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Kritik von Verdi vor allem an falscher Personalplanung der BVGDer Straßenbahn fehlt es an Fahrern

Aus dem Takt geraten Foto: ap

Die Straßenbahn leidet unter Personalmangel. Vereinzelt fielen deshalb Züge aus, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz am Dienstag. Die Planer sorgten aber dafür, dass in den Außenbezirken auf Abschnitten mit nur einer Linie die Trams regelmäßig kämen. Zuvor hatte die Gewerkschaft Verdi darauf hingewiesen, dass Taktzeiten nicht eingehalten würden, weil Fahrer fehlten. Grund dafür sei eine falsche Personalplanung.

Die BVG räumte ein, dass es zu wenige Fahrer gebe. Momentan stünden 963 zur Verfügung, gebraucht würden jedoch 1.040, sagte Reetz. „Dadurch fehlt der Puffer, der nötig ist.“ Dem Unternehmen sei die Neuregelung der Rente mit 63 „auf die Füße gefallen“. Von dieser Frührente hätten mehr Kollegen Gebrauch gemacht als erwartet. Nun würden verstärkt Tramfahrer ausgebildet. Da die Ausbildung nur drei Monate dauere, werde der Mangel noch in diesem Jahr behoben sein.

Verdi warf der BVG vor, mit einer unrealistisch niedrigen Krankheitsquote von 5 Prozent geplant zu haben. Reetz widersprach: Man habe mit 7,8 Prozent gerechnet, tatsächlich sei aber auch das noch zu optimistisch gewesen. (dpa)

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