzwischen wieder frei. Zuvor hatte die spanische Polizei bereits Millionen Stimmzettel sowie anderes Material für das Votum beschlagnahmt. Mit Blick auf das Einschreiten der spanischen Polizei auf Anordnung aus Madrid sagte Junqueras am Donnerstag dem Sender TV3: Es sei „offensichtlich“, dass die Abstimmung am 1. Oktober nicht wie vorgesehen abgehalten werden könne. Er sei aber überzeugt, dass die Mehrheit der Katalanen abstimmen wolle. Zugleich versicherte er, das Votum dennoch möglich machen zu wollen. (afp)
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