: EG-weites Verbot für Lebensmittelbestrahlung gefordert
München (taz) - Eine rigorose Kennzeichnungspflicht für alle bestrahlten Lebensmitteln aus dem EG-Bereich forderten gestern die bayerischen Sozialdemokraten. Zwar ist in der BRD die Bestrahlung von Lebensmitteln, außer Gewürzen, sowie deren Einfuhr durch das Lebensmittelgesetz verboten, doch durch die minimale Kennzeichnungspflicht in anderen Ländern sei bereits jetzt ein grauer Markt vorhanden, stellte die SPD-Arbeitsgruppe „Gesunde Lebensmittel“ fest. So besteht etwa keine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel aus dem EG -Bereich, wenn bestrahlte Lebensmittel anderen Lebensmittel beigemischt werden, wie etwa bei Babynahrung.
Zum anderen fehlt es aber auch an schnellen und wirksamen Nachweismethoden hauptsächlich bei Obst und Gemüse und somit an der notwendigen Kontrolle. Außerdem dürfen deutsche Bestrahlungsanlagen Lebensmittel für den Export bestrahlen.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen