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■ BestwoodStaatskasse entleert

Ribnitz-Damgarten (dpa) – Der Chef des Ribnitz-Damgartener Faserplattenwerkes Bestwood, Eduard Kynder, soll Bund und Land nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft um etwa 35 Millionen Mark betrogen haben. Der Hamburger, der 1991 das ehemalige DDR-Vorzeigewerk nahe Rostock für eine Mark von der Treuhand erstanden hatte, soll eine gebrauchte Spanplattenfertigungsanlage für das Ribnitzer Werk zum Neupreis erworben haben. Den Ermittlungen nach haben sich Kynder und der Geschäftsführer der Lieferfirma der Fertigungsanlage die Kaufsumme von 70 Millionen Mark mit 35 Millionen Mark von Bund und Land bezuschussen lassen. Haftbefehle seien bisher nicht ergangen. Bestwood war der größte Arbeitgeber der Region und mußte 1995 Konkurs anmelden. Die Landesregierung, die bereits Millionen Mark als Subventionsgelder in den Betrieb gesteckt hat, bemüht sich seitdem um eine zweite Privatisierung.

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